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	<title>Kritisch Gedacht - Der Wissensblog</title>
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	<description>Aktuelle Informationen zu Para- und Pseudowissenschaften</description>
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		<title>Kritisch Gedacht - Der Wissensblog</title>
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		<title>KRITISCH GEDACHT wird ab sofort bei den SCIENCEBLOGS</title>
		<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/07/02/kritisch-gedacht-wird-ab-sofort-bei-den-scienceblogs/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 11:59:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind umgezogen! Seit 1. Juli 2008 sind wir unter dem Dach der ScienceBlogs.de zu finden und unsere neue URL lautet http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/ Wir bitten Sie daher, Dort weiterzulesen. Ihre bookmarks und RSS-feeds entsprechend neu einzurichten. Falls Sie selbst bloggen und uns auf der Blogroll haben, diese zu aktualisieren. Vielen Dank und weiterhin viel Vergnügen!<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=99&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind umgezogen!</strong> Seit 1. Juli 2008 sind wir unter dem Dach der <strong>ScienceBlogs.de</strong> zu finden und unsere neue URL lautet <a href="http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/">http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/</a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/"><img class="size-full wp-image-100 aligncenter" src="http://kritischgedacht.files.wordpress.com/2008/07/scienceblogs.jpg?w=490" alt=""   /></a></p>
<p>Wir bitten Sie daher,</p>
<ol>
<li>Dort weiterzu<strong>lesen</strong>.</li>
<li>Ihre <strong>bookmarks</strong> und <strong>RSS-feeds</strong> entsprechend neu einzurichten.</li>
<li>Falls Sie selbst bloggen und uns auf der <strong>Blogroll</strong> haben, diese zu aktualisieren.</li>
</ol>
<p>Vielen Dank und weiterhin viel Vergnügen!</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/kritischgedacht.wordpress.com/99/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/kritischgedacht.wordpress.com/99/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kritischgedacht.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kritischgedacht.wordpress.com/99/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=99&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die geheime PR des Zufalls &#8211; eine Chronologie und Nachlese</title>
		<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/06/18/geheime-pr-des-zufalls/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 21:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Rolf Froböses quantenesoterisch angehauchtes Büchlein über die „geheime Physik des Zufalls“ auf dem Markt ist, findet der interessierte Websurfer zu diesem Werk gleichzeitig sowohl begeisterte Zustimmung wie auch heftige Ablehnung. In letztere Kategorie ist wohl unser Beitrag vom 19. April einzuordnen. Obwohl noch keine zwei Monate alt, ist dieser Beitrag heute der mit Abstand [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=95&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Seit Rolf Froböses quantenesoterisch angehauchtes Büchlein über die „geheime Physik des Zufalls“ auf dem Markt ist, findet der interessierte Websurfer zu diesem Werk gleichzeitig sowohl begeisterte Zustimmung wie auch heftige Ablehnung. In letztere Kategorie ist wohl <a href="../2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/">unser Beitrag vom 19. April</a> einzuordnen. Obwohl noch keine zwei Monate alt, ist dieser Beitrag heute der mit Abstand am öftesten abgerufene dieses Blogs. Hiermit beuge ich mich dem Quotendruck und greife dieses Thema nocheinmal auf. Sozusagen als Ergänzung zu unserem Posting vom April sollen hier sowohl die Vorgeschichte zu Froböses neuestem Buch als auch die Nachwehen, die der dahinter stehenden PR-Feldzug ausgelöst hat, etwas näher beleuchtet werden. Beides spielt sich zum Großteil im Internet ab, und ich verspreche: Wer sich für handgestricktes Guerilla-Marketing begeistern kann, der findet in der folgenden Chronologie sicher die eine oder andere Anregung.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><strong><span style="font-size:14pt;">Kapitel 1: Schauplatz Wikipedia – Angriff der 217er-Klonkrieger</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Vor fast genau zwei Jahren, am 31. Mai 2006, macht sich ein <strong>Anonymus</strong> aus dem IP-Raum 217 über die Wikipedia her. Innerhalb kurzer Zeit <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Flachbildschirm&amp;offset=20070319203105&amp;action=history">versucht</a> er etwa 14mal, Froböses eine Woche zuvor erschienene Buch „Fußball, Fashion, Flachbildschirme“ beim Wikipedia-Artikel zum Stichwort „Flachbildschirm“ einzustellen. Jedesmal wird dies als Werbespam wieder gelöscht. Gleichzeitig versucht derselbe Anonymus, Froböses „Lust und Liebe“ Buch als Literaturtipp bei mindestens elf anderen Stichworten einzutragen. User Saibo <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Fragen_zur_Wikipedia&amp;oldid=17406801#mehrere_.C3.84nderungen_auf_einmal_r.C3.BCckg.C3.A4ngig">beschwert</a> sich über den Werbespam und verdächtigt dabei Froböse selbst.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Drei Tage später <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:ParaDox/Archiv/Diskussionen/2006-2007#.C3.84nderung_in_Weblinks">meldet</a> sich aus dem IP-Raum 217 <strong>Rolf Froböse</strong> selbst zu Wort. Er klagt darüber, dass diverse links auf sein Buch „Lust und Liebe“, die er selbst gesetzt hatte, entfernt worden waren. Es gehe ihm <em>nicht darum, gezielt Werbung … zu betreiben</em>, er wolle <em>dem interessierten User vielmehr über Portale wie Lifegen.de Auszüge kostenfrei zur Verfügung … stellen</em>.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Weitere drei Tage später <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Kunststoff#An_Hansele_et._al">outet</a> sich der eifrige Anonymus vom 31. Mai als <strong>„Dipl.-Ing. Bernd Haunthal“</strong>, angeblich Kunststoffingenieur aus Berlin. Haunthal ist allerdings vermutlich wieder nur ein Pseudonym – das deutsche Telefonbuch kennt keinen einzigen Haunthal. Herr Haunthal, der sich sehr höflich und gewählt ausdrückt, beschwert sich über die Löschungen seiner Buchtipps und empfiehlt einen Blick auf die positiven Amazon-Rezensionen. Am selben Tag wird von einem User Hansele eine Sperre von „Haunthals“ IP <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2006/06#Werbespam_Frob.C3.B6se">gefordert</a>, was auch vorübergehend durchgeführt wird. <span id="more-95"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Im Jahr 2007 ist Froböse verstärkt auf dem Hobbyjournalistenblog namens „Readers Edition“ zu lesen. Unter den <a href="http://www.readers-edition.de/autor?user_id=Rolf">vielen Artikeln</a> des Wissenschaftsjournalisten wimmelt es geradezu von solchen, in denen seine eigenen Bücher verlinkt, zitiert oder offen angepriesen werden. Aber die Readers Edition hat auch keinen Ruf zu verlieren – Wikipedia dagegen schon.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">„Dipl.-Ing. Haunthal“ meldet sich nie wieder. Dr. Froböse dagegen taucht 2008 wieder in der Wikipedia auf. Zuerst nur indirekt. Am 14. Februar 2008 <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zufall&amp;action=history">versucht</a> ein Anonymus aus dem 217er IP-Raum, Froböses Buch „Die geheime Physik des Zufalls“, das zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht erschienen ist, als Literatur zum Stichwort „Zufall“ einzutragen. User Pjacobi macht die Werbung rückgängig. Daraufhin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Zufall#Hinweis_an_Pjacobi">wendet</a> sich Froböse selbst an Pjacobi, mit der Bitte, den Hinweis auf sein neues Buch nicht zu löschen. Nachdem dieser der Bitte nicht nachkommt, wird er von Froböse zu seinem <em>wissenschaftlichen Hintergrund</em> befragt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Zwei Tage später meldet sich ein angeblicher <strong>„Dr. René Geiger“</strong> aus dem IP-Raum 217 in der Diskussion zum Stichwort „Synchronizität“ mit einer höflichen und in gewählte Worte gekleideten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Synchronizität#Literatur_und_Theoriefindung">Beschwerde</a>. Er habe als Rezensent ein Vorabexemplar von „Die geheime Physik des Zufalls“ erhalten und dieses <em>bemerkenswerte neue Werk</em> in die Literaturliste eingefügt. Das sei gleich darauf gelöscht worden. Er ersuche darum, dies zu unterlassen. Nachdem User Camul dem Ersuchen nicht nachkommt, wird er von „Dr. Geiger“ zu seinem <em>akademischen Hintergrund</em> befragt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Etwa zur selben Zeit wird von einem Anonymus aus dem IP-Raum 217 ein Artikel zum Stichwort „Rolf Froböse“ <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rolf_Frob%25C3%25B6se&amp;oldid=42557140">angelegt</a>. Dort werden sämtliche Werke von Froböse aufgelistet, darunter auch jenes geheime Physikbuch, das noch gar nicht am Markt ist. Und dort dürfen diese Bücher nun auch endlich stehen bleiben. Eifrig wird der Artikel von einem 217er Anonymus ausgebaut. Am 19. Februar kommt das Kapitel „Auszeichnungen“ hinzu. Dort wird der „Literaturpreis des Fonds der Chemischen Industrie“ aus dem Jahr 1987 <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rolf_Frob%25C3%25B6se&amp;diff=prev&amp;oldid=42711995">eingefügt</a>. Der Fonds der Chemischen Industrie selbst dagegen <a href="http://fonds.vci.de/default2.asp?cmd=shd&amp;docnr=115617">behauptet</a> ganz frech, 1987 diesen Preis an einen Herrn Padeken verliehen zu haben. Drei Monate darauf wird der Literaturpreis aus dem Froböse-Eintrag wieder entfernt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Ein paar Wochen herrscht Ruhe. Dann kommt im März 2008 „Die geheime Physik des Zufalls – Quantenphänomene und Schicksal“ auf den Markt. Beim Stichwort „Schicksal“ trägt ein anonymer 217er am 28. März Froböses neues Buch <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schicksal&amp;diff=44243138&amp;oldid=42746807">ein</a>. Dort bleibt es unbemerkt stehen, bis ein garstiger Wiener Skeptiker es zwei Monate später löscht. Ein Weblink eines anonymen 217ers zu Froböses Buch <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Quantenverschr%25C3%25A4nkung&amp;diff=44807277&amp;oldid=44604457">taucht</a> am 12. April beim Thema „Quantenverschränkung“ auf, ein <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Quantenphysik&amp;diff=45116150&amp;oldid=45063394">anderer</a> link desselben Anonymus eine Woche danach unter „Quantenphysik“.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Mitte Mai scheitert ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Löschkandidaten/17._Mai_2008#Rolf_Froböse_.28erl..29">Löschantrag</a> zum Artikel „Rolf Froböse“, den User „Rat“ wegen des Verdachts auf Selbstdarstellung eingebracht hatte. Froböse hat mehr als vier Sachbücher geschrieben und erfüllt damit die Wikipedia-Kriterien für einen eigenen Artikel.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Obwohl der Löschantrag bereits abgelehnt wurde, schaltet sich am 18. Mai ein anonymer 217er in die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Rolf_Froböse">Diskussion</a> ein. Der Anonymus drückt sich wie alle 217er sehr gewählt aus. Weil User „Rat“ auf meinen Blogeintrag verlinkt hat, hält ihm der Anonymus entgegen, die <em>dogmatische Skeptikerbewegung</em> sei keine seriöse Quelle. Als ich selbst mich ebenfalls einschalte, beginnt er mit ad-hominem Attacken. Eine an mich persönlich gerichtete Pöbelei <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Rolf_Froböse&amp;diff=next&amp;oldid=46271069">ändert</a> er nachträglich, um die GWUP als Adressat darzustellen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Der Anonymus verfügt über detailliertes Wissen zu den Kommentaren zum WELT-Online Artikel von Froböse. Froböse selbst habe ihm diese telefonisch und per e-mail mitgeteilt, berichtet er. Auch die einschlägigen Anti-GWUP links, mit denen <a href="http://www.gwup.org/themen/texte/skeptikerpuc/gwupkritik1.html">Claus Fritzsche</a> Herrn Froböse zu Hilfe gekommen war, hat er alle parat.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><strong><span style="font-size:14pt;">Kapitel 2: Der Kommentator und seine Helferlein</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">In den Kommentaren zu meinem Blogeintrag <a href="../2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/#comment-391">taucht</a> zur selben Zeit ein Anonymus mit genau derselben IP Adresse auf. Er nennt sich hier <strong>„Erwin Schmieder“</strong> und gibt eine gefälschte e-mail Adresse an. Nach einem kurzen Geplänkel mit anderen Kommentatoren wendet er sich wieder mit einem Ausbruch gegen die GWUP an mich. Diesmal stellt er einen <a href="../2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/#comment-403">Text</a> in den Kommentar, der angeblich wiedergibt, was <em>die Enzyklopädie unter anderem über die GWUP schreibt</em>. Tatsächlich stammt das Zitat aber von der Diskussionsseite eines anonymen Wikipedia-Benutzers, der in Fritzsches Linksammlung enthalten ist.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Eine Woche darauf taucht ein anonymer 217er <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/05/26/quantenphanomene-sind-mein-schicksal-noch-mal-zur-wpk/#comment-1684">in Sven Keßens Blog</a> „Begrenzte Wissenschaft“ auf. Sven hatte wiederholt auf die seltsamen Vorgänge rund um Froböses Marketinghype hingewiesen. Der Anonymus nennt sich bei ihm <strong>„Randolph Blommel“</strong> und gibt ebenfalls eine gefälschte e-mail Adresse an. Wie alle 217er ist er zumindest anfangs ausgesucht höflich und sehr wortgewandt. Wie alle 217er echauffiert er sich schnell, wenn er nicht kriegt was er will.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Obwohl „Randolph“ ein seltener Vorname ist, haben bereits zwei Namensvettern von Herrn „Blommel“ beim WELT-Online Artikel ihre verbalen Auslassungen hinterlegt. Ein <strong>„Randolf Krüger“</strong> <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1938328/Die_Seele_existiert_auch_nach_dem_Tod.html?page=2#article_readcomments">beschimpft</a> dort etwa jenen Kommentator, der auch <strong>„Erwin Schmieder“</strong> ein Dorn im Auge ist. Und ein <strong>„Randolf Börncke“</strong>, angeblicher Diplom-Physiker, der sich auch sehr gewandt ausdrückt, singt ein <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1938328/Die_Seele_existiert_auch_nach_dem_Tod.html?page=4#article_readcomments">Loblied</a> auf den Froböse-Artikel. Dabei assistiert ihm ein gewisser <strong>„Dr. Erwin Giesebrecht“</strong> nicht minder wortgewandt, der von Froböses Buch <em>sehr angetan</em> war und auf die <em>renommierten Physiker</em> hinweist, die doch dort genannt würden. Im selben bereits hinlänglich vertrauten Stil <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1938328/Die_Seele_existiert_auch_nach_dem_Tod.html?page=34#article_readcomments">bejubelt</a> ein <strong>„Gerd Herborn“</strong> Froböses Buch. Ein <strong>„Mertin Emmerich“</strong> hat sich den geschliffenen PR-Stil in seiner <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1938328/Die_Seele_existiert_auch_nach_dem_Tod.html?page=2#article_readcomments">Lobrede</a> auf Froböses Buch ebenfalls zu eigen gemacht, und auch die <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1938328/Die_Seele_existiert_auch_nach_dem_Tod.html?page=1#article_readcomments">Worte</a> von „<strong>Walter Greve</strong>“ klingen irgendwie vertraut.