Der folgende Aufsatz über den “Aberglauben Homöopathie” ist ein Gastbeitrag von Dr. Theodor Much.
Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer (aus China)
Die Natur macht keine Sprünge (Aristoteles)
Jeden Abend ein bißchen Nichts ist eine ausgezeichnete Medizin (Michel Piccoli)
Alternativmedizin (und dazu zählt auch die „Homöopathie“) ist „in“ wie nie zuvor und gleichzeitig ein äußerst lukratives Geschäft.
Ohne auf die vielen bereits bekannten wissenschaftlichen Kontrollstudien einzugehen, die eindeutig zeigen, daß Homöopathie nur Placebo ist (siehe auch: „Der veräppelte Patient: Alternativmedizin zwischen (Aber-) Glauben und Wissenschaft“, Edition va bene 2003 und „Aberglaube und Astrologie: Was taugen Horoskope?“, Edition va bene 2007) will ich an Hand von logischen Überlegungen und Schlußfolgerungen zeigen, daß Homöopathie gleich Aberglaube ist.
Die (auch heute noch gültigen) Grundannahmen der Homöopathie lauten:
1. Das Prinzip „similia similibus curentur“ wurde durch das berühmte Chinarindenexperiment von Hahnemann begründet.
2. Die wichtigste Voraussetzung zur erfolgreichen homöopathischen Behandlung (zit.: Homöopathisches Repetitorium der Deutschen Homöopathischen Union) bleibt die konsequente Anwendung der homöopathischen Arzneimittellehre nach dem Ähnlichkeitsprinzip. Die klassische Vorgangsweise lautet: Feststellung des Konstitutionstyps (Konstitutionstypen in Analogie zur antiken 4-Säftelehre), Beurteilung der Art und Lokalisation des Symptoms (z. B. Schmerz), Fragen nach Modalitäten (verschlimmernde und bessernde Einflüsse, z. B. Kälte), Bestimmung des Leitsymptom (z. B. Furcht, brennende Charakter und Periodizität aller Beschwerden) und Feststellung der Anfälligkeiten (z. B. Migräne, Regelstörungen).
3. Auf diese strenge und genaue Vorgangsweise („Arzneifindung durch Anamnese“) sind die Homöopathen stolz, sie betonen auch mit dieser Argumentation ihre Überlegenheit über die sog. Schulmedizin (ein Schimpfwort, das auf den Homöopathen Franz Fischer – 1876 – zurückgeht).
4. Ein Grunddogma der Homöopathie lautet (zit.: M. Dorcsi: „Handbuch der Homöopathie“): Durch Dynamisieren (Potenzieren) einer Ursubstanz („das geistige Wesen der Ursubstanz manifestiert sich im Lösungsmittel“) kann die Dosis der Arznei verkleinert werden, wobei aber ihre Wirkung zunimmt (also: „je stärker verdünnt, desto größer die Wirkung“)
5. Hierarchien: Die Behauptung lautet: „Die Heilung schreitet fort von oben nach unten, von innen nach außen und vom wichtigsten Organ hin zum weniger wichtigen Organ“ (die Haut ist demnach das „unwichtigste Organ).“
6. Homöopathen verwenden vorwiegend „Naturprodukte“, die alle unbedenklich (weil gering dosiert) sind. Homöopathie ist nie schädlich.
7. Ein Beweis für die „Wirksamkeit“ der Homöopathie ist die offensichtliche Wirksamkeit selbst bei der Behandlung von Tieren und Kleinkindern.
8. Homöopathie ist eine Erfahrungswissenschaft.
9. Die Arbeiten von Benveniste haben gezeigt, daß die Grundannahmen der Homöopathie stimmen.
10. Homöopathie ist mehr als Placebo und hat mit Esoterik (auch Astrologie) nichts zu tun.
Wie seriös sind all diese Ansprüche der Homöopathen? Ist die Homöopathie mehr als nur ein Placebo? Meine Antwortet lautet: eindeutig nein, wie im folgenden gezeigt wird.
ad 1.: Hahnemann glaubte mit Chinarinde (ein Mittel gegen Malaria) Fieber erzeugen zu können. Im Selbstversuch beschrieb er laut M. Dorcsi (allerdings ohne Fieber zu messen) folgende Symptome: „Herzklopfen, Pulserhöhung, Röte der Wangen, Durst und Klopfen im Kopf (er beschrieb also die klassischen Fiebersymptome ohne Fieberschauer).“ Dieses grundlegende Experiment von Hahnemann konnte von unabhängiger Seite noch nie bestätigt werden. Chinarinde erzeugt eindeutig kein Fieber. Im übrigen ist die Tatsache, daß er ausdrücklich zugibt, „keine Fieberschauer bekommen zu haben“ ein Beweis dafür, daß das Ähnlichkeitsprinzip hier nicht funktionierte, weil die Malaria ja charakteristischerweise Fieberschauer erzeugt. Hahnemanns Trugschluß wird heute als klassischer „Noceboeffekt“ beschrieben. Im übrigen sah Hahnemann auch im Kaffee, Pfeffer und Branntwein „fiebererzeugende“ Substanzen.
ad 2. Wer klassische Homöopathie betreibt, muß sich an die Grundregeln der Homöopathie halten, ansonsten ist eine „Arzneifindung“ nicht möglich. Die meisten Menschen, die von der Homöopathie überzeugt sind, haben nie einen Homöopathen besucht; sie erhielten ihr Medikament direkt vom Apotheker oder kauften es auf Empfehlung von Nichthomöopathen (im allgemeinen bekamen sie sogar nur sogenannte Komplexmittel, die ja von klassischen Homöopathen abgelehnt werden). Doch auch solcherart eingenommene Pseudo-Homöopathica, „wirken“ hervorragend, was nur beweist, daß Placebo oft wirksam ist.
ad 3. Die Behauptung, daß „Schulmediziner“ das Gespräch mit dem Patienten vernachlässigen, stimmt leider manchmal, aber das ist nicht die Regel. Die „Schulmediziner“ pauschal zu verdammen, ist Überheblichkeit pur. Im übrigen ist der Ausdruck „Schulmedizin“ ein Schimpfwort, das auf einen Homöopathen namens Franz Fischer (1876) zurückgeht.
ad 4. Das homöopathische Dogma vom „Potenzieren“ ist eine gewaltige Schwachstelle der Argumentation der Homöopathen und somit ein wichtiges Argument gegen die Homöopathie. Denn wenn es wirklich stimmt, daß „je stärker verdünnt (potenziert, dynamisiert) die Wirkungen und Nebenwirkungen zunehmen“, dann müßte jeder Patient, der solch ein Hochpotenzmittel einnimmt, auf der Stelle tot umfallen. Deswegen tot umfallen, weil beim Potenzieren ja alle Verunreinigungen, die sich in der Wirksubstanz, im Gefäß und in den diversen Grundsubstanzen (Wasser, Alkohol und Milchzucker) befinden, beim Herstellungsprozeß der Arznei mitpotenziert werden. Es sind vielfältige (und stets wechselhafte) Verunreinigungen, wie u. a.: organische Substanzen, Schwermetalle und viele anorganische Moleküle, manchmal nur in Spuren. Kein Therapeut kann auch nur ansatzweise wissen, was hier so alles mitpotenziert wird.
Dazu ein konkretes Beispiel: Hepar sulfuricum (kommt zur Anwendung bei chronischen Eiterungen) wird aus der Austernschale gewonnen. Doch daß sich in der Austernschale (in Abhängigkeit vom Fundort) eine Menge Einschlüsse befinden, kann wohl niemand leugnen. Stimmt nun die Theorie vom Potenzieren, dann würden all die unerwünschten und unbekannten Atome und Moleküle, die sich sowohl in der Grundsubstanz als auch in der „Arznei“ befinden, mitpotenziert werden und ihre guten und bösen „Energien“ gewaltig entfalten. Wie soll nun die Ursubstanz wissen, welche Atome potenziert werden dürfen und welche nicht?
Das Argument, daß „auch in den Arzneien der Schulmedizin Verunreinigungen vorkommen, die aber nicht zu Nebenwirkungen führen“, ist unsinnig, weil lt. Homöopathen durch das Potenzieren auch geringer Mengen an unerwünschten Atomen eine große Wirkung erzielt wird. Glücklicherweise bewirkt aber das Potenzieren überhaupt nichts; der Patient überlebt! Davon kann sich jeder von uns überzeugen, der eine Hochpotenz eines beliebigen homöopathischen Mittels im Selbstexperiment einnimmt.
Bemerkenswert ist auch, daß beim Potenzieren auf beispielsweise D20 (1:10 hoch 20), kein Atom der „Wirksubstanz“ sich in der Arznei mehr nachweisen läßt. Hier kann ein Vergleich mit der „Wirksamkeit“ von einer Tablette Aspirin, verdünnt im Gesamtwasser des Atlantik, herangezogen werden.
ad 5. Hierarchien: Homöopathen lieben „Hierarchien“ (siehe oben).
Diese Hierarchien, die „von oben nach unten und vom wichtigeren zum weniger wichtigen Organ“ verlaufen, sind extrem unsinnig. Eine der typischen unsinnigen Behauptungen lautet beispielsweise: „Die Haut ist weniger wichtig als Gallenblase oder Milz“. Sie fußen auf einem längst überholten Weltbild. In diesen Hierarchien spielt die „heilige“ Zahl 10 (siehe Astrologie, Kabbala etc.) eine wichtige Rolle. Es existieren 10 Hierarchien der Organe und ebenso viele Hierarchien der Emotionen. Die Denkweise entspricht dem „senkrechten Weltbild“ der symbolischen Astrologie.
ad 6. Homöopathen verwenden vorwiegend Naturprodukte (wenn auch nicht immer), doch der Schluß „Natur ist immer gesund“ ist Unsinn. Auch in der Natur gibt es genügend für den Menschen schädliche Substanzen. Bis heute verwenden Homöopathen (nicht nur in Hochpotenzen) nachweislich schädliche Stoffe, wie etwa Quecksilber, Blei und Aristolochia, eine „Heilpflanze“ aus der chinesischen Medizin, von der man heute weiß, daß sie auch in geringer (und über lange Zeit eingenommen) Dosis Nierenkrebs erzeugt.
ad 7. Das beliebte Argument von der „Wirksamkeit der Homöopathie bei Tieren und Kleinkindern“ ist ein Schuß, der nach hinten losgeht. Denn (siehe Punkt 2) wer „erfolgreich“ Homöopathie betreiben will, muß sich streng an die oben erwähnten Regeln halten. In der diagnostischen Homöopathie ist das Krankheitssymptom (Leitsymptom, Modalitäten etc.) von zentraler Bedeutung. Doch es existiert kein Tierarzt oder Homöopath, der mit Tieren oder Babys die für die Arzneifindung notwendigen langwierigen Gespräche führt (führen kann). Selbst die „Konstitution“ kann bei Tieren und Kleinkindern nicht bestimmt werden. Die Schutzbehauptung der Homöopathen, daß „die Tierbesitzer oder die Eltern dem Homöopathen die nötige Information liefern können“, entspricht absolut nicht der medizinischen Realität.
Wenn nun die Gabe von Globuli oder Tinkturen (wie oftmals behauptet wird) hier „hilft“, dann ist das vor allem das Ergebnis einer pseudohomöopathische Behandlung, die mit der klassischen Homöopathie wenig gemeinsam hat. Oftmals sind es sogar nur eingenommene Komplexmittel, die von klassischen Homöopathen abgelehnt werden. Gibt es einen besseren Beweis dafür, daß wir in so einem Fall Zeugen einer erfolgreichen Placebobehandlung geworden sind?
Doch Behandlungen mit Placebopräparaten (die bei harmlosen Erkrankungen auch in der „Schulmedizin“ ihren gebührenden Platz haben), sind bei lebensbedrohenden Erkrankungen eine große Gefahr für den Patienten. Denn der mögliche Zeitverlust infolge nutzloser Therapien kann über Leben oder Tod entscheiden.
ad 8. Die Berufung auf die „Erfahrung der Alten“ ist kein hieb- und stichfestes Argument für irgend etwas. Denn daß sich die Alten oftmals geirrt haben (siehe: geozentrisches Weltbild), ist Tatsache und Teil der Menschheitsgeschichte.
ad 9. Der oft zitierte Benveniste wurde als unseriös enttarnt. Nicht zufällig erhielt er vor einigen Jahren den Anti-Nobelpreis für wissenschaftliche Fauxpas zugesprochen.
All seine Arbeiten (mit denen Homöopathen beweisen wollten, daß am Potenzieren „etwas dran“ ist) waren methodisch falsch. Auch das angebliche Wassergedächtnis konnte nie nachgewiesen werden. Um den Schein der „Wissenschaftlichkeit“ zu wahren, werden von homöopathischer Seite immer wieder wissenschaftliche Untersuchungen zitiert, die sich aber beim näheren Hinsehen als untauglich erweisen. Es sind vielfach sog. Metaanalysen, mit deren Hilfe man alles und nichts beweisen kann.
ad 10. Sämtliche Kontrolluntersuchungen durch neutrale Prüfer (manchmal unter Mitarbeit von Homöopathen) zeigen, daß Homöopathie nicht besser als Placebo wirkt.
Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, daß Homöopathie eine esoterische Pseudowissenschaft ist. Die Übereinstimmungen zwischen Homöopathie, Astrologie und Numerologie (auch Kabbala) sind evident.
Dazu einige Beispiele:
Gleicher geistiger Background, gleiche Terminologie (bei Hahnemann nachzulesen): „Uridee, Archetypen, geistiges Wesen der Ursubstanz, Urgrund, Urübel = Erbsünde (Miasma), kosmische Urkraft“ etc. (gemeint ist der Schöpfer, die Schöpfung, Urgrund Gott).
Das „senkrechte Denken“ der symbolischen Astrologie („die Uridee durchzieht alle Ebenen von oben bis unten, im Sinne von wie oben so auch unten), manifestiert sich eindrucksvoll in der Homöopathie („Heilung von oben nach unten“ und 10er-Hierarchien).
Gemeinsame „heilige Zahlen“: die 12 (Sternbilder, Tierkreiszeichen, Häuser, 12-Götterkollegium der Griechen und Germanen, 12 Apostel, 12 Stämme, 12 Modalitäten der Arzneifindung), die 10 (10 Planeten der Astrologie, 10 Sefirot – als „Manifestationen Gottes“, 10 Gebote, 10 Stämme, 10 Organ- und Emotionshierarchien der Homöopathie); die 4 (4 Elemente, 4 Säfte, 4 Himmelsrichtungen, 4 Quadranten des Horoskops, 4 Konstitutionstypen); die 5 (5 chinesische Elemente, 5 als die Zahl Jehovas in der Kabbala, das Pentagramm als Symbol der Gesundheit und zur Abwehr von Dämonen im Mittelalter; die homöopathische Dosiseinheit 5 ist möglicherweise davon abgeleitet).
Bemerkenswert ist auch die Übereinstimmung der Analogien zwischen astrologischem Götterglauben (Jupiter, Mars und Co) und der Homöopathie. Ein Beispiel: Das Sternbild Widder wurde in der Antike (und in der Astrologie) mit dem Kriegsgott Mars in Verbindung gebracht. Der rote Planet Mars wird in der Astrologie mit Blut, Feuer, Wildheit, Schrecken etc. in Analogien verbunden (siehe: spirituelle Eigenschaften der Planeten und Tierkreiszeichen). Es folgt daraus die Analogie: „Mars … Element Feuer, Farbe rot, Organe, Blut, Blutgefäße, feurige Entzündungen, Marspflanzen“. Es ist kein Zufall, daß Erkrankungen, die mit heftigen, akuten fiebrigen Symptomen einhergehen und Blutungen bzw. Blutstau von der Homöopathie mit „Marspflanzen“ (Aconitum, Allium cepa, Belladona etc.) therapiert werden. Die Liste dieser Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen.
Schlußfolgerung: Homöopathie ist eine esoterische Behandlungsmethode (mit Wurzeln im Götterglauben der Antike). Die Homöopathie ist ein dogmatisches, in sich geschlossenes Denksystem, das sich (im Gegensatz zur Naturwissenschaft) nie selbst in Frage stellt. Die Befürworter und Nutznießer der Homöopathie verhalten sich ähnlich wie religiöse Fundamentalisten. Kritiker werden mit allen Mitteln bekämpft und man sieht sich stets in der Opferrolle.
Die „Wirksamkeit“ der Homöopathie entspricht der eines (teuren) Placebos. Homöopathie und Aberglaube sind miteinander untrennbar verbunden.
Dr. Theodor Much

555 comments
Comments feed for this article
Mittwoch, 4 Juni, 2008 um 18:46
Sil
Es ist leider ein äußerst lukrativer Aberglaube.
Wenn die Homöopathen sich dann an wehrlosen Kindern vergreifen wird´s ganz schnell häßlich.
Passend zum Thema:
Die Charite in Berlin richtet eine Professur für Alternativmedizin ein.
der Esoblog berichtet:
http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=54 .
Mittwoch, 4 Juni, 2008 um 20:41
Homöopathie drangsaliert Logik | DER MISANTHROP
[...] kann auch nur ansatzweise wissen, was hier so alles mitpotenziert wird.1 Kritisch Gedacht – Aberglaube Homöopathie [↩] « Fürchterlichenachtgeschichten II Dieser Eintrag wurde von Benjamin B. [...]
Donnerstag, 5 Juni, 2008 um 6:21
Adromir
Leider setzt bei Homöopathiegläubigen der Verstand aus. Selbst bei menschen, denen man eine klassisch – naturwissenschaftliche Bildung bescheinigen können. Fakten interessieren sie nicht, werden ignoriert oder ganz schnell vergessen.
Erst gestern musste ich mich in der Apotheke schwer zusammen nehmen, als die Apothekerin einem Patienten ein “besonders wirksames, aber trotzdem schonendes” Homöopathikum verkaufte..
Donnerstag, 5 Juni, 2008 um 8:28
Wolfgang
In einem hat Much unrecht. Die Existenz von Memory in Wasser ist hinreichend belegt (s.zB Cowan et al Ultrafast memory loss and energy redistribution in the hydrogen bond network of liquid H2O. Nature 2005;434:199-202). Die Dauer dieser Informationsspeicherung ist mit 50 femtosek (also 10 minus 15 sek) mit Sicherheit zu kurz für die Bemessung der Haltbarkeitsdauer eines Arzneimittels.
Man nennt das den Kärntner Landeshauptmanneffekt- kaum ist er da ist er auch schon wieder weg
Donnerstag, 5 Juni, 2008 um 13:10
Dr. E. Berndt
Die Homöopathie ist keine Wissenschaft. Sie war es nicht und ist es nicht. Homöopathie ist der klassische Fall einer hoch entwickelten Unwissenschaft wie Astrologie. Weil aber der Begriff „Wissenschaft“ nicht geschützt ist, darf jeder Astrologe und Homöopath sich als Wissenschafter bezeichnen.
Das Betörende und Verführerische aller Unwissenschaften ist es, dass, ihnen zu glauben, immer viel versprechender ist, als Wissenschaft zu akzeptieren. Und man kann nicht nur glauben, sondern man muss glauben, will man bei einer Irrlehre bleiben. Irrlehren haben den psychologischen Vorteil, dass sie für alles „einfachere“ Erklärungen anbieten als Wissenschaft. Diese Erklärungen halten aber keiner wissenschaftlichen Analyse stand. Sie erweisen sich als pseudoverständlich und vor allem als kryptodogmatisch.
Bestechend an Irrlehren ist, dass im Gegensatz zu echter Wissenschaft auch „dumme“ Fragen beantwortet werden. Wissenschaft ist in diesem Sinne oft sehr unbefriedigend, und weil nicht alle Wünsche erfüllt werden können, tun sich Pseudowissenschaften und damit auch die Homöopathie leichter. Hier wird eben das Gewünschte und Ersehnte versprochen. Was und wie ein für allemal zu „denken“ ist, wird in Irrlehren vorgegeben. Hahnemann hat einen Denkkäfig zum Auswendiglernen mitgewaltigen Umfang konstruiert. Daher wird nichts gefragt und kein Homöopath wird sich daher ernsthaft mit Versuchen auseinandersetzen, die sein Weltbild gefährden können und zum Einsturz bringen. In diesem Sinne nähern wir uns einem Religionsbekenntnis. In dem Augenblick wo echte Fragen gestellt werden, bricht das Gebäude dieser Scheinwissenschaft zusammen. Und dem entsprechend lehnt es auch ein Homöopathieoberguru wie Prof. Frass ab, diesbezügliche Fragen zu beantworten.
Die Homöopathie braucht Gefühle und Emotionen, um sich der Disponierten zu bemächtigen. Diese werden bekehrt und werden zu erleuchteten besser wissenden Gläubigen. Es ist absolut müßig, Strenggläubige mit logischen oder wissenschaftlichen Argumenten von ihrem Bekenntnis abbringen zu wollen. Bestenfalls könnte es durch einen lebensgefährlichen Schock zu einer Bekehrung kommen. Was aber meist nicht lang anhält, und früher oder später wird wieder begonnen, sich mit Kugerln zu umgeben. Das seelische Gleichgewicht bedarf irgendwie dieses Rituals.
