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Die heutige Gewinnfrage lautet wie folgt:

Wo findet sich die folgende witzige Weisheit aus dem Bereich der Biologie?

Um ihre Aufgabe optimal erfüllen zu können, können sich nach Bedarf Viren, Bakterien und Pilze ineinander umwandeln.

a) Im Wissenschaftsteil der BILD-Zeitung.

b) Im Hausübungsheft eines eher im kreativen Bereich talentierten 14jährigen Schülers.

c) In einer Broschüre einer steirischen Ärztin.

(Ein kleiner Tipp zur Auflösung: Im Titel dieses Beitrags steckt ein Hinweis!)

Nun gut, als praktizierender Skeptiker ist man ja einiges gewohnt. Aber hin und wieder stolpert man über Dinge, die sind so absurd, dass man zuerst an Satire oder versteckte Kamera denkt und erst nach und nach begreift: Das ist ernst gemeint! Letzte Woche war es wieder einmal so weit, da erschien ein lesenswerter Artikel in der Wiener Zeitung. Er stammt aus der Feder von Christa Karas, unterstützt durch die Recherchen von DDr. Wolfgang Maurer, dem Impfexperten des AKH. Thema war die „eigenartige Sekte“ der organisierten „Impfgegner„.

Sie wissen schon, das sind jene Zeitgenossen und -innen, deren Lieblingswort „Pharmamafia“ ist, die ihre Kinder auf „Masernpartys“ schicken und die immer gleich von Dioxin, Formaldehyd und Autismus schwafeln, wenn der Onkel Doktor zur Spritze greifen will. Impfgegner rekrutieren sich vorwiegend aus halbgebildeten Eltern mit einem Hang zu dem, was sie als „ganzheitliche“ Medizin missverstehen, aber eben leider auch aus Personen, die einen Dr. med. univ. vor dem Namen tragen. Die Ärzte unter den Impfgegnern wiederum sind überdurchschnittlich häufig Homöopathen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ilmar Tessmann is back! Aber beginnen wir mit einer kleinen Rückblende. Die ASFINAG, das hat sich auch dank eines Wikipedia-Artikels ein wenig herumgesprochen, schickte jahrelang Wünschelrutengeher aus, um „unerklärliche“ Unfallhäufungspunkte auf Österreichs Autobahnen zu „entstören“. Wir haben auf diesen Beitrag der Autobahngesellschaft zur Volksverblödung letztes Jahr bereits hingewiesen und ihm ein wenig Aufmerksamkeit gewidmet, etwa hier oder hier.

Bekanntlich wurde der gesamte ASFINAG Vorstand im Vorjahr unter medialem Getöse in den Ruhestand verabschiedet. Nicht wegen seines Einsatzes zur Förderung des Aberglaubens mittels Mautgebühren, sondern weil eben wieder einmal eine routinemäßige parteipolitische Umfärbung fällig war. Der neue Vorstand, so wurde mir zugetragen, will mit der peinlichen Pendlerei nichts zu tun haben und hat diese beendet. Die Seite, auf der die ASFINAG ihre „esoterischen Maßnahmen“ erläutert, steht allerdings immer noch im Netz.

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KURZE VERSION FÜR INSIDER:

Frage: Wieviele Wissenschaftler, die an das Wassergedächtnis glauben, tragen beim heutigen „Fortbildungsabend“ Water-Information-Meeting-Vienna für Apotheker und Homöopathen vor?

Antwort: Alle beide.

LANGE VERSION FÜR OUTSIDER:

Es ist ja im Prinzip ganz einfach: Nehmen Sie einen Eiswürfel und ritzen Sie Ihren Namen in die Oberfläche. Dann legen Sie ihn zurück ins Eisfach. Am nächsten Tag ist Ihr Name immer noch lesbar. Das beweist: Wasser hat ein Gedächtnis – es kann Information speichern. Wenn es gefroren ist. Probieren Sie jetzt dasselbe mit Wasser bei Zimmertemperatur. Sie werden feststellen: Nichts zu machen, kein Name im Wasser lesbar. Keine Überraschung, denken Sie jetzt vielleicht, das ist wohl der Grund warum Festplatten fest sind und nicht flüssig. Überraschung: Es gibt Menschen, die ernsthaft glauben, Wasser habe ein Gedächtnis. Die überwiegende Mehrzahl von Ihnen sind Homöopathen. Den Rest des Beitrags lesen »

Persönlich finde ich Uri Geller als Thema ja laaaaaangweilig, aber ein Skeptikerblog wie der unsrige hat dieser Tage, wo nach Popstars und Supermodels auf Pro 7 auch Uri-Geller-Nachfolger gesucht werden, gewissermaßen eine moralische Verpflichtung, sich zu dem Löffelbieger zu äußern. Also äußern wir uns wie folgt: Wählt Uri Geller raus!