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Der „WebReporter“ namens <strong>„Gerd Harz“</strong> der auf der shortnews-Webseite stets die neuesten Froböse-Werbetexte einstellt und dabei in gewählten Worten <a href="http://scripting.shortnews.de/start.cfm?id=705095">lobpreist</a>, wird von seinen eigenen Kommentatoren von <a href="http://scripting.shortnews.de/start.cfm?id=705867">Mal</a> zu <a href="http://www.shortnews.de/start.cfm?id=711185">Mal</a> schärfer kritisiert. Derweilen hat es Froböse selbst auch nicht leicht. Da fliegt z.B. sein liebevoll geposteter Beitrag wegen <a href="http://forum.genealogy.net/ahnenforschung/forum/index.php?page=Thread&amp;postID=131799&amp;s=2c38540724c2b98133d605a7feddf3a5fa821266#post131799">Werbespams</a> aus einem Ahnenforschungs-Forum, obwohl doch das Wort „Familienwappen“ darin vorkam. Auf <a href="http://www.oana.de/gedank08_1.htm">Oanas Esoterikseite</a> ist ihm das nicht passiert. Auf der tvforen-Webseite wiederum <a href="http://74.125.39.104/search?q=cache:o-4gvRVruYYJ:www.tvforen.de/read.php?f=4&amp;i=255956&amp;t=255956+%22Die+geheime+Physik+des+Zufalls%22&amp;hl=de&amp;ct=clnk&amp;cd=54&amp;gl=at">scheitert</a> ein <strong>„Gerwin Stark“</strong> mit Froböse-Spam.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><strong><span style="font-size:14pt;">Kapitel 3: Quantenmystik wird in die WELT gesetzt</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Was dann geschah, ist unseren Stammlesern bereits bekannt. Mitte April erschien an dieser Stelle eine <a href="../2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/">herbe Kritik</a> des Inhalts mehrerer Artikel, die Rolf Froböse quer durchs Internet gestreut hatte, um sein „Die geheime Physik des Zufalls“ zu bewerben. Kritik vor allem daran, auf welch penetrante Art und Weise sich dieser PR-Feldzug seine Weg bahnte. Was damals noch fehlte, war eine Kritik des Inhalts des Buches selbst, soweit dieser nicht bereits durch die einschlägigen Buchauszüge bekannt war.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Im Gegensatz zu seinen früheren Sachbüchern, die bei einem anerkannten Verlag erschienen waren, veröffentlichte Froböse sein neuestes Büchlein bei „Books on Demand“ (BoD). BoD produziert die Exemplare einzeln auf Bestellung und wird gerne von Autoren genutzt, deren Werke sonst niemand verlegen will. Da ich das Buch immer noch nicht gelesen habe, wird es davon an dieser Stelle auch diesmal keine eigene Rezension geben. Das ist aber inzwischen auch längst nicht mehr notwendig. Es existieren nämlich mittlerweile <a href="../2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/#comment-360">einige</a> <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/05/29/rolf-frobose-die-geheime-physik-des-zufalls-rezension/">aufschlussreiche</a> <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/05/29/rolf-frobose-die-geheime-physik-des-zufalls-rezension/#comment-1715">Rezensionen</a> des schmalen Bändchens, die einen gemeinsamen Tenor haben.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Der vorherrschende Eindruck ist, dass der Autor offenbar lediglich mit vielen Anekdoten und etwas Quantenmystik die anschwellende Esoterikwelle abzureiten versucht. Dies noch dazu mittels einer seniorenfreundlich groß gedruckten Textmenge, die in einem gängigen Format keine 100 Seiten füllen würde.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Dass ein Autor aus dem Zusammenhang gerissene Zitate von berühmten Physikern in seinen Text montiert, um den Leser einzuschüchtern und sich gegenüber Kritik zu immunisieren, zeigt lediglich, dass er die tricks-of-the-trade der PR beherrscht. Dass ein Wissenschaftsjournalist nicht fähig ist, zwei Paragraphen über das Phänomen der Quantenverschränkung zu formulieren, ohne dabei eklatante faktische Fehler einzubauen, ist ärgerlich. Dass er dabei aber auch noch ungeniert einen ganzen Paragraphen plagiiert, ist schlicht und ergreifend eine Frechheit.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Im April 2008 sind die Printmedien an der Reihe. Den Beginn macht die <em>Kölnische Rundschau</em>, wo Froböse unter dem Titel &#8220;Es gibt ein Jenseits&#8221; sein Buch bewirbt. In der <em>Berliner Morgenpost</em> heißt sein PR-Artikel &#8220;auf der Spur der Seele&#8221; und in der <em>Sächsischen Zeitung</em> läuft die Eigenwerbung unter &#8220;Physiker auf Suche nach dem Jenseits&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Der Gipfel der Unverfrorenheit war erreicht, als Froböse einen Auszug aus seinem Büchlein unter dem Titel &#8220;Die Seele gibt es wirklich&#8221; <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1938328/Die_Seele_existiert_auch_nach_dem_Tod.html">den Lesern der WELT</a> als Wissenschaftsberichterstattung verkaufte. Dieses plumpe und allzu durchsichtige PR-Manöver schlug in der Blogosphäre einige Wellen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Als erstes reagiert Sven Keßen (ehemals kamenin) von <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/04/27/das-ende-der-welt-quantenverdummung-als-qualitats-wissenschaftsjournalismus">Begrenzte Wissenschaft</a>, dann amüsiert sich auch <a href="http://www.malte-welding.de/?p=113">Malte Welding</a>. Katja Schwab schließt sich auf ihrem <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/psychologieblog/2008-04-27/quantenphysik-bewusstsein-medien">Psychologieblog</a> der Kritik an und Lars Fischer von <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/abgefischt">Abgefischt</a> kreiert im Kommentarteil die schöne Wortschöpfung vom „<a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/psychologieblog/2008-04-27/quantenphysik-bewusstsein-medien#comment-1238">Deppen-Syllogismus</a>“, die raschest Verbreitung findet. Andreas Grögel von <a href="http://cimddwc.net/?p=706&amp;langswitch_lang=de">cimddwc</a> verarbeitet die Quantenverdummung in seiner Esoterik-Satire und auch Jörg Rings vom <a href="http://www.timeblog.de/2008/04/28/esoterische-quantenphysik/">Timeblog</a> steigt in die Froböse-Schelte ein. Sven Keßen legt anlässlich des in der WELT vebreiteten Unsinns noch einen <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/04/28/einfuhrung-in-quantenphysik-verschrankung-und-die-lugen-der-esoterik/">aufklärenden Artikel</a> über die „spukhafte Fernwirkung“ nach. Einen <a href="http://cimddwc.net/?p=757">Nachschlag</a> gibt es auch noch auf cimddwc und schließlich äußert sich auch Marc Scheloske von der <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/29/esoterik-obskurantismus-und-die-geheime-physik-die-welt-laesst-sich-bereitwillig-als-reklameforum-missbrauchen-werkstattnotiz-lxxxii">Wissenswerkstatt</a> ziemlich unverblümt über die Farce. Björn Haferkamp vom <a href="http://philoblog.de/?p=272">Philoblog</a> sowie der <a href="http://chefarztfrau.de/?p=165">chefarztfrauliche:beobachter</a> tun es ihm gleich und am Ende folgt auch Thomas Heichele vom Philosophieblog mit einer <a href="http://philosophieblog.de/heichele/2008/06/05/mit_der_quantenphysik_zum_jenseits">Analyse</a>.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Am 29. April veröffentlicht der Humanistische Pressedienst eine <a href="http://hpd.de/node/4456">aktualisierte Version</a> meines Blogbeitrags, die kurz darauf als „seelisches Quanten-Voodoo“ auch <a href="http://brightsblog.wordpress.com/2008/05/01/reaktion-der-gwup-auf-das-seelische-quanten-voodoo-von-rolf-frobose/">auf dem Brightsblog</a> wiedergegeben wird.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Froböse entblödet sich nicht und ruft doch tatsächlich höchstpersönlich beim Agenturleiter des Humanistischen Pressedienst an, um die Entfernung meines Beitrags zu veranlassen. Als seinen Wünschen nicht nachgekommen wird, droht er rechtliche Schritte an. Das ruft sogar die Blogbeobachter von <a href="http://spreeblick.com/trackback/2008/05/03/protokoll-vom-03-mai-2008/">Radio Fritz</a> (RBB) auf den Plan, die mich zu einem Kurzinterview bitten.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><strong><span style="font-size:14pt;">Kapitel 4: Die Wissenschaftspressekonferenz als Werbeplattform</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Wer jetzt denkt, nach dieser Welle von Kritik würde Froböses PR-Maschinerie einen Gang zurückschalten, der irrt gewaltig. Am 9. Mai erscheint eine überaus <a href="http://www.diebadhonnefer.de/im-multiversum-zufall.htm">positive Rezension</a> des Froböse-Buches in einem Medium mit eher beschränkter Reichweite, der Onlineausgabe der Bad Honnefer Wochenzeitung. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die angebliche Rezension wieder einmal als aufgemotzter Buchauszug. Als Autor der Ergänzungszeilen fungiert hier <strong>Christian Preuß</strong> von SINNfrisch, einer Medienagentur, die unter anderem „<a href="http://sinnfrisch.twoday.net/stories/4818275/">Ihre eigene Kolumne</a>“ in der Onlineausgabe der Bad Honnefer Wochenzeitung feilbietet.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Der Auftritt in Bad Honnef dürfte ein Probegalopp für einen größeren Wurf gewesen sein. Vier Tage darauf erscheint nämlich eine überaus peinliche <a href="http://www.wpk.org/de/wissenschaft-zum-schm-kern/die-geheime-physik-des-zufalls.html">Lobhudelei</a> auf Froböses Buch auf der Webseite der Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK), die auch postwendend von Froböse selbst wieder zustimmend zitiert wird. „Warum auch nicht?“ könnte man denken, die WPK ist schließlich so etwas wie der Berufsverband der Wissenschaftsjournalisten.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Seriöser <a href="http://www.sciblog.at/stories/27775/">Wissenschaftsjournalismus</a> hat im allgemeinen die Aufgabe, verständlich über wissenschaftliche Themen zu berichten und dabei die Spreu vom Weizen zu trennen. Froböses Buch ist eindeutig Spreu, was die Frage aufwirft, wie diese Rezension auf die Webseite der WPK gelangen konnte. Die Rezension scheint aber nicht nur wegen des unkritisch glorifizierenden Inhalts auf der WPK-Seite etwas deplatziert. Sie hebt sich auch rein optisch von allen anderen dort erschienenen Buchtipps ab. Während diese nämlich meist aus kurzen Zweizeilern bestehen, ist die Lobesrede auf Froböse vergleichsweise ausufernd lang, was unter anderem daran liegt, dass hier zum wiederholten Male ein Auszug aus dessen Buch an eine Handvoll einleitende Sätze angehängt wurden. Diese Rezension ist im Gegensatz zu allen anderen Buchtipps auch mit dem Namen des Autors versehen, <strong>Vlad Georgescu</strong>.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Georgescu ist wie Froböse Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor, im Gegensatz zu Froböse aber Mitglied der WPK. Georgescu ist auch jener freundliche Kollege, der eine Woche zuvor auf Amazon seine <a href="http://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/A2Y1CUA22GINLY/ref=cm_cr_dp_auth_rev?ie=UTF8&amp;sort_by=MostRecentReview">erste und einzige Leser-Rezension</a> eingestellt hatte. Fünf Punkte gab es dort für das „grandiose Werk“ von Froböse. Georgescu ist aber auch Inhaber der zum Verkauf stehenden Webseite <strong>LifeGen.de</strong>, die am 1. April das <a href="http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2008-03-30-4217&amp;pc=s01">Interview</a> mit Froböse führte, das später dutzendfach und stets „exklusiv“ zu Werbezwecken kopiert wurde. Als Interviewer stellte sich Georgescu damals höchstpersönlich zur Verfügung. Interviewpartner Froböse wiederum sitzt laut <a href="http://www.lifegen.de/impressum.shtml">Impressum</a> von LifeGen in dessen Redaktionsteam.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Einen munteren <a href="http://www.readers-edition.de/2008/05/02/interview-das-gesamtsystem-bundesrepublik-ist-in-gefahr/">Rollentausch</a> gibt es einen Monat darauf bei der Readers Edition, wo Froböse den Interviewer spielte und Georgescu antworten und dabei sein eigenes Buch bewerben darf. Dass das Interview bereits ein Jahr zuvor geführt wurde, spielt dabei keine große Rolle. Es bleibt abzuwarten, ob auch jenes Interview, das Froböse im Vorjahr <a href="http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=2007-03-01-1811">mit Georgescus Koautorin</a> und LifeGen-Kollegin Marita Vollborn geführt hat, und in dem gleich zwei Bücher von Georgescu/Vollborn hintereinander genannt werden, eine Neuauflage erfährt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Während das LifeGen-Team sich also munter selbst interviewt, bringt die PR-Aktion auf der WPK-Webseite der Wissenschafts-Pressekonferenz einige hämische Kommentare ein. Außer <a href="../2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/#comment-388">von mir selbst</a> stammen diese <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/05/19/fremdschamen-fur-die-wissenschafts-pressekonferenz/">von Sven Keßen</a> (<a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/05/26/quantenphanomene-sind-mein-schicksal-noch-mal-zur-wpk/">mehrfach</a>) und aus der <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/26/journalismus-oder-pseudo-wissenschafts-pr-forschungsprojekt-interactive-science-neues-interview-im-wissenschafts-cafe-werkstatt-ticker-29/">Wissenswerkstatt</a>. Auch Wissenschaftsjournalistin und WPK-Mitglied Beatrice Lugger von den scienceblogs <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/05/19/fremdschamen-fur-die-wissenschafts-pressekonferenz/#comment-1645">wundert</a> sich, und Lars Fischer muss sich ein wenig <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/05/19/fremdschamen-fur-die-wissenschafts-pressekonferenz/#comment-1627">fremdschämen</a>. Die WPK reagierte auf mehrere Anfragen zu diesem Thema mit dem lapidaren Kommentar, sie hätte die ihnen angebotene Buchrezension auf ihrer Webseite eingestellt, ohne darüber viel zu diskutieren. Ja, diesen Eindruck erweckt die unnötige Aktion tatsächlich.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die derzeit <a href="http://www.amazon.de/Die-geheime-Physik-Zufalls-Quantenph%25C3%25A4nomene/dp/customer-reviews/3833474203/ref=cm_cr_dp_all_summary?ie=UTF8&amp;customer-reviews.sort_by=-SubmissionDate&amp;showViewpoints=1&amp;customer-reviews.start=1#customerReviews">sieben Leserbewertungen</a> von Froböses Buch auf Amazon.de, auf die Sven Keßen bereits in einer Fußnote <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/05/26/quantenphanomene-sind-mein-schicksal-noch-mal-zur-wpk/">hingewiesen</a> hat. Zwei Leser haben bescheidene zwei Punkte vergeben, doch fünfmal findet sich die Höchstnote von fünf Punkten. Der erste Rezensent, ein „<strong>Hans-Heinrich Koch</strong>“, hat in Summe drei Bücher bewertet, alle innerhalb von zehn Tagen Anfang April. <a href="../2008/04/01/the-secret-von-rhonda-byrne/">„The Secret“</a> bekam von ihm fünf Punkte, offensichtlich ein Esoterikfreund. Der zweite Rezensent, der sich „<strong>Thunderstorm</strong>“ nennt, hat bisher fünf Bücher bewertet. Alle fünf Bücher bekamen von ihm die Höchstnote und alle fünf Bücher sind entweder von Rolf Froböse oder von Vlad Georgescu (mit-) verfasst. Ähnlich verhält es sich mit „<strong>Hans Klein</strong>“, der zwei Bücher von Froböse, ein Buch von Georgescu und zur Abrundung wieder „The Secret“ rezensiert und mit der Höchstpunktezahl bewertet hat. Am Ende tritt <strong>Vlad Georgescu</strong> höchstpersönlich als Leser-Rezensent auf und lobt in seiner einzigen Amazon-Rezension das „grandiose Werk“ seines Kollegen. Ein solcher Zufall ist wohl nicht einmal mehr durch „geheime Physik“ zu erklären.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><strong><span style="font-size:14pt;" lang="EN-GB">Kapitel 5: Readers Edition – The show must go on</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span lang="EN-GB"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Rolf Froböse macht derweilen munter weiter und platziert bei der Readers Edition einen grotesken Beitrag unter dem Titel <em><a href="http://www.readers-edition.de/2008/05/25/verstorbener-erschien-teilnehmern-einer-trauerfeier/">Verstorbener ‚erschien’ Teilnehmern einer Trauerfeier</a>.</em> Diese jüngste Variante seiner Buchwerbung wird selbst von den nicht gerade verwöhnten Readers-Edition-Lesern mit der miesesten Bewertung versehen, die dort seit längerem zu finden ist. Froböse verweist hier auf die Georgescu-Rezension auf der Homepage der „renommierten Wissenschafts-Pressekonferenz“ und Partner Georgescu mutiert in seinen Worten zum ehrfurchterweckenden „Quantenchemiker“.