Und wie bei einer Religion gibt es natürlich auch Priester. Die gläubigen Homöopathielaien brauchen natürlich einen Bekenner und Führer, der ihnen diesen Glauben immer wieder bestätigt und Zweifel abnimmt. Und das ist heute ein besseres Geschäft denn je geworden. Das Geschäft mit der Homöopathie will subtil beworben sein. Die scheinbare Einfachheit an sich ist schon eine gute Sache, wenn ich etwas verkaufen will, aber nicht das einzige Rad im sich zurzeit offenbar immer schneller drehendem Verkaufskarussell. Aura, Charisma und Ambiente sind mehr als anderswo auf die Erwartungen der Kundschaft abgestimmt. Kleine und große Signale werden gesetzt, um den Kunden ein gutes Gefühl zu geben. Je nach Klientel richtet sich mehr als anderswo die Ausstattung der Ordination und die Gestaltung des Rezeptblocks. So ein Krankenkassenrezept ist ja wirklich etwas Grausliches im Vergleich zu einer homöopathischen Verschreibung, wo schon auf meist besonderen Rezeptformularen heilkräftige Symbole wie Sonnenstrahlen oder Wasserwellen Heilung versprechen. Und es gibt keine Misserfolge. Heerscharen von Wellnessschreibern betreiben Disease mongering. Zahlreiche Beschwerden werden den Informationskonsumenten zur Heilung mit Homöopathie nahe gelegt. In jedem Gesundheitsmagazin zeigt sich die Homöopathie als natürliche Hochglanzheilung ohne Nebenwirkung. Es gibt keine Kritik und keine Zweifel.
Donnerstag, 5 Juni, 2008 um 14:18
Andy
“Die Homöopathie ist ein dogmatisches, in sich geschlossenes Denksystem, das sich (im Gegensatz zur Naturwissenschaft) nie selbst in Frage stellt”
Schön, zu einem medizinischen Thema auf einen Experten zu treffen (nicht sarkastisch gemeint!), der wirklich einiges an Aufwand in seine Ausführungen gesteckt hat. Bin medizinisch ungebildet, was mich aber nicht hindert, (kritische) Fragen zu stellen (wie z.B. auch in meinem Blog).
Zum Eigentlichen und warum ich o. a. Zitat heraus gehoben habe: dass geltende medizinische Ansichten (= “Lehre”) in Frage gestellt werden ist großteils schon ein . . . wie soll’ ich’s sagen . . . zumindest (oder nicht nur?) für den Laien intransparenter Prozess, oder?
Wenn ich mir die ganzen falschen Dogmen der Vergangenheit anschaue, dann habe ich ein ungefähres Bild von dem, was mich an Aufklärung in 5 – 20 Jahren erwartet.
Was ja an sich nicht das eigentliche Problem ist – dazu lernen wird man ja wohl noch dürfen!
Die (auch zukünftig unerledigte) Aufgabe der Korrektur und Aufklärung AN MICH als Patient/Konsument unterbleibt so vollständig, als die Lautstärke der Verkündung der neuen Heilslehre oftmals an Hysterie grenzt . . . .
Danke für deinen Beitrag und lG aus Wien – Andy
Donnerstag, 5 Juni, 2008 um 16:47
Dr. E. Berndt
Offene Wissenshaft bedeutet, dass eine Weiterentwicklung nicht ausgeschlossen wird. Neue Argumente fürhren zu neuen Ansichten und Ergebnissen. Diese Weiterentwicklungen bedeuten jedoch nicht, dass bisheriges Wiisen unbedingt falsch oder unrichtig ist. In diesem Sinne hat es nie Dogmen in den medizischen Wissenschaften gegeben.
Und ich vermute, dass hinter deinen Vorbehalten die Hoffnung steht, dass noch bewiesen wird, was noch nicht bewiesen werden kann. Mit dieser Hoffnung wird viel Schindluder getrieben, denn sie wird gerne als Argument für Unmöglichkeiten aller Art herangezogen.
Die besondere und unbedingte Eigenschaft von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist, dass diese widerspruchfrei in dem streng hierachischen Aufbau der Wissenschaft einordbar sein müssen.
Die Liste und das Ausmaß an inneren und äußeren Widersprüchen in der Homöopathie zu den gesamten übrigen Naturwissenschaft und ihren Disziplinen ist unabsehbar und elementar. Zahlreiche Annahmen und Aussagen der Homöopathie sind derart elementar daneben, dass die Annhame ihrer Richtigkeit bedeuten würde, dass die gesamte übrige Naturwissenschaft, nicht nur die “Medizin” völlig falsch, unrichtig und unzutreffend ist. Und es geht hier nicht um irgendwelche Details sondern um die ganzheitlichen Grundfesten der Naturwissenschaften. Dass dies der Fall ist, ist so unwahrscheinlich, wie dass die Addition von 2 und 2 vielleicht doch 5 zum Ergebnis haben könnte.
Diese Umstände erklären auch, dass die Homöopathen und andere Parawissenschaftler mit immer noch mächtigere Begriffe zur Erklärung heranziehen, um die Widersprüche zupappen zu können.
Einstein hat Newton in diesem Sinne nicht widerlegt, sondern für die Phänomene, die nach Newton nicht mehr zutreffend erklärt werden konnten, eine zutreffende Erklärung gefunden.
Donnerstag, 5 Juni, 2008 um 20:37
Chemiker
@Wolfgang:
Ja, aber das ist nicht der Effekt den manche Esoteriker gern in Wasser sehen, hat nicht mal annähernd damit zu tun.
Donnerstag, 5 Juni, 2008 um 20:48
Sil
Mein ehemaliger Pharmazeutische-Chemie-Prof Peter Nuhn hat dem Thema Wassergedächtnis mal einen ganzen Artikel gewidmet:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=319&type=0.
Schlimm, daß man sich überhaupt damit auseinandersetzen muß.
Donnerstag, 5 Juni, 2008 um 20:56
Pianoman
Ich lese gerade zum wiederholten Mal die umfänglichen Analysen des
Berliner Rechtsmediziners Otto Prokop (z.Tl. in Zusammenarbeit mit sein Brüdern Ludwig u. Heinz Prokop).
Selbst die erste Veröffentlichung aus dem Jahre 1957 hat nichts an Aktualität verloren; nur die Zahl der mißglückten Versuche, die Grundlagen der Homöopathie – insbesondere das dauerhafte Gedächtnis des Wassers -nach wissenschaftlichen Kriterien zu beweisen, haben zugenommen. Man erinnere sich dabei an den Skandal durch die Pharmazeuten der Uni Leipzig.
Bedenklich erscheint mir, dass die zunehmende Irrationalität unserer Gesellschaft immer mehr den Weg bereitet, für eine dauerhafte Integration der Homöopathie und anderer esoterischer Heilverfahren.
Was nötig ist, ist die fachlich fundierte Kritik überall dort, wo esoterische
Wahndenk-Systeme auftreten; vor allem also im Internet.
Deshalb als Literaturempfehlung und Argumentationshilfe:
Prokop/Prokop: Homöopathie und Wissenschaft, Enke, Stuttgart 1957
Prokop: Homöopathie – Was leistet sie wirklich ? Ullstein, Frankfurt, 1995
Prokop/Prokop/Prokop: Grenzen der Toleranz in der Medizin, Verlag Gesundheit, Berlin, 1990
Pianoman
Donnerstag, 5 Juni, 2008 um 22:19
buchstaeblich
Aber wo doch Homöopathie doch viel Geld bringt? Und farblich passt sie doch so hübsch zum Feng Shui-Wohnzimmer, wo die waldorfgeschulte Familienschar einträglich in Batiklappen gehüllt mit Kastanien um das größte Stück Tofu würfelt: Wer gewinnt, muss es essen.
Freitag, 6 Juni, 2008 um 9:57
Cohen
Homöopathie ist keine nette Marotte oder harmlose esoterische Spielerei.
Eltern “behandeln” die bakteriellen Infektionen ihrer armen Kinder mit Belladonna C30. Dort hört der Spaß eindeutig auf!
Ein Beispiel für diesen Irrsinn:
” Belladonna C30: Fiebermittel ca 39°-40°; bei allen Kinderkrankheiten!, eher zarte empfindliche Personen, Krämpfe, nicht ansprechbar (ZNS), Angina (Scharlach), Scharlachartiger Ausschlag, Otitis, Lymphknotenschwellung; Blutungen, Periodenschmerzen “
Freitag, 6 Juni, 2008 um 10:31
Dr. E. Berndt
Von einer Webseite des Bundeslande Niederösterreichs zum Thema Homöpathie und Kinder:
Ein Bericht von Heinz Zangerle
Der Pendler wird´s schon richten
(Die schulische Belastung der Kinder
erreicht derzeit einen ersten Höhepunkt:
obskure Therapiemethoden boomen)
Der Esoterik-Boom erfasst die Kinder. Ob Konzentrationsprobleme, Fehler im Diktat, Bettnässen oder Hyperaktivität – dem Zeitgeist entsprechend sind schnelle Lösungen gefragt: ob Bachblüte, Bio-Säftchen oder Hirngymnastik
Die kindliche Psyche wird zum Tummelplatz “alternativer” Methoden, an denen wenig alternativ und vieles Schnee von gestern ist.
Es ist ein verwirrendes Sammelsurium von Therapien, vor dem Eltern und Lehrer stehen, wenn sie ein Kind mit Lern- und Verhaltensproblemen haben. Insbesondere esoterische Verfahren und Mittel sind mit überzogenen Versprechungen behaftet. Man glaubt an Wundermittel und rasche Beseitigung störender Symptome, setzt auf “bio” und vertraut einer okkult-esoterischen Wirkung auf die Kinderpsyche.
Eine Mutter berichtet, wie sie nach stundenlangem Üben ihrem Sohn Bachsche Notfalltropfen neben das Bett stellt. Sie ist überzeugt, dass deren “feinstoffliche” Wirkung ein weiteres Diktat-Waterloo abwenden wird.
Die Mutter einer sechsjährigen Bettnässerin berichtet von ihren bisherigen “Therapieversuchen”. Nachdem der Pendler das Kinderzimmer schon mehrmals umgekrempelt hat, steht das Kinderbett jetzt im Vorraum.
Ein nägelkauender, stark belastet wirkender Achtjähriger reibt sich beim Rechnen wiederholt unterhalb des Schlüsselbeins, dreht den Kopf nach hinten und presst die Schultermuskulatur. Die Diagnose “Tic” ist falsch: Er müsse nur seine “Gehirnknöpfe” rubbeln, meint er, dann könne er sich besser konzentrieren.
Bei “Flüchtigkeitsfehlern” in Schuldiktaten empfiehlt ein Homöopath die Einnahme von 5 Globuli Medorrhinum D200 ein bis zweimal im Monat und als Zusatztherapie fünfmal täglich acht bis zehn “Schultropfen für Kinder”.
Das sind keine schrulligen Einzelfälle aus der Praxis. Schulfitneß-Angebote aus dem Repertoire der Esoterik liegen im Trend, die schnelle Lösung hat Konjunktur: Verbesserung der kindlichen Konzentration durch Bewegung aus der Edu-Kinestik, Legasthenikertherapie durch Bachblüten, Ruhigstellen des Zappelphilipps mit homöopathischen Globuli, Behandlung von Agressionen mit Qui-Gong und Reduzierung diffuser Ängste mit Aromatherapie. Nebenbei – damit Prüfungsstress erst gar nicht aufkommt: Es liegt am Lehrer, für den Rosenquarz am Schülerpult zu sorgen und die individuell günstigste Mondphase für den Prüfungstermin zu beachten.
Blühende Geschäfte mit “schwierigen” Kindern
Gute Zeiten also für die Verkäufer an Tröpfchen, Pillen, Kügelchen, für die Trainierer simpler Bewegungsübungen, für Auspendler, Verkäufer “heilender” Steine und sonstige Krämer auf dem Psychomarkt ! Nach der Absage an Schulmedizin und Pharmakeule erwarten sich viele die Lösung kindlicher Probleme aus den Nebeln der Esoterik. Aber hinter modisch-zeitgeistiger Verpackung von “alternativ”, “ganzheitlich” und “bio” verbergen sich uralte, längst überwunden geglaubte Denk- und Erklärungsmodelle.
Das lässt sich am Beispiel der Kinesiologie, des Einsatzes von Bachblüten und Homöopathie besonders gut belegen. Nachdem jahrzehntelange sozialwissenschaftliche Forschung kindliche Lern- und Verhaltensstörungen längst aus der Umklammerung der Medizin gelöst hatte, “therapiert” die Esoterik wiederum so, als handle es sich dabei um Krankheiten im Sinne rein organischer Defizite ! Erneut werden “schwierige” Kinder vorschnell zu behandlungsbedürftigen “Fällen” erklärt. Höchst unkritisch wird ihnen die Logik veralteter medizinischer Denkvorstellungen übergestülpt und mit dubiosen Mitteln allein an ihren Symptomen herumgedoktert.
Eine ungeduldige Grundhaltung vieler Eltern bereitet den Nährboden für vieles, was heute auf dem Psychomarkt Blüten treibt. Die kindliche Psyche ist – vor allem dann, wenn sie von Problemen bedrückt ist – zu einem lukrativen Geschäft geworden.
Häufig dienen angestaubte Gehirnhälften-Theorien aus den fünfziger Jahren dem Ausgleich fehlender wissenschaftlicher Basis. In aufpolierter Diktion werden die alten Hüte der Gehirnforschung als neueste wissenschaftliche Erkenntnisse angepriesen: ob Lernstress, blockierte Lebensenergie, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Legasthenie – mit der mangelnden Zusammenarbeit beider Gehirnhälften und gestörtem Energiefluss wird nahezu jegliche kindliche Störung begründet. Die darauf aufbauenden Ratgeberbücher von Paul E. Dennison (Edu-Kinestetik bzw. “Brain-Gym”) sind Klassiker einer unverantwortlichen Versimplizierung kindlicher Lernprobleme.
Verstaubte Erklärungsmodelle
Ein zentrales Mythos alternativ-esoterischer Methoden ist die Behauptung von ihrer “Ganzheitlichkeit” – ein glatter Etikettenschwindel ! Denn in der esoterischen Praxis ist geradezu das Gegenteil zu beobachten: Auf eine gründliche Anamnese – also eine Rekonstruktion der kindlichen Lern- und Leidensgeschichte, der familiären Situation und der Ursachen – wird verzichtet. Wie und wodurch ein Symptom entstanden ist, ist zweitrangig. Statt dessen ist der “Therapeut” in offensichtlicher Eile, bestrebt, möglichst schnell am Kind selbst zu arbeiten. Es ist ja auch allemal einfacher und entlastender für Elternhaus und Schule, die Störung am Kind selbst zu lokalisieren und auch zu behandeln.
Kinder sind dem Eso-Boom ungeschützt ausgesetzt. Weil nicht erkennbar ist, wo Grenzen wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse überschritten werden, besteht die Gefahr, dass sie Opfer von Spekulation, von okkulten Mythen oder von obskurer Ideologie werden. Bemerkenswert ist, wie sich die Anhänger der Esoterik jeder fachlichen Kritik entziehen: etwa Fragen nach der Tiefen- bzw. Langzeitwirkung von Esoterik für das kindliche Bewusstsein. Welcher Art sind denn die Botschaften und Signale der Esoterik, welche ihre verdeckten Informationen und unreflektiert vermittelten Lernmuster ?
Zunächst einmal wird Kindern vermittelt, dass die Ursachen für ihre Lern- und Verhaltensschwierigkeiten und Probleme nur bei ihnen selbst liegen. Ferner wird ihnen geradezu schablonenhaft ein Lernreflex vorexerziert und anerzogen, dessen Botschaft ist: Wenn du Probleme hast, dann gib dir Säftchen, Kügelchen oder Mittelchen. Was Kinder erfahren, ist die Konditionierung und der Transfer des klassischen Kopfweh-Aspirin-Reflexes der Erwachsenen auf die verstörte kindliche Psyche.
In der unreflektierten Gabe von Naturheilmitteln, dem raschen Ansatz mit Körperübungen verbirgt sich die Gefahr der Medikamentiersucht, späterer Abhängigkeit von Psychopharmaka oder gar Drogensucht.
Weiters wird Kindern – wie der Züricher Psychoanalytiker Mario Erdheim formuliert – “eine tüchtige Portion versteckter Ideologie” hinsichtlich menschlicher Problembewältigung mitgeliefert. Lerninhalte sind aber alles andere als jene des anteilnehmenden Gesprächs, aktiver Zuwendung und Auseinandersetzung, des Bemühens um gegenseitiges Verstehen, der Anstrengungsbereitschaft und geduldigen Suche nach Ursachen und Lösungen.
Der “geheime Lehrplan” der Esoterik vermittelt noch mehr: Da die Esoterik vom Anwender vielfach blinden Glauben an ihren irrationalen Hokuspokus einfordert, ist jenen zuzustimmen, die Esoterik als das Gleitmittel und Einfallstor in Okkultismus und blinde Sektengläubigkeit bezeichnen.
Gelassenheit statt Symptomkosmetik
Allen in Erziehung, Kindergarten und Schule praktisch Tätigen ist zu einer gelassenen (aber nicht blind gewähren-lassenden) Grundhaltung im Umgang mit Kinderproblemen zu raten. Dies setzt allerdings das Bewusstsein und Eingeständnis dessen voraus, dass man Kindern nur helfen kann, wenn man bereit ist, sich viel Zeit zu nehmen. Dann fällt es auch leichter, vieles von dem, was uns am Bio-Psycho-Markt angeboten wird, als das zu erkennen, was es ist: eine Modeerscheinung, produziert für die Leichtgläubigen, des herrschenden pädagogischen Zeitgeistes.
Heinz Zangerle : Kinderpsychologe und Psychotherapeut sowie Lehrbeauftragter für Legasthenie an der Pädagogischen Akademie in Innsbruck. Publizistisch ist er u.a. für die Zeitschrift “Psychologie heute” tätig.
Tel.: 0512/58 42 18
Freitag, 6 Juni, 2008 um 12:26
Wolfgang
Homöopathen sind nicht ungefährlich. Dr med Klaus Bielau (Graz):
“Alle Impfungen sind Vergiftungen” und deswegen wird nicht geimpft.
Röteln in der Schwangerschaft ? Kein Problem ! Bielau “Rubeolum D30 bis zum Abklingen der Symptome”
Bielau schlägt mehrere Medikamente vor und läßt dann von den Patienten nach dem Klang des Namens die Arznei wählen. Mich würde nicht wundern wenn praktisch alle Frauen für alle Zustände “Belladona” wählen, weils so schön klingt.
Freitag, 6 Juni, 2008 um 13:40
Dr. E. Berndt
Homöopathika bestehen nicht nur aus harmlosen Pflanzenstoffen, wie ein populärer Irrtum vermeint.
Hier eine kleine Auswahl weniger bekannter Inhalts- bzw. Grundstoffe, die in der Homöopathie verwendet werden. (Achtung: Dies ist keine Satire!)
Teil I (aus: W. Boericke, Handbuch der homöopathischen Materia medica, Stuttgart 2004).