Warum? Weil er ein Ungustl ist, darum! Charisma hin, Starruhm her, der Punkt ist: Uri Geller hat es zu seiner weltweiten Bekanntheit weder durch unglaubliche „mentale Kräfte“ noch durch besonders geniale Zaubertricks gebracht, sondern dadurch, dass er das Publikum, die Medien und die ganze Welt schamlos belogen hat. Bekanntlich wurde er im letzten Jahrtausend noch richtig ungehalten, wenn man ihm irgendwelche Tricks unterstellte. Er hätte NIEMALS einen Trick angewandt, er kenne überhaupt keine Tricks, das sei alles mentale Kraft, Psychokinese, Telepathie, blahblah. Das machte ihn bei den professionellen Zauberkünstlern unbeliebt und bei den aufgeklärten Skeptikern zum Buhmann. Als der bekannte Magier und Skeptiker James Randi sich belustigte, die plumpen Tricks von Uri Geller hätte er schon als Kind auf der Rückseite von Cornflakesschachteln gelesen, zerrte dieser ihn vor den Kadi. Randi kramte seine Cornflakesschachtel hervor und Geller verlor. So wie noch jedesmal, wenn er einen Kritiker verklagte. Den Rest des Beitrags lesen »

Ohne Worte

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Wie Sie die Verbreitung modernen Aberglaubens finanziell fördern können, wissen Sie ja bereits: Durch den Kauf einer Autobahnvignette. Ein Teil Ihres Geldes geht an die Pendler und Rutengeher der ASFINAG. Wir haben darauf hingewiesen.

Jetzt gibt es eine neue Variante: Wenn am Sonntag die Sternsinger kommen, spenden Sie! Den Rest des Beitrags lesen »

Eigentlich heißt er ja Thomas Morgenstern, aber der junge Mann, der seit seiner phänomenalen Erfolge im Skispringen zum Liebling der Nation aufgestiegen ist, hat von den Medien den Kosenamen „Morgi“ erhalten. Na gut, dann also Morgi. Was das Geheimnis seines Erfolges ist, verriet Morgi am Freitag dem Kurier:

Neben der harten körperlichen Vorbereitung setzt Morgenstern auch auf ein „Geheimmittel“. Seit seiner Gürtelrosen-Erkrankung vor der WM im heurigen Februar trägt der 21-Jährige eine Halskette mit „Bio-Computer“ (Atox). Er habe bei der WM in Sapporo Bronze und Team-Gold gewonnen, obwohl er zwei Wochen zuvor noch krank im Bett gelegen sei. „Von da an war das ein sehr wichtiger Teil von mir, ich bin ausgeglichener und habe noch mehr Gespür.“ Morgenstern glaubt an die Wirkung („Es gibt Dinge, die man nicht erklären kann“) und sieht es in seiner Erfolgsgeschichte als einen Aspekt vom Ganzen.

Und hier können Sie sehen, wie Morgi seinen Bio-Computer auf Zerstörungsresistenz testet:

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Der neue Skeptiker ist da, und wenn Sie durch diesen Artikel über die Pendler der ASFINAG Appetit auf mehr bekommen haben, dann finden Sie dort die ausführliche Version, ergänzt durch einige andere heimische Schmankerl.

Damit Sie aber nicht glauben, dass nur in Österreich Esoteriker in so manchen Behörden sitzen, sei hier auch auf Klaus Kecks Bericht hingewiesen. Dort finden Sie die abenteuerliche Schilderung einer Studie, die das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei drei Pseudowissenschaftlern in Auftrag gegeben hat. Stichwort: Raumenergie für Entwicklungsländer. Zum Gruseln!

Wilhelm Mohorn ist ja hierzulande eigentlich deshalb bekannt, weil er das sogenannte Aquapol-Gerät erfunden hat, dessen „Wirkprinzip“ nach einem Nobelpreis schreit. Das Ding sieht aus wie ein postmoderner Kronleuchter, allerdings besitzt es keinen Stromanschluss und leuchtet auch nicht. Dafür trocknet es feuchte Mauern, meint Mohorn, und das bestätigt natürlich auch sein Haus-und-Hof-Pseudowissenschaftler.

Aber bevor wir uns jetzt in die Untiefen des Themas Voodoo-Technik made in Austria stürzen, machen wir einen abrupten Schwenk und wundern uns darüber, dass laut dieser Presseaussendung Mohorn sich jetzt plötzlich für die Menschenrechte stark macht. Und damit meint er nicht etwa das Recht, von lästigen Nörglern und Kritikern in Ruhe gelassen zu werden. Nein, in seinem Reichenauer Waldschlössl veranstaltete Mohorn eine echte Benefizgala, in deren Mittelpunkt die Organisation Jugend für Menschenrechte stand.

Laut einem Interview auf seiner Webseite ist Mohorn besonders das Menschenrecht Nr. 29, „das Recht zu wissen“ ein Anliegen. Ein solches existiert zwar nicht, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Was könnte Mohorn damit genau gemeint haben? Wir werden aufgeklärt: Den Rest des Beitrags lesen »

Sagen Ihnen die Namen Johannes Huber und Sepp Leodolter noch etwas? Jawohl, das sind jene beiden honorigen Ärzte, die durch den Skandal rund um die angebliche Krebswundertherapie per Stammzellen der Firma Cell Med eines Großteils ihrer Reputation verlustig gegangen sind. Während diese Geschichte hierzulande abgehakt ist, nimmt eine Variante davon in Deutschland gerade ihren Lauf.

Wie das Deutschlandradio unter dem Titel Das Geschäft mit der Hoffnung berichtet, hat in Köln kürzlich das Xcell-Center aufgesperrt, hinter dem eine niederländische Firma namens Cells4Health steht. Das Geschäftsmodell dürfte dasselbe sein wie in der Alternativmedizin: Kranken und verzweifelten Menschen mit leeren Versprechungen eine Menge Geld abknöpfen.

Und vor wenigen Tagen lag dem Standard hierzulande eine blutrote Jubelbroschüre bei, die unter dem Titel James Rapholz’s ECONOMIC ADVICE von einem angeblichen Durchbruch in der Stammzelltherapie schwärmt, der der Firma CellCyte Genetics gelungen sei. Den Rest des Beitrags lesen »

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