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Heftig wird es, als sich Froböse in die <a href="http://www.readers-edition.de/2008/05/25/verstorbener-erschien-teilnehmern-einer-trauerfeier/#comment-209245">Diskussion</a> unter seinem traurigen Trauerfeier-Artikel einklinkt, um in einer emotionalen Aufwallung sämtliche dort versammelte Kritiker der Quantenesoterik als organisierte Skeptiker zu schmähen. Immerhin lässt er sich aber auf eine Diskussion mit „Franky“ ein, vor dem er im Kommentarteil zu meinem Blogeintrag fünf Wochen zuvor bereits <a href="../2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/#comment-327">die Flucht ergriffen</a> hatte.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Die jüngste Buchauszugswerbung von Froböse steht bei Readers Edition unter dem Titel <a href="http://www.readers-edition.de/2008/06/08/kommissar-zufall-in-der-wissenschaft/">„Kommissar Zufall“ in der Wissenschaft</a>. In den Kommentaren dazu kritisiert Froböse wie üblich seine Kritiker. Es dürfte nicht der letzte Buchauszug gewesen sein, den uns Herr Froböse serviert, auch wenn der Neuigkeitswert der Zufallsesoterik rapide abnimmt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Gleichzeitig werden die Foren weiter mit Froböse-Werbung überschwemmt. Ein neu angemeldeter User namens <strong>&#8220;Herbertkl&#8221;</strong> wirft einen Buchwerbungslink ins <a href="http://www.geistigenahrung.org/ftopic50240.html">geistigenahrung-Forum</a>. Auf Kritik reagiert er mit Anti-GWUP-links. Derselbe &#8220;Herbertkl&#8221; eröffnet mit demselben Buchwerbungslink gleich vier threads nacheinander im kijiji-Forum. Alle vier werden von den Moderatoren <a href="http://forum.kijiji.de/about76536.html">als Eigenwerbung gesperrt</a>.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><strong><span style="font-size:14pt;">Kapitel 6: <span>Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><strong><span style="font-size:14pt;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Ein interessantes Phänomen lässt sich beim Vergleich auffallender Sprachmuster in den von den oben zitierten, teilweise anonymen, Verfassern von pro-Froböse-Texten erkennen, die allesamt aus dem IP-Raum 217 kommen. Wie bereits erwähnt, heben sich diese Texte in ihrem Stil und Sprachduktus allesamt deutlich von den üblichen flapsigen Internet-Kommentaren ab. Sie sind in jenem gefälligen Ton gehalten, den man aus der PR-Branche kennt. Die Verfasser dieser Texte treten fast ausnahmslos nicht wie im Internet üblich unter einem „nickname“ auf. Sie verwenden Vorname-Nachname-Kombinationen, die wie Klarnamen erscheinen, dies aber in den meisten Fällen nicht sind.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">In einigen Fällen zeigen die anonymen Texter auffallend übereinstimmende Stilelemente. So gelten etwa Wörter in Blockbuchstaben im Internet als „schreien“ und werden von erfahrenen Internetnutzern vermieden. Was das für die Autoren der folgenden Auszüge aus zwei Amazon-Rezensionen und einem Welt-Online-Kommentar bedeutet, sei der Fantasie des Lesers überlassen:</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><strong>Vlad Georgescu:</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">… geradezu als logische Schlussfolgerung der Physik ansehen MUSSTEN.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><strong>„Hans Klein“:</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">… ein Buch, das ich in einem Stück durchlesen MUSSTE!</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><strong>„Mertin Emmerich“:</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">wird gezeigt, dass ein Jenseits existieren MUSS!!!</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Ein weiterer ins Auge springender Punkt ist eine eigentümliche Inkonsistenz in der Rechtschreibung, an der einige der anonymen PR-Texter leiden. Die neue deutsche Rechtschreibung hat bekanntlich die ß-ss-Schreibung vereinheitlicht. Ein kurzer Selbstlaut verlangt nach einem „ss“, während ein „ß“ nur nach einem langen Selbstlaut steht. So sieht es sehr nach einem „geheimen Zufall der PR“ aus, wenn man in einer Reihe ansonsten beinahe fehlerloser Texte stets inkonsistente Wortkombinationen wie diese findet:</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p><em>Autor &#8212;&#8212;&#8212; richtig  &#8212;&#8212;&#8212; falsch</em></p>
<p><strong>Rolf Froböse</strong><strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> dass<strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> Entschluß</p>
<p><strong>„Hans Klein&#8221;</strong><strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> dass<strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> Schluß</p>
<p><strong>„Hans-Heinrich Koch&#8221;</strong><strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> dass<strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> Bewußtsein</p>
<p><strong>„Erwin Schmieder&#8221;</strong><strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> dass<strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> bewußt</p>
<p><strong>„Randolf Börncke&#8221;</strong><strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> dass<strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> gewußt</p>
<p><strong>„Erwin Giesebrecht&#8221;</strong><strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong><strong> </strong>dass                <strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> Mass</p>
<p><strong>„Gerwin Stark&#8221;</strong><strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong><strong> </strong>?                <strong> &#8212;&#8212;&#8212;</strong> aufschlußreichen</p>
<p><strong>„Herbertkl&#8221; </strong><strong>&#8212;&#8212;&#8212;</strong><strong> </strong>dass                <strong> &#8212;&#8212;&#8212; </strong>aufschlußreich</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Rolf Froböse hat übrigens dementiert, „Erwin Schmieder“ zu sein und „Erwin Schmieder“ hat dementiert, Rolf Froböse zu sein. <strong>„Herbertkl&#8221;</strong> hat ebenfalls dementiert, Rolf Froböse zu sein. Allerdings ist ihm ein kleines Hoppala passiert. Auf die Frage, warum der von ihm ins Forum gestellte link vom Moderator als Eigenwerbung bezeichnet wurde, <a href="http://forum.kijiji.de/viewtopic.php?t=76538&amp;highlight=">antwortet dieser</a>:</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><em><span class="postbody">Ich muss dir wohl nicht weiter erklären, wie wir darauf kommen, dass das Eigenwerbung ist &#8230; oder ???? Wir Mods können nämlich die Emailadresse sehen.</span></em></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><strong><span style="font-size:14pt;">Kapitel 7: <span>Epilog</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Die neueste Buchauszugsvariante wurde kürzlich auf Georgescus LifeGen-Seite <a href="http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2008-06-17-2708&amp;pc=s02">eingestellt</a>. Diesmal geht es in dem Auszug um verblüffende Zufälle und C. G. Jungs &#8220;Synchronizität&#8221;. Wer hinter rätselhaften Zufällen tatsächlich eine „geheime Physik“ der Quantenwelt oder einen Fingerzeig des Schicksals vermutet, dem seien – und damit schließen wir passenderweise mit Werbung für ein Buch – die folgenden Zeilen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bernulf_Kanitscheider">Bernulf Kanitscheider</a> ans Herz gelegt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<blockquote>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Am meisten staunen die Menschen über den am leichtesten erklärlichen Zufall, nämlich das überraschende Zusammentreffen von Ereignissen, die jedes für sich Element einer normalen kausalen Kette sind und deren Anfangsbedingungen dem Staunenden verborgen waren. Dieses akzidentelle Schneiden von Weltlinien … veranlasst schlichte Gemüter, immer wieder nach geheimen Schicksalsfäden zu suchen, die die Anfangsbedingungen beider Vorgänge so gesteuert haben, dass das Zusammentreffen beabsichtigt erscheint. Die Unzufriedenheit mit dem reinen Faktum, mit der Tatsache, dass in der Menge aller Ereignisse die unwahrscheinlichen nicht völlig fehlen können, sorgt für Mythen wie den von den Nornen, die am Fuße der Esche Yggdrasil sitzen und die Schicksalsfäden knüpfen.</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">(aus: Bernulf Kanitscheider: <a href="http://www.amazon.de/Materie-ihre-Schatten-Naturalistische-Wissenschaftsphilosophie/dp/3865690157/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1213289463&amp;sr=1-2">Die Materie und ihre Schatten</a>. Alibri Verlag, Aschaffenburg 2007, S. 83)</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/kritischgedacht.wordpress.com/95/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/kritischgedacht.wordpress.com/95/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kritischgedacht.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kritischgedacht.wordpress.com/95/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=95&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Granderwasser-Humbug beschäftigt jetzt das Parlament</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 12:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pseudowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt wahrscheinlich in ganz Österreich nur eine Handvoll Menschen, die wirklich wissen, wie es dazu kommen konnte, dass der Wasserbeleber Johann Grander 2001 das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich verliehen bekam. Manche mögen es vielleicht als eine &#8220;hohe Kunst&#8221; betrachten, unwirksame Voodoo-Technologie an mündige Bürger verscherbeln zu können, doch das Ehrenkreuz [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=96&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt wahrscheinlich in ganz Österreich nur eine Handvoll Menschen, die wirklich wissen, wie es dazu kommen konnte, dass der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Belebtes_Wasser">Wasserbeleber</a> <strong>Johann Grander</strong> 2001 das <strong>Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst</strong> der Republik Österreich verliehen bekam. Manche mögen es vielleicht als eine &#8220;hohe Kunst&#8221; betrachten, <a href="http://homepage.univie.ac.at/erich.eder/wasser/#prinzipd">unwirksame Voodoo-Technologie</a> an mündige Bürger verscherbeln zu können, doch das Ehrenkreuz wurde laut Wissenschaftsministerium für <em>anerkennenswerte Leistungen auf dem Gebiet der Wissenschaft</em> verliehen, nicht der Kunst.</p>
<p>Anerkennenswerte Leistungen?? Wissenschaft??? Faktum ist, das Herr Johann Grander <em>überhaupt keine</em> Leistungen auf dem Gebiet der Wissenschaft erbracht hat, geschweige denn anerkennenswerte. Die Bauanleitung für sein Wasser stammt, wie Grander vor Gericht kundtat, &#8220;von oben&#8221;, und damit war nicht der Untermieter im Dachgeschoß gemeint. Seit die Grander-Vertriebsfirma mit ihrer <a href="http://homepage.univie.ac.at/erich.eder/wasser/#rechtlichesd">Klage gegen Erich Eder</a> mächtig eingefahren ist, gibt es ein Gerichtsurteil, demzufolge <strong>Grander-Technologie</strong> als <span class="style28"><strong>aus dem Esoterik-Milieu stammender, parawissenschaftlicher Unfug</strong></span> bezeichnet werden darf. Auch existieren zu diesem Thema inzwischen etliche wissenschaftliche Studien, in denen keine  einzige der von der Grander-Firma behaupteten angeblichen Wirkungen des Wunderwassers jemals nachgewiesen werden konnte.</p>
<p>Schön, dann haben eben ein paar PR-Menschen vor sieben Jahren irgendwelche blauäugigen Beamten so schwurbelig geredet, dass die einen unseriösen halbkommerziellen Verein namens &#8220;Russische Akademie der <em>Natur</em>wissenschaften&#8221;, von dem Grander eine Medaille bekommen hatte, mit der altehrwürdigen &#8220;Russischen Akademie der Wissenschaften&#8221; verwechselt haben. Das war ihnen dann Anlass genug, Grander das Ehrenkreuz der Republik zu verleihen und diese Republik Österreich damit in wissenschaftlichen Kreisen zum Gespött zu machen.</p>
<p>Ein bedauernswerter Fehler, leider nicht mehr zu ändern? Eben nicht. Genau für solche peinlichen Fehlverleihungen hat nämlich das <strong>Ehrenzeichengesetz</strong> mit dem <strong>§ 8a</strong> vorgesorgt. Das Ehrenkreuz IST ABZUERKENNEN, sagt dieser, wenn später Tatsachen bekannt werden, die einer Verleihung entgegengestanden wären. Nun, diese Tatsachen sind inzwischen hinreichend bekannt, also worauf wartet das Wissenschaftsministerium noch?</p>
<p>Möglicherweise werden wir das bald erfahren, denn diese Frage wurde am 6. Juni von Vertretern von vier Parteien als <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/J/J_04598/pmh.shtml"><strong>parlamentarische Anfrage</strong></a> an Minister Hahn gerichtet. Darüber informierten wir, also die <em>Gesellschaft für kritisches Denken</em>, heute Mittag <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20080613_OTS0156&amp;ch=technologie">in einer <strong>Presseaussendung</strong></a>. Und jetzt warten wir gespannt auf die ministerielle Antwort.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/kritischgedacht.wordpress.com/96/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/kritischgedacht.wordpress.com/96/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kritischgedacht.wordpress.com/96/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kritischgedacht.wordpress.com/96/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=96&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Aberglaube Homöopathie</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 16:28:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudowissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende Aufsatz über den &#8220;Aberglauben Homöopathie&#8221; ist ein Gastbeitrag von Dr. Theodor Much. Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer (aus China) Die Natur macht keine Sprünge (Aristoteles) Jeden Abend ein bißchen Nichts ist eine ausgezeichnete Medizin (Michel Piccoli) Alternativmedizin (und dazu zählt auch die [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=93&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der folgende Aufsatz über den &#8220;Aberglauben Homöopathie&#8221; ist ein Gastbeitrag von <a href="http://www.vabene.at/collect/analyse/200-8.htm">Dr. Theodor Much</a>.</strong></p>
<p><em>Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer</em> (aus China)</p>
<p><em>Die Natur macht keine Sprünge</em> (Aristoteles)</p>
<p><em>Jeden Abend ein bißchen Nichts ist eine ausgezeichnete Medizin</em> (Michel Piccoli)</p>
<p>Alternativmedizin (und dazu zählt auch die „Homöopathie“)  ist „in“ wie nie zuvor und gleichzeitig ein äußerst lukratives Geschäft.</p>
<p>Ohne auf die vielen bereits bekannten wissenschaftlichen Kontrollstudien einzugehen, die eindeutig zeigen, daß Homöopathie nur Placebo ist (siehe auch: „<a href="http://www.amazon.de/ver%C3%A4ppelte-Patient-Alternativmedizin-zwischen-Wissenschaft/dp/3851671430/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1212598803&amp;sr=8-1">Der veräppelte Patient: Alternativmedizin zwischen (Aber-) Glauben und Wissenschaft</a>“, Edition va bene 2003 und „<a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/03/31/aberglaube-und-astrologie/">Aberglaube und Astrologie</a>: Was taugen Horoskope?“, Edition va bene 2007) will ich an Hand von logischen Überlegungen und Schlußfolgerungen zeigen, daß Homöopathie gleich Aberglaube ist.</p>
<p>Die (auch heute noch gültigen) Grundannahmen der Homöopathie lauten:</p>
<p>1. Das Prinzip „similia similibus curentur“ wurde durch das berühmte Chinarindenexperiment von Hahnemann begründet.</p>