Ablagerungen aus dem Mutterkuchen des Pferdes (Hippomanes)
Amerikanischer Kartoffelkäfer (Doryphora decemlineata)
Arsen (Arsenicum album, A. bromatum, A.hydrogenatum, A. iodatum, A. metallicum, A. sulphuratum flavum)
Austernschalenkalk (Calcarea carbonica)
Benzol (Benzinum)
Bernstein (Succinum)
Bettwanze (Cimex lectularius)
Bibergeil (Castoreum)
Blattgold (Aurum foliatum)
Blattläuse von Chenopodium (Aphis chenopodii glauci)
Blausäure (Hydrocyanicum acidum)
Blei (Plumbum metallicum)
Botulinum
Brechweinstein (Antimonium tartaricum)
Brustkrebs-Nosode (Carcinosinum Burnett)
Buchenholzkohlenteer (Kreosotum)
Chloroform (Chloroformium)
Chlor (Chlorum)
Cholesterin (Cholesterinum)
Curare
Deutsche Otter (Vipera)
Diphtherie-Nosode (Diphtherinum)
Eierstockextrakt von Kühen oder Schafen (Ovininum)
Eihaut des Hühnereis (Ovi gallinae pellicula)
Eiterflüssigkeit aus dem Krätzebläschen (Psorinum)
Fliegenpilz (Agaricus)
Flüssiges Pech oder Teer (Pix liquida)
Flusskrebs (Astacus fluviatilis)
Formaldehyd (Formalinum)
Gallensäure (Gallicum acidum)
Getrocknetes Blut des Pfeilschwanzkrebses (Limulus cyclops)
Getrocknete Tintenfischtinte (Sepia succus)
Giftsumach (Rhus toxicodendron, venenata)
Gila-Echse (Heloderma suspectum)
Gneis aus Gastein (Lapis albus)
Graphit (Graphites)
Haschisch (Cannabis indica)
Hausfliegenmilbe (Trombidium muscae domesticae)
Holzkohle (Carbo vegetabilis)
Holzruß (Fuligo ligni)
Holzteerdestillat (Eupionum)
Hornisse (Vespa crabro)
Hundemilch (Lac caninum)
Hypophyse (Pituaria glandula)
Iridium (I. metallicum)
Kadmiumsulfat (Cadmium sulphuratum)
Kakerlaken (Blatta americana, B. orientalis)
Kalziumarsenit (Calcarea arsenicosa)
Karlsbader Wasser (Carlsbad aqua; wird nur in niederen Potenzen empfohlen)
Kellerassel (Oniscus asellus)
Keuchhusten-Nosode (Pertussinum)
Klapperschlangengift (Crotalus horridus)
Kobalt (Cobaltum)
Kobragift (Naja tripudians)
Kohlenmonoxid (Carboneum oxygenisatum)
Kokain (Cocainum hydrochloricum)
Königswasser (Nitromuriaticum acidum; Mischung aus starker Salpeter- und Salzsäure)
Korallen (Corallium rubrum)
Kreuzspinne (Aranea diadema)
Krötengift (Bufo rana)
Kubanische und Spanische Tarantel (Tarantula
cubensis, T. hispanica)
Kupfer, Kupferarsenit (Cuprum metallicum, C.arsenicosum)
Lava und Schlacke des Vulkans Hekla (Hecla lava)
Maisbrand (Ustilago maydis)
Manganacetat (Manganum aceticum)
Marienkäfer (Coccinella septempunctata)
Menschenfloh (Pulex irritans)
Milzbrand (Anthracinum; Bacillus anthracis aus der Milz des Schafes)
Mutterkorn (Secale cornutum)
Naphtalin (Naphthalinum)
Nickel (Niccolum metallicum)
Ohrenqualle (Medusa)
Opium
Osmium (Osmium metallicum)
Palladium (Palladium metallicum)
Paraffin (Paraffinum)
Petroleum
Pferdemauken-Nosode (Malandrinum; aus der Hautentzündung an der hinteren Fläche der Fessel in der Fesselbeuge)
Platin (Platinum metallicum)
Pocken-Nosode (Variolinum)
Purpurschnecke (Murex purpureus)
Quecksilber (Mercurius; in verschiedenen Formen)
Radiumbromid (Radium bromatum)
Rindergalle (Fel tauri)
Röntgenstrahlen (X-Ray; eine mit Röntgenstrahlen behandelte Alkoholampulle)
Roter Seestern (Asterias rubens)
Rote Waldameise (Formica rufa)
Salzsäure (Muriaticum acidum)
Schierling (Conium maculatum)
Schwarze Witwe (Latrodectus mactans)
Silber (Argentum metallicum)
Silbernitrat (Argentum nitricum)
Spanische Fliege (Cantharis vesicatoria)
Speichel tollwütiger Hunde (Lyssinum, Hydrophobinum)
Stinktiersekret (Mephitis putorius)
Strontiumcarbonat (Strontium carbonicum)
Strychnin (Strychninum)
Süßwasserschwamm (Badiaga)
Syphiliserreger-Nosode (Syphilinum)
TNT (Trinitrotoluenum)
Tripper-Nosode (Medorrhinum)
Tuberkulöse Lunge (Bacillinum Burnett)
Tuberkulöse Rinderabszesse (Tuberculinum bovinum Kent)
Verdauungssaft des Hummers (Homarus)
Vogelspinne (Mygale lasiodora)
Walfischdreck (Ambra grisea, grauer Amber; aus dem Darm des Pottwals)
Westindische Feuerspinne (Theridion curassavicum)
Wismutnitrat (Bismuthum)
Zehennägelschuppen des Pferdes (Castor equi)
Zinn (Stannum metaliicum)
Zinnober (Cinnabaris)
Zyankali (Kali cyanatum
Teil II (aus: http://www.homoeopathie-wichmann.de/heilmittel/Heilmittel-System.htm, 4.8.05)
Afrikanisches Elfenbein (Dens loxodonta africana)
Delphinmilch (Lac delphinum)
DNA (Desoxyribonucleinicum acidum)
Elektrizität (Electricitas)
Englische Sonne (Sol britannica)
Faules Rindfleisch (Pyrogenium)
Filzlaus (Phthirus pubis)
Fuchslunge (Pulmo vulpi)
Gebärmutterkrebs-Nosode (Epihysterinum)
Grüner Knollenblätterpilz (Agaricus phalloides)
Hausstaubmilbe (Dermatophagoides pteronyssinus)
Hundekot (Excrementum caninum)
Hunderäudemilbe (Sarcoptes canis)
Käseschmiere (Vernix caseata; eine fettige Schicht, die die Haut des Fötus bedeckt)
Katzenmilch (Lac felinum)
Kondomgummi (Latex vulcani)
Kopfhautekzem-Nosode (Melitagrinum)
Lepra-Nosode (Leprominum)
Licht der Venus (Venus stella errans)
Löwenmilch (Lac leontis)
Magnetischer Nord- bzw. Südpol (Magnetis polus arcticus bzw. australis)
Materialisierte Asche von Sai Baba (Vibhuti Sai Baba)
Menschenkopflaus (Pediculus humanus capitis)
Menschlicher Hodenextrakt (Orchitinum)
Menschlicher Mutterkuchen (Placenta humana)
Milch des afrikanischen Elefanten (Lac loxodonta africana)
Milch des indischen Elefanten (Lac elephantis)
Milch des Wolfes (Lac lupi)
Milch einer Frau (Lac humanum)
Milch mehrerer Frauen (Lac maternum)
Mikrowellen (Microwave)
Mondstrahlen (Luna)
Nabelschnur des Schweins (Funiculus umbilicalis suis)
Nasenschleimhaut (Mucosa nasalis)
Nierensteine (Calculus renalis)
Pferdehaarehaar (Pilus equinus)
Sahara-Skorpion (Buthus australis)
Schimpansenmilch (Lac panis troglodytis)
Schweinemilch (Lac suilinum)
Sonnenstrahlen (Sol)
Sonnenfinsternisstrahlen (Sol eclipsium)
Spinnennetz (Tela aranearum)
Staphylokokkeneiter (Staphylococcinum)
Stubenfliege (Musca domestica)
Südwestwind (Auster eurus)
Tuberkulöser Hoden (Bacillinum testium)
Vakuum (Vacuum)
Urin (Urinum humanum)
Zecke (Ixodes ricinus)
Freitag, 6 Juni, 2008 um 16:28
Dr. E. Berndt
o.a. Zusammenstellung stammt von Dr. Martin Mahner !!
Samstag, 7 Juni, 2008 um 11:55
Pianoman
Anmerkungen zu “Homoeopathie-Wichmann”
Es gibt ja so Menschen, die – durchaus analytisch – die Stolpersteine ihres Wahns erfassen, sich quasi auf einem sehr geraden Pfad der Erkenntnis befinden…
Zitat Wichmann:
Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit den homöopathischen Arzneimitteln, mit den Globuli. Stelle ich mir ein homöopathisches Arzneimittel im Prinzip wie ein Medikament vor, so ergeben sich etliche Paradoxien und Probleme, nicht nur mit der hohen Verdünnung. Zum Beispiel werden im Zuge jeder homöopathischen Potenzierung, dem abwechselnden Verreiben, Verdünnen und Verschütteln einer bestimmten Ausgangssubstanz in Milchzucker und Alkohol-Wasser-Gemisch, auch bei größter Sorgfalt und höchster Sauberkeit des Labors unzählige Verunreinigungen der Geräte, der Ausgangssubstanz, der Laborluft, der Atemluft des Laboranten und der Lösungsmittel mit verschüttelt und weiter potenziert. Und selbst wenn wir dies nicht in Betracht ziehen, so wird doch prinzipiell bei jeder Potenzierung immer der Milchzucker mit potenziert und müßte seine Spuren in jedem bekannten Arzneimittelbild hinterlassen haben. – Woher “weiß” die homöopathische Potenz, auf welchen der vielen Stoffe in dem verriebenen und verschüttelten Gemisch es ankommt? Wie läßt sich bei Potenzhöhen, die jenseits des Stofflichen liegen, noch der ursprüngliche “Klang” vom “Rauschen” unterscheiden, das mit verstärkt worden ist?(…)
…und dann plötzlich, kurz vor dem Ziel, rechtwinklig von der Strecke abbiegen und sich hoffnungslos verirren:
(…) “Es gibt dafür im mechanistischen Denken keine sinnvollen Erklärungen. Wir müssen den geistigen Sprung wagen und die Wirkungen mit dem Hauptprinzip der Magie erklären: Intention ist (fast) alles! Ein Mittel wird zu dem, was der oder die Herstellende will und sich vorstellt.”
Das Verirren im Wahndenksystem ist so sehr Programm bei den Homöopathen, dass auch die nachfolgende therapeutische Bankrotterklärung kaum erstaunt, die ich einem homöopathischen Lehrwerk entdeckt habe:
Mögliche Reaktionen nach der Erstgabe eines Homöopathikums:
1. Eine rasche Heilung findet statt, ohne Verschlechterung der Symptome
2. Die Verschlechterung verläuft schnell, kurz und heftig, gefolgt von rascher Besserung des Patienten.
3. Lange Verschlechterung mit abschließender und langsamer Besserung des Patienten.
4. Lange Verschlechterung mit abschließendem Verfall des Patienten.
5. Andauernde Besserung der Symptome ohne spezielle Linderung.
6. Zuerst Besserung mit nachfolgender Verschlechterung.
7. Zu kurze Linderung der Symptome.
8. Alte Symptome erscheinen.
9. Neue Symptome tauchen auf, nachdem das Mittel verabreicht worden ist.
10. Patienten, die jedes verabreichte Mittel prüfen.
11. Die Symptome schlagen die falsche Richtung ein.
Anything goes, Feyerabend lässt grüßen.
Pianoman
Dienstag, 5 Mai, 2009 um 12:24
Albert Wilfert
Das ist bei den symptomunterdrückenden Mitteln allerdings anders. Man nimmt sie, die Symptome gehen zurück. Um später verstärkt wiederzukehren zusammen mit sogenannten Nebenwirkungen. Die Dosis wird erhöht, für die Nebenwirkungen gibt es ein zweites Präparat, da wiederum Nebenwirkungen provoziert, die ein Drittes Mittel notwendig machen. Wenn sie das 10 Jahre lang gemacht haben merken sie, dass sie nicht Nutzniesser sondern Opfer sind. Und dann ist es oft zu spät. Ein gerader Weg. Ins Siechtum.
Samstag, 7 Juni, 2008 um 11:56
Pianoman
Die smilis sind unbeabsichtigt.
Pianoman
Samstag, 7 Juni, 2008 um 13:58
Unbekannt
Mich würde interessieren wie man Mondstrahlen in Wasser potenzieren kann…
Sonntag, 8 Juni, 2008 um 10:03
Dr. E. Berndt
@unbekannt
unter http://www.remedia.at/homoeopathie/Mondstrahlen.html?arzneinr=3063 können Sie nachlesen wie Mondstrahlen
potenziert werden
Der Textauszug lautet:
…….zubereitet aus den Strahlungen des Herbstvollmondes am 7. 10. 1987
Milchzucker wird auf einem Glasteller den Strahlen des M ausgesetzt und dabei mit einem Glasstab umgerührt. Der so beladene Milchzucker wird in üblicher Weise dynamisiert (Fincke)…
Sonntag, 8 Juni, 2008 um 12:06
Links of the Week (2008/23) :: cimddwc
[...] Aberglaube Homöopathie – eine ausführliche Analyse der Grundannahmen der Homöopathie. [...]
Montag, 9 Juni, 2008 um 10:40
Wolfgang
remedia.at ist ja eine Fundgrube- alle Substanzen verdünnt gegen alle Zustände
Das radioaktive Plutonium:
http://www.remedia.at/homoeopathie/Plutonium+nitricum.html?arzneinr=2954
Wo haben die die Plutonium Reinsubstanz her?
Hat hier die Internationale Atombehörde einen verbotenen Plutonium Stock übersehen?
Plutonium kann ma ja nicht einfach im nächsten Plutonium Geschäft kaufen-oder handelt es sich schlicht um Betrug?
Montag, 9 Juni, 2008 um 11:47
Sil
Da müßt Ihr Euch drum kümmern.
Die IAEO sitzt schließlich in Wien ( http://www.iaea.org/About/index.html ).
Ein anderes Fundstück (Sonnenlichtglobuli):
http://www.remedia.at/homoeopathie/Sol.html?arzneinr=3072
“Milchzucker wird konzentrierten Sonnenstrahlen ausgesetzt und mit einem Glasstab gerührt, bis Sättigung erreicht ist”
Man kann den Leuten wirklich Alles andrehen.
Erdstrahlen und Elektrosmog gibt es auch potenziert.
Der Homo sapiens ist eben extrem anfällig für magisches Denken.
Das ist einfacher als Informieren und Nachdenken.
Montag, 9 Juni, 2008 um 13:30
buchstaeblich
Wolfgang,
hattest Du je die Idee, es könne sich NICHT um Betrug handeln?
Montag, 9 Juni, 2008 um 15:30
Wolfgang
Man könnte ja der Int Atomenergiebehörde einen Typ geben
Die würden jedes Glaubuli zweimal umdrehen. Es schaut ja so aus: die behaupten sie hätten die Reinsubsatanz- das dürfen sie aber nicht. Und die IAEA müßte untersuchen, ob das nicht doch stimmt- schließlich behauptet das ja ein Arzneimittelhersteller. Da gibts ja irgendwo auch die Paragraphen von der Verlässlichkeit des pharmazeutischen Unternehmens bzw dessen gewerberechtlichen Geschäftsführer.
Taktisch wärs geschickter, man würde es glauben! Und safety first!
Sonst gibts auf einmal die Glaubulibombe
Dienstag, 10 Juni, 2008 um 8:01
Wolfgang
Die verdünnen auch Impfstoffe, die es seit 21/2 Jahren nicht mehr gibt- siehe Hexavac- der Impfstoff mit seinen wirsamen Substanzen ist inzwischen abgelaufen, da unwirksam.
http://www.remedia.at/homoeopathie/arzneibuchstabe.html?letter=numbers
Dafür wirkt das Glaubuli ewig…..
Ein rein praktischer Grund warum die HP nicht wirksam sein kann ist ja auch die Unmenge an Verdünnungen bei einer Unzahl an Ursubstanzen- da kommen ja leicht 50.000 Arzneien zusammen. Hat ein Homöopath 2000 Patienten im Jahr, muss er schon mal 25 Jahre arbeiten, bis er alle durchhat, und es “wirkt” ja immer nur das eine “richtige”Glaubuli- die Irrtumswahrscheinlichkeit, dass er unter den 50.000 das richtige erwischt ist enorm- das kann gar nicht funktionieren- allein schon von der Treffsicherheit.
Dienstag, 10 Juni, 2008 um 8:17
Wolfgang
allein beim Buchstaben A sinds ca 1000 Arzneien, jede mit so 30-50 Verdünnungen
auch ganz nett: verdünntes Wasser-ist das gegen Durst?
http://www.remedia.at/homoeopathie/Adelheidquelle+bei+Heilbronn.html?arzneinr=2971
Und der Knabe macht jedes Jahr ausgedehnte Reisen in die Tropen zur Ursubstanzbeschaffung- schon clever Urlaub von der Steuer absetzbar.
Dienstag, 10 Juni, 2008 um 14:08
Sil
Wenn man auf der Seite ein bißchen weiterstöbert, findet man ziemlich fix Geschichten, bei denen einem das Lachen dann im Halse stecken bleibt.
Nach drei Klicks ist man bei diesem leidenden Kalb angelangt:
http://homforum.eu/homoeopathie/showthread.php?t=16
Wenn der Aberglaube die Realität trifft, siegt immer die Natur.
Bakterien diskutieren nicht.
Dienstag, 10 Juni, 2008 um 14:09
buchstaeblich
Darling,
that ’s what people call “Beschiss”.
Dienstag, 10 Juni, 2008 um 16:01
Pianoman
Prachtexemplare der Gattung Klienten- und Selbstbeschiss:
http://www.homoeopathieforschung.de/home.htm
Die arbeiten auch mit Plutoinumnitrat: Bei Kaiserschnittkindern !
Dienstag, 10 Juni, 2008 um 16:14
buchstaeblich
Wow, da steht, das Zeug helfe auch gegen unbegsamen Willen – vielleicht suche ich mir ja einen Job in einem AKW?
Dienstag, 10 Juni, 2008 um 20:54
Skeptikos
Noch ein Lesetipp:
Irrt die Physik? Über alternative Medizin und Esoterik
http://www.gwup.org/lambeck/
und http://www.gwup.org/themen/texte/homoeopathie/
Mittwoch, 11 Juni, 2008 um 8:47
Wolfgang
Was passiert eigentlich wenn Antimaterie mit Plutonium zusammentrifft?
http://www.remedia.at/homoeopathie/Antimaterie.html?arzneinr=1064
Der Typ hat ja ein Pharmaziestudium- aber in der Mittelschule in Physik hat er geschlafen.
Mittwoch, 11 Juni, 2008 um 10:25
buchstaeblich
Realitätsverlust ist ja zumindest manchmal behandelbar. Allerdings nicht mit Globüschen.
Mittwoch, 11 Juni, 2008 um 10:55
Dr. E. Berndt
Anti Matter
The Homœopathic Proving of
Positronium
A Remedy prepared from the
Annihilation Radiation of Positronium
an atomic structure consisting of an electron and a positron
Misha Norland
&
TG 15
At the School of Homœopathy
1998
Introduction
den Rest lesen Sie unter :
http://www.hominf.org/posi/posiintr.htm#intro
Samstag, 14 Juni, 2008 um 11:43
M.Steiner
Liebe Freunde habe trotz Skepsis in einer Verzweiflungstat gute Erfahrungen mit Homöopathie.
Da die Schulmedizin nicht in der Lage war eine Besserung bei der tiefen Beinvenentrombose/Venenentzündung meiner Mutter zu erreichen. Nach zwei Wochen Schulmedizin und eitrigem Fuß, der Bemerkung des Oberarztes da wird nichts mehr besser, wurde ich okkult. Sechs Stunden nach Gabe eines Präparates reduzierte sich der geschwollene Fuß um 50% dem Arzt stand der Mund offen. 40.000 Tote durch die Schulmedizin in Deutschland sind auch nicht ohne diese Medizin ist auch nicht ungiftig.
Sonntag, 15 Juni, 2008 um 10:28
R. Graeber
Die Diskussionen in der Homöopathie sind sehr “erschöpfend”…
Natürlich könnte ich damit beginnen zu erwähnen:
- das für die meisten Operationen KEINE Studien vorliegen, sondern ERFAHRUNGEN.
- ich könnte von eigenen Anwendungsbeobachtungen bei Kleinkindern und Säuglingen berichten deren Besserung so überzeugend sind (Krupp, Keuchhusten, versch. Fieber und Entzündungszustände und weitere), das hier KEIN Placeboeffekt diskutiert werden kann. So etwas können Sie mir bei einem Erwachsenen einreden, aber nicht bei einem 6 Monate Säugling…
Wie dem auch sei:
Da sich alle auf die Wissenschaftlichkeit beziehen, möchte ich zu bedenken geben, dass dafür bestimmte Kriterien gelten. Ich beziehe mich dabei auf die Falsifizierbarkeit nach Popper.
Die Falsifizierbarkeit war für Popper das Kriterium, um eine Theorie der empirischen Wissenschaften (Erfahrungswissenschaften) von nicht-empirisch-wissenschaftlichen Theorien zu unterscheiden. Und die Medizin ist und bleibt eine Erfahrungswissenschaft in diesem Sinne, denn wir kennen nicht alle Parameter von Gesundheit und auch nicht von Krankheit (anders als z.B. in der Mathematik – und in der Physik gilt das auch nur für die meisten Bereiche).
“Popper unterschied grundsätzlich die „logische Falsifizierbarkeit“ von der „praktischen Falsifizierbarkeit“. Eine Theorie kann dann berechtigt als wissenschaftliche Theorie angesehen werden, wenn man mindestens einen Beobachtungssatz findet, dessen empirische Prüfung logisch zu einem Widerspruch führen kann. Dabei wird nicht ausgeschlossen, dass in der Praxis wegen des Fehlens geeigneter Experimente (zum Beispiel in der Astronomie oder in der Atomphysik) eine Falsifikation gar nicht durchgeführt werden kann.” aus wikipedia
Ein weiteres Kriterium muss die Werturteilsfreiheit des Beobachters sein.
Leider scheitern die meisten Studien genau daran: “Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing”
Ich war lange genug mit der Auswertung von Statistiken und Forschungen während meiner Studienzeit beschäftigt um dies beurteilen zu können.
Dies gilt für die Verfechter der Homöopathie genauso wie für die Gegner. Hier werden dogmatische Glaubenskämpfe ausgetragen – mit Wissenschaft hat das nicht viel zu tun.
Bis dahin halte ich mich an meine Anwendungsbeobachtungen und den ersten Grundsatz in der Medizin:
Den Patienten erst einmal NICHT zu schaden.
Ich bitte darüber einmal nachzudenken.
Sonntag, 15 Juni, 2008 um 16:13
Ulrich Berger
Herr Gräber, Sie schreiben auf Ihrer Webseite u.a.:
Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
Die letzte große Studie (GAT – German Amalgam Trial) sagt in etwa das Gegenteil, siehe z.B. diesen Bericht.
Um den “wess’ Brot ich ess’… ” Einwand vorwegzunehmen: Federführend war das Zentrum für naturheilkundliche Forschung der TU München. Bei der “Sanierung” von Amalgam-Füllungen wird, wie Sie sicher wissen, enorm viel Quecksilber auf einmal frei. Sie ist also nicht nur teuer und unnötig, sondern sogar potentiell gefährlich.
NICHT schaden, schreiben Sie…
Ich bitte auch darüber einmal nachzudenken.
Montag, 16 Juni, 2008 um 10:20
Sil
“- ich könnte von eigenen Anwendungsbeobachtungen bei Kleinkindern und Säuglingen berichten deren Besserung so überzeugend sind (Krupp, Keuchhusten, versch. Fieber und Entzündungszustände und weitere), das hier KEIN Placeboeffekt diskutiert werden kann. So etwas können Sie mir bei einem Erwachsenen einreden, aber nicht bei einem 6 Monate Säugling…”
Bei Sachen, mit denen der Körper von alleine fertig wird, haben die Herren Homöopathen immer “riesige Erfolge”.
Wenn es schief geht, gibt es ja immer noch die Notaufnahme.
Das muß man sich mal vorstellen. Da gibt es kranke und leidende Säuglinge und im 21. Jahrhundert werden die mit Voodoo scheinbehandelt.
Das ist unmenschlich und hartherzig.
