Den Kernpunkt der katholischen Messe bildet die Wandlung, in welcher der Priester Brot (welches hier mehr Ähnlichkeit mit Oblaten aufweist) und Wein in den Leib und das Blut des Erlösers Jesus Christus verwandelt. Gemäß der katholischen Lehre findet diese Wandlung nicht nur metaphorisch, sondern ontologisch statt, sprich: der Umstand, dass Leib und Blut wie Oblaten und Wein schmecken, ist Zufall. Das ändert jedoch nichts am Alkoholgehalt des Weines, der sich ganz real im Blut des jeweiligen Priesters niederschlägt. Wie der Spiegel berichtet, wird in Irland und Nordirland über eine Ausnahmeregelung für durch Messwein erheiterte Priester diskutiert, die für ihre Messen von Gemeinde zu Gemeinde pendeln müssen. Da der erlaubte Blutalkohol von 0.8 auf 0.5 Promille gesenkt werden soll, fürchten Priester, nach mehreren Messen nicht mehr legal Auto fahren zu dürfen.

Nicht alkoholischer Wein für rituelle Zwecke wird abgelehnt, da sich dieser offensichtlich nicht ‚wandeln‘ läßt.