<p>2. Die wichtigste Voraussetzung zur erfolgreichen homöopathischen Behandlung (zit.: Homöopathisches Repetitorium der Deutschen Homöopathischen Union) bleibt die konsequente Anwendung der homöopathischen Arzneimittellehre nach dem Ähnlichkeitsprinzip. Die klassische Vorgangsweise lautet: Feststellung des Konstitutionstyps (Konstitutionstypen in Analogie zur antiken 4-Säftelehre), Beurteilung der Art und Lokalisation des Symptoms (z. B. Schmerz), Fragen nach Modalitäten (verschlimmernde und bessernde Einflüsse, z. B. Kälte), Bestimmung des Leitsymptom (z. B. Furcht, brennende Charakter und Periodizität aller Beschwerden) und Feststellung der Anfälligkeiten (z. B. Migräne, Regelstörungen).</p>
<p>3. Auf diese strenge und genaue Vorgangsweise („Arzneifindung durch Anamnese“) sind die Homöopathen stolz, sie betonen auch mit dieser Argumentation ihre Überlegenheit über die sog. Schulmedizin (ein Schimpfwort, das auf den Homöopathen Franz Fischer – 1876 – zurückgeht).<span id="more-93"></span></p>
<p>4. Ein Grunddogma der Homöopathie lautet (zit.: M. Dorcsi: „Handbuch der Homöopathie“): Durch Dynamisieren (Potenzieren) einer Ursubstanz („das geistige Wesen der Ursubstanz manifestiert sich im Lösungsmittel“) kann die Dosis der Arznei verkleinert werden, wobei aber ihre Wirkung zunimmt (also: „je stärker verdünnt, desto größer die Wirkung“)</p>
<p>5. Hierarchien: Die Behauptung lautet: „Die Heilung schreitet fort von oben nach unten, von innen nach außen und vom wichtigsten Organ hin zum weniger wichtigen Organ“ (die Haut ist demnach das „unwichtigste Organ).“</p>
<p>6. Homöopathen verwenden vorwiegend „Naturprodukte“, die alle unbedenklich (weil gering dosiert) sind. Homöopathie ist nie schädlich.</p>
<p>7. Ein Beweis für die „Wirksamkeit“ der Homöopathie ist die offensichtliche Wirksamkeit selbst bei der Behandlung von Tieren und Kleinkindern.</p>
<p>8. Homöopathie ist eine Erfahrungswissenschaft.</p>
<p>9. Die Arbeiten von Benveniste haben gezeigt, daß die Grundannahmen der Homöopathie stimmen.</p>
<p>10. Homöopathie ist mehr als Placebo und hat mit Esoterik (auch Astrologie) nichts zu tun.</p>
<p>Wie seriös sind all diese Ansprüche der Homöopathen? Ist die Homöopathie mehr als nur ein Placebo? Meine Antwortet lautet: eindeutig nein, wie im folgenden gezeigt wird.</p>
<p>ad 1.: Hahnemann glaubte mit Chinarinde (ein Mittel gegen Malaria) Fieber erzeugen zu können. Im Selbstversuch beschrieb er laut M. Dorcsi (allerdings ohne Fieber zu messen) folgende Symptome: „Herzklopfen, Pulserhöhung, Röte der Wangen, Durst und Klopfen im Kopf (er beschrieb also die klassischen Fiebersymptome ohne Fieberschauer).“  Dieses grundlegende Experiment von Hahnemann konnte von unabhängiger Seite noch nie bestätigt werden. Chinarinde erzeugt eindeutig kein Fieber. Im übrigen ist die Tatsache, daß er ausdrücklich zugibt, „keine Fieberschauer bekommen zu haben“ ein Beweis dafür, daß das Ähnlichkeitsprinzip hier nicht funktionierte, weil die Malaria ja charakteristischerweise Fieberschauer erzeugt. Hahnemanns Trugschluß wird heute als klassischer „Noceboeffekt“ beschrieben. Im übrigen sah Hahnemann auch im Kaffee, Pfeffer und Branntwein „fiebererzeugende“ Substanzen.</p>
<p>ad 2. Wer klassische Homöopathie betreibt, muß sich an die Grundregeln der Homöopathie halten, ansonsten ist eine „Arzneifindung“ nicht möglich. Die meisten Menschen, die von der Homöopathie überzeugt sind, haben nie einen Homöopathen besucht; sie erhielten ihr Medikament direkt vom Apotheker oder kauften es auf Empfehlung von Nichthomöopathen (im allgemeinen bekamen sie sogar nur sogenannte Komplexmittel, die ja von klassischen Homöopathen abgelehnt werden). Doch auch solcherart eingenommene Pseudo-Homöopathica, „wirken“ hervorragend, was nur beweist, daß Placebo oft wirksam ist.</p>
<p>ad 3. Die Behauptung, daß „Schulmediziner“ das Gespräch mit dem Patienten vernachlässigen, stimmt leider manchmal, aber das ist nicht die Regel. Die „Schulmediziner“ pauschal zu verdammen, ist Überheblichkeit pur. Im übrigen ist der Ausdruck „Schulmedizin“ ein Schimpfwort, das auf einen Homöopathen namens  Franz Fischer (1876) zurückgeht.</p>
<p>ad 4. Das homöopathische Dogma vom „Potenzieren“ ist eine gewaltige Schwachstelle der Argumentation der Homöopathen und somit ein wichtiges Argument gegen die Homöopathie. Denn wenn es wirklich stimmt, daß „je stärker verdünnt (potenziert, dynamisiert) die Wirkungen und Nebenwirkungen zunehmen“, dann müßte jeder Patient, der solch ein Hochpotenzmittel einnimmt, auf der Stelle tot umfallen. Deswegen tot umfallen, weil beim Potenzieren ja alle Verunreinigungen, die sich in der Wirksubstanz, im Gefäß und in den diversen Grundsubstanzen (Wasser, Alkohol und Milchzucker) befinden, beim Herstellungsprozeß der Arznei mitpotenziert werden. Es sind vielfältige (und stets wechselhafte) Verunreinigungen, wie u. a.: organische Substanzen, Schwermetalle und viele anorganische Moleküle, manchmal nur in Spuren. Kein Therapeut kann auch nur ansatzweise wissen, was hier so alles mitpotenziert wird.</p>
<p>Dazu ein konkretes Beispiel: Hepar sulfuricum (kommt zur Anwendung bei chronischen Eiterungen) wird aus der Austernschale gewonnen. Doch daß sich in der Austernschale (in Abhängigkeit vom Fundort) eine Menge Einschlüsse befinden, kann wohl niemand leugnen. Stimmt nun die Theorie vom Potenzieren, dann würden all die unerwünschten und unbekannten Atome und Moleküle, die sich sowohl in der Grundsubstanz als auch in der „Arznei“ befinden, mitpotenziert werden und ihre guten und bösen „Energien“ gewaltig entfalten. Wie soll nun die Ursubstanz wissen, welche Atome potenziert werden dürfen und welche nicht?</p>
<p>Das Argument, daß „auch in den Arzneien der Schulmedizin Verunreinigungen vorkommen, die aber nicht zu Nebenwirkungen führen“, ist unsinnig, weil lt. Homöopathen durch das Potenzieren auch geringer Mengen an unerwünschten Atomen eine große Wirkung erzielt wird. Glücklicherweise bewirkt aber das Potenzieren überhaupt nichts; der Patient überlebt! Davon kann sich jeder von uns überzeugen, der eine Hochpotenz eines beliebigen homöopathischen Mittels im Selbstexperiment einnimmt.</p>
<p>Bemerkenswert ist auch, daß beim Potenzieren auf beispielsweise D20 (1:10 hoch 20), kein Atom der „Wirksubstanz“ sich in der Arznei mehr nachweisen läßt. Hier kann ein Vergleich mit der „Wirksamkeit“ von einer Tablette Aspirin, verdünnt im Gesamtwasser des Atlantik, herangezogen werden.</p>
<p>ad 5. Hierarchien: Homöopathen lieben „Hierarchien“ (siehe oben).<br />
Diese Hierarchien, die „von oben nach unten und vom wichtigeren zum weniger wichtigen Organ“ verlaufen, sind extrem unsinnig. Eine der typischen unsinnigen Behauptungen lautet beispielsweise: „Die Haut ist weniger wichtig als Gallenblase oder Milz“. Sie fußen auf einem längst überholten Weltbild. In diesen Hierarchien spielt die „heilige“ Zahl 10 (siehe Astrologie, Kabbala etc.) eine wichtige Rolle. Es existieren 10 Hierarchien der Organe und ebenso viele Hierarchien der Emotionen. Die Denkweise entspricht dem „senkrechten Weltbild“ der symbolischen Astrologie.</p>
<p>ad 6. Homöopathen verwenden vorwiegend Naturprodukte (wenn auch nicht immer), doch der Schluß „Natur ist immer gesund“ ist Unsinn. Auch in der Natur gibt es genügend für den Menschen schädliche Substanzen. Bis heute verwenden Homöopathen (nicht nur in Hochpotenzen) nachweislich schädliche Stoffe, wie etwa Quecksilber, Blei und Aristolochia, eine „Heilpflanze“ aus der chinesischen Medizin, von der man heute weiß, daß sie auch in geringer (und über lange Zeit eingenommen) Dosis Nierenkrebs erzeugt.</p>
<p>ad 7. Das beliebte Argument von der „Wirksamkeit der Homöopathie bei Tieren und Kleinkindern“ ist ein Schuß, der nach hinten losgeht. Denn (siehe Punkt 2) wer „erfolgreich“ Homöopathie betreiben will, muß sich streng an die oben erwähnten Regeln halten. In der diagnostischen Homöopathie ist das Krankheitssymptom (Leitsymptom, Modalitäten etc.) von zentraler Bedeutung. Doch es existiert kein Tierarzt oder Homöopath, der mit Tieren oder Babys die für die Arzneifindung notwendigen langwierigen Gespräche führt (führen kann). Selbst die „Konstitution“ kann bei Tieren und Kleinkindern nicht bestimmt werden. Die Schutzbehauptung der Homöopathen, daß „die Tierbesitzer oder die Eltern dem Homöopathen die nötige Information liefern können“, entspricht absolut nicht der medizinischen Realität.</p>
<p>Wenn nun die Gabe von Globuli oder Tinkturen (wie oftmals behauptet wird) hier „hilft“, dann ist das vor allem das Ergebnis einer pseudohomöopathische Behandlung, die mit der klassischen Homöopathie wenig gemeinsam hat. Oftmals sind es sogar nur eingenommene Komplexmittel, die von klassischen Homöopathen abgelehnt werden. Gibt es einen besseren Beweis dafür, daß wir in so einem Fall Zeugen einer erfolgreichen Placebobehandlung geworden sind?</p>
<p>Doch Behandlungen mit Placebopräparaten (die bei harmlosen Erkrankungen auch in der „Schulmedizin“ ihren gebührenden Platz haben), sind bei lebensbedrohenden Erkrankungen eine große Gefahr für den Patienten. Denn der mögliche Zeitverlust infolge nutzloser Therapien kann über Leben oder Tod entscheiden.</p>
<p>ad 8. Die Berufung auf die „Erfahrung der Alten“ ist kein hieb- und stichfestes Argument für irgend etwas. Denn daß sich die Alten oftmals geirrt haben (siehe: geozentrisches Weltbild), ist Tatsache und Teil der Menschheitsgeschichte.</p>
<p>ad 9. Der oft zitierte Benveniste wurde als unseriös enttarnt. Nicht zufällig erhielt er vor einigen Jahren den Anti-Nobelpreis für wissenschaftliche Fauxpas zugesprochen.<br />
All seine Arbeiten (mit denen Homöopathen beweisen wollten, daß am Potenzieren „etwas dran“ ist) waren methodisch falsch. Auch das angebliche <a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/01/21/ein-gigabyte-pro-liter/">Wassergedächtnis</a> konnte nie nachgewiesen werden. Um den Schein der „Wissenschaftlichkeit“ zu wahren, werden von homöopathischer Seite immer wieder wissenschaftliche Untersuchungen zitiert, die sich aber beim näheren Hinsehen als untauglich erweisen. Es sind vielfach sog. Metaanalysen, mit deren Hilfe man alles und nichts beweisen kann.</p>
<p>ad 10. Sämtliche Kontrolluntersuchungen durch neutrale Prüfer (manchmal unter Mitarbeit von Homöopathen) zeigen, daß Homöopathie nicht besser als Placebo wirkt.</p>
<p>Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, daß Homöopathie eine esoterische Pseudowissenschaft ist. Die Übereinstimmungen zwischen Homöopathie, Astrologie und Numerologie (auch Kabbala) sind evident.</p>
<p>Dazu einige Beispiele:</p>
<p>Gleicher geistiger Background, gleiche Terminologie (bei Hahnemann nachzulesen): „Uridee, Archetypen, geistiges Wesen der Ursubstanz, Urgrund, Urübel = Erbsünde (Miasma), kosmische Urkraft“ etc. (gemeint ist der Schöpfer, die Schöpfung, Urgrund Gott).</p>
<p>Das „senkrechte Denken“ der symbolischen Astrologie („die Uridee durchzieht alle Ebenen von oben bis unten, im Sinne von wie oben so auch unten), manifestiert sich eindrucksvoll in der Homöopathie („Heilung von oben nach unten“ und 10er-Hierarchien).</p>
<p>Gemeinsame „heilige Zahlen“: die 12 (Sternbilder, Tierkreiszeichen, Häuser, 12-Götterkollegium der Griechen und Germanen, 12 Apostel, 12 Stämme, 12 Modalitäten der Arzneifindung), die 10 (10 Planeten der Astrologie, 10 Sefirot – als „Manifestationen Gottes“, 10 Gebote, 10 Stämme, 10 Organ- und Emotionshierarchien der Homöopathie); die 4 (4 Elemente, 4 Säfte, 4 Himmelsrichtungen, 4 Quadranten des Horoskops, 4 Konstitutionstypen); die 5 (5 chinesische Elemente, 5 als die Zahl Jehovas in der Kabbala, das Pentagramm als Symbol der Gesundheit und zur Abwehr von Dämonen im Mittelalter; die homöopathische Dosiseinheit 5 ist möglicherweise davon abgeleitet).</p>
<p>Bemerkenswert ist auch die Übereinstimmung der Analogien zwischen astrologischem Götterglauben (Jupiter, Mars und Co) und der Homöopathie. Ein Beispiel: Das Sternbild Widder wurde in der Antike (und in der Astrologie) mit dem Kriegsgott Mars in Verbindung gebracht. Der rote Planet Mars wird in der Astrologie mit Blut, Feuer, Wildheit, Schrecken etc. in Analogien verbunden (siehe: spirituelle Eigenschaften der Planeten und Tierkreiszeichen). Es folgt daraus die Analogie: „Mars … Element Feuer, Farbe rot, Organe, Blut, Blutgefäße, feurige Entzündungen, Marspflanzen“. Es ist kein Zufall, daß Erkrankungen, die mit heftigen, akuten fiebrigen Symptomen einhergehen und Blutungen bzw. Blutstau von der Homöopathie mit „Marspflanzen“ (Aconitum, Allium cepa, Belladona etc.) therapiert werden. Die Liste dieser Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen.</p>
<p>Schlußfolgerung:  Homöopathie ist eine esoterische Behandlungsmethode (mit Wurzeln im Götterglauben der Antike). Die Homöopathie ist ein dogmatisches, in sich geschlossenes Denksystem, das sich (im Gegensatz zur Naturwissenschaft) nie selbst in Frage stellt. Die Befürworter und Nutznießer der Homöopathie verhalten sich ähnlich wie religiöse Fundamentalisten. Kritiker werden mit allen Mitteln bekämpft und man sieht sich stets in der Opferrolle.</p>
<p>Die „Wirksamkeit“ der Homöopathie entspricht der eines (teuren) Placebos. Homöopathie und Aberglaube sind miteinander untrennbar verbunden.</p>
<p><em>Dr. Theodor Much</em></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/kritischgedacht.wordpress.com/93/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/kritischgedacht.wordpress.com/93/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kritischgedacht.wordpress.com/93/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kritischgedacht.wordpress.com/93/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=93&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Lesetipps 2.0</title>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2008 11:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Die GWUP bastelt gerade an einer Liste von Buchempfehlungen für kritische Denker. Zu finden ist diese ab sofort auch in der Linkliste dieses Blogs, oder direkt hier. Der link führt zu einem Amazon-Shop, und wenn ich das richtig verstanden habe, dann bekommt die GWUP von jedem über diesen Shop [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=91&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Die GWUP bastelt gerade an einer <strong>Liste von Buchempfehlungen</strong> für kritische Denker. Zu finden ist diese ab sofort auch in der Linkliste dieses Blogs, oder <a href="http://en.support.wordpress.com/affiliate-links/">direkt hier</a>. Der link führt zu einem Amazon-Shop, und wenn ich das richtig verstanden habe, dann bekommt die GWUP von jedem über diesen Shop verkauften Buch ein paar Cent in die Vereinskasse. Natürlich ohne dass es deswegen teurer wäre als anderswo bei Amazon!</p>
<p>Die Buchempfehlungen sind übrigens ganz interaktiv-Web-2.0-mäßig erweiterbar. Das heißt, wenn Sie ein empfehlenswertes Buch kennen, das noch nicht in der Liste ist, melden Sie sich einfach per Kommentar <a href="http://blog.gwup.net/2008/05/23/gesucht-literatur-fur-kritische-denker/" target="_blank">bei Stefan Kirsch auf dem GWUP-Blog</a>. Wenn es kein schlechter Scherz ist (wie etwa der <a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/" target="_blank">hier diskutierte</a> Quantenquatsch), dann wird es unter die Lesetipps eingereiht.</p>
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		<item>
		<title>Mann, bin ich gut!</title>
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		<pubDate>Wed, 21 May 2008 23:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich bin ich ja ein bescheidener Mensch. Aber, bitte, das muss ich jetzt einfach einmal der ganzen Welt mitteilen: Ich bin sowas von gut!!! Eigenlob stinkt, heißt es. Jaja, weiß ich. Aber schau&#8217;n Sie, das ist jetzt kein Eigenlob, das ist echtes Fremdlob, noch dazu aus UK. Und aus USA! Aber jetzt einmal von vorne: [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=89&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Eigentlich bin ich ja ein bescheidener Mensch. Aber, bitte, das muss ich jetzt einfach einmal der ganzen Welt mitteilen: <strong>Ich bin sowas von gut!!!</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Eigenlob stinkt, heißt es. Jaja, weiß ich. Aber schau&#8217;n Sie, das ist jetzt kein Eigenlob, das ist echtes Fremdlob, noch dazu aus UK. Und aus USA! Aber jetzt einmal von vorne:</p>