Montag, 16 Juni, 2008 um 11:39
Ulrich Berger
Da die pingbacks von den scienceblogs anscheinend nicht durchkommen, mache ich das mal händisch:
Florian Freistetter von “Astrodicticum simplex” hat schon vor einer Woche einen interessanten Artikel verfasst, der die Verbindung zwischen Homöopathie und der Fußball-EM herstellt:
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/06/em-2008-und-homoopathie.php
Heute gibt’s bei ihm einen schönen Homöopathie-Beitrag, der u. a. durch die obige Diskussion inspiriert wurde:
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/06/medikamente-aus-hundekot.php
Montag, 16 Juni, 2008 um 11:40
Florian
@Ulrich: Danke für den händischen Hinweis! Ja, mit den trackbacks hierher gibts irgendwelche Probleme – ich trag sie zwar immer ein und die Software sagt mir auch immer, das alles geklappt hat – aber hier kommt nie was an…
Montag, 16 Juni, 2008 um 11:43
Florian
P.S. du hast zweimal den selben Link eingetragen
Zum zweiten Artikel kommt man hier: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/06/medikamente-aus-hundekot.php
Montag, 16 Juni, 2008 um 11:48
Ulrich Berger
@ Florian: Ist korrigiert, danke!
Montag, 16 Juni, 2008 um 17:49
M.Steiner
Siehe Venentrombose:Das witzige ist das mein Versuchskaninchen gar nicht daran geglaubt hat. Die Gabe des Präparates
erfolgte bei einer Autofahrt (Mittel bei der Apotheke abgeholt) wo die Schwellung durch das sitzen noch schlimmer hätte werden sollen. Das ganze bei einer Verdünnung von D6. Ich halte nichts von Glaubenskriegen aber von ergebnissen. Das Problem bei homöopathischen Mitteln ist das richtige zu finden (Anamnese) es muss genau auf den Menschentyp oder das Krankheitsbild passen. Insulin wurde zuerst auch aus Rinderbauchspeicheldrüsen gewonnen.
Montag, 16 Juni, 2008 um 22:22
Sil
Solche Geschichte haben sie alle drauf.
Danach ist nicht deswegen.
Deshalb macht man ja Studien. Die Geschichte hat genau null Aussagekraft und ist wahrscheinlich erfunden.
Noch ein Lacher aus dem homöopathischen Absurdistan:
http://www.eco-world.de/service/literatur/archiv/55/Cover_Biowaffen_Roy.jpg
Dienstag, 17 Juni, 2008 um 6:58
Dr E. Berndt
Wenn das alles so gut wirkt, wie uns die Homöopathen versichern, wo bleibt die homöopathische Empfängnisverhütung. Wo bleibt die homöopathische Unfallversorgung? Wo bleibt die homöopathische Intensivstation?
Wo bleiben Die homöopathische Potenzmittel?
Und zur lieben Kasuistik, den Fallberichten, den Testimonials ist zu sagen, dass die hl. Jungfrau Maria in Mariazell und Altötting besser wirktn. Fahren Sie doch hin und lesen Sie die Votivtafel. Das ist Ihnen zu altmodisch, na dann dann Fahren Sie nach Medjugorie!
Dienstag, 17 Juni, 2008 um 7:44
Sil
Und wieso benutzt niemand Homöopathie um “high” zu werden.
Homöopathie wäre doch eine sehr preiswerte Droge.
Anstatt sich die teuren Pflanzenpräparate beim Dealer zu besorgen, könnten die Süchtigen sich aus einer kleinen Menge Grundsubstanz den Jahresbedarf mit ein bißchen Geduld und Schütteln selbst herstellen.
Dienstag, 17 Juni, 2008 um 15:22
Wolfgang
Das ist auch nett- erhältlich gegen Barzahlung vorher-versteht sich
Bio-Terrorismus Prophylaxe-Kit
http://www.karinya.com/dancu2.htm
Dienstag, 17 Juni, 2008 um 16:03
Anonym
http://www.beepworld.de/members62/wiwasteka/medizin.htm
Mittwoch, 18 Juni, 2008 um 13:43
alexis von croy
Ein hervorragender Artikel.
Natürlich gibt es KEINERLEI Gedächtnis von Wasser – was übrigens gut ist für die Homöopather. Wenn Wasser sich an jeden Stoff “erinnern” könnt, mit dem es jemals zusammen war, dann gäbe die wohl ein ziemliches Chaos
Homöopathie ist ein ganz schlechtes Zeichen für die geistige Gesundheit von Zivilisationen. Ich schlage als Therapier vor: Hirntumor in der Potenz D60, geschüttelt.
Mittwoch, 18 Juni, 2008 um 16:27
Hagen
Natürlich wirkt Homöopathie einzig und allein aufgrund des Placeboeffektes. Könnte es aber in manchen (nicht kritischen) Situationen für den Heilungsverlauf des Patienten günstiger sein, ein homöopathisches Mittel zu verabreichen, nur um diesen Placeboeffekt zu erreichen? Ist es in diesem Fall ethisch vertretbar, dass Gewinne mit dem Verkauf wirkungsloser Mittel gemacht werden? Ich bin mir nicht sicher…
Mittwoch, 18 Juni, 2008 um 16:43
Hagen
Achja, “großartiger” Artikel im Standard, über die homöopathische Reiseapotheke:
http://derstandard.at/?id=3382069
Und so was nennt sich Qualitätsblatt.
Mittwoch, 18 Juni, 2008 um 21:32
Cohen
Der Artikel ist Mist, aber die Diskussion darunter ist klasse,
eine Steilvorlage!
http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=64
Samstag, 21 Juni, 2008 um 15:34
Herwig
Ich finde es traurig, wenn man ein Thema diskutiert, das die Grundvoraussetzung um zu einer Erkenntnis zu gelangen- die Vorurteilslosigkeit – hier so schwer zu finden ist. Ich bin an sich ein sehr rational naturwissenschaftlich orientierter Mensch, nur versuche ich nicht so arrogant zu sein, mein Weltbild als unfehlbar zu sehen.
Egal,
Ich habe nur eine Frage:
Kennt irgendjemand eine Studie in der die Wirksamkeit der Homöopathie nach deren eigenen Spielregeln in einem klassischem Doppelblindversuch getestet wurde?
Ich stelle mir das so vor: Die Probanden werden von einer Homöopathengruppe nach den klassischen Regeln der Homöopathie behandelt, und schlagen natürlich für jeden Patienten individuell ein Medikament vor. Die Hälfte wird mit Placebos ersetzt, und es muß natürlich auch die Möglichkeit einer Nachbehandlung mit anderen Medikamenten geben.
Mein persönlicher hintergrund dazu ist folgender:
Mein damals 3-jähriger Sohn hatte extrem starke “Neurodermitis” (er war von Kopf bis Fuß blutig-gekratzt). Nach 6 verschiedenen Homöopathischen behandlungsversuchen, die absolut keine Änderung des Zustandes bewirkten, war der 7. Versuch spektakulär erfolgreich.- nach 3 Tagen war die haut gesund, und blieb das auch fur ein Jahr. Danach mussten wir nur jedes mal, wenn sich wieder anzeichen einer Entzündung zeigten einmal dieses Mittel geben, um wieder für ein paar monate ruhe zu haben. (natürlich haben wir ihn nicht so lange leiden lassen, sondern auch zwischendurch mit cortison behandelt)
Samstag, 21 Juni, 2008 um 15:40
Herwig
Hmm das mit dem Cortison hab ich unklar geschrieben- sorry. Natürlich haben wir die cortisongaben beendet, nachdem wir das “richtige” Homöopathische Medikament gefunden haben. (Ich finde auch das es ein gegenargument gegen die Placebothese ist, wenn ein vollkommen gleich aussehendes Präparat, das unter praktisch gleichen Vorraussetzungen verabreicht wird, plötzlich eine so unerwartete Wirkung zeigt.)
Sonntag, 22 Juni, 2008 um 22:09
Dr E. Berndt
Homöopathie gegen metabolisches Syndrom
Homöopathie ist eine sehr „strenge“ Lehre und lässt keine Ausnahmen zu. Homöopathen können genauso wenig über die Erkenntnisse von Hahnemann diskutieren, wie Gläubige über die Offenbarung eines Religionsstifters. Und so wird eben getreu nach diesen Grundsätzen behandelt und, wenn es sein muss, auch geforscht. In diesem Sinne ist auch bereits das Allheilmittel gegen unsere Zivilisationserkrankungen gefunden. Nach Hahnemann lässt sich das metabolische Syndrom ganz einfach und sicher mit
Resegmen Viennale una cum insalata pomorum terrestrium C200
behandeln. Die Grundstoffe dieses Mittels sind zweifelsfrei die Ursache für die Zivilisationserkrankung Nr. 1 und zählen zu den beliebtesten Speisen. Ihr Arzneibild kann auf der Straße oft genug beobachtet werden, denn sie wird zu gerne und zu oft von viel zu vielen Mitmenschen eingenommen. Einen Liter Urtinktur davon herzustellen sollte nicht schwierig sein, und billig ist es obendrein. Dieser Liter genügt zum Erschütteln von so viel homöopathischer Lösung der Potenz C 200, dass der Wasserhaushalt unseres Sonnensystems nicht ausreicht, und das sollte genug sein für die Heilung der Menschheit bis zum Ende der Zivilisation.
Montag, 23 Juni, 2008 um 22:18
alexis von croy
Man muss nicht _jedem!_ Schwachsinn gegenüber “vorurteilsfrei” sein. Diese moralische Keule schlägt bei diesen Themen völlig ins Leere.
Wenn man an die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten von Physik und Chemie “glaubt”, also. dass das, was Millionen von Wissenschaftlern seit den den dunklen Zeiten des frühen Mittelalters erforscht und bewiesen haben – dann kann man hier auch mal eine “Abkürzung” über das “Vor”urteil machen. Außerdem wäre es korrekter, von “NAch”urteil zu sprechen (nach der gründlichen Beschäftigung, Recherche, Information).
Vorurteile haben nur Homöopathen, die immer nur von “Schulmedizin” sprechen – übrigens ein polemischer Begriff, den ein H. im 19. Jh. aufgebracht hat. Es gibt aber nur eine Medizin, und das ist die wisschaftliche. (Wissenschaft, wer das vergessen hat, kommt übrignes nur von WISSEN, und damit ist diese Wort überhaupt nicht zum Aufwiegeln tauglich).
Ich setze mich auch nicht “vorurteilsfrei” mit Nazis, Fremdenhassern, Erdstrahlen, Astrologie, Ayurveda und sonstigem Schmarrn auseinander – denn dazu ist das Leben zu KURZ. Es ist nötig, dass Menschen, die etwas wissen, zu diesen Themen auch POINTIERT und deutlich Stellung beziehen, denn die Verblödung durch Pseudotoleranz und Verständnis für jeden ausgemachten Käse nimmt wirklich überhand. Bestes Zeichen sind Krankenkassen, die trotz eindeutiger Studien die homöopathische Behandlung finanzieren. (Warum finanzieren die eigentlich meine Hobbies nicht?)
Es gab mindestens 110 unanbhängige wisschaftliche Studien, die auf präzise Weise nachgewiesen haben, dass H. keinerlei Wirkung jenseits des Placebo-Effekts hat (bitte einfach googeln: Lancet, Homeopathy).
Es ist gut, dass Dein Sohn seine Neurodermitis los ist, und wenn er sie los wird, weil Du ihn mit diesem Mitteln behandelst, dann ist das auch gut. TROTZDEM beruht die Heilung nicht auf der Wirkung des Medikaments, sondern entweder a) auf der (guten!) Wirkung des Placebo Effekts oder b) auf den Selbstheilungskräften des Körpers, die bis zu 2/3 aller Krankheiten besiegen. Diese Kraft des Körpers nutzen Homöopathen gern für ihre Zwecke aus. Motto: Wenn es heilt, dann haben wir recht, wenn nicht, dann ist der Körper schon durch Schulmedizin versaut – und wenn es schlimmer wird, dann ist das die “Erstverschlimmerung”. Genauso gut kann man argumentieren, dass die Todestrafe gesund ist, weil erst mal eine Verschlimmerung eintritt …
Ich persönlich schreibe Bücher über Wissenschafts- und´Technikgeschichte, derzeit arbeite ich an einem Buch über die Mondlandung 1969. Soll ich mich jetzt “vorurteilsfrei” mit den Deppen auseneinandersetzen, die behaupten, eine Mondlandung habe es nie gegeben? Dazu habe ich genaus so viel Lust, wie auf eine Diskussion darüber, ob die Erde eine Scheibe ist, oder ob der CIA das World Trade Center gesprengt hat. Ich lesen auch keine Bücher von Herrn von Däniken oder Herrn Wisnewski (der eine erzählt wissentlich die Unwahrheit, der andere kann offenbar nicht anders)
Ich kann auch nicht glauben, dass Menschen _wertvolle_ Lebenszeit (in der man ja auch was lernen könnte) mit so einem Müll verbringen. Ok, wenn man 100.000 Jahre alt würde, dann könnte man für H. ein paar Wochen verschwenden. Aber so lange ich nicht genau weiß, wie ein BLATT funktioniert, oder wie ein Eichhörnchen Nüsse sammelt – die Natur ist tausend mal so spannend wie dieser Esoterikkram, den phantasielose Langweiler gerne nachbeten weil sie offenbar die grundlegenden Gesetz der Physik nicht kennen, und auch nicht kennen wollen!
Für mich ist, nach mehrjährigem Recherchieren zur Homöopathie die “Lehre ” von Herrn Hahnemann genau die selbe Kategorie von Scharlatanerie wie der Rest der Esoterikszene. Ich bin absolut und felsenfest davon überzeugt, dass noch nie ein h. Wirkstoff einen Menschen geheilt hat. Und wer glaubt, dass er das kann, kann sich bei James Randi (googeln!) für den wissenschaftlich korrekten Nachweis einer solchen Heilung 1 Million Dollar abholen. Seit 20 Jahren steht dieser Preis.
ALSO:
WARUM HAT NOCH NIE (NIE!) EIN HOMÖOPATH VERSUCHT, DIE 1 MILLION DOLLAR VON HERRN RANDI ABZUHOLEN? RANDI VERLANGT NICHTS WEITERES ALS DEN PLAUSIBLEN WISSENSCHAFTLICH KORREKTEN (und von neutraler Stelle überwachten!!!) NACHWEIS, DASS EIN SCHNUPFEN (Pickel, Fußpilz, gern aber auch ein HIRNTUMOR!) DURCH EIN HOMÖOPATHISCHES MITTEL GEHEILT WURDE.
Komisch, dass das noch nie jemand wirklich versucht hat! Homöopathen brauchen scheinbar kein Geld.
Es macht mich_traurig_ wenn ich auf Apotheken im Land der **Denker** die Aufschrift “Homöopathie” lese.
Dienstag, 24 Juni, 2008 um 17:13
Dr E. Berndt
@alexis
Ich danke für diesen Kommentar! Nachurteil und Vorurteil sind gute Argumente.
Und vor allen die ständige Jammerei, dass die “Wissenschaft” die andauernd wiedergekäuten Wunderlichkeiten nicht prüfen will u.s.w..
Dienstag, 24 Juni, 2008 um 20:40
alexis von croy
Wissenschaft hat eben Besseres zu tun. Dabei gibt es ja Studien und Versuche genug. Zum Beispiel wurden vor ein paar Jahren 400 (!) Wünschelrutengänger nach Bayern eingeladen, um am größten Test zu diesem Thema weltweit teilzunehmen. ALLE haben sich schriftlich mit den Versuchsbedingungen einverstanden erklärt.
Der Versuch In einer Wiese wurde eine dickes Rohr vergraben, durch das abwechselnd Wasser floss – oder eben nicht. Die W. sollten nur sagen, WANN Wasser floss und wann nicht, und alle haben vorher zugestimmt, dass diese eine gültige Versuchsansordnung ist. Resultat (was Wunder): es ergab sich eine perfekte Zufallverteilung, wobei sogar MEHR als 50 Prozent falsch lagen. Danach (klar) wurde die Seriösität und Methodik des Versuchs angezweifelt.
Es gibt zu jedem dieser Themen ausreichend Studien und Nachweise der Unwirksamkeit. Man muss sie nur zur Kenntnis nehmen! Was mich aber mehr schockiert, als dass ungebildete und naive Menschen auf so etwas hereinfallen, ist, dass AERZTE und APOTHEKER mit H. Geld verdienen.
Für mich ist das eine eindeutige Missachtung der Wissenschaft. Wenn jemand als INGENIEUR nach esoterischen Methoden eine BRÜCKE bauen würde, die dann einstürzt (Autobahnbrücke nach Feng-Shui?) – der hätte nichts zu lachen wenn dabei jemand umkäme. Wenn ein Homöopath einen Krebskranken behandelt und dieser stirbt (und das passiert ständig!), dann interessiert das keinen.
Wie kann das sein? Und wozu muss man dann überhaupt moch studieren, um Arzt sein zu dürfen? Was ist der Eid eines Arztes wert, wenn er neben seiner medizinischen Kinderpraxis auch noch (in der selben Praxis, so wie es oft ist) als Homöopath tätig ist? Für mein Verständnis von Ethik müsste das verboten sein – schon weil viele Eltern nur deshalb h. Mittel akzeptieren, weil sie “ein guter Arzt” verschrieben hat. Geldgeile und gewissenlose Ärzte haben da eine lukrative Marktlücke entdeckt.
Vielleicht aber hat Homöopathie auch etwas mit dem Bildungsniveau tu tun? In Schweden (PISA läßt grüßen) spielt die H. so gut wie keine Rolle, es gibt nur einen Bruchteil H.-Gläubiger wie in Deutschland.
Medugorje und Altötting sind die richtigen Querverweise. Natürlich – auch LOURDES hat eine beachtliche Erfolgsstatistik. Leider habe ich noch auf keiner Auflistung der Wunderheilungen die Parallelstatistik der an Krebs gestorbenen armen Seelen gesehen, die trotzdem gestorben sind …
Alexis
Dienstag, 24 Juni, 2008 um 20:42
alexis von croy
SORRY :-= Das musste natürlich heißen:
.”…..Parallelstatistik der armen Seelen gesehen, die in Lourdes waren – und trotzdem gestorben sind”
Dienstag, 24 Juni, 2008 um 22:07
Dr E. Berndt
@alexis
Wenn sie in einer runde von 10 Leuten fest behaupten, dass “Granderwasser” ein handfester Humbug ist, dann sind sie in Österreich ein Aussenseiter, ein Ignorant.
Und wenn sie als Apotheker anfangen, den Leuten zu erklären, das Bachblüten H. usw. nicht wirken, dann werden sie im besten Fall als liebenswerter Schrull angesehen, der überhaupt keine Ahnung hat.
Für eine kritische ehrliche und wissenschaftliche basierte sachverständigeHaltung fehlt jeglicher öffentlicher Rückhalt. Sie werden weder von der Politik noch von den Medien positiv unterstützt noch wahrgenommen. Sie sind ein Störfaktor in der Esonomic.
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 10:33
alexis von croy
Da kann man nur noch mit Nietzsche argumentieren:
“Glaube bedeutet: die Wahrheit nicht wissen wollen”.
“Granderwasser” ist mir übrigens ganz neu, da muss ich gleich mal darüber lesen!
Ich muss persönlich für mich sagen, dass mich diese unheilvolle Ignoranz, die sich durch die Gesellschaft zieht, beinahe psychisch belastet. Vor allem deshalb, weil ich mich umgeben von esoterikgläubigen Menschen sehe. Mein Nachbar, der Rechtsanwalt, ist empört wenn ich “TCM” für Unsinn halte, meine Ex-Freundin, die Architektin glaubt, dass an “Astrologie schon was dran ist”, einer meiner besten Freunde glaubt, dass “der jüdische Geheimdienst das WTC zerstört hat”, ein anderer (Abitur und bodenständiger Handwerker) fragt mich, beinahe mitleidig “ob denn ich wirklich an die Mondlandung glaube” (ich schreibe gerade ein Buch darüber). Und ich glaube nicht, dass meine Freund “Untypisch” sind.
Inzwischen vermeide ich jedes Gespräch über solche Themen selbst mit Freunden, da es sonst sofort zu Spannungen kommt – wenn man es wagen sollte, die Physik oder die Wissenschaft oder einfach die Logik und den gesunden Menschenverstand (also MEINEN gesunden Menschenverstand
) als Argument anzuführen. Ebensogut kann man für die “Globalisierung” streiten, oder ob Bill Gates nun “ein kapitalistisches Schwein oder Wohltäter” ist – das führt zu ähnlich angenehmen Gesprächen bei denen ich mich fühle wie wenn ich mit Che Guevara zu Abend essen würde.
Tatsache ist, dass man gezwungen wird, in einer Gesellschaft zu existieren, in der Aberglaube nicht nur toleriert wird, sondern auch von Medien und sogar von der Politik gefördert, siehe Krankenkassen und H.
Ein Beispiel: Meine beiden Kinder, 3,5 und 5,5 Jahre alt gehen in den selben Kindergarten. In diesem waren jetzt wochenlang bis zu Kinder krank – ein Virus, der bei den meisten – offenbar durch eine anschließende bakterielle Superinfektion – eine Form der Lungenentzündung hervor gerufen hat.
Auch meine Kinder haben das bekommen. Nach einer gründlichen Untersuchung haben wir den Kindern für 5 Tage ein mal täglich ein leichtes Antibiotikum gegeben, da sie extremen Husten hatten. Nach vier TAgen waren sie vollständig gesund.
Mehrere andere Kinder waren wochenlang krank, ein Junge hatte über drei Wochen lang Fieber. So viel ich (vorsichtig…) heraus gefunden habe, wurde er “homöopatisch behandelt.” Eine Kindergärtnerin sagte mir dazu, auch sie habe ihren Kindern früher nie Antiobiotika gegeben – und “Mit ihnen damals wochenlangt mit dem Scharlach gekämpft”… und “da müsse man eben durch”… dabei hat sie anklingen lassen, dass Antibiotika “nur Symptome unterdrücken würden” etc. etc.