<p style="text-align:justify;">Im Oktober 2007 schreibt mir Nicholas S. Law, der <em>Director General</em> des <strong>International Biographical Centre (IBC)</strong>, Cambridge, UK. Er gratuliert mir. Als <em>noted and eminent professional in the field of education</em>, so schreibt er, wurde mir die Ehre zuteil, zum Mitglied der <strong>TOP 100 EDUCATORS 2008</strong> ernannt zu werden. Ich könne, so versichert er mir, <em>assured of [my] place in our history</em> sein. Und <em>the international community offers its respect and gratitude to you &#8211; one who is a light to us all</em>.</p>
<p style="text-align:justify;">Mir wird ganz warm ums Herz. Es ist ja wirklich wahr &#8211; jahrelang strengt man sich an im Hörsaal, bemüht sich, gibt sein Bestes, schreibt mit Herzblut an die Tafel, opfert sich auf zum Wohle der zukünftigen Bildungselite. Und was ist der Lohn? Ein paar lumpige Euro Lehrzulage und am Semesterende eine Evaluation, in der die eine Hälfte der Studierenden sagt, man solle schneller sprechen und die andere Hälfte, man spräche zu schnell. Und plötzlich, ganz unerwartet, kommt dann doch endlich der längst verdiente Dank dafür. <em>Top 100 Educator 2008</em>. Das tut so gut. Die Worte des <em>Director General</em> klingen mir im Ohr.<span id="more-89"></span></p>
<p style="text-align:justify;">Keine zwei Monate später &#8211; meine Brust ist immer noch stolzgeschwellt &#8211; kommt ein Brief vom <strong>American Biographical Institute (ABI)</strong> in Raleigh, North Carolina, USA. Herr J. M. Evans, der Präsident des Instituts, benutzt die Worte <em>true champion</em>, <em>effort toward bettering the society</em> und <em>deserved recognition</em>. Ich nicke leise lächelnd beim Lesen der Zeilen, fühle mich angesprochen, wiedererkannt. Ja, der auszehrende Kampf gegen die Pseudowissenschaft, gegen Dummheit und Beutelschneider, zur nachhaltigen Besserung der Gesellschaft, er wird am Ende doch belohnt. Das ABI hat mich ausgewählt als Empfänger der <strong>GOLD MEDAL FOR AUSTRIA</strong>. <em>Gold Medal</em>! Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich bereits am Wiener Opernball flanieren, die Goldmedaille gut sichtbar am Frack platziert, ich spüre die bewundernden Blicke der Damen, die neidischen Blicke der Herren&#8230; Ein gutes Gefühl.</p>
<p style="text-align:justify;">Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Anscheinend hat sich langsam herumgesprochen, wer ich bin und was ich kann. Im Februar flattert ein Brief von <strong>Marquis Who&#8217;s Who</strong> ins Büro. Karen Chassie, <em>Managing Editor</em>, hat ihn unterschrieben. Sie möchten meine Biographie haben, für die 2009er Ausgabe von  <strong>Who&#8217;s Who in the World</strong>.  Das überrascht mich nicht. Ehre, wem Ehre gebührt. Meinen CV können die haben. Die Welt soll ruhig wissen, wer wer in ihr ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenige Wochen später meldet sich die <strong>United Cultural Convention (UCC)</strong> brieflich. Die kooperiert mit dem ABI, von denen haben sie wohl über meine herauragenden Leistungen gehört. Man möchte mir den <strong>INTERNATIONAL PEACE PRIZE FOR 2008</strong> verleihen. Zu Recht, möchte ich hinzufügen, der Weltfrieden war mir stets ein Anliegen!</p>
<p style="text-align:justify;">Im April 2008 legt das <strong>American Biographical Institute</strong> nocheinmal nach. Die Jury hat nun auch meine wissenschaftlichen Leistungen einer strengen Prüfung unterzogen. Das Resultat war vorhersehbar: Aufgrund meiner <em>outstanding contributions to science</em> wurde ich auserwählt, die Auszeichnung <strong>MAN OF THE YEAR IN SCIENCE </strong>für 2008 zu erhalten. Etwas verwöhnt bin ich ja bereits, doch diese Ehrung macht mich schon ein klein wenig stolz, ich gebe es zu.</p>
<p style="text-align:justify;">Schön ist das, wenn einem die Anerkennung zuteil wird, die man verdient. Und doch, ein kleiner Wermutstropfen bleibt zurück. Diese Urkunden, Medaillen, Zertifikate, sie sind aufwendig geprägt, in echtes Leder gebunden und hinter kratzfestem Glas gerahmt. Die Herstellung ist teuer, die verleihenden Institutionen können die Kosten beim besten Willen nicht alleine tragen. Einen symbolischen Kostenbeitrag sollte man bei all diesen Ehrungen doch übernehmen können. Die <em>Top 100 Educators</em> Medaille samt Zertifikat etwa käme auf $895, die <em>Gold Medal for Austria</em> würde mich $295 kosten, wenn ich rechtzeitig bestelle, sonst $395. Die Eintragung in <em>Who&#8217;s Who in the World</em> dagegen ist tatsächlich gratis. Nur wenn man den dicken Band auch den Kollegen zeigen will, dann muss man ihn bestellen. Die <em>Classic Edition</em> um nur $347 statt $590 oder gleich die personalisierte <em>Deluxe Edition</em> um schlappe $387 statt $615. Die Friedenspreis-Urkunde wird laminiert und hübsch eingepackt, wenn man die einmaligen Bearbeitungsgebühren von $295 locker macht. Genau gleich viel wäre auch für die <em>Man of the Year in Science</em> Urkunde abzulegen. Ich muss mir das noch überlegen&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Außerdem: Es gibt immer Neider, die alles schlecht machen wollen. Sie pfuschen in der Wikipedia herum, um dort ehrwürdige und renommierte Institute wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/International_Biographical_Centre">das IBC</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/American_Biographical_Institute">das ABI</a> anzuschwärzen. Sie schleichen sich in Redaktionen ein und tippen <a href="http://www.forbes.com/fyi/1999/0308/063.html">Schmähungen gegen das ehrwürdige <em>Marquis Who&#8217;s Who</em></a>. Oder sie behaupten dreist, es sei sowieso alles nur <a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/117597/index.do">Geschäftemacherei</a>. Aber wen kümmert das schon? Verdient ist schließlich verdient! Wenn ich das nächste Mal einen Leserbrief an die Zeitung schreibe, dann kommen meine Auszeichnungen <a href="http://www.wu-wien.ac.at/usr/vw5/uberger/les_PCE.pdf">in die Unterschrift</a>, soll ruhig jeder wissen! Und auf den Opernball geh ich auch noch, irgendwann. Bestimmt!</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/kritischgedacht.wordpress.com/89/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/kritischgedacht.wordpress.com/89/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kritischgedacht.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kritischgedacht.wordpress.com/89/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=89&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Anonymous gegen Scientology</title>
		<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/05/09/anonymous-gegen-scientology/</link>
		<comments>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/05/09/anonymous-gegen-scientology/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 May 2008 14:14:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Erich Eder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Sektenähnliche Religionsgemeinschaften sind ja eigentlich nicht unbedingt unser Thema Nummer 1. Die Art und Weise, mit der zum Beispiel &#8220;Grander-Gläubige&#8221; an den jeder Logik und Physik widersprechenden Wirkprinzipien der &#8220;Wasserbelebung&#8221; festhalten und sich gegen logische Einwände immunisieren, erinnert mich doch stark an das Verhalten von Sektenmitgliedern. Auch der eine oder andere &#8220;Erfinder&#8221; von pseudowissenschaftlichem Unsinn [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=88&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sektenähnliche Religionsgemeinschaften sind ja eigentlich nicht unbedingt unser Thema Nummer 1.</p>
<p>Die Art und Weise, mit der zum Beispiel &#8220;Grander-Gläubige&#8221; an den jeder Logik und Physik widersprechenden Wirkprinzipien der &#8220;Wasserbelebung&#8221; festhalten und sich gegen logische Einwände immunisieren, erinnert mich doch stark an das Verhalten von Sektenmitgliedern.</p>
<p>Auch der eine oder andere &#8220;Erfinder&#8221; von pseudowissenschaftlichem Unsinn ist gleichzeitig im religioiden Sektor aktiv, etwa der &#8220;Operierende Thetan&#8221; Wilhelm Mohorn von Scientology mit seinen absurden &#8220;Aquapol&#8221;-Geräten (www.aquapol.at)&#8230;</p>
<p>Jetzt gibt es eine witzige Initiative gegen Scientology. Aus verständlichen Gründen bleiben die Gründer anonym &#8211; und darum nennt sich die ganze Bewegung &#8220;Anonymous&#8221;.</p>
<p>Ein Bericht ist hier nachzulesen: <a href="http://www.zoomer.de/news/topthema/demonstration/demonstration/artikel/der-partyprotest-aus-dem-netz" target="_blank">http://www.zoomer.de/news/topthema/demonstration/demonstration/artikel/der-partyprotest-aus-dem-net</a></p>
<p>Viel Glück! Humor ist ohnehin die beste Waffe gegen  Dummheit.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/kritischgedacht.wordpress.com/88/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/kritischgedacht.wordpress.com/88/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kritischgedacht.wordpress.com/88/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kritischgedacht.wordpress.com/88/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=88&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Jenseitige Quantenphysiker oder wie Rolf Froböse sein Buch besser verkaufen will</title>
		<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/</link>
		<comments>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/04/19/jenseitige-quantenphsiker/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 18:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kritischgedacht.wordpress.com/?p=87</guid>
		<description><![CDATA[nachträglicher Hinweis: Eine aktualisierte Version dieses Eintrags wurde heute, am 29. April 2008, beim Humanistischen Pressedienst (HPD) publiziert. Herr Dr. Rolf Froböse, um dessen Publikationen es in diesem Artikel geht, hat Herrn Dr. Carsten Frerk, den Agenturleiter des HPD, aufgefordert, den Artikel zu löschen, da er, Froböse, &#8220;von einer mit den Methoden einer Psychosekte operierenden [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=87&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>nachträglicher Hinweis</strong>: Eine aktualisierte Version dieses Eintrags wurde heute, am 29. April 2008, <a href="http://hpd.de/node/4456" target="_blank">beim Humanistischen Pressedienst (HPD)</a> publiziert. Herr Dr. Rolf Froböse, um dessen Publikationen es in diesem Artikel geht, hat Herrn Dr. Carsten Frerk, den Agenturleiter des HPD, aufgefordert, den Artikel zu löschen, da er, Froböse, &#8220;<span style="font-family:Arial;font-size:x-small;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"><em>von einer mit den Methoden einer Psychosekte operierenden Gruppe von „Skeptikern“ regelrecht angepöbelt und mit Schmähungen bedacht</em>&#8221; </span></span>werde. Mündlich folgte seitens Froböse eine Androhung rechtlicher Schritte durch den Axel-Springer Verlag, falls der link zur WELT nicht entfernt werden sollte.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Seit mehr als zwei Wochen schwirrt es nun <a href="http://www.google.at/search?source=ig&amp;hl=de&amp;rlz=&amp;q=quantenphysiker+jenseits&amp;btnG=Google-Suche&amp;meta=" target="_blank">durchs WWW</a> und lässt die Esoterikforen in kollektiven Jubel ausbrechen:</p>
<h3 style="text-align:center;"><strong>Quantenphysiker behaupten: &#8220;Es gibt ein Jenseits.&#8221;</strong></h3>
<p style="text-align:justify;">So fing es auf der <a href="http://www.readers-edition.de/das-projekt/" target="_blank">Readers Edition</a> an. Im Internet mutiert das dann zuerst zu <a href="http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/194/41902/" target="_blank">Quantenphysiker sind dem Jenseits auf der Spur</a> und schließlich sogar zu <a href="http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=mv2008-04-11-2414&amp;pc=s02" target="_blank">Quantenphysiker entdecken die Existenz des Jenseits</a>.</p>
<p style="text-align:justify;">Endlich ist also auch der theologische Durchbruch gelungen. Die Quantenphysik hat ja in den letzten Jahren bekanntlich bewiesen, dass die Homöopathie wirkt, dass <a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/12/17/morgi-and-the-return-of-atox/" target="_blank">Alufolie gegen Elektrophobie</a> hilft und dass Geistheilung bei Furunkeln indiziert ist. Jetzt ist auch die Existenz des Jenseits bewiesen. Und das kam so:</p>
<p style="text-align:justify;">Der Journalist <a href="http://debatte.welt.de/mitglieder/2548/Rolf+Frob%C3%B6se" target="_blank">Rolf Froböse</a> hatte ein Buch geschrieben. Eigentlich schon mehrere, aber das letzte ist eben gerade erst erschienen. Es nennt sich <a href="http://www.readers-edition.de/2008/03/30/buchneuheit-die-geheime-physik-des-zufalls-quantenphaenomene-und-schicksal/" target="_blank">Die geheime Physik des Zufalls</a>. &#8220;Geheime Physik&#8221; klingt schon total mystisch, so irgendwie nach <a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/04/01/the-secret-von-rhonda-byrne/" target="_blank">The Secret</a>, aber damit die Esos nicht durch das Wort &#8220;Physik&#8221; abgeschreckt werden, muss der Untertitel noch mit dem Zaunpfahl winken: <em>Quantenphänomene und Schicksal</em>.</p>
<p style="text-align:justify;">Als Journalist weiß Froböse freilich, dass es nicht reicht, ein Buch zu schreiben und auf Käufer zu warten. Man muss das Zeug auch vermarkten:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;"><span class="medium">Das Buch ist veröffentlicht. Nun geht es darum, sich den Chancen und Strategien der Vermarktung zu widmen, um Ihr Werk dem Leser schmackhaft zu machen. Gefragt sind kreative Marketingideen, Multiplikatoren wie Journalisten und Buchhändler oder Leserempfehlungen, damit Ihr Buch aus der Informationsflut heraussticht. Hier unterstützen wir unsere Autoren mit umfangreichen Services zu PR und Werbung.</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">So liest sich das <a href="http://www.bod.de/index.php?id=ms_intro_de" target="_blank">bei Books on Demand</a>, dem Verlag in dem Froböses Buch erschienen ist. Das erklärt vielleicht, warum bei Amazon.de beinahe zeitgleich zum Buchstart schon <a href="http://www.amazon.de/geheime-Physik-Zufalls-Quantenph%C3%A4nomene-Schicksal/dp/customer-reviews/3833474203/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1&amp;customer-reviews.start=1#customerReviews" target="_blank">drei begeisterte Kundenrezensionen</a> auftauchen. Eigentlich vier, weil einer der Rezensenten hat gleich darauf auch <em>The Secret</em> rezensiert und legt den Interessenten dort ebenfalls das Froböse-Buch ans Herz.<span id="more-87"></span></p>
<p style="text-align:justify;">Nun gut, Froböse hat also bei Readers Edition sein eigenes Buch beworben. Soll ihm vergönnt sein. Jetzt aber der nächste Coup: <a href="http://www.readers-edition.de/2008/04/08/quantenphysiker-behaupten-es-gibt-ein-jenseits/" target="_blank">Froböse kopiert bei Readers Edition einen Auszug aus seinem Buch hinein, der wie ein echter Artikel aussieht</a> &#8211; die Keimzelle der ganzen Aufregung in den Blogs. Zum Glück findet sich auch ein anonymes Helferlein, das den Froböse-Artikel flugs <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Quantenverschr%C3%A4nkung&amp;diff=44807277&amp;oldid=44604457" target="_blank">bei Wikipedia als Weblink zum Begriff &#8220;Quantenverschränkung&#8221;</a> einträgt. (Eine Zumutung, hab ich natürlich gelöscht.)</p>
<p style="text-align:justify;">Das klappt also schon einigermaßen, aber dann legt Froböse nocheinmal nach und lässt sich zu der Sache, die er da verbrochen hat, auch noch interviewen. Bei wissenschafts-news lautet der Titel und Kernsatz des Interviews <a href="http://wissenschafts-news.blog.de/2008/04/10/interview-mit-dr-rolf-frobose-ein-quante-4026258" target="_blank">Ein Quantencode bestimmt unser Leben nach dem Tod</a>. Unter der Headline <a href="http://www.readers-edition.de/2008/04/10/interview-die-physik-steht-unmittelbar-vor-ihrer-groessten-entdeckung/" target="_blank">Die Physik steht unmittelbar vor ihrer größten Entdeckung</a> lässt sich Froböse auch von Readers Edition interviewen. Und <a href="http://www.extremnews.com/berichte/wissenschaft/156f1200d02056e" target="_blank">auch von ExtremNews</a>. Seltsam, dass ExtremNews im Interview genau dieselben Fragen stellt wie Readers Edition. Wahrscheinlich eine quantenmechanische Verschränkung der Fragesteller, total geheime Physik! Aber das war auch schon bei diesem anderen Interview der Fall, wo Froböse zu seinem Buch befragt wurde. Etwa <a href="http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2008-03-30-4217" target="_blank">von LifeGen.de</a>, oder <a href="http://www.onlinezeitung24.de/article/432" target="_blank">von OZ24.de</a>, wieder mit unterschiedlichen Fragestellern aber identischen Fragen und Antworten. Seltsam, diese Quantenwelt&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Zurück zum eigentlichen Inhalt des Froböse-Buchauszugs-Artikel. Der Autor beruft sich darin auf vier Physiker. Eigentlich auf fünf, denn freilich wird zuerst einmal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein" target="_blank">Albert Einstein</a> erwähnt, wie es sich gehört. Dann geht es weiter mit einem Bild von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Zeilinger" target="_blank">Anton Zeilinger</a> und ein paar Zeilen über quantenmechanische Verschränkung. Dazu schreibt Froböse:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;">Erst vor kurzem hat der Wiener Quantenphysiker Professor Anton Zeilinger den experimentellen Nachweis dafür geliefert, dass dieser Effekt in der Realität tatsächlich existiert.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Aha. Meines Wissens war das nicht &#8220;vor kurzem&#8221;, sondern 1982, und es war auch nicht Anton Zeilinger, sondern <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alain_Aspect" target="_blank">Alain Aspect</a>. Das lässt erste Zweifel daran aufkommen, ob Froböse überhaupt weiß, wovon er da schreibt. Aber sehen wir weiter. Als nächstes muss <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_D%C3%BCrr" target="_blank">Hans-Peter Dürr</a> herhalten:</p>
<blockquote><p>Konsequenterweise glaubt Dürr aus rein physikalischen Erwägungen an eine Existenz nach dem Tode. In einem Interview erläuterte er dies wie folgt: “Was wir Diesseits nennen, ist im Grunde die Schlacke, die Materie, also das was greifbar ist. Das Jenseits ist alles Übrige, die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere. Das, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen.”</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Froböse spendiert hier sogar einen link, der zur Quelle führt. Es handelt sich um ein Esoterikforum. Dieses wiederum verlinkt wenigstens ordentlich auf das <a href="http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/ganzer_artikel.asp?artikelid=1944" target="_blank">Interview, das Dürr dem PM Magazin letztes Jahr gegeben hat</a>. Dort kann man auch nachlesen, was Dürr im nächsten Satz sagt:</p>
<blockquote><p>Wenn ich mir also vorstelle, dass ich während meines diesseitigen Lebens nicht nur meine eigene kleine Festplatte beschrieben habe, sondern immer auch etwas in diesen geistigen Quantenfeldern abgespeichert habe, gewissermaßen im großen Internet der Wirklichkeit, dann geht dies ja mit meinem körperlichen Tod nicht verloren. In jedem Gespräch, das ich mit Menschen führe, werde ich zugleich Teil eines größeren geistigen Ganzen. In dem Maße, wie ich immer auch ein Du war, bin ich, wie alles andere auch, unsterblich.</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Kurz gesagt: Dürr glaubt offensichtlich an ein Jenseits in einem sehr metaphorischen Sinne &#8211; ein Jenseits, für das er weder &#8220;neue quantenphysikalische Erkenntnisse&#8221; heranziehen muss, noch das irgendeinen Atheisten zum Stirnrunzeln veranlassen würde. Das ist nicht gerade der Stoff, aus dem normalerweise Schlagzeilen wie die von Froböse gebastelt werden. Auf zum nächsten Physiker: Dr. Christian Hellweg.</p>
<p style="text-align:justify;">Nun, das ist einigermaßen kurios, denn im Gegensatz zu dem von Zeilinger und Dürr ist der Bekanntheitsgrad von Hellweg in der Physikergemeinde gleich null. Das liegt vielleicht daran, dass er zwar auch Physik studiert hat, eigentlich aber <a href="http://patienten-empfehlen-aerzte.de/de/60/60313/82951_Friedrich-Christian_Hellweg.html" target="_blank">HNO-Arzt</a> ist und laut Google Scholar mit Quantenphysik nichts am Hut hat. Der link führt uns diesmal auf eine Seite, wo ein <a href="http://www.denkbar.info/index.php?article_id=75" target="_blank">Vortrag Hellwegs mit dem Titel &#8220;Quantentheorie des Geistes&#8221;</a> angekündigt ist. Das lässt nichts Gutes erwarten, also auf zum letzten zitierten Physiker. Das ist der große <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Archibald_Wheeler" target="_blank">John Archibald Wheeler</a>, den Froböse dieses Zitat beisteuern lässt:</p>
<blockquote><p>“Viele Physiker hofften, dass die Welt in gewissem Sinne doch klassisch sei – jedenfalls frei von Kuriositäten wie großen Objekten an zwei Orten zugleich. Doch solche Hoffnungen wurden durch eine Serie neuer Experimente zunichte gemacht.”</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Der link zum Zitat führt übrigens kurioserweise auf eine Seite des <a href="http://www.allergie-immun.de/unterschied-zur-schulmedizin.html" target="_blank">komplementärmedizinischen Privatinstituts Allergie-Immun</a>, das dort einen dubiosen Allergie-Test anpreist und dafür ein wenig Quantenmystik bemüht. Leider hat der Webseitenbastler bei seiner copy-paste-Aktion vergessen, eine Fußnotennummer zu entfernen, was darauf hinweist, dass er den ganzen Text samt Wheeler-Zitat <a href="http://www.jakobboesch.ch/texte/SPOT.pdf" target="_blank">von einem anderen Komplementärmediziner geklaut</a> hat. Der gibt aber wenigstens die echte Quelle an, nämlich einen sieben Jahre alten <a href="http://www.spektrumverlag.de/artikel/827483" target="_blank">Artikel im Spektrum der Wissenschaft</a> anlässlich 100 Jahre Quantentheorie.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir bezweifeln nicht, dass sich das Wheeler-Zitat dort findet. Spielt aber auch keine Rolle, denn da spricht Wheeler offenbar über die Konsequenzen der Verletzung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bellsche_Ungleichung" target="_blank">Bell&#8217;schen Ungleichung</a>. Mit dem Jenseits hat das zwar nichts zu tun, doch der Name Wheeler macht sich wohl einfach gut zwischen Froböses Textzeilen.</p>
<p style="text-align:justify;">John Archibald Wheeler ist übrigens sechs Tage nach Veröffentlichung von Froböses Artikel verstorben. Einen ursächlichen Zusammenhang vermuten wir nicht.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/kritischgedacht.wordpress.com/87/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/kritischgedacht.wordpress.com/87/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kritischgedacht.wordpress.com/87/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kritischgedacht.wordpress.com/87/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=87&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>THE SECRET von Rhonda Byrne</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 14:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Parapsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wurde wissenschaftlich bewiesen, dass ein positiver Gedanke Hunderte Male kraftvoller ist als ein negativer Gedanke. &#160; The Secret Bücher, die Sätze wie diesen enthalten, kann man &#8211; eine solche Einschätzung wird Sie auf diesem Blog nicht überraschen &#8211; ohne sie überhaupt gelesen zu haben und dennoch ohne schlechtes Gewissen im Müll entsorgen. Man kann [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=85&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es wurde wissenschaftlich bewiesen, dass ein positiver Gedanke Hunderte Male kraftvoller ist als ein negativer Gedanke.</p></blockquote>
<p align="left">&nbsp;</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51KM0PPADRL._AA240_.jpg" align="absmiddle" height="240" width="240" /></div>
<p align="center"><i>The Secret</i></p>
<p>Bücher, die Sätze wie diesen enthalten, kann man &#8211; eine solche Einschätzung wird Sie auf diesem Blog nicht überraschen &#8211; ohne sie überhaupt gelesen zu haben und dennoch ohne schlechtes Gewissen im Müll entsorgen. Man kann nicht nur, man sollte sogar. Das ist wie bei den Masern &#8211; es droht die Ansteckung von Unschuldigen, die noch keine  adäquate (in diesem Fall geistige) Immunantwort entwickelt haben.</p>
<p>Jetzt ist es natürlich ein alter Hut, dass die Buchhandlungen mit zwischen Buchdeckel gepresstem New Age- und Esoterik-Stumpfsinn überquellen, und man könnte sich fragen, wieso <b><i>Das Geheimnis</i></b>, wie der deutsche Titel des Elaborats wenig originell lautet, hier überhaupt mit einem eigenen Eintrag gewürdigt wird. Aber was dieses Buch betrifft, aus dem der eingangs zitierte Satz stammt, gibt es ein Problem:<span id="more-85"></span></p>
<p align="center">Die Leute kaufen es. Massenweise.</p>
<p>Die Gefahr der Ansteckung ist also bereits Realität geworden: Wir haben eine Epidemie. Davon zeugen jedenfalls die <a href="http://www.welt.de/welt_print/article1826499/Sachbuch_Bestseller.html" target="_blank">einschlägigen Bestsellerlisten</a>. Byrnes pseudowissenschaftlich untermauerter Esoschrott hält sich seit Monaten in den vorderen Rängen der Kategorie Sachbuch. Selten so fremdgeschämt.</p>
<p>Um näher auf <b><i>The Secret</i></b> eingehen und dieses Werk einer ausführlichen inhaltlichen Kritik unterziehen zu können, müsste ich eine Hürde meistern, die mir leider schier unüberwindlich erscheint: Ich müsste es tatsächlich lesen.</p>
<p><i>Know your enemy</i> ist im allgemeinen ein guter Leitspruch, und die Fahne des kritischen Denkens hochhaltend quält man sich mitunter tapfer auch durch schwerstverdauliche Traktate von Antiwissenschaftlern aller Couleur, aber über 237 Seiten ausgewalzter New Age Käse &#8211; das geht dann doch zu weit. Schon die ersten 20 Minuten des gleichnamigen Films sind eine Herausforderung&#8230;</p>
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<p>Und wenn Sie sich die jetzt wirklich angetan haben, dann brauchen Sie vielleicht einen <a href="http://90percenttrue.com/2008/03/feynman-chaser/" target="_blank">Feynman Chaser</a>&#8230;</p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='490' height='306' src='http://www.youtube.com/embed/o1dgrvlWML4?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p>Aber zurück zur konstruktiven Kritik: Um mich nicht ganz aus der Verantwortung zu stehlen, verweise ich hiermit auf <i>kamenin</i>, der, wie ich eben entdeckte, mir glücklicherweise zuvor gekommen ist:</p>
<p align="center"><a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/03/27/the-secret-die-gegenaufklarung-schickt-ihre-schergen/" target="_blank">  </a></p>
<p class="MsoNormal" align="center"><i><span style="font-size:18pt;"><a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/03/27/the-secret-die-gegenaufklarung-schickt-ihre-schergen/" target="_blank">Lesen Sie doch bitte einfach dort weiter!</a></span></i></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/kritischgedacht.wordpress.com/85/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/kritischgedacht.wordpress.com/85/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kritischgedacht.wordpress.com/85/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kritischgedacht.wordpress.com/85/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=85&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/04/01/the-secret-von-rhonda-byrne/feed/</wfw:commentRss>
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	</item>
		<item>
		<title>Aberglaube und Astrologie</title>
		<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/03/31/aberglaube-und-astrologie/</link>
		<comments>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/03/31/aberglaube-und-astrologie/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 13:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Astrologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Titel dieses Beitrags ist gleichzeitig der Titel des letztes Jahr erschienenen und damit jüngsten Buches von Dr. Theodor Much. Aufmerksame Leser dieses Blogs und seiner gelegentlichen Ausflüge in die Welt der Astrologie können sich vielleicht daran erinnern, dass Dr. Berndt dieses Werk bereits vor ein paar Wochen in einem Kommentar wärmstens empfohlen hat. Eine [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kritischgedacht.wordpress.com&#038;blog=1142658&#038;post=83&#038;subd=kritischgedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel dieses Beitrags ist gleichzeitig der Titel des letztes Jahr erschienenen und damit jüngsten <b><a href="http://www.vabene.at/collect/analyse/200-8.htm" target="_blank">Buches von Dr. Theodor Much</a></b>. Aufmerksame Leser dieses Blogs und seiner gelegentlichen Ausflüge in die Welt der Astrologie können sich vielleicht daran erinnern, dass Dr. Berndt dieses Werk bereits vor ein paar Wochen <a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/11/07/ausbildung-zumzur-astrologen-in/#comment-170" target="_blank">in einem Kommentar</a> wärmstens empfohlen hat. Eine <a href="http://david.juden.at/buchbesprechungen/71-75/75-schneider2.htm" target="_blank">Rezension</a> erschien auch in der Dezemberausgabe der Kulturzeitschrift DAVID. Als Appetitanreger präsentieren wir Ihnen hier (nach dem Klappentext) das Kapitel <i><b>Astrologie, Astronomie und die Logik</b></i> im Volltext, mit freundlicher Genehmigung von Theodor Much und dem Verlag <a href="http://www.vabene.at/" target="_blank">Edition Va Bene</a>. Falls Sie nach der Lektüre Lust auf mehr haben sollten &#8211; das gesamte Buch ist in jeder gutsortierten Buchhandlung zu einem Preis zu erwerben, der nicht einmal 1/90 (in Worten: ein Neunzigstel!) dessen ausmacht, was Sie der <a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/11/07/ausbildung-zumzur-astrologen-in/" target="_blank">Astrologen-Kurs des WIFI</a> kosten würde. Und beim Erkenntnisgewinn verhält es sich dabei auch noch umgekehrt! Wir wünschen viel Vergnügen!</p>
<p class="MsoNormal" align="center"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">______________________________________</span></p>
<p class="MsoNormal"><i>Klappentext:</i></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Die Zahlen sprechen für sich: Laut diversen Umfragen zum Aberglauben glaubt die Hälfte der Bürger Mitteleuropas an Astrologie und liest regelmäßig Zeitungshoroskope. Ähnlich viele Menschen glauben an diverse Glücksbringer, fürchten sich vor schwarzen Katzen, die ihren Weg kreuzen, und an die Zahlenmystik. Auch der weitverbreitete Glaube an die Macht des Mondes, Esoterik und alternative Therapieverfahren ermöglicht einen boomenden (und sehr lukrativen) Markt, der Unwissenheit und Aberglauben vieler Menschen zum eigenen Profit ausnützt.</span><span style="font-family:'Times New Roman';"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">In diesem Buch wird in leicht verständlicher Form der Frage nachgegangen, ob Mond, Planeten und Sterne tatsächlich eine Bedeutung im Leben jedes einzelnen von uns haben können, und wie Argumente von Befürwortern und Gegnern der Astrologie (und des Mondglaubens) lauten.</span><span style="font-family:'Times New Roman';"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Dieses Buch beschäftigt sich kritisch mit Astrologie und dem Mondglauben. Es erläutert die Grundlagen von Astrologie, Lunatismus und mit beiden eng verbundenen esoterischen parawissenschaftlichen Disziplinen wie u. a. der Glaube an die Kraft von Edelsteinen, an die mystische Bedeutung von Zahlen, an das &#8220;Wissen&#8221; des Pendels und die &#8220;Wirksamkeit&#8221; von diversen pseudomedizinischen, esoterischen Therapieverfahren.</span></p>