Ob die Eltern der 2 Millionen Kinder, die in armen Ländern jährlich an Lungenentzündungen STERBEN MÜSSEN, weil sie sich Antibiotika für ein paar Euro nicht leisten können, dafür Verständnis hätten, dass wir “mitten im Sahnetopf” leben und unsere Kinder so “behandeln”?
Nun hatte ich wenig Lust, meinen Kindern ihren geliebten Kindergarten zu vermiesen, und ich will mich (in diesem einen Fall, wo meine Kinder leiden würden) auch nicht zum Außenseiter machen. Also habe ich geschwiegen. Ich hätte aber auch _KOTZEN_ können, da sich diese Dinge in einem Land zutragen, das von sich selbst gern behauptet “eine Elite” auf dieser Welt zu sein, was Bildung und Vernunft betrifft.
Ich kann es hinnehmen, dass in dem Kindergarten “Rescue”-Tropfen nach Dr. Bach genommen werden, wenn sich ein Kind das Knie aufschlägt. Das halte ich für harm-, wenn auch sinnlos. Wenn aber Luingenentzündungen Wochen dauern und mir ein studierter Kinderarzt homöopatische Phosphor-Globuli” gegen die Pneumonie meiner Kinder andrehen möchte, dann halte ich das (nicht polemisch gemeint!) für eindeutige unterlassene Hilfeleistung. Denn dafür, dass er das als UNSINN entlarvt, hat er schließlich (ohne Studiengebühren) an einer Universität studieren dürfen.
Auf keinem anderen Fachgebiet könnte man sich das erlauben. Warum darf ich keinen Bäckerladen aufmachen und Brezen backen und verkaufen ohne das gelernt zu haben, bzw. einen Meistertitel zu haben – während ein Doktor der Medizin – der ienen EID geschworen hat! – Menschen Hundescheiße, zerdrückte Honigbienen, Quecksilber” oder zerschredderte Tausendmarkscheine (dieses Präparat gibt es) als Medikament verschreiben darf.
Natürlich, die Medien und ihre zumeist ebenso wie die Bevölkerung ungebildeten Redakteure, haben hier große Schuld. Ich halte mich in diesem Punkt lieber an ein überliefertes Motto eines meiner Urgroßväter, der als Verleger selbst mehrere Zeitungen besaß: “Nicht alles, was in der Zeitung steht, ist erstunken und erlogen”.
Lieber Herr Dr. Berndt:
Klar, was wollen Sie von einer demokratischen Abstimmung in einer Runde von zehn Leuten auch erwarten? Da die Mehrheit der durchschnittlichen zehn Leute in einer Gesellschaft wie unserer weder den Unterschied zwischen eine Planeten und einem Stern kennen, keine Ahnung davon haben, wogegen Antibiotika wirken noch die einfachsten physikalischen Gesetze kennen (fragen Sie mal jemanden, warum ein Apfel zur Erde fällt und nicht nach oben zum Himmel), ist bei Abstimmungen ein entsprechendes Ergebnis zu erwarten.
… jetzt muss ich wieder was richtiges arbeiten
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 13:00
Wolfgang
@alexis
Eines ist das ganz klar- wenn Kindern mit einer Lungenentzündung eine wirksame Therapie vorenthalten wird, ist das Vernachlässigung eine Form der Kindesmisshandlung.
da stehts
http://www.kindesmisshandlung.de/mediapool/32/328527/data/VN-KJA-2005.pdf
besonders wichtig ist die Tabelle 1.
Es sind ja merkwürdigerweise auch Homöopathen vielfach Impfgegner siehe Ulrichs Blog PISA- Schock in der Arztpraxis .
Es ist aber wirklich merkwürdig wenn ein Astronom von einem Journalisten gefragt wird wie die Erde durchs Weltall eiert, wird nicht die andere Seite (man muss ja auch die andere Seite der medaille sehen….blabla) also die Freunde der flachen Erde gefragt oder die Hohlweltanhänger oder die Astrologen.
Stellt ein Arzt, der seinen Fortbildungsverpflichtungen nachkommt und nach state of the art eine Indikation zur Antibiose- kommt gleich ein Homöopath daher und sagt neuin geht auch mit XY C200- dann hat auch der HP Mitwirkung an der Vernachlässigung des Kindes.
Nur kümmert sich keiner drum.
Irgendwie gehts uns zu gut.
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 17:05
Herwig
Ok, Ich hab mal kurz im internet gesucht, und einen haufen Studien gefunden, die die Wirksamkeit der Homöopathie unterstreichen. Auch eine große Menge von Stellungnahmen zur berühmten Lancet- Studie, die alle die Methodik dieser Studie stark kritisieren.
http://www.svensommer.com/index.php?artikel_lancet_kurz
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050915021
http://www.aekh.at/index.php?id=68
http://www.medizin.at/schwerpunkte/SP_Homoeopathie/index.htm#neu
http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dssid=4170&dsmid=67417&dspaid=515636
Außerdem hab ich keine Studie gefunden, die die Arbeitsqweise der Homöopathie berücksichtigt.Siehe
http://www.psychophysik.com/html/re-0911-dellmour.html
Es ist natürlich vollkommener Unsinn Krebserkrankungen rein homöopathisch behandeln zu wollen. Jeder verantwortungsvolle Homöopath würde das ablehnen, und den Patienten zum nächsten Krankenhaus schicken.
Aber wenn man alles als falsch betrachtet, was die klassische Naturwissenschaft nicht erklären kann, bringt man sich selbst um viele interessante Erfahrungen. Oder kann mir jemand physikalisch erklären, warum der Feuerlauf ohne Verbrennungen an den Fußsohlen möglich ist?
Und für alle die noch keinen gesehen haben: Man geht ca 4 Meter über eine Glut mit einer Temperatur von über 500 grad celsius ohne sich zu verletzen.
Ach ja, und eine Studie, die nach meinen oben genannten Kriterien durchgeführt wurde , hab ich noch immer nicht gefunden.
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 17:23
Ulrich Berger
@ Herwig:
Sie fragen, “Oder kann mir jemand physikalisch erklären, warum der Feuerlauf ohne Verbrennungen an den Fußsohlen möglich ist?”
Das ist ein uralter Hut. Vor einem Jahr hatte der Mythos Feuerlaufen sogar die Titelseite im Skeptiker.
Die physikalische Erklärung ist beinahe trivial und zwei Minuten googeln hätten gereicht, wenn Sie es wirklich hätten wissen wollen.
Und was die Homöopathie betrifft: Eine Handvoll der längst durchdiskutierten Anti-Lancet-2005-Kommentare zu verlinken ist in einer Diskussion ein wenig billig. Ein Argument ersetzt das nicht.
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 18:16
alexis von croy
>>>>>Jeder verantwortungsvolle Homöopath (haha, entschuldigen Sie wenn ich lache). Klingt ein bißchen wie “jeder verantwortungsvolle Astrologe, Zauberer oder Scientology”, jedenfalls für mich.
“Lancet” war keine Studie, sondern ein Artikel in der medizinisch.wissenschaftlichen Zeitschrift The Lancet zur Auswertung VIELER Studien.
Die Links, die sie hier bringen, haben 0 Qualität (zero), Genauso gut könnten Sie einen Link zu Fix und Foxy oder nach Disneyworld anbieten.
Zeigen Sie mir doch mal einen Link, wo man eine _wissenschaftlich anerkannte_ Studie ansehen kann! Das Material, das Sie hier anführen ist alt und in allen Punkten längst widerlegt. Wenn ich mit Ihnen über Astronomie diskutiere, will ich auch keine Links zur Katholischen Kirche oder zu den Astrologen im alten China.
Oder beantworten Sie mir, warum 110 Studien von Wissenschaftlern und Universitäten KEINERLEI Wirksamkeit der H. oberhalb des Placebo-Effekts nachweisen konnten.
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 18:36
alexis von croy
Abgesehen davon, dass Sie Argumente von Homöopathen mit Websites von Homöopathen belegn wollen:
Es git keine “klassische Naturwissenschaft”. Nachtigall ick hör Dir trapsen. Immer wenn die Jünger der Esorterik argumentieren, dann schreiben sie von “Schulmedizin” oder “Klassicher Naturwissenschaft”.
Damit wollen sie implizieren, dass das “eine” Richtung von vielen ist, aber natürlich auch viele andere Philosophien zur Natur, Medizin und Wissenschaft denkbar sind. Haha, netter Versuch! Aber (ebenso wie Globuli) unwirksam bei einem Minimum an Bildung und Verstand.
Hier fängt die dümmliche Propganda schon an – denn es gibt nur die Gegesatzpaare
WISSENSCHAFT – GLAUBEN
und
MEDIZIN – ESOTERIK
Es gibt nur EINE Wissenschaft, EINE Chemie, EINE PHYSIK und EINE Medizin.
Diese doofe Manipulations-Strategie durchschauen doch mittlerweile PR-Schüler am ersten Vormittag des Studiums!
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 19:49
Herwig
Ok, ich gibs gleich auf- nur eine Antwort auf meine Frage nach einer Studie , die die Prinzipien einer Homöopathischen Therapie berücksichtigt hab ich noch immer nicht bekommen.
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 19:54
Herwig
Ach ja, und wenn Sie den Artikel im Lancet und die Diskussion verfolgt hätten, würden Sie wissen, das es nur 8 Studien waren, die im endeffekt nach einem Biassystem zu diesem ergebnis geführt haben.
Sie werfen mir vor Homöopathenseiten zur Verteidigung der Homöopathie zu zitieren, und schicken den Link des Skeptikers _ ist doch irgendwie das gleiche? Schicken Sie mir einen Link eines Artikels von Nature, o.ä. dann bin ich zufrieden.
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 19:56
Pianoman
Wenn Sie mal genauer hingesehen hätten, Herwig, hätten Sie festgestellt, dass der Trick darin liegt, nicht mehr die fundamentalen Verstöße der Homöopathie gegen Naturkonstanten und physikalische Gesetzmässigkeiten zu diskutieren, sondern sich nur noch um die Validität von Wirkungsnachweise zu streiten.
Und keiner, der in einer Studie nachgewiesen haben will, dass ein homöopathisches Mittel signifikant besser als ein Placebo war, verrät Ihnen, dass die Anzahl der Studienteilnehmer regelmässig kaum ausreicht, um eine Berliner Eckkneipe zu füllen. Jedoch – und das ist kaum verwunderlich – immer dann, wenn die Studien umfangreichere Probantenzahlen haben, verflüchtigt sich der vorher festgestellte Effekt. Dann aber jammernd die Homöopathen reflexhaft über die unfairen Bedingungen, zweifeln die Aussagekraft wissenschaftlicher Studien an; oder ignorieren einfach die Ergebnisse.
Als homöopathische Pharmazeuten an der Uni Leipzig ihren nobelpreiswürdigen Nachweis der Wirksamkeit hochpotenzierter Belladonna auf die Kontraktion von Rattengedärm hingelegt hatten, sich aber die ganze Angelegenheit kurzfristig später – Dank der Aufmerksamkeit der Forschungsgemeinde – zum Supergau entwickelte, dessen Nachweis mehr als ein Jahr – selbst von den Aufsichtsgremien der Uni Leipzig – nur sehr widerwillig akzeptiert wurde, wurden trotz der vernichtenden Kritik Preise verliehen und Freudenfeuer auf den Webseiten der Glaubulisten entzündet.
Nicht ein Homöopath ist damals auch nur auf den Gedanken gekommen, die Korrektheit der Leipziger Ergebnisse anzuzweifeln; ganz im Gegenteil: Hurra an allen Fronten, endlich der langersehnte Beweis.
Schauen Sie mal, ob Sie heute noch etwas darüber lesen können. Wenn ja, dann hat der Betreffende seine Website nicht gepflegt, betreibt Selbst- und Fremdbetrug, oder heißt Klaus Fritzsche.
Dass in der ehrwürdigen Uni Leipzig dieser Unfug gescha ist um so schlimmer, weil in der Vergangenheit dortr ganz andere Töne zur Homöopathie zu hören waren:
Johann Christian August Heinroth (1773-1843), Professor für Psychiatrie in Leipzig in seinem 1825 erschienen “Anti-Organon oder Das Irrige der Hahnemannischen Lehre im Organon der Heilkunst” :
” (…) das man ihm (Hahnemann) Vieles hat hingehen lassen, was sich vor dem Richterstuhle des strengen Verstandes gar nicht vertheidigen läßt; überhaupt, daß man Herrn Hahnemann´s, zwar nicht Kunst, aber doch Art, sich ein System zusammenzubauen, und nicht bloß unerwiesene, nicht bloß unerweisliche, sonder auch sich selbst widersprechende Begriffe und Sätze zu den Grundpfeilern seinen Gebäudes zu machen, mit einer Milde hat durchgehen lassen, deren sich Herr Hahnemann gegen die Gesamtheit der Äerzte nicht in gleicher Weise beflissen hat.”
Heinroth formuliert dann noch einen Satz, der nicht nur Hahnemann die Grundklage entzieht, sondern – nur nebenbei erwähnt – umfänglich für die Verfahren der Alternativheilerei gilt:
“Wer falsche Begriffe hat, spricht auch falsche Regeln aus, wenn er auf seine Begriffe Regeln baut; und thut er dies, so verleitet er auch zu einem falschen Verfahren.”
Und dann kommt Heinroth – geradezu prophetisch – zu einer Erkenntnis, die an Aktualität nichts, rein gar nichts verloren hat:
” Von jeher hat sich die Ueberzeugung eines determinirten Mannes, wenn diese Ueberzeugung auch nur ein Wahn war, leicht auch anderen Gemüthern mitgetheilt.”
Pianoman
Mittwoch, 25 Juni, 2008 um 20:09
Pianoman
Ach, Herwig, noch etwas: Wenn Sie jetzt wegen der vielen kritischen Anmerkungen wütend werden, probieren Sie mal den berühmten Deutschen Wattwurm, der hat auch schon in Bublaths ZDF-Forum neben Excrementum canium seinen Auftritt gehabt.
Die prüfende Homöopathien bestätigt nämlich:
Ich selbst habe aus der Prüfung ein mir unbekanntes Aggressionspotential mitgenommen. Einen Zorn, den ich kaum beherrschen konnte. Ich litt darunter.
Später, nach drei Monaten erst, wurde mir klar, dass diese, mir fremden Emotionen, “Wattwurmsymptome” darstellen könnten.
Ich nahm Arenicola marina C200.
Unmittelbar danach lösten sich diese Gefühle auf, verpufften wie tausend Funken im Nichts.
Kein Zorn, keine Wut trat bisher wieder auf.
( Jutta Thiel, Autorin)
Sehen Sie, so einfach ist´s, ein grinsender Zombie zu werden.
Donnerstag, 26 Juni, 2008 um 7:54
Sil
>>>>>Dr. E.Berndt:Und wenn sie als Apotheker anfangen, den Leuten zu erklären, das Bachblüten H. usw. nicht wirken, dann werden sie im besten Fall als liebenswerter Schrull angesehen, der überhaupt keine Ahnung hat.
Für eine kritische ehrliche und wissenschaftliche basierte sachverständigeHaltung fehlt jeglicher öffentlicher Rückhalt.
_____________________________________________
Jetzt mal unter uns Pharmazeuten:
Uns Fachleuten glaubt man ja nicht, weil wir a) uns nicht genug mit der jeweiligen Quackmethode befasst haben und
b) weil wir nur den neuesten “Blockbuster” aus Amerika verkaufen wollen, da uns irgendein Konzern den letzten Urlaub bezahlt hat
und c) weil es für Viele verdammt schwer ist, liebgewordene Vorurteile und eigenen Aberglauben zu hinterfragen.
Die Mythen, dass die wissenschaftliche Medizin nur von bösen Pharmamietlingen betrieben wird und die Ärzte nichts Besseres zu tun
haben, als unsere Kinder mit Antibiotika und Schmerzmitteln zu vergiften, wird sogar im “Brights-Forum” (http://www.forum.brights-deutschland.de/viewtopic.php?f=13&t=2296&start=100)hochgehalten.
Originalton:
” Erst ein Homöopath diagnostizierte ein Verdauunginsuffiezienz, verschiedene Stoffe werden nicht abgebaut, in der Haut abgelagert und verursachen endlose Ekzeme. Seitdem er sehr strenge Diät hält, führt er ein ganz normales Leben.”
Und das hier ist von einem Moderator des “Brights-Forums”:
“Nicht unbedingt => Placeboeffekt. Nur bei tatsächlich schweren Fällen. Ansonsten ist es z.B. besser dem Kind bei Schnupfen ein paar Globuli einzuwerfen, beruhigt Mutter und Kind. Echte Arzneien haben in solchen Fällen quasi immer unnötige Nebenwirkungen (wenn auch u.U. sehr gering, aber keine Behandlung wäre auch nicht schlechter).”
oder:
“Der eine verschreibt dann eben Antibiotika oder andere Hämmer (da rollt der Rubel richtig), der andere Globuli (da knacken die Kopeken). Nur auf soeinen (harmlosen) Fall gesehen, ist die zweite Lösung die bessere (besser muss nicht gut, geschweige denn optimal bedeuten). Wem hier geholfen wurde, der kommt wieder.”!!!
______________________________________
Sobald man sich für die wissenschaftliche Medizin einsetzt, wird man sofort mit dem Totschlag-Sekten-Pseudo-Argument der durch die profitorientierte Pharmaindustrie bestochenen Ärzte konfrontiert. Eigentlich ist es langweilig, immer denselben Mist zu lesen. Allerdings kam er diesmal aus einer unerwarteten Richtung.
Da schreibe ich lieber hier, bei den großen und erwachsenen Jungs.
Donnerstag, 26 Juni, 2008 um 8:31
alexis von croy
… bin ich froh, dass es offenbar noch Pharmazeuten gibt, die keine H.-Anhänger sind.
Donnerstag, 26 Juni, 2008 um 8:43
alexis von croy
@Herwig
Sie wollten noch einen Link zur Zeitschrift nature. Ist zwar leicht selbst zu googeln, aber manchen lässt einfach googeln
http://www.nature.com
Unter dem Suchbegriff “homeopathy” finden Sie jede Menge Artikel zu dem Thema, viele allerdings kostenpflichtig. Manches davon lässt sich über google aber auch wieder wo anders finden.
Der Verweis zu Lancet war meiner Ansicht nach nicht mit Ihren Links zu den Seiten von Homöopathen und anderen Esoterikern vergleichbar. Es handelt sich hier um hochwertigen Wissenschaftsjournalismus (ist eh’ selten) vs. Glaubenseiten von H.-Jüngern.
Donnerstag, 26 Juni, 2008 um 11:23
Wolfgang
Hier eine gute Diskussion
http://scienceblogs.com/insolence/2007/07/homeopathy_in_thecringeicu_1.php
Es werden ja weltweit immer mehr Universitätskurse mit anti-science Inhalten angeboten.
Ein unwürdiges Spiel- da sind junge motivierte Leute, die glauben eine schöne Berufsausbildung zu bekommen, dabei ist alles völlig unwissenschaftlich. Furchtbar.
Donnerstag, 26 Juni, 2008 um 18:31
alexis von croy
Unwürdig ist gar kein Ausdruck … so sind wir auf dem besten Weg zu Platz 100 bei PISA.
Wahrscheinlich wird es so ausgehen, dass die Chinesen die Flugzeuge bauen und die Transrapide und moderne Pharmafirmen aufbauen – während wir hier in good old Europe uns vom Fortschritt und der Wissenschaft verabschieden und versuchen, uns mit “TRaditioneller” Chinesischer Medizin von unserer Langeweile zu kurieren …
Donnerstag, 26 Juni, 2008 um 19:45
buchstaeblich
Zeit zu Handeln?
Wie wäre es, TCM-Praxen und andere Obskuritäten unter einem Vorwand aufzusuchen, sich umzusehen und dann mal ein paar Tipps ans örtliche Gesundheitsamt/Ordnungsamt abzusetzen?
Doch, das wirkt.
Sicherer als Otternasentee, Wünschelrutengegängel und Globüschen auf einen Streich.
Vermilbte Trockenkräuter in Einmachgläsern, “Heil”-Pflanzen aus asiatischem Anbau mit Quecksilber oder sonstigen Umweltgiften, HIV-ignorierendes Handeln rund um die Akupunktur …..
(flüstert)
Es ist gar nicht so schwer, solche Läden dichtzumachen, glaubt mir!
Freitag, 27 Juni, 2008 um 7:52
Geheimwaffe Globuli « JOHANNA SEZ
[...] klinischen Studie irgendeinen messbaren Erfolg erzielen konnten und deren Grundzüge auf einem Irrtum beruhen. Wie mein Vater, niedergelassener Arzt für Allgemeinmedizin, zu sagen pflegt: “Die [...]
Freitag, 27 Juni, 2008 um 9:07
Dr. E. Berndt
Aus dem Buch “Die Andere Medizin” der Stiftung Warentest . “Alternative” Heilmethoden für Sie bewertet, das abschließende Statement:
Bewertung
Die Wirksamkeit der TCM ist außer für Kopfschmerzen für keine andere Erkrankung belegt. Die Risiken sind erheblich. Den diagnostischen Techniken der TCM konnte keine Zuverlässigkeit bestätigt werden.
Eine Nutzen-Risiko-Abwägung fällt bei Kopfschmerzen aufgrund des schwachen Wirksamkeitsnachweises und der bestehenden Risiken eher negativ, für alle anderen Erkrankungen negativ aus.
TCM ist zur Behandlung von Kopfschmerzen wenig geeignet, zur Diagnose oder Therapie bei allen anderen Erkrankungen nicht geeignet.
Dieses Buch wurde im Zusammenarbeit mit dem Verein für Konsumenteninformation, Österreich unter Mitwirkung von Krista Federspiel, Vera Herbst und Prof. Edzard Ernst als Schlussbegutachter herausgegeben.