<p class="MsoNormal" align="center"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">______________________________________</span></p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-83"></span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"></span><b><span style="font-size:20pt;font-family:'Book Antiqua';">Astrologie, Astronomie und die Logik</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">„Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.“ </span></p>
<p class="MsoNormal"><i><span style="font-family:'Book Antiqua';">aus China</span></i></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">In den nun folgenden Überlegungen sollen die Widersprüche zwischen dem astrologischen Weltbild und den modernen Erkenntnissen der Naturwissenschaften, aber auch logische Defizite der Astrologie zur Sprache kommen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 1</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Infolge der Präzession (die langsame periodische Kreiselbewegung der Erdachse) befindet sich der Frühlingspunkt schon seit zwei Jahrtausenden nicht mehr im „richtigen“ Sternbild. Diese Tatsache ist zwar den meisten Astrologen, doch weit weniger den vielen Anhängern der Astrologie bewußt. Daher unterscheiden auch wenige Menschen zwischen „Sternbild“ und „Tierkreiszeichen“ und meinen, daß ihr Sternzeichen mit dem Sternbild identisch ist, nach dem es benannt wurde.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Konkret: Sagt Ihnen ein Astrologe, daß Sie ein „Widder“ sind, dann meint er, daß Sie im Tierkreiszeichen „Widder“ zur Welt kamen (zum Zeitpunkt Ihrer Geburt stand die Sonne im Tierkreiszeichen „Widder“). Was man Ihnen aber kaum erklären wird, ist die Tatsache, daß die Sonne im Augenblick Ihrer Geburt astronomisch nicht im Sternbild „Widder“, sondern in den „Fischen“ stand. Ein „Widder“ ist daher sternbildmäßig ein „Fisch“, ein „Zwilling“ ist astronomisch gesehen ein „Stier“ und die „Jungfrau“ ist im Sternbild „Löwe“ zur Welt gekommen (siehe: „Grundlagen der Astronomie und Astrologie“).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Wenn nun die Astrologen behaupten, daß sie aus der Konstellation der Gestirne brauchbare Schlüsse bezüglich einzelner Menschen oder Menschengruppen ziehen können und, um das zu tun, ein uraltes Regelwerk benützen, in dem sich die astronomischen Ausgangswerte (nämlich die Stellung der Gestirne zueinander) verändert haben und weiter fortlaufend verändern, dann geraten sie in einen Erklärungsnotstand.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Denn ob die Sonne im Frühjahr („Frühlingspunkt“) im Sternbild Widder oder im den Fischen steht, sollte doch astrologisch gesehen nicht gleichgültig sein.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Die Behauptung, daß das Problem dadurch „gelöst wurde“, indem man – im Wissen um diese fortwährende Verschiebung der Sternbilder in Folge der Präzession – den alten siderischen Tierkreis durch den tropischen Tierkreis ersetzte (also einfach einen zwölfteiligen Tierkreis einführte, der auf den Frühlingspunkt und das Sternzeichen Widder bezogen ist, aber mit den konkreten Sternbildern nicht mehr identisch ist), ist nur eine Scheinlösung, die wenig an der Grundproblematik der heutigen Astrologie ändert. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Denn die 12 Himmelssegmente („Tierkreiszeichen“ genannt) wurden einfach nach den Sternbildern benannt, in denen die Sonne vor 2.000 Jahren zu einem bestimmten Zeitpunkt noch stand; jene Sternbilder, die heute, wie uns moderne Astrologen versichern, bei der Erstellung eines Horoskops „keine konkrete Rolle mehr spielen.“ </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Diese neuen Tierkreiszeichen wurden aber nicht nur nach den alten Sternbildern benannt, sondern auch mit deren „geistigen Eigenschaften“ (die aus der griechischen Mythologie abgeleitet wurden) ausgestattet. So bleibt etwa das Tierkreiszeichen Widder (nicht zu verwechseln mit dem Sternbild Widder) mythologisch und symbolisch mit dem Kriegsgott Mars eng verbunden (siehe: „Spirituelle Deutung der Tierkreiszeichen“). </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Durch dieses willkürliche Verwirrspiel beginnt der tropische Tierkreis – der teilweise den alten siderischen Tierkreis ersetzte –, astrologisch zwar mit dem Sternzeichen Widder (und damit mit der dazugehörigen Mars-Symbolik), obgleich heute das konkrete astronomische Hintergrundsternbild des Tierkreiszeichens Widder das Sternbild Fische ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Das alles ist nicht nur verwirrend; es ist unlogisch und schizophren, weil tatsächlich nicht mehr identisch, sondern gespalten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><img src="http://kritischgedacht.files.wordpress.com/2008/03/astro.jpg?w=490" alt="astro.jpg" /></p>
<p class="MsoNormal"><i><span style="font-size:10pt;font-family:'Book Antiqua';">Infolge der Präzession stimmen seit bald zwei Jahrtausenden Tierkreiszeichen und Sternbilder nicht mehr überein. Demnach sind heute – astronomisch gesehen – im Tierkreiszeichen Widder Geborene sternbildmäßig Fische, in der Jungfrau Geborene Löwen usw.</span></i></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 2</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Wer sich ernsthaft mit Astronomie beschäftigt, weiß, daß es im Universum weder Stabilität noch ewige Harmonie gibt (siehe: „Grundlagen der Astronomie, Chaos und Sterntod“). Gestirne bewegen sich und verändern fortwährend, wenn auch relativ langsam, ihre Positionen am Himmel. Sterne – und dazu gehört auch unsere eigene Sonne –, Planeten und Monde werden „geboren“ und sind „zum Sterben“ verurteilt. Wir müssen daher die Frage stellen, ob die Astrologie (eine „Wissenschaft“ nach Auffassung der Astrologen) sich auf ein Lehrgebäude stützen kann, das auf „Treibsand“ gebaut ist und daher keine Stabilität und Gleichförmigkeit gewährleisten kann. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Denn die (angeblichen) „Kräfte“ oder „Informationen zur Zeitqualität“, die „von den Gestirnen Richtung Erde ausgehen“, ändern sich ja fortlaufend in direkter Abhängigkeit von den Gestirnpositionen und deren physischer Präsenz im All. Erlischt ein Stern, dann hören auch seine „Mitteilungen“ auf. Mit anderen Worten: Aus Richtung eines jeden einzelnen der 12 Segmente der Ekliptik (12 Tierkreiszeichen) gelangt zwar ein ständiger Informationsfluß in Richtung Erde, doch diese „Kräfte oder Mitteilungen“ ändern sich fortlaufend in Abhängigkeit der Veränderungen, die sich im Universum unaufhörlich abspielen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Was ein bestimmter Himmelsabschnitt, zum Beispiel das Tierkreiszeichen Widder, den Astrologen heute „mitteilt“, ist nicht identisch mit dem, was uns das gleiche Tierkreiszeichen vor 100 Jahren „erzählt hat“ oder in 50 Jahren „berichten wird“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Dazu ein einfaches Beispiel: </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Auf einem Schachbrett können bekanntlich alle Felder durch Zahlen- und Buchstabenkombinationen festgelegt werden. Wenn ich also sage, „daß die Dame sich auf dem Feld D 5 befindet“, dann ist die Position der Dame eindeutig festgelegt. Der Schachspieler kann daher (selbst mit geschlossenen Augen) auf diesem Wissen aufbauen und die nächsten Züge exakt vorausplanen. Steht die Dame aber (vielleicht weil das Brett schief steht und die Figur verrutscht ist) auf dem Feld D 4 anstatt auf D 5, der Schachspieler aber davon ausgeht, daß die Dame immer noch auf D 5 steht, dann sind all seine Planungen (Vorhersagen) unmöglich geworden, weil er von einem nicht mehr vorhandenen fixen System ausgeht, das aber nicht mehr existiert. So ähnlich verhält es sich auch mit astrologischen Aussagen, einfach deswegen, weil das „Spielfeld“ des Astrologen – das Weltall – immer „schief steht“ (sich kontinuierlich verändert); nur die Astrologie nimmt die Veränderung bewußt oder unbewußt nicht zur Kenntnis. Ein chaotisches Weltall (in dem außerdem nur ein kleiner Teil der Materie überhaupt sichtbar ist), kann daher für ein starres, auf die Ewigkeit bezogenes Regelwerk und Deutungssystem (wie es die Astrologie vorgibt zu sein), nicht herangezogen werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Diese Kritik gilt primär all denjenigen Astrologen und Horoskopgläubigen, die immer noch davon ausgehen, daß von der Sternen, Sternbildern und Planeten, oder auch aus einer bestimmten Himmelsrichtung irgendwelche – nicht näher definierte –, ewig gleichbleibende Kräfte ausgehen, die den Charakter eines Neugeboren formen oder sich auf Gruppen von Menschen direkt auswirken.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Unsere Kritik gilt aber auch all denjenigen, die von einer symbolischen Astrologie sprechen und behaupten, daß Gestirne (oder ihre Symbole) lediglich Tendenzen anzeigen, doch selber nichts aktiv bewirken. Es stellt sich nämlich hier sofort die Frage, ob moderne Astrologen, wie behauptet, wirklich nur noch – von der Planetenwelt abgehoben – mit „geistigen Symbolen“ arbeiten. Denn einerseits spielen die konkreten Sterne und Sternbilder in der modernen Astrologie (angeblich) keine Rolle mehr, andererseits arbeitet man mit konkreten Computern, um die Position der physisch konkreten „10“ Planeten im Moment der Geburt eines Menschen feststellen zu können. Was wir hier sehen, ist somit eine Vermischung von geistiger Symbolik mit dem physisch Konkreten, ein eigenartiges Durcheinander aus (falsch verstandener) Astronomie mit esoterisch-mythologischen Vorstellungen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 3</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Astronomen schätzen, daß es im bisher bekannten Universum rund 100 Milliarden Galaxien gibt. Von beiden Seiten der Erdkugel sind etwa 7000 Sterne mit dem bloßen Auge sichtbar. Astrologen arbeiten aber nur mit einer sehr geringen Zahl von Himmelskörpern.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Für sie zählen – neben den 12 Tierkreiszeichen und anderen geistigen Symbolen – nur die „10“ Planeten, die sich entlang der Ekliptik bewegen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Sie berücksichtigen weder die uns bekannten 88 Sternbilder, noch die unzähligen Sterne des übrigen Himmels. Sie interessieren sich auch nicht für die großen Planetenmonde oder für das 13. Sternbild (genannt Schlangenträger).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Hier ist wohl die Frage gerechtfertigt, wieso für heutige Astrologen nur „10“ Planeten“, die Tierkreiszeichen (ohne Sternbilder), Häuser und Aspekte von großer Bedeutung sind, und andererseits die vielen konkreten sichtbaren und unsichtbaren Himmelskörper oder Sternbilder (wie etwa der „Große Bär“ oder das wunderbare Sternbild des „Orion“), die man alle ja auch symbolisch verstehen könnte, oder genau genommen verstehen müßte, für ein Horoskop irrelevant sind.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Viele der Planeten unseres Sonnensystems besitzen auch zahlreiche Monde. Sie alle sind für das freie Auge nicht erkennbar, doch einige der Trabanten von Jupiter und Saturn können bei klaren Wetterbedingungen – anders als der Pluto – schon mit einem kleinen Feldstecher gesehen werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Die vier Jupitermonde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) wurden von Galileo entdeckt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Galilei benannte sie, zu Ehren seiner Mäzenen, der Medici, Mediceische Monde.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Der eindrucksvollste von ihnen – Ganymed – ist der größte aller Monde in unserem Sonnensystem und sogar noch größer als der sonnennächste Planet Merkur. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Doch all diese großen (nach Figuren der griechischen Mythologie benannten) Monde werden, ganz im Gegensatz zum winzigen Steinhaufen Pluto, von sämtlichen heutigen Astrologen bei der Erstellung ihrer Horoskope einfach ignoriert. Das ist unlogisch und erklärungsbedürftig. Denn wenn schon die „10 Planeten“ (inkl. dem Nicht-mehr-Planeten Pluto) für „Urprinzipien“ und „Herrscher“ stehen, dann wieso nicht auch die großen Jupiter- und Saturnmonde?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Eine Astrologie, die bei der Erstellung eines Horoskops auf alle Sterne (Ausnahme: „Planet“ Sonne) und die großen Monde „vergißt“, ist daher eine „Sterndeuterei ohne Sterne.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Doch auch auf diese Frage gibt es keine befriedigende Antwort seitens der modernen Astrologie.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Schließlich müssen auch die eigenartigen geistigen Eigenschaften und Analogien der Planeten hinterfragt werden. Denn was hat der erdähnlichste (kleine) Planet, Mars, mit Krieg, Sexualität, Brutalität, Willenskraft, Blut, Blutgefäßen und Muskulatur etc. zu tun? </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Warum steht die höllische Venus (mit ihrer giftigen Atmosphäre und 500 Grad Celsius Oberflächentemperatur) für Weiblichkeit, Schönheit, Harmonie, Kunst, Gleichgewichtsorgane, Niere und Venen? Wieso wird der kalte, lebensfeindliche Gasplanet Jupiter mit Gott Jupiter, Wachstum, Glück, Würde, Gerechtigkeit, der Priesterfarbe purpur, Leber und Zellwachstum assoziiert? Die Antwort auf all diese Fragen ist recht einfach: Diese Analogien sind einst aus Unwissenheit über die wahre Beschaffenheit der Planeten und im Glauben an die griechischen Götter entstanden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Doch heute lebende Astrologen sollten es eigentlich besser wissen!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Zu hinterfragen ist schließlich auch, wieso die Ekliptik-Sternbilder der Südhalbkugel den Menschen in Australien nichts zu sagen haben. Gelten auf der Südhalbkugel andere Naturgesetze, nur weil dort die uns (mythologisch) geläufigen Sternkonstellationen nicht sichtbar sind?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 4</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Bemerkenswert ist auch folgendes: Wenn ein moderner, seriöser (mir bekannter) Astrologe wortwörtlich behauptet: „Zeigt man einem amerikanischen Astrologen, der heute eine Firma berät, ein Horoskop, wird er prinzipiell zu den gleichen Ergebnissen kommen, wie seinerseits Johannes Kepler“ (der 1630 verstarb), dann kann aus dieser Aussage geschlossen werden, daß der (ehemalige) Planet Pluto, der erst 1930 entdeckt wurde, für die Erstellung von Horoskopen völlig unnötig ist. Trotzdem wird gerade diesem winzigen und bedeutungslosen Steinhaufen in der heutigen Astrologie große Bedeutung zugemessen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Solch eine Feststellung kann nur eine Schlußfolgerung zulassen, nämlich daß, dieser Auffassung nach, die „prägenden Kräfte des Universums“ unabhängig von allen uns heute bekannten chaotischen Vorgängen im All (siehe: „Chaos und Sterntod im Universum“) ewig und gleichförmig wirksam sind.