Prof. Edzard Ernst ist der führende Fachmann für alterantive und komplementäre Heilmethoden.
Das alles kümmert aber nicht die Gesundheitspoliker, die Ärzteschaft und auch die Apotheker nicht. Das Gesundheitswesen und das allgemeine Bewußtsein ist wie von einem bösen Pilz mit allen nur denkbaren Undenkbarkeiten durchwuchert. Esonomic ist das Ergebnis einer Symbiose von Ökonomie und bezahltern Infotainment der Medien, deren “Produkte” als objektive und wissenschaftlich fundierte Informationen angesehen werden.
Während in reinen technischen Bereichen wie Kühlschränken oder Autos die Scharlatanerie von Kosumentenschutz und Arbeitkammer etc. noch in Grenzen gehalten wird, und schädliche oder gefährliche Apparate vom Markt genommen werden müssen, gibt es keine Handhabe gegen die Verbreitung von medizischen oder pharmazeutischen Unsinn. Beschützt von demokratisch verbriefter Meinungsfreiheit und dem Recht Geschäfte machen zu dürfen fühlen sich Heilsteinverkäufer, Energethiker, Fengshuiler und Heilpraktiker aller Sorten und Areten nicht nur als Experten, sondern sehen sich mindestens als gleichwertig wenn nicht als bessere Alternative, gegenüber echten Fachleuten an, die ja, weil langwierig und langjährig theoretisch und praktisch ausgebildet (= verbildet )worden sind und keine Ahnung von der Praxis haben.
Nun steigen Ärzte und Apotheker auch in dieses Geschäft ein. Mit dem Argument, die Patienten nicht zu verlieren oder zu verprellen, gibt es für nahezu alles auch Fortbildungen.
Freitag, 27 Juni, 2008 um 9:57
Wolfgang
auch ganz nett
aus der Mün Med Wochenschrift
http://www.mmwonline.de/mmw/aktuelle_medizin/nachrichten/content-127879.html
Ayurvedische Kräutermixturen
Vorsicht: Gift
Indische Botaniker untersuchten 30 Stichproben ayurvedischer Heilpflanzen. Insgesamt fanden sie 858 Isolate, die mit Pilzen infiziert waren. 13 davon produzierten Aflatoxin B1. Sie fanden ferner einen hohen Feuchtigkeitsgrad in den Stichproben, der das Pilzwachstum fördert.
Quelle: P. Singhet al. Fungal contamination of raw materials of some herbal drugs and recommendation of Cinnamomum camphora oil as herbal fungitoxicant. Microb Ecol. 2008 Mar 6. DOI 10.1007/s00248-008-9375-x.
Autor: E. Ernst
Stand: 18-06-2008
Kommentar
Aflatoxine sind hochgradig hepatotoxisch. Heilkräutermixturen, die derart kontaminiert sind, können sich als tödliche Gifte entpuppen. Ayurvedische Mixturen haben nicht nur wegen der insuffizienten Lagerung und dem daraus resultierenden Pilzbefall eine schlechte Presse. Zahlreiche Publikationen der letzten Jahre zeigen, dass sie auch häufig mit toxischen Schwermetallen belastet sind. Zudem sollte man immer fragen, wo denn der Beleg ist, dass diese Mittel wirksam sind. Bei Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses kann ich nur sagen: nein danke!
Click here to find out more!
Freitag, 27 Juni, 2008 um 10:10
Wolfgang
alexis schrieb: “Wahrscheinlich wird es so ausgehen, dass die Chinesen die Flugzeuge bauen und die Transrapide und moderne Pharmafirmen aufbauen – während wir hier in good old Europe uns vom Fortschritt und der Wissenschaft verabschieden und versuchen, uns mit “TRaditioneller” Chinesischer Medizin von unserer Langeweile zu kurieren”
Warum etwas in der Zukunft vermuten, wenn es bereits eingetroffen ist.
Die erste Universität für TCM bildet ja bereits aus.
… http://tcm-university.edu/UNI/index.htm
Freitag, 27 Juni, 2008 um 12:02
alexis von croy
ja, ich weiß. Wahrscheinlich müssen aufgeklärte Menschen bald nach Indien auswandern …
Ich habe so das (nicht belegte) Gefühl, dass in Ländern, die gerade an der Schwelle zu Wohlstand und Demokratie stehen, die Werte der Wissenschaft und Medizin noch höher gehalten werden, vielleicht weil die Menschen noch dankbarer sind für die Erfolge der Medizin – und sich viele noch daran erinnern könne, wie viele Menschen starben als es keine Antibiotika gab, Chemotherapien oder Impfungen oder … oder
Die Umschreibung “wahrscheinlich geht es uns zu gut” klingt zwar platt – aber wahrscheinlich trifft sie den Sachverhalt ziemlich präzise
Freitag, 27 Juni, 2008 um 12:14
alexis von croy
Ayurveda ist mit eine der größten Scharlatanerien. Ich empfehle den Artikel von Robert Todd Carroll:
http://www.skepdic.com/ayurvedic.html
R.T. Carroll ist überhaupt sehr angenehm zu lesen. Sein Buch “the Skepdic’s Dictionary” nehme ich oft zur Hand wenn ich mal schnell etwas zur Esoterik nachschlagen will. Sehr eloquent, kein Schaum vorm Mund, aber überzeugend und witzig.
Er schreib u.a. von dem US-Ayurveda-Papst xy, der in einer Millionenvilla bei L.A. lebt, armen Leuten predigt, wie gesund es ist, auf Materielles zu verzichten und dafür 25.000 Dollar Honorar pro Vortrag kassiert …
Freitag, 27 Juni, 2008 um 14:48
Wolfgang
25.000 US$ pro Vortrag- da bin ich ja direkt billig dagegen.
Kleine Korrektur
die Arbeit über Aflatoxine in ayurvedischen Tees ist nicht von P Singhet , sondern von P Singh et al- das hat die Münchner Med Wochenschrift falsch gemacht.
Samstag, 28 Juni, 2008 um 18:15
sprechakt
Placebo hin oder her – wenn es hilft, kann es doch nur recht sein! Wo liegt das Problem? Auch in der Schulmedizin spielt der Placebo-Effekt keine unwesentliche Rolle, etwa bei Erkältungsmedikamenten, wie ich vor kurzem in einem Radiointerview mit verschiedenen Forschern/Ärzten gehört habe.
Kurz: Sollte die Homöopathie klinisch wirkungslos sein, so sollte man, im Sinne der “Gläubigen” dennoch tunlichst vermeiden, dies an die große Glocke zu hängen. Warum die Kraft des Glaubens, ein wichtiger Teil in der Gesundung eines Menschen, ersticken?
Samstag, 28 Juni, 2008 um 19:59
Wirkungsloses und Placebos en masse? :: cimddwc
[...] zudem „Biochemie nach Dr. Schüssler“, quasi Homöopathie mit anderen Mitteln und genauso wirkungslos jenseits von Placebo-Effekten. Wikipedia dazu (meine Hervorhebungen): Schüßler-Salze sind [...]
Samstag, 28 Juni, 2008 um 22:24
sprechakt
Zitat aus dem genannten Link: “[...] Wer jetzt allgemein meint, solche und andere paramedizinischen Methoden wären doch kein Problem, wenn’s nicht wirken sollte, schadet’s wenigstens auch nicht, dem sei gesagt, dass durch solche wirkungslosen (und trotzdem sicher nicht kostenlosen) Methoden gern – und das kann durchaus schädlich sein! – zu lange oder generell darauf verzichtet wird, wirkungsvolle Therapien der evidenzbasierten Medizin anzuwenden [...]”
Bei harmlosen (oder eingebildeten
) Krankheiten sind solche Placebos genauso wirksam wie “evidenzbasierte” Medikamente (habe ich zumindest so gelesen). Und wenn der Patient mit dem Zauberspiel glücklich ist, welches da vom ‘westlichen Schamanen’ betrieben wird, und gerne dafür Geld ausgibt (denn er könnte ja auch eine quasi kostenfreie Behandlung beim normalen Arzt bekommen) – warum nicht?
Bei schweren und Erkrankungen und Erkrankungen, die möglichst früh diagnostiziert werden sollten, ist der Arzt natürlich nicht zu ersetzen. Was die Motivation bezüglich des Krankheitsverlaufs angeht, ist aber sicherlich der Placeboeffekt äußerst positiv zu bewerten. Wenn der Patient also zusätzlich noch zum Heilpraktiker geht und später den Heilungserfolg diesem zuschreibt und nicht der Schulmedizin, kann es doch im Grunde egal sein: Der Patient ist zufrieden – der Heilpraktiker (bzw. die dahinter stehende Industrie) ist zufrieden – der Arzt sollte zufrieden sein, weil der Patient aktiv und positiv (durch den Placebo) den Heilungseffekt unterstützt hat.
Sonntag, 29 Juni, 2008 um 13:58
wolfgang
wenn jemand ausdrücklich draufhinweist, dass seine/ihre Homöopethie Vodoo, Grander etc pp völlig wirkungslos ist, so hätte ich kein Problem damit. Wenn jedoch jemand behauptet Homöopathie heilt beispielsweise alle chronschen und akuten Krankheiten ohne Nebenwirkungen- so gibts da erstens ein massives Vertrauensproblem und zweitens ja ein Geldproblem auch.Würden wir nur nachgewiesen wirksame Medizin bezahlen, würde eine Menge Geld überbleiben was bislang für Vodoo, Chakra-Heilung und ähnliches hinausgeschmissen wird.
Sonntag, 29 Juni, 2008 um 16:43
Dr E. Berndt
Es ist gleiches Vorgehen, wie beim Rauchen zu fordern, nämlich Warnhinweise!
Der Betrug, zumindest der moralische Betrug, liegt darin, dass die unwissenden Konsumenten und Patienten glauben, dass all diese Verfahren und Mittel einer Evidenz basierten Medizin und Pharmazie gleichwertig sind, also genau so streng geprüft und für wirkungsvoll befunden befunden worden sind.
Dem ist aber nicht so. Alle diese modernen Wunder werden dem Zeitgeist entsprechend mit Attributen geschmückt, die Wissenschaft vortäuschen. Aber es ist nirgendwo Wissenschaft drinnen und obendrein, hat der Gesetzgeber viele alternative und komplementäre Mittel “expressis verbis” von den sonst so strengen Prüfungen und Auflagen einfach befreit.
Hier wurde nicht nur eine 2. Realität mit Ausnahmegesetzen etabliert, sondern der Staat kommt einer seiner wichtigsten und hoheitlichen Aufgaben, seine Bürger vor Betrug und Übervorteilung zu schützen, wie zum Beispiel bei den Nahrungsergänzungsmitteln, überhaupt nicht mehr nach.
Es gibt auf dem Sektor “Gesundheit” keine Spielregeln, auf die man sich verlassen kann. Hier darf jeder nach Gusto und Belieben Ratschläge erteilen.
Im Kleingedruckten steht dann drinnen, dass man zusätzlich den Arzt befragen soll, oder so ähnliche Formulierungen, die von jeder Haftung entbinden.
Bei den Rauchwaren müssen Warnhinweise draufstehen. Bei Homöopathie und Co. steht nichts drauf. Es gibt keine Warnhinweise, dass es sich um keine wissenschaftlich überprüfbaren Methoden und Mittel handelt, dass bislang alle Überprüfungen in der weitaus überwiegenden Zahl nur negative Resultate erbracht haben, und es steht auch nicht drinnen, dass z.B. Homöopathie oder Bachblüten in krassem Widerspruch zu allen Naturwissenschaften steht. Die Patienten und Konsumenten werden nicht ausdrücklich gewarnt, dass die Nichtbehandlung, bzw. die scheinbare Behandlung von Erkrankungen schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann.
Eine weitere echte Täuschung der Patienten und Konsumenten ist die gleichzeitige Behandlung mit alternativen und komplementären Methoden und die zusätzliche Gabe von Homöopathie und Co. zu geprüften Medikamenten. Hier können sich dann die Patienten und ihre alternativen Therapeuten, darunter auch approbierte Mediziner, immer aussuchen was gewirkt hat.
Montag, 30 Juni, 2008 um 6:52
alexis von croy
@sprechakt
Sorry, aber das ist m.E. mach eine etwas naive Haltung. Klar gibt es Fälle, in denen H. harmlos ist, und natürlich spielt der Placebo-Effekt auch in der Medizin eine große Rolle. Allerdings wird der Placebo-Effekt in der Wissenschaft und Medizin nach wissenschaftlichen Standards erforscht und eingesetzt.
Die Homöopathie aber:
- macht sich Placebo-Effekt und Selbstheilungskräfte des Körpers wirtschaftlich zu nutze und verschweigt, warum Menschen nach der Einnahme von Globuli oft gesund werden.
- kümmert ich nicht nur um Erkältungen und Fußpilz sondern macht Versprechungen auch bezüglich schwerster Krankheiten und sogar bis hin zu Unfallverletzungen, Geisteskrankheiten und schwersten psychischen Krankheiten
- behauptet, dass es die nicht vorhandenen Moleküle ihrer Mittel sind, die die Menschen heilen und trägt somit zur Volksverblödung zu (auch wenn es immer schwerer wird, das Niveau weiter zu senken)
- hält immer wieder, teilweise mit tödlichen Konsequenzen, Menschen davon ab, sich rechtzeitig und gründlich medizinische behandeln/operieren etc. zu lassen
Zu “Guter” letzt ist die Homöpathie eine Ideologie, die sich darauf stützt, dass die Menschen, die sie vertreten, nichts wissen – und andere Menschen, die auf sie vertrauen, vorsätzlich manipulieren.
V.a. wenn Ärzte H. betreiben, halte ich das für absolut unverantwortlich bis kriminell.
Klar, wenn jemand meint, sich seinen Schnupfen mit Globuli zu kurieren, soll er machen. Solange ich sie nicht mitfinanzieren muss, stört mich das wenig. Es geht hier auch um GRUNDSÄTZLICHES und nicht um ein paar verschrobene Spinner. Soll unser Gemeinwesen (Krankenkassen) Aberglauben finanzieren?
Wer Homöopathie für geeignet hält, Menschen zu heilen, der würde wohl auch Astrologen beschäftigen, um Satellitenmissionen zum Mars zu leiten, Feng-Shui-Spezialisten Alpentunnels bauen zu lassen und die Wasserversorgung von New York Wünschenlrutengängern überlassen.
Montag, 30 Juni, 2008 um 8:02
Wolfgang
Hier mal ein Beispiel was Homöopathen so alles versprechen,es fängt ja bereits mit der Bezeichnung “Arzneitherapie” an, Therapie suggeriert Erfolg, Arznei suggeriert, dass das auch belegt ist, so wie bei normalen pharmaceuticals und biologicals.
“Was alles ist Homöopathie?
Homöopathie – ist eine Arzneitherapie.
Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Ähnliches mit Ähnlichem heilen. zB. beim Schneiden von Zwiebeln beginnen die Augen zu brennen und die Nase zu fließen. Ein solcher Schnupfen wird durch Allium cepa, die Küchenzwiebel geheilt.
Die Heilung erfolgt sanft, Arzneien, die nach der Ähnlichkeitsregel verwendet werden, wirken schonend. – Sie sind bereits in geringster Dosis wirksam.
Die Heilung tritt gewiß ein. Solange noch eine Spur von Kraft im Körper vorhanden ist, kommt mit Hilfe des homöopathischen Heilmittels die Heilung in Gang.
Die Heilung erfolgt prompt. Bei akuten, erst seit kurzer Zeit bestehenden Störungen der Gesundheit ist die Besserung sehr bald zu erwarten. Besteht die Krankheit schon über lange Zeit, etwa mehrere Jahre, setzt die Besserung erst allmählich ein.
Die Heilung ist ganz. Sowohl örtliche Übel, aber auch das Allgemeinbefinden und die Gemütsverfassung werden gebessert. Die Arznei wirkt auf den ganzen Menschen.
Die Heilung verläuft ohne Schaden für den Patienten. Die milde Dosis reicht, die Heilprozesse des Körpers anzuregen.
Wer kann homöopathisch behandeln?
Jeder, der sich mit der Methode und dem Menschen ernstlich beschäftigt. Schwere Krankheiten soll nur der erfahrene Arzt behandeln.
Bei welchen Krankheiten wirkt die Homöopathie?
Bei allen akuten und chronischen Leiden. ”
Quelle: http://www.dr.loibner.net
Montag, 30 Juni, 2008 um 8:42
sprechakt
“V.a. wenn Ärzte H. betreiben, halte ich das für absolut unverantwortlich bis kriminell.”
Soweit ich weiss, gibt es immerhin bereits einen anerkannten universitären Zweig “Alternative Medizin/Homöopathie” im Rahmen des Medizinstudiums, angeregt und gegründet unter der Medizinerin Dr. Veronika Carstens.
Die Forderung nach “Warnhinweisen” in Bezug auf homöopathische und sonstige alternative Medikamente und Heilmethoden finde ich einen sehr guten Ansatz. Nur das Wort “Warnung” gefällt mir nicht, es bezeichnet die Gefahr eines Schadens (der eigentliche mögliche Schaden wäre ja der der Unterlassung der erforderlichen med. Therapien) , angemessener wäre m. E. “Wichtiger Hinweis” oder ähnliches.
Ich kenne übrigens einen Allgemeinarzt, der zusätzlich alternative Heilmethoden anbietet, nicht weil er anfänglich selbst daran geglaubt hätte, sondern “weil die Leute das wollen. Die kommen her und wollen unbedingt diese oder jene Behandlung, oft, obwohl sie eigentlich gar nicht krank sind.” Inzwischen ist er, ehemals äußerst kritisch, selber überrascht und überzeugt, dass es in vielen (leichten!) Fällen gut hilft.
Deswegen würde ich, entgegen Ihrer Meinung, gerade befürworten, dass Ärzte verantwortungsvoll entsprechende Heilmethoden einsetzen, weil nur sie abwägen können, wann es möglich und ungefährlich ist und wann herkömmliche Methoden notwendig sind. Wenn diese Ärzte allerdings ihren Patienten sagten, “hören Sie mal, in Wirklichkeit verschreibe ich Ihnen da nur ein Placebo”, wäre der Effekt natürlich dahin.
Ich sehe den Boom der ‘Zaubermedizin’ im Zusammenhang mit dem Verschwinden jeglicher Transzendenz in unserer westlichen Gesellschaft: Die Religion ist weitgehend entzaubert, es herrscht die kalte, nüchterne Naturwissenschaft. Dem Menschen wohnt aber ein Bedürfnis nach Übernatürlichkeit und (negativ ausgedrückt) Hokuspokus und Zauberei inne. Selbst große Naturwissenschaftler und rationale Staatsmänner gaben zu, dass sie sich nicht vom Aberglauben hätten befreien können.
Sie prangern die wirtschaftliche Ausbeutung durch wirkungslose, wenn nicht schädliche alternativen Heilmethoden an.
Ich erlaube mir die Gegenfrage: Macht die Pharmaindustrie nicht ebenso “den großen Reibach”, indem sie massenweise Placebos (z. B. besagte Erkältungsmedikamente) auf den Markt bringt?
Und: Wie sind die mehr oder weniger starken Nebenwirkungen der ‘evidenzbasierten’ Medikamente zu bewerten? Da bekommen Frauen in den Wechseljahren z. B. jahrelang hochdosierte Hormone verschrieben, mit den bekannten Folgen!
Die Homöopathie und sonstige alternative Heilmethoden sind sicherlich mit kritisch und mit Vorsicht zu betrachten. Genauso aber auch die herkömmlichen Methoden!
Montag, 30 Juni, 2008 um 9:27
alexis von croy
Habe leider gerade nicht viel Zeit, deshalb nur in Stichpunkten:
>>>>Soweit ich weiss, gibt es immerhin bereits einen anerkannten universitären Zweig “Alternative Medizin/Homöopathie” im Rahmen des Medizinstudiums, angeregt und gegründet unter der Medizinerin Dr. Veronika Carstens.
Das bedeutet nur, dass es sowas gibt. Über denn Sinn dieser Sache sagt es nichts aus. Traurig ist es aber.
>>>Inzwischen ist er, ehemals äußerst kritisch, selber überrascht und überzeugt, dass es in vielen (leichten!) Fällen gut hilft.
Niemand hat jemals bestritten, dass PLACEBOS helfen können. Das bedeutet noch lange nicht, dass ein ARZT diesen Unsinn mitmachen muss. Er könnte ja auch indianische Medizinmanntänze aufführen – und es würde einem Teil der Leute helfen. Die Homöopathie aber wehrt sich STRIKT dagegen, dass der Placebo-Effekt der Grund für ihre Erfolge sein könnte. In diesem Sinne verrät jeder Arzt, der auf diesen Zug aufspringt, seinen Eid.
“V.a. wenn Ärzte H. betreiben, halte ich das für absolut unverantwortlich bis kriminell.”
>>>> Ich sehe den Boom der ‘Zaubermedizin’ im Zusammenhang mit dem Verschwinden jeglicher Transzendenz in unserer westlichen Gesellschaft: Die Religion ist weitgehend entzaubert, es herrscht die kalte, nüchterne Naturwissenschaft.
Das ist ein Klischee, mehr nicht. Es gibt eben (so wie es gute und schlechte Malermeister gibt), schlechte und gute Mediziner. Wem schon mal ein Rettungshubschrauber, eine Herz- und Lungenmaschine oder die Bluwäsche das Leben geretttet hat, wird sich kaum über die “kalte Apparatemedizin” beschweren. Diesen Luxus können sich nur Blogger erlauben. Schließlich rettet diese “kalte Technologie” weltweit jeden Tag Abertausenden das Leben. Beide meiner Eltern leben weil es diese Maschinen gibt, und ich bin froh, dass sie Herzinfarkt/Schlaganfall überlebt haben. Hätte ein Homöopath die Erstversorgung geleistet und sich in den verg. Jahren um sie gekümmer, hätte ich keine Eltern mehr.