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 5</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Vielleicht sollten wir uns auch theoretisch überlegen, wie es mit Kindern, die zukünftig im Weltraum geboren werden, in bezug auf Horoskope aussieht? </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Denn für die Insassen eines Raumschiffes existieren all die irdischen Grundvoraussetzungen zum Erstellen eines Horoskops nicht mehr. Vom Raumschiff aus gesehen kreisen die „10“ Planeten nicht um die Erde (auch nicht um das Raumschiff), alle astrologischen Bezugspunkte (Aszendent, Häuser, Tierkreiszeichen etc.) sind verschwunden, und selbst die Bordzeit steht nicht in Übereinstimmung mit der Erdzeit. Welche Gestirne wären dann für einen Bordastrologen noch relevant? Das Erstellen eines Horoskops im All ist daher nicht möglich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Dazu eine weitere theoretische Überlegung: Sollten wir uns nicht die Frage stellen, ob die astrologischen „Gesetzmäßigkeiten“ eins zu eins auf anderen Planeten unseres Sonnensystems übertragen werden können? Nehmen wir als Beispiel den Planeten Merkur. Dort dauert ein Jahr nicht, wie auf Erden, 365 Tage, sondern nur annähernd 88 irdische Tage. Das heißt, daß der Merkur sich vier mal öfter als unsere Erde um die Sonne bewegt. Doch der Merkurtag dauert – weil sich der Planet nur sehr langsam um seine eigene Achse dreht – ganze 58,65 Erdentage. Das hat aber zur Folge, daß auf dem Merkur die heilige Zahl der Astrologie, die 12, ihre Gültigkeit verloren hat. Die Erstellung eines Horoskops auf Grundlage der klassischen Astrologie ist auf diesem (aber auch anderen) Planeten nicht möglich. Denn dort geht die Sonne nur alle 58,65 Tage einmal auf, und der 12-monatige Erdumlaufzyklus um die Sonne ist auf weniger als 3 irdische Monate reduziert.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Dazu kommt noch, daß der Aszendent (das Sternzeichen, das im Moment der Geburt im Osten aufgeht), auf dem Merkur als Bezugssystem unbrauchbar wird, weil dort die Sternzeichen nicht (wie auf Erden) im 24 Stunden-Rhythmus ihren Tageszyklus durchlaufen, sondern annähernd 60 mal langsamer als auf Erden. Während auf Erden alle zwei Stunden ein neues Sternzeichen im Osten aufgeht, dauert der gleiche Vorgang auf dem Merkur knappe 120 Stunden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Merkurastrologen müßten daher, falls das überhaupt möglich sein sollte, eine völlig neue Astrologie erfinden, da sie mit dem irdisch-astrologischen System auf ihrem Heimatplaneten nichts anfangen können.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Doch genau diese banale Tatsache verträgt sich nicht mit dem Anspruch der Astrologie, daß die Gesetze ihrer Disziplin eine allgemeine Gültigkeit („wie oben so auch unten“) besitzen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">An diesen beiden Beispielen zeigt sich sehr deutlich, daß die Astrologie ein rein geozentrisches „Weisheitssystem“ darstellt, das die Erde immer noch „im Mittelpunkt des Universums“ sieht (selbst wenn den heutigen Astrologen klar ist, daß sich die Erde um die Sonne dreht). </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">In Anbetracht dessen, daß unser Sonnensystem mit dem winzigen Planeten Erde weniger als ein Staubkorn im Universum darstellt, erscheint es sehr vermessen, so zu tun, als ob die Sterne und Planeten nichts Besseres zu tun hätten, als den unbedeutenden, dafür aber besonders arroganten Geschöpfen dieser Erde, die immer noch der Meinung sind, im Zentrum der Schöpfung zu stehen, persönliche Nachrichten zu senden oder Schicksale und Talente eines jeden einzelnen von uns anzukündigen.</span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 6</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">„Die Natur macht keine Sprünge.“ </span></p>
<p class="MsoNormal"><i><span style="font-family:'Book Antiqua';">Aristoteles</span></i></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Eine weitere interessante Frage an die Astrologen sollte auch lauten: Wieso kann eine bestimmte Sternkonstellation ausgerechnet zum Zeitpunkt der Geburt, überhaupt etwas „anzeigen“ (manche Astrologen sagen auch „bewirken“)? Um uns eine Information über Neugeborene liefern zu können, müßten sie doch den Zeitpunkt der Konzeption kennen (etwas, das nicht einmal die fanatischsten Astrologiebefürworter behaupten).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Denn die genetische Hauptprägung eines jeden Menschen (auch seine Charaktereigenschaften und Talente) erfolgt, in Abhängigkeit der Erbanlagen der Eltern, im Augenblick der Empfängnis. Weitere Prägungen des Kindes erfolgen in der Zeit bis zum Geburtstermin. Hier spielen viele Faktoren wie: Krankheiten der Mutter, Medikamente und Drogen, traumatische Erlebnisse der Frau etc. eine Rolle. Es ist aber naiv anzunehmen, daß die genetischen Erbanlagen im Augenblick der Geburt noch durch Sterne, Planetenkonstellationen oder Zeitqualitäten verändert werden können. Denn die Natur läßt sich nicht überlisten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Im übrigen ist alleine die allgemein bekannte Tatsache, daß zwei eineiige Zwillinge, die innerhalb weniger Minuten das Licht der Welt erblickten, völlig unterschiedliche Charakter und Talente haben können, ein starkes Argument gegen die Astrologie. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Doch selbst auf diese Binsenweisheit wissen einige Astrologen (wie zum Beispiel „Star-Astrologin“ Antonia Langsdorf) eine schlaue Antwort. In ihrem Buch „Geheimnisse der Astrologie“ schreibt sie: „Nehmen wir an, daß zwei eineiige Zwillinge im Abstand von wenigen Minuten geboren werden, und beide sind Krebs mit Waage Aszendenten, während gleichzeitig Mond und Mars in Opposition zueinander stehen. Was machen sie?“ Nun, die Antwort erfolgt prompt: „Sie teilen sich die Konstellation einfach auf. Ein Kind entscheidet sich für den Mars, das andere Kind wählt den Mond. Das erste Kind übernimmt daher die Mondkräfte (es wird daher gefühlvoll und sentimental), das zweite Kind übernimmt den Mars (es wird spontan und fordernd).“ </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Diese Fantasien richten sich selbst!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Wenn es wirklich so wäre, daß die Gestirne, oder eine Zeitqualität im astrologischen Sinn, das Neugeborene „beeinflussen und prägen“, oder zumindest Charakter- und Schicksalstendenzen anzeigen, dann wäre es folgerichtig „gerechtfertigt“, Geburten in weiser Voraussicht früher einzuleiten oder medikamentös hinauszuzögern, um so dem Kind besonders günstige Voraussetzungen für sein Leben zu ermöglichen. In letzter Konsequenz müßten sogar Verbrecher vom Gericht milder beurteilt werden, „wenn sie unter einem ungünstigen Stern geboren wurden!“ Lauter wenig verlockende Konsequenzen! (siehe: „Astrologie konkret“: Time Twin Study).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Selbst moderne Astrologen, die davon ausgehen, „daß die Sterne nichts bewirken“, behaupten (siehe: „Was kann die Astrologie?“), „daß man im Horoskop Schicksalstendenzen, ja sogar eine Gefährdung durch Unfälle feststellen kann.“ Wenn aber dem so wäre, dann müßte es ein dringendes Anliegen der Astrologie sein, die Horoskope aller 230.000 Tsunamiopfer (alles Menschen, die zu verschiedenen Zeitpunkten und an verschiedenen Orten geboren wurden) zu analysieren, um in ihnen Hinweise auf die gemeinsame Unfall-gefährdung festzustellen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Damit könnte die Astrologie endlich ihr Berechtigungsdasein klar beweisen.</span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 7</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Es liegt auf der Hand: Auf all die aufgeworfenen Fragen und Vorbehalte gegen die Astrologie werden Astrologiegläubige unterschiedlich reagieren.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Die einen werden von mysteriösen, der Menschheit unbekannten Kräften (die mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisbar sind) schwärmen, die anderen mit wenig verständlichen Begriffen wie „Urprinzipien“, „Symbolen“, „Zeitqualitäten“, „Gleichzeitigkeit“, „kosmische Sprache der Sterne“ etc. kontern.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Besonders die esoterische Argumentation ist kaum angreifbar. Denn für Esoteriker gilt nicht die Einsicht von Albert Einstein, daß in Zeit und Raum keine „Gleichzeitigkeit“ möglich ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Es liegt auf der Hand, daß seitens der Astrologen Kritiker der Astrologie, die einen wissenschaftlichen Standpunkt einnehmen, als „materialistisch befangen“ und „für Geistiges inkompetente Materialisten“ dargestellt werden.</span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 8</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Das Analogieprinzip (siehe: „senkrechtes Denken“) der Astrologen ist in keinem einzigen Punkt logisch nachvollziehbar. Dazu ein konkretes Beispiel: </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Die symbolische Astrologie (eine Sterndeuterei ohne konkrete Sterne, Sternbilder und Planeten), sagt: „Der Planet Saturn (oder das Urprinzip Saturn) steht in senkrechter Verbindung mit Diamant, Kalk, Bergarbeitern, Steinleiden, Zähnen, Blei, Friedhof, der Farbe schwarz, Steinbock und Efeu.“ Aus diesen Verbindungen schließen sie u. a., daß „der Saturn (oder das Urprinzip Saturn) mit der Bildung von Gallensteinen etwas zu tun hat“, und daß „depressive Menschen einen dunklen Raum benötigen, doch keineswegs bunte Farben“ (siehe: „Wie moderne Astrologen die Astrologie verstehen und erklären“) und „Querverbindungen der Astrologie“).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Die (berechtigte) Frage zu all diesen Behauptungen müßte lauten: Wie kommen Astrologen auf derartige Zusammenhänge? Wie entstand das „Wissen“ um derartige irrationale Analogien? Warum soll ein depressiver Mensch in einen dunklen Raum eingesperrt werden? Was haben Gallensteine mit dem Saturn zu tun? Existieren irgendwelche Beweise für solche Zusammenhänge und Schlußfolgerungen?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Auf derartige Fragen kann es nur eine Antwort geben und sie lautet: „Wir wissen es aus der Erfahrung der Alten.“ Und gegen solch eine Antwort kann es natürlich keine Einwände mehr geben!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Viele dieser nachweislich absurden „Weisheiten“ gründen sich auf überholte anatomische Vorstellungen der Antike, des Mittelalters und der fernöstlichen Therapieverfahren.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">So veröffentlichte einst Hippokrates von Kos seine naturalistische (heute für die moderne Medizin irrelevante) Säftelehre, die noch im Mittelalter und weit darüber hinaus ihre Gültigkeit besaß. Er sprach von „gelber und schwarzer Galle, Schleim und Blut“ und meinte, „daß Krankheiten auf Basis eines Ungleichgewichtes dieser Säfte entstünden.“ Galenus von Pergamon entwickelte aus den Schriften von Hippokrates die Theorie vom „lobenswerten Eiter“ („Eiter reinigt die Wunden“). Dabei kombinierte er die Säftelehre mit fernöstlichen Vorstellungen von den „vier Elementen.“ Aus seiner Lehre entwickelte sich im Mittelalter die Theorie von den „durch die Körpersäfte bestimmten Temperamenten (Konstitutionen)“: Sanguiniker (Blut), Phlegmatiker (Schleim), Choleriker (gelbe Galle) und Melancholiker (schwarze Galle); und auch die therapeutischen Bräuche von Aderlaß (bei abnehmendem Mond!), Schröpfen und künstlich herbeigeführtes Erbrechen, „um den Organismus zu entgiften.“ Selbst der berühmte Arzt, Alchimist und Astrologe Paracelsus dachte noch in diesen Kategorien.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Diese und ähnliche mystischen Vorstellungen finden wir heute immer noch bei diversen alternativmedizinischen Verfahren (besonders in der Homöopathie), die alle wiederum mit der Astrologie in loser oder fester Verbindung stehen (siehe auch: „Querverbindungen der Astrologie“).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Auch die vielgerühmte Ayurveda-Medizin basiert – zumindest teilweise – auf längst überholte Anatomievorstellungen und Unkenntnis von Ursache und Wirkung bei bakteriellen Infektionen (siehe: „Querverbindungen der Astrologie“).</span></p>
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 9</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Würden Astrologen sich um die Erkenntnisse der Wissenschaft kümmern, u. a. erkennen, daß unser Universum chaotisch ist und sich ständig verändert, daß Himmelskörper (Planeten und Sterne) nicht ewig existieren und daß sie keine geeigneten Bezugspunkte für ein starres, dogmatisches System (wie es die Astrologie ist) sein können, daß von den Himmelskörpern keinerlei Kräfte ausgehen, die uns nachhaltig prägen, daß Chronos und Kairos, kausal verquickt, immer Pseudowissenschaft ergeben, daß Planeten und Monde einfache Himmelskörper sind, die nicht mit Eigenschaften von antiken Göttern in Verbindung gebracht werden sollen, daß die auf Planeten bezogenen Analogien rein willkürlich ausgewählt wurden und völlig bedeutungslos sind, daß Pluto kein Planet mehr ist und vieles mehr, dann müßte ihr gesamtes dogmatisches Weltbild in sich zusammenstürzen. Doch Selbstkritik ist der Astrologie ein Fremdwort.</span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Überlegung 10</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Reißen aber bei einer Diskussion alle Stricke, dann bleibt den überzeugten Sterndeutern immer noch ein gemeinsames Argument übrig. Der letzte Pfeil im Köcher heißt dann: „Die Erfahrung der Alten.“ Denn wenn wir einmal etwas aus Erfahrung als „richtig“ erkannt (und über Jahrtausende konserviert haben), dann benötigen wir auch keine Antworten mehr auf unbequeme Fragen. Dann prallt auch jede noch so berechtigte Kritik von uns ab.</span></p>
<p><span style="font-family:'Book Antiqua';"></span><b><span style="font-family:'Book Antiqua';">Vom Wert der „Erfahrung“</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Menschliche Erfahrungen sollten nie geringgeschätzt werden. Doch nicht alle Überlieferungen, die auf „Erfahrung“ beruhen, sind automatisch richtig.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Zu „menschlichen Erfahrungen“ sagte Josef Roux folgendes: „Unsere Erfahrung setzt sich mehr aus verlorenen Illusionen zusammen, als aus gewonnenen Einsichten“, womit er zweifelsohne recht hat. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Und Thomas Alva Edison schrieb: „Erfahrung nennt man die Summe aller unserer Irrtümer“, und damit trifft er ebenfalls den Nagel auf den berühmten Kopf.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Irren ist menschlich („Erde als Mittelpunkt des Universums“), und oft benötigt es lange Zeit, bis Irrtümer – die über Jahrhunderte oder Jahrtausende als „Wahrheiten“ angepriesen wurden –, sich als falsch herausstellen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Ein gutes Beispiel für eine solch Irrmeinung ist der Glaube der fernöstlichen Medizin an Aristolochia, ein Kraut, das jahrhundertelang für alle möglichen Leiden eingesetzt wurde, das aber – wie wir heute wissen – stark krebserzeugend wirkt und daher in Europa nicht mehr verordnet werden darf. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Ähnliche – und durchaus schädliche – „Erfahrungstherapien“ waren (und sind immer noch) diverse „therapeutische Entgiftungsverfahren“, wie die im Mittelalter beliebten Aderlässe für fast sämtliche Erkrankungen, oder Anwendungen von giftigen Schwermetallen (Arsen und Quecksilber) in einigen Bereichen der „Alternativmedizin.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Tatsache, daß es weltweit diverse astrologische Schulen gibt, die sich in ihrer Methodik und in ihren Horoskopinterpretationen unterscheiden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Doch welche dieser Schulen mit ihren unterschiedlichen „Erfahrungen“ vertritt die „einzig wahre Lehre“? Diese Frage bleibt bis zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Eine theoretische Diskussion mit Astrologen wird daher, so interessant sie auch sein mag, zu nichts führen, weil hier zu unterschiedliche geistige Welten aufeinanderprallen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Keinem Naturwissenschafter wird es gelingen, durch logische Argumente einen Astrologiegläubigen von seinem „Irrweg“ abzubringen, genausowenig wie es keinem Astrologen möglich sein wird, wissenschaftlich orientierte Menschen mit esoterischer Argumentation und schönen Worten von den „Vorzügen der Astrologie“ zu überzeugen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Book Antiqua';">Letztlich entscheidend bei der Beurteilung der Astrologie sind die praktischen Erfahrungen, die wir mit der Astrologie machen (siehe: „Beweise und Gegenbeweise“).</span></p>
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