Diese Methode, PRO Homöpathie zu sein, eben weil es auch schlechte Ärzte gibt, führt bei mir nur zu einer weiteren Analogie/Frage:
Wenn Ihnen Ihr Malermeister zu schlecht ist, suchen Sie dann einen besseren MALERMEISTER oder führt das dazu, dass Sie glauben, ein Metzger könne besser Wände streichen? Wenn ich finde, dass ein Arzt schlecht ist, gehe ich zu einem besseren ARZT.
Aber genau so funktioniert die Homöopathie: Sie redet Menschen ein, dass die “Schul”medizin kalt und unpersönlich ist und die H. die Rettung. Damit nutzt die H. nur aus, dass es eben genau so viele schlechte Ärzte wie schlechte Maler, Mechaniker, Bäcker und Rechtsanwälte gibt. Das ist somit die einzige, traurig armseelige Basis der ganzen alternativen “Heil”verfahren: Von schlechten Ärzten enttäuschte, leidende Menschen, die nicht kritikfähig und gebildet genug sind, den faulen Zauber zu entlarven und sich (was schwierig sein kann!) einen wirklich guten Arzt zu suchen. Diese aber gibt es.
Daselbe gilt für die Pharamaindustrie: NATÜRLICH läuft das vieles ab, was ebenso unehrenhaft ist und dumm wie Homöopathie und sich nur an Geld orientiert. Das ist aber kein Grund abergläubisch zu werden. Man muss nur kritisch bleiben und sich informieren.
Wenn Menschen bereits sind, 20 Tests zu Digitalkamaras zu lesen, bevor es sich eine für 200 Euro kaufen, kann man vielleicht auch erwarten, dass sie sich über gute Ärzte, Medikamente und Therapien informieren. Macht nicht so viel Spaß, wie im Media Markt über die neuesten Plasmafernseher zu diskutieren, führt aber aber zwangsläufig zu einem Symptom, das als Bildung bekannt – war.
Dass Pharmaunternehmen auch teilweise mit Schrott Geld verdienen, bedeutet nicht, dass die Homöopathie wirken kann. Diese Art von Begründung entbehrt jeder Logik. Es ist ebenfalls eine beliebte Methode, mit dem Versagen das völlig Sinnlose andere begründen zu wollen. Das sind aber keine Argumente sondern reine Irreführung.
Wenn Sie das nächste Mal starke Zahnschmerzen haben – BITTE versuchen Sie es mit einem homöpathischen “Medikament”. Dann hat die Wissenschaft Sie wieder
Montag, 30 Juni, 2008 um 11:03
alexis von croy
googeln Sie doch mal nach ihrer ach so seriösen “Medizinerin” Veronika Carstens. … Das hatte ich mir schon fast gedacht, dass die Artikel für Esoterikzeitschriften verfasst …
In den langen dunkeln Prä-Google-Zeiten konnte man mit sowas (dem Verweis auf ein “Medizinerin”) noch Eindruck schinden.
Montag, 30 Juni, 2008 um 13:27
sprechakt
Ich habe es mir angewöhnt, aus Prinzip Gegenargumente zu liefern, wenn eine einhellige Meinung zu einer bestimmten Sache herrscht, wie hier zu diesem Thema offensichtlich der Fall.
. Meine persönliche Meinung zu dem Thema: Ich wusste einfach zu wenig über die Hintergründe, um mir ein klares Urteil zu erlauben. Deswegen bin ich Ihnen auch dankbar, zu meiner Aufklärung beizutragen
.
Leider ist es mir wohl in meinen Anmerkungen nicht gelungen, deutlich zu machen, dass ich NICHT zauberischen Medizinmännern und Esoterikern anhänge, im Gegenteil. Weil ich ja ‘nur Bloggerin’ bin und mir das leisten kann, unfundierte und unlogische Fragen zu stellen, habe ich das einfach mal gemacht
Es ist doch so: Sie als Experten (davon gehe ich jetzt einfach mal aus) sind sich ja weitgehend einig. Viel wichtiger ist es, Leuten wie mir, oder noch wichtiger, notorisch Überzeugten umstrittener alternativer Heilmethoden, ganz unarrogante Kommunikation und Aufklärung anzubieten, anstatt sich in Ihrem wissenschaftlichen Kreis gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, wie Recht Sie doch haben
.
Sie werden nämlich gerade im Zusammenhang mit Homöopathie etc. mit unlogischen Argumenten und Erklärungen zu tun haben, aber das wissen Sie ja bereits zu Genüge.
Mein Versuch, Hintergründe des Esoterik-Booms zu beleuchten, bedeutete keinesfalls, dass ich selber Esoterikerin bin und jegliche “kalte Gerätemedizin” ablehen. Es ist genauso unlogisch von Ihnen, diesen Schluss daraus zu ziehen!
Auch die Frage nach Veronika Carstens und dem universiäten Studiengang ‘Alternative Heilmethoden’ war in dem Zusammenhang berechtigt. Denn: Sollte man nicht annehmen, dass die Universität nur das lehrt, was auch allgemein anerkannte Lehrmeinung (im wissenschaftlichen Sinne) ist? Deswegen habe ich diese kritische Frage gestellt, und nicht, um damit die Wirksamkeit von Homöpathie zu beweisen!
Schönen Gruß, Sprechakt
Montag, 30 Juni, 2008 um 13:53
alexis von croy
Hallo,
keine Sorge, ich bin auch kein Doc oder Chemiker
Ich bin Luft- und Raumfahrtjournalist, und das Thema interessiert mich seit Jahren weil ich eben schon immer eine eher skeptische Grundhaltung zu esoterischen und “alternativen ” Dingen hatte und mich die auswendig gelernten Argumente gegen die “Schul”medizin stören. Da kann ich nur sagen lieber SCHULmedizin als gar nichts gelernt …
Es dauert natürlich immer ein wenig, die anderen Teilnehmer solcher Blogs zu verstehen, bzw. ihre Motivation. Deshalb: Sorry für meine manchmal etwas provokante Ausdrucksweise. Ich drücke mich eben gern etwa pointierter aus
Der “Mittelweg” liegt mir bei Dingen, die mich wirklich brennend interessieren nicht so. Und: Ich habe Kinder, und diese will ich aufgeklärt und vernünftig erziehen und sie gegen die Dummheit dieser Welt immunisieren (impfen). Also versuche ich, den Dingen auf den Grund zu gehen… that’s all.
Lesen Sie mal im Internet zur “Öltherapie”, eine alternative Heilmethode, die diese Dr. Carstens propagiert. Da esse ich lieber meinen Salat mit Olivenöl …
Kollege Wolfgang hat da oben auch eine Link hinterlassen:
http://www.dr.loibner.net
Lesen Sie mal auf dér Seite dieses österreichischen “Arztes”, was der zu Impfungen und Antibiotika schreibt (unter “Texte”). Das sind die wirklich gefährlichen Leute. Ich kann mir richtig vorstellen, wie der bei sich in der Provinz einfache Leute dazu bringt, ihre Kinder nicht impfen zu lassen und ihnen keine Antibiotika zu geben.
Für mich fällt das eindeutig unter Volksverhetzung und unterlassene Hilfeleistung. Und das meine ich jetzt wirklich NICHT polemisch sondern im Wortsinn, genau so. Diese Haltung und das Verbreiten so tödlichen Unfugs sollte unter Strafe verboten sein.
viele Grüße
Alexis
Montag, 30 Juni, 2008 um 22:13
wolfgang
@alexis
bite bei Loibner aufpassen, der hat mich mal wegen übler Nachrede geklagt. Ich hatte versucht einen Impfgegnervortrag von ihm an einer Schule zu verhindern- und habe in einer e-mail an den Schuldirektor festgestellt, dass er mit seiner Impfgegnerschaft auch mitverantwortlich ist, am Tod von Kindern an Masernkomplikationen (14 Tote seit 1998)- ich stelle hiermit nachdrücklich fest, dass ich Dr Loibner nicht mehr auch dafür mitveranwortlich mache, da ich ohne Eröffnung des Verfahrens einfach verurteilt wurde.
Wirklich schlimm ist allerdings Dr Wohlgemuth- nach eigenen Angaben hat sie das Grazer Frauengesundheitszentrum mitaufgebaut- als med Dienstleistung bietet sie Chakra Heilung etc pp an,und bei ihr tun sich nach Bedarf Pilze Viren und Bakterien ineinander umwandeln. Ulrich hat sich ihrer hier im März angenommen PISA-Schock in der Arztpraxis.
Und sie macht ganztägige Fortbildungen für Hebammen (um 75 €) zum Thema Impfungen- wiewohl sie auf ihrer HP schreibt, dass diese alle unwirksam wären.
Für mich völlig uverständlich, dass solche Typen noch als Ärzte arbeiten dürfen- ist ja nur gefährlich.
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 8:17
alexis von croy
@wolfgang
Danke für den Tipp!
Für mich allerdings ist klar, dass jemand, der sich gegen das Impfen von Kindern einsetzt dann auch verantwortlich ist, wenn (diese) Kinder an diesen nicht geimpften Krankheiten erkranken. Meine persönlich Meinung über diesen Mann – nach Studium seiner Website und Texte – ist, dass er unseriös ist und unverantwortlich und gegen alle Erkentnisse der Wissneschaft und der Medizin handelt. Und damit Menschen schadet – und nicht nützt.
Zu der Frau Dr. Wohlgemuth allerdings fällt mir noch nicht mal mehr erwas Polemisches ein. UNSÄGLICH !
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 8:51
Wolfgang
siehst du und aus juristischen Erwägungen sag oder schreib ich nichts mehr ob dieser Mann unseriös ist.
Es gibt aber rechtgültige Dokumente von Ärztekammern, die besagen, dass jemand unseriös ist, wenn er nicht die Wahrheit sagt- gemeint sind medizinische Fakten.
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 9:24
buchstaeblich
Wolfgang,
wir äußern uns – gemein wie wir sind – einfach nicht mehr über eventuelle Seriösitäten dieses Herrn, und denken uns unser Teil, okay?
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 9:55
Wolfgang
@buchstäblich, oK- wobei wir uns aber von diesem Herrn aber auch nicht den begriff “Denken” vorschreiben lassen
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 10:07
buchstaeblich
I wo! Eines meiner Lieblingsmottos: “Selber denken macht schlau”.
Nicht nur, aber speziell im Hinblick auf Homöodingsiges und andere Esoteritäten.
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 10:31
alexis von croy
Es reicht aber nicht, wenn wir uns nur unseren Teil denken. Ich bin schin der Meinung, dass diejenigen unter uns, die etwas verstanden haben und Überzeugungen haben, anderen helfen müssen, diese Scharlatanerien zu durchschauen. Und dann gibt es auch noch einen großen Teil von Aussagen, die ganz einfach durch das Recht der freien Meinungsäußerung gedeckt sind.
Ich kann zum Beispiel völlig “gefahrlos” hier meine Überzeugung veröffentlichen, dass Herr Dr. Loibner unverantwortlich und leichtsinning mit der Gesundheit seiner Patienten umgeht, wenn er ihnen empfiehlt, sich nicht impfen zu lassen. Das ist auch meine Überzeugung.
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 10:44
buchstaeblich
Schon klar, alexis von croy,
es ging grad auch eigentlich eher um “Formulierungen von Kritik, die keine Verfahren und Verurteilungen nach sich ziehen”.
Natürlich muss darüber geredet werden, natürlich ist es gut, Missstände zu benennen, aber aber man kann das ja auch so tun, dass der kritisierte keine Angriffsfläche findet, vor Gericht zu ziehen und obendrein abzukassieren.
Ich hatte wolfgang also eher indirekt für seien rhetorischen Kniff gelobt, der alles sagt, aber ihm kein Verfahren einbringt.
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 10:55
alexis von croy
Verstehe. Wolfgnag hat mir zwei Artikel von sich geschickt, die er über das Thema Impfen verfasst hat – sehr beeindruckend in Argumentation uns Stil (so sachlich und cool könnte ich das wohl nicht)
Alexis
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 11:07
buchstaeblich
Krieg ich die auch, Wolfgang?
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 11:18
Wolfgang
klar aber ich hab da buchstäblich keine e-mail addi gefunden….
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 14:04
buchstaeblich
Wolfgang,
hast du auch einen Blog? Dann besuche ich dich gern dort.
Oder Du verewigst dich bei mir, dann sehe ich deine @adresse in meiner Kommentarliste (aber nur ich, sonst kann die keiner sehen). Schon mal danke!
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 14:12
Wolfgang
man findet mich zB da
http://oegk.zup-media.com/#
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 15:22
alexis von croy
Die Präsentation auf Wolfgangs Seite habe ich mir eben angesehen. Sehr interessant und informativ!
Dienstag, 1 Juli, 2008 um 19:28
sprechakt
@ Alexis von Croy,
danke für die weiterführenden Hinweise, ich werde mich weiterhin kritisch damit auseinandersetzen
Zum Impfen:
Ich finde, mit seinem eigenen Körper kann man Schindluder betreiben, wie man will, aber wenn es um das Leben der eigenen Kinder geht, würde ich auch persönlich immer die Möglichkeit wählen, die am Schnellsten und am Sichersten zur Gesundung führt bzw. die beste Vorsorge bedeutet.
Denn Kinder können ja auch noch nicht selbstverantwortlich entscheiden, ob sie geimpft werden wollen oder nicht.
Zum Thema Verleumdungsklage und freie Meinungsäußerung:
Wenn eine Natur-Ärztin behauptet, Impfungen seien unwirksam, ja schädlich, verleumdet sie damit nicht genauso die Zunft der Mediziner wie umgekehrt jemand, der sagt, nicht zu impfen sei unverantwortlich, ihre Person ‘verleumdet’?
Mittwoch, 2 Juli, 2008 um 8:13
alexis von croy
… keine Ahnung! Natürlich “verleumdet” so jemand erst einmal alles, was die Menschheit in hunderten von Jahren gelernt hat und amit auch alle Ärzte. Für eine Klage wird das aber kaum reichen
Gerade die Geschichte mit dem Impfen ist ja der schiere Wahnsinn. Gegen die Argumente der Impfgegner sind ja die Hexenverbrennungen des Mittelalters fast schon ein Teil der Aufklärung. Wenn man sich vorstellt, dass Leute aus der DRITTEN WELT sich im “zivilisierten” Europa mit lebensgefährlichen Krankheiten angsteckt und diese nach Südamerika exportiert haben – wo dann andere Menschen daran starben! – dafür fehlen mir wirklich die Worte.
Je tiefer man in diese Materie der alternativen Heilmethoden (wozu in gewisser Weise auch die Armee der Impfgegner zählt, da die ideologisch Ecke dieselbe ist) eindringt, umso fassungsloser wird man … jedenfalls geht es mir so. Angefangen hat das, als ich eines Tages (ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben) anfing, mich darüber zu informieren, was “Naturheilkunde” ist, und was “Homöopathie”… Außerdem hat mich schon rein instinktiv immer dieses nachgeplapperte Klischee von der “Schulmedizin” und der bösen Pharamaindustrie gestört. Es dauerte zehn Minuten, bis ich zum ersten mal in Frage stelle, dass H. irgendwas mit “Natur” zu tun hat. Trotzdem glauben das die meisten.
Jeder klar denkende Mensch weiß natürlich, dass Pharma- wie auch andere Unternehmen in unseren Gesellschaftsformen auf Profit aus sind (wer von Euch hat ein paar Aktien ?
). Und klar, wo Profit gemacht wird gibt es Korruption. Aber daraus eine so pauschale Generalkritik abzuleiten – mir war das immer suspekt.
Schließlich muss man sich nur mal ansehen, wie es um die Verbesserung der Lebensqualität und der Entwicklung von Säuglingssterblichkeit und Lebenserwartung inden letzten 100 Jahren bestellt war. Ich hab die Zahl gerade nicht da, aber geschätzt werden wir im Schnitt heute 20 Jahre älter als damals. Und ungefähr 40 Jahrte älter als vor 500 Jahren. Und bei diesem Thema sofort auf “kalte Gerätemedizin” und Herz- Lungenmaschinen” oder unbegabte Ärzte (die gibt es) zu verweisen ist einfach billig.
Die Homöopathie aber hat es bis heute kein EINZIGES mal geschafft, auf wissenschaftlich korrekte Weise zu belegen, dass sie jemals auch nur einen Schnupfen kuriert hat. Homöopathen tun das gern damit ab, dass “die Wissenschaft” ebenso korrupt ist die die Medizin und die Instrumente der W. gar nicht geeignet sind, die Homöopathie zu prüfen.
Das allerdings ist ein noch blöderes Argument, da Wissenschaft keine Ideologie ist, sondern nur eine wertfreie Methodik, Sachverhalte zu prüfen. Ein echter WISSENSCHAFTLER forscht natürlich ergebnisoffen (und auch hier gibt es natürlich Betrüger!).
JEDEM Homöopathen auf der Welt stünde es frei eigene wissenschaftliche Instrumente zu formulieren und Methoden zu entwickeln. Das einzige, was eben sein muss ist, dass man die Resultate überprüfen und die Behauptungen reproduzieren kann. Wer das kann, bekommt von James Randi 1 Million Dollar.
Was leider nicht geht ist reine Behauptungen zur Wissenschaft zu erklären. Und nur das tun Homöopathen.
Ich würde gerne eine Versuch machen: Ich denke mir eine absolut neue Heilmethode aus (”füllen Sie 50 ml Altöl aus einem 76er Opel Manta in ein Gefäß aus Bergkristall und lassen Sie bei Halbmondlicht einen weiblichen Feldhasen über das Gefäß springen. (Wie Sie den Feldhasen dauzu bringen, ist ihre Sache) Anschließend gießen Sie sich das Medikament über den Kopf und springen gegen den Uhrzeigersinn auf einem Bein im Kreis herum, Frauen müssen im Dreieck springen” Wir garantieren., dass Ihre Orgasmusschwierigkeiten und ihr Haarausfall für immer verschwunden sind. Wichtig ist, dass das Halbmondlicht über einen Spiegel zum Öl gelangt, denn nur so geschieht eine fossile Chakra-Potenzierung. Wenn Sie dabei Woody Allen denken, funktioniert die Methode leider nicht – also bitt ernst bleiben!
WETTEN, dass ich Leute finden würde, die das machen? Ich müsste es nur geschickt tarnen und das Ganze mit pseudowissenschaftlichem Seemannsgarn und Geschwätz unterfüttern, das keiner versteht. Das ist überhaupt das wichtigste: NIEMAND darf irgendwas verstehen (auch der Hase nicht).
Wahrscheinlich fände sich sofort mindestens ein Münchner Kinderarzt, der die Methode für Privatpatienten anbietet, sie MANTRA-ÖL nennt (und mit Ihnen zur nächsten Autoverwertung fährt, um einen 76 er Manta zu finden
. Auf dem Weg müssen Sie kurz bei Porsche halten, er will da nur kurz eine Bestellung aufgeben.
Nur: Das sagt nichts über das riesige Heer der engagierten, fleißigen und integeren Ärzte aus, die jeden Tag für zu wenig Geld Leben retten und. Das sind die wahren Helden!
Gruß
Alexis
Mittwoch, 2 Juli, 2008 um 11:42
Wolfgang
Urlaubslektüre
bad books and good books
http://dcscience.net/?p=239
ein weiteres bad book
Bert Ehgartner Lob der Krankheit- Warum es gesund ist, ab und zu krank zu sein Lübbe Verlag 2008
Mittwoch, 2 Juli, 2008 um 20:51
sprechakt
@ Wolfgang, in Bezug auf den genannten Link
Vermutlich ein “good book” in Ihrem Sinne
:
“this chapter demonstrates that acupuncture is very likely to be acting as nothing more than a placebo . . . ”
(Trick or Treatment by Simon Singh and Edzard Ernst, Bantam Press, 2008)
Genau dazu wollte ich vorher schon fragen: Soweit ich weiss, gab es eine wissenschaftliche (?) Studie, in welcher die Wirksamkeit von Akupunktur bewiesen werden konnte, wie gesagt wurde (entschuldigung, falls ich übersehen haben sollte, dass es vielleicht schon einmal Thema dieser Diskussion war).
).
Am eigenen Leib habe ich einmal sowohl Akupunktur (Rückenproblem), als auch Fußreflexzonenmassage erhalten. Bei der Akupunktur bemerkte ich beim allerersten Nadelstich, wie sich ein total verspannter, fester Muskel sofort entspannte. Diese Wirkung trat allerdings nur ein einziges Mal ein, danach merkte ich keinen Unterschied mehr.
Die Fußreflexzonenmassage habe ich meiner Mutter zuliebe machen lassen, einer begeisterten Naturheilkunde-Anhängerin (über sie ist mir auch Veronika Carstens und “Öl-Schlürfen” bestens ein Begriff
Dazu muss ich sagen: Sofortige Wirkung in einer völlig unerwarteten Richtung, also nichts, was ich mir antizipierend hätte einbilden können.
Dennoch war mir nie klar, was es denn genau mit diesen Meridianen (?) auf sich haben soll, die angeblich duch den Körper laufen und durch Akupressur und -punktur stimulierbar sind. Denn: Man kann sie ja weder sehen noch messen, oder?
Allerdings, und das als kleinen Einwand gegenüber einer VÖLLIGEN Ablehnung der umstrittenen Methoden: Nicht alles, was man (noch) nicht messen kann, ist auch nicht da! Früher waren z. B. weder elektromagnetische Wellen noch Ultraschall für den Menschen erkennbar, scheinbar nicht existent.
Heute haben wir die entsprechenden Geräte dafür.
Aber Sie selbst merkten ja selbst an, Alexis von Croy: Um wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu erlangen bzw. auf gleicher Ebene miteinander diskutieren zu können, müssten Homöopathen und sonstige ‘Naturheilkundler’ sich eben um die wissenschaftliche Ortung der “Schwingungen”, “Potenzen”, “Meridiane” usw. wenigstens bemühen.
@ Alexis von Croy: Ich bin mir 100-prozentig sicher, das JEDE noch so verrückte Methode mit dem richtigen (naturheilkundeanhängerkompatiblen) Marketing seinen kleinen oder großen Erfolg haben wird.
Ich werde gleich skeptisch, wenn Mittelchen oder Methoden als “Allheilmittel” angepriesen werden. Umso größer allerdings ist auch ihre Zielgruppe, umso größer die Anziehungskraft (von allen Gebrechen auf einmal geheilt werden zu können), umso größer der Erfolg. Und mit der Herstellung entsprechender “bad books” kann man, ohne großen Aufwand (denn im Grunde kann jeder ein solches schreiben), auf dem Boom mitsurfen und ebenfalls vom Erfolg profitieren.
Eine gute Einkommensquelle hätte ich für findige Bulgaren parat:
Ein Freund erzählte mir von seinem Onkel, der unter plötzlichem starkem Haarausfall (Glatzenbildung) gelitten habe. Eines Tages sei er nach Bulgarien in den Urlaub gefahren und habe jeden Tag seinen Schädel in den heißen Sand gesteckt. Danach hätten seine Haare wieder üppig zu sprießen begonnen, und bis heute sei er mit einer gesunden Haarpracht gesegnet.
“Das ist kein Witz. Es ist wirklich so passiert.” (Zitat Freund).
Gruß, Sprechakt
Mittwoch, 2 Juli, 2008 um 21:34
sprechakt
Zusatz:
Abgesehen von der o. g., buchstäblich “haar-sträubenden” Anekdote, dich ich trotz aller Ernsthaftigkeit des Erzählers nicht ganz ernst nehmen mag:
Wie erklären sich aber Phänomene wie der folgende, für den ich mich verbürgen kann:
Eine Bekannte von mir litt jahrelang an starkem Heuschnupfen. Sie hatte schon die übliche med. Therapie (Desensibilisierung) versucht, ohne Erfolg. Obwohl sie es eigentlich für Humbug hielt, ging sie in ihrer Not doch zu einem “Kinesiologen”, der ihr den Heuschnupfen “ausleiten” wollte, nach dem Motto “schaden tut’s nicht”.
Seitdem hat sie keinen Heuschnupfen mehr.
- Tritt der Placebo-Effekt auch dann ein, wenn man nicht an Heilung glaubt?
- Sind Allergien, chronische Krankheiten überhaupt von den Placebo-Effekten betroffen?
Mittwoch, 2 Juli, 2008 um 22:33
Ulrich Berger
Die “Netzeitung” hat bei den Recherchen zu ihrem “Tagesthema Homöopathie” diesen Beitrag entdeckt. In einem sehr unkritischen und mit Fehlern gespickten Homöopathie-Text gibt sie in einem eigenen Kästchen einen Hinweis auf diesen “Kritischen Artikel zu Homöopathie”.
http://www.netzeitung.de/gesundheit/1075477.html
Lesenswert ist beim Tagesthema Homöopathie nur das Interview mit Prof. Edzard Ernst: http://www.netzeitung.de/gesundheit/1074077.html
Mittwoch, 2 Juli, 2008 um 22:44
alexis von croy
Zu der Haarwuchsanekdote möchte ich nicht Stellung beziehen, Sie wissen ja, dass ich zur Bösartigkeit neige
)
Zum “Kinesologen”, der den Heunschnupfen geheilt hat, fällt mir nur dieses ein:
- Es ist ein medizinischer Allgemeinplatz, dass viele Krankheiten spontan durch Selbstheilungskräfte des Körpers verschwinden – es sollen sogar bis zu 30 Prozent sein, und angeblich passiert es auch relativ häufig, dass sogar Krebs wider verschwindet. Alternativheiler machen sich diese Erfolge des Körpers gern zu eigen.
- Es gibt einen interessanten Ansatz, der besagt, dass Menschen v.a. DANN zum Arzt (Homöpathen, Chinesen) gehen wenn der Leidensdruck besonders hoch ist. Das bedeutet auch, dass es nach diesem “Tief” oft wieder “aufwärts” geht – was dann gern dem Wunderheiler zugesprochen wird. Das wäre dann ein Problem der selektiven Wahrnehmung.
- Der PLACEBO-Effekt wirkt neueren Untersuchungen zufolge auch bei Kindern und Tieren. Und vor kurzem habe ich einen sehr interessanten Artikel dazu gelesen. In Texas wurde Leuten, die unter starken Knieschmerzen litten und sich am Kiniegelenk operieren lassen wollten, eine Operation nur vorgetäuscht. Das hat man (wenn ich mich richtig erinnere) so gemacht, dass man sogar die Operationswunden simuliert hat. Interessanterweise gab es bei diesen Versuchen MEHRERE Fälle von Schmerzfreiheit – verursacht durch die starke Erwartung und andere psychische Effekte.
Das bedeutet, dass diese Effekte sehr viel mächtiger sein könnten, als wir wissen. Natürlich fällt es schwer, sich vorzustellen, dass der Heuschnupfen wegen des Placebo-Effekkts weg ging. Ich habe hier auch keine konkrete Antwort, aber ich weiß, das sich SEHR, SEHR skeptisch bin, wenn mir jemand sowas erzählt. Als erstes müsst eman mal zweifelsfrei nachweisen, dass es a) Heuschnupfen war und b) dass er weg ist. Es gibt da noch viele andere Aspekte …
Übrigens: NATÜRLICH wissen wir nicht alles über die Natur. Aber es gibt eben Sachen, die wir wirklich verstanden haben und wissen. Dazu gehören die Basics von Chemie und Physik. Mit nahezu (KEIN Wissenschaftler würde sagen 100 %!) vollständiger Gewissheit können wir sagen, dass es KEINE Erdstrahlen in dem von der Esoterik behaupteten Bereich gibt, dass Wasser sich “nicht an ein Belladonnaatom” erinnert mit dem es irgendwann mal in Berührung kam.
Ich persönlich bin der Meinung, dass wir nicht alles immer wieder neu diskutieren müssen, nur weil irgendjemand wieder eine neue Idiotie erfunden hat. Es gibt auch nicht wider relativierbares Wissen, dass gültig bleiben wird.
WENN MORGEN jemand kommt und Ihnen sagt “ok, wir haben immer angenommen, dass die Erde eine Kugel ist, aber jetzt spricht wieder einiges dafür, das sie doch eine Scheibe ist. Würden Sie das Thema jetzt neu aufgreifen und diskutieren? Würden Sie annehmen, dass die Bilder der Erde aus dem All alle Fälschunegn waren und dass uns hunderte von JAhren alle belogen haben?
Würden Sie in Betracht ziehen, dass das Schiff, das langsam am Horizont “auftaucht” von der Rückseite der Scheibe kommt? Oder würden Sie ihrer Erfahrung und ihren Instinkten trauen?
Genau DAS aber ist es, was uns Homöopathen zumuten wollen. Wir sollen permanent das in tausenden von Jahren mühsam erworbene Wissen und Verständnis der Natur in Frage stellen. 1 und 1 ist dann sieben und wennwir darauf bestehen, dass es 2 ist und bleibt, dann wird argumetiert, dass unsere Mathematik eben zu primitiv ist, eben “Schulmathematik”.
Ich etwa schreibe derzeit ein Buch über den Mond und die Flüge zum Mond. Wo ich hinkomme, will jemand mit mir darüber diskutieren, ob “die Mondlandung nicht doch in einem Studio gedreht wurde”. Andere Menschen wollen darüber reden, ob nicht der jüdische Geheimdienst das WTC gesprengt hat, am 9.11.01. Auch darüber rede ich nicht – schon weil ich meinen Instinkten und meinem Urteilsvermögen vertraue. Das Leben ist einfach zu kurz, finde ich, um immer wieder, jeden Tag, in der Steinzeit anzufangen …
Dann gibt es Leute, die behaupten eben, dass man einen Tropfen einer Tinktur homöpatisch sie verdünnen kann, dass ein Atom der Ursubstanz auf sämtliche Atome des Universums kommt (wenn ich mich recht entsinne ist das bereits bei der h. Potenzierung “D60″ der Fall).
Das bedeutet, dass in dem Fläschen nicht nur NICHTS drin sein kann (wenn was drin wäre, dann entspräche das statistisch wahrscheinlich einer Milliarde paralleler Lottogewinne) – sondern sogar, dass von JEDEM Element des Universums MEHR in dem Fläschen ist, als von der Tinktur.
Das wirklich lustige daran ist, dass JEDES Wasser der Erde irgendwann mal mit einer Tollkirsche in Berührung gekommen ist. Das aber bedeutet, dass sich die Urtinktur (die ja mit diesem Wasser verdünnt wird) GAR NICHT in diesem Maße potenzieren lässt, egal wie man sie verdünnt. Auf der Welt ist aber nicht einmal eine weitere Kirsche ins Wasser gefallen, sondern dies passiert allein in München wahrscheinlich eine Million mal täglich, im Sommer.
Man müsste also, so verstehe ich das, die Urtinktur Belladonna mit den Atomen mehrerer Billionen Universen verdünnen, damit “D60″ möglich wäre. Es fallen ja nicht nur in München Tollkirschen ins Wasser … (Dieses Beispiel ist sicher zahlenmäßig nicht korrekt, dafür fehlt mir die Geduld, aber in der Dimension stimmt der Ansatz sicher, egal wie viele Nullen es dann schlußendlich sind)
Man muss also schon etwas phantasiebegabt sein, um den heilenden Effekt akzeptieren zu können, finden Sie nicht?
Das bedeutet auch: Um Homöopathie zu glauben, muss man bereit sein, nicht nur die Chemie und die Physik als unwahr zu betrachten, sondern auch jegliche Form von Logik oder Mathematik, Denn, darauf wollteich hinaus: ES KANN GAR KEINE POTENZIERUNG D60 von Belladonna hergestellt werden. (Auß0er Sie besorgen sich eben die H-Atome mehrerer Milliarden Universen für ihre kleine homöopathische Apotheke …)
Auf dem h. Schlafmittel “Coffea c200″ (Koffein, ein allseits bekanntes Schlafmittel
) steht dann ein Warnhinweis bzgl Überdosierung
Ich hab zum Spaß die ganze Packung (200 Globuli) auf einmal runter geschüttet – und irgendwie wurde ich überhaupt nicht müde. Nach den Gesetzen der H. hätte ich wahrscheinlich 4 Milliarden Jahre lang schlafen müssen.
Was mich aber dann wirklich müde machte, war endlos über diesen Käse zu reden. Ich bin dann doch eingeschlafen! (”sehen Sie! Wer heilt, hat recht”!!)
Eine interessante Zahl: 1 Million Wasserstoffatome neben einander gelegt ergeben eine Strecke von 1 mm. Ein Kubikmillimeter Wasser sind also 1 Billiarde x 1 Million Atome (ich hoffe das stimmt, aber es ist schon spät …)
Also, ich nehm lieber ein Aspirin
Good night everybody
Alexis
Donnerstag, 3 Juli, 2008 um 10:06
Gerd Richard
Irgendwie hat H. etwas damit zu tun, dass Menschen etwas glauben wollen, und nicht wissen wollen, ob Wahrheit oder Logik dahinter steckt oder nicht. Daher auch der bekannte Ausspruch:”Glaube versetzt Berge!”, auch wenn das vollkommener Quatsch ist. Und wenn man das dann anführt heißt es nur: Wissenschaft ist auch nur ein Glaube!
Wenn ich sage, ich glaube nicht an H. und nicht an Gott, glaube ich dann?
Gerd Richard
Donnerstag, 3 Juli, 2008 um 11:03
alexis von croy
… jetzt wird’s philosophisch
Für mich ist das so, wie Nietzsche das auf den Punkt formuliert ist: “Glaube heißt, nicht wissen zu wollen.”
Was Gott betrifft, wird’s natürlich heikel und intim, aber wenn ich (mal abseits des Wunsches, dass es ihn doch bitte geben möge!) den Gesetzen der Logik folge, ist es nur möglich zu sagen: “Ich weiß nicht, ob es Gott gibt”. Alles andere, also explizites Nicht-Glauben oder missionarisches Glauben – halte ich für eine Anmaßung.
Aber mir fällt auch ein, was mehrere der Apollo-Astronauten so (oder ganz ähnlich, formuliert haben, als sie vom Mond zurück kamen: “Der Gedanke, dass es eine übergeordnete Macht geben MUSS, die all das verantwortlich geschaffen hat – drängt sich förmlich auf, wenn man die Erde als blaues Juwel im schwarzen Weltraum hängen sieht”.
“Glaube versetzt Berge” ist doch die zutreffendeste Umschreibung des Placebo-Effekts!
Donnerstag, 3 Juli, 2008 um 11:08
alexis von croy
@ Ulrich
Dieser Artikel ist so schlecht, dass es miur graust! Wenn Du mal das Bildungsniveau dieses Journalisten zum Thema auf das hochrechnest, was Liesl Müller darüber weiß ….. dann hat meine Vorstellung davon, warum h. “Medikamente” verkäuflich sind ….
Donnerstag, 3 Juli, 2008 um 11:12
Wolfgang
Glaube versetzt Berge- da fällt mir der Sponti Spruch ein “Nieder mit den Alpen freien Blick bis zum Mittelmeer” Und physikalisch ist doch klar, dass es irgendwann die Alpen in dieser Form nicht mehr geben wird.
Ich hätte ja auch nichts dagegen wenn sich Homöopathen zu einer Kirche zusammenschliessen. Aber sie behaupten ja HP wäre eine Wissenschaft und wäre wirksam und gaukeln das vor und so gehts halt in einer aufgeklärten Gesellschaft nicht.
Donnerstag, 3 Juli, 2008 um 11:33
alexis von croy
So sehe ich das auch… nur: Ist die “aufgeklärte Gesellschaft” nicht in Gefahr? Hier in München-Schwabing klebt auf JEDER Apotheke auch “Homöopathie”. Ist das nicht gruselig?
Freitag, 4 Juli, 2008 um 9:12
alexis von croy
Das meiner Meinung nach beste neue Buch zum Thema:
“Trick or Treatment”
geschrieben von Edzard Ernst und dem phantastischen Wissnschaftsjournalisten Simon Singh (”Big Bang”)
Bis jetzt nur auf Englisch erhältllich!
Freitag, 4 Juli, 2008 um 15:05
Antipathie gegen Homöopathie auf betonblog.de
[...] dummdreisten Attacken des Kreationismus1, dann sei hier auch gleich auf den schönen Aufsatz “Aberglaube Homöopathie” von Dr. Theodor Much hingewiesen. Sehr schön ist nicht nur die logische Herangehensweise an das, sondern auch der [...]
Montag, 7 Juli, 2008 um 23:00
sprechakt
Um mich ausnahmsweise einmal selbst zu zitieren
(s. o.)
“Dem Menschen wohnt aber ein Bedürfnis nach Übernatürlichkeit und (negativ ausgedrückt) Hokuspokus und Zauberei inne. Selbst große Naturwissenschaftler und rationale Staatsmänner gaben zu, dass sie sich nicht vom Aberglauben hätten befreien können.”
Diese Aussage wollte ich nicht im luftleeren Raum stehen lassen und habe inzwischen das Zitat von G. C. Lichtenberg (Physiker und Schriftsteller der Aufklärung, 1742-99) gefunden, das ich bei den obigen Worten im Sinn hatte:
“Einer der merckwürdigsten Züge in meinem Charackter ist gewiß der seltsame Aberglaube, womit ich aus jeder Sache eine Vorbedeutung ziehe und in einem Tage hundert Dinge zum Orakel mache [...]. Jedes Kriechen eines Inseckts dient mir zu Antworten über Fragen über mein Schicksal. ist das nicht sonderbar von einem Professor der Physik? Ist es aber nicht in menschlicher Natur gegründet und nur bey mir monströs geworden, ausgedehnt über die Proportion natürlicher Mischung, wo es heilsam ist?”
(G. C. Lichtenberg, “Gedankenbücher”, Verlag Lambert Schneider).
Bei dem “Staatsmann” hatte ich Konrad Adenauer im Sinn, der sich regelmäßig von der Wahrsagerin “Madame Buchela” hat beraten lassen (http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2006/11/08.jhtml).
Liegt vielleicht Aber- und Wunderglaube in der Natur (in den Genen) des Menschen? Welchen (evolutionären) Nutzen hätte ihm das möglicherweise gebracht?
Dienstag, 8 Juli, 2008 um 11:26
alexis von croy
Aus “Trick or Treatment” von Prof Edzard Ernst und Simon Singh:
“Um in einen h. Arznei der Potenzierung C30 ein Molekül der Ursubstanz zu erwischen, muss das Globuli, das Sie schlucken wollen einen Radius wie von hier zu Sonne haben. ”
Das ist nur eine der plakativsten Stellen in dem Buch, das immerhin der anerkannt führende Experte auf dem Gebiet alternativer Medizin geschrieben hat, der früher soagr selbst ein Homöpathisches Krankenhaus leitete … bis ihn erste Zweifel kamen.
Wäre dieses Buch Pflichtlektüre für unschlüssige Patienten, so wäre es vorbei mit der Homöopathie in Deutschland.
Interessant ist auch das KApitel über das Dritte Reich – und wie es die H. förderte etc. und damit den Grundstein dafür legte, dass v.a. in DEUTSCHLAND die H. so viele Anhänger hat (während sie in anderen europäischen Ländern wie GB eher unbedeutend ist. Da werden viele brave Menschen wohl zusammenzucken
Gewidmet haben die beiden Autoren, die nicht nur überzeugend sondenrn auch witzig schreiben, das Buch “Seiner Königlichen Hoheit Prinz Charles”, einem überzeugten Anhänger der H. Tolle Idee!
Dienstag, 8 Juli, 2008 um 11:40
Wolfgang
Die Aufarbeitung der Geschichte der Homöopathie und der “Naturmedizin” ist ja noch ziemlich ausständig. Im KZ Dachau befand sich ja der größte “Heil” Kräuter Garten Europas.
Und es wurden in der Nazi Zeit ja auch sehr viele klinische Studien zur Homöopathie durchgeführt. Angeblich mit ernüchterndem Ergebnis.
Dienstag, 8 Juli, 2008 um 13:53
alexis von croy
Unter diesem Aspekt habe ich überhaupt noch nie an “HEIL”kräuter gedacht
alexis
Dienstag, 8 Juli, 2008 um 21:30
Sil
Beim ama steht ein bisschen was dazu:
http://www.ariplex.com/ama/ama_1933.htm
Dienstag, 8 Juli, 2008 um 22:04
alexis von croy
Das ist sehr interessant! Danke!
Alexis
Donnerstag, 10 Juli, 2008 um 10:52
Dr. E. Berndt
@alexis
Sie bringen ganz wunderbare Argumente gegen die ständigen Aufforderungen der “Alternativen” ihre Annahmen wissenschaftlich nachzuprüfen. Und in der Praxis ist es ja wirklich so, dass, wenn die Argumente ausgehen, der noch ausstehende Beweis als erbracht angesehen wird, und als “gültiges” Argument in die Beweiskette eingefügt wird. Von den zahlreichen Varianten der Verschwörungstheorien will ich erst gar nicht reden. Und auch den Vorwurf des Vorurteils, wenn man sich weigert, immer wieder scheinbar neue Beweise sich anzusehen, haben sie klar erkannt. Wissenschaftlich erbrachte Ergebnisse als Vorurteil abzutun, ist gängige Praxis.
Donnerstag, 10 Juli, 2008 um 13:04
buchstaeblich
Ich hoffe, es wird mir nicht als Eigenwerbung ausgelegt, wenn ich hier einen Link auf einen Beitrag von mir einfüge – wenn doch: Einfach den Kommentar löschen, ich heule dann nicht!
Aber dort geht es um die Blüten, die das Geschäft mit dem Aberglauben treibt, und man findet dort Links auf ein “Produkt”, und wie dafür “argumentiert” wird. Vorsicht – wer dort liest, wird zwischen Fassungslosigkeit und Lachkrämpfen gnadenlos hin- und hergerissen:
http://buchstaeblich.wordpress.com/2008/07/09/die-ultimative-losung/
Donnerstag, 10 Juli, 2008 um 13:21
Ulrich Berger
@ buchstaeblich: Diese Art von Eigenwerbung ist hochwillkommen! Deshalb hab ich auch den link korrigiert (er verwies auf einen Kommentar). Quantec war immer schon für ein paar Lachkrämpfe gut.
Donnerstag, 10 Juli, 2008 um 13:26
buchstaeblich
Danke (vor allem für die Linkhilfe gegen meine PC-Blondheit)
Donnerstag, 10 Juli, 2008 um 14:35
Dr. E. Berndt
Schade, dass ich erst jetzt auf diesen ESO-Tec aufmerksam gemacht wurde. Ich hätte dann meinen alten Jeep Bj. 95 Grand Jerokee V8 5,2 lit nicht verkauft, sondern ihn ganz billig zum Sparvehíkel umprogramieren können.
Donnerstag, 10 Juli, 2008 um 20:45
alexis von croy
@Doc Berndt
danke für die Blumen. Bei dem langen Elaborat da oben habe ich mir auch Mühe gegeben, mal alles zusammen zu fassen, was mir zu diesem Thema einfällt … ich merke bei der Beschäftigung mit diesem Thema, wie sehr mich Aberglauben und diese naive Weltfremdheit aufwühlt und ärgert! Vor allem vielleicht, weil ich das Gefühl habe, dass vor allem die Schichten der Bevölkerung, die wirklich die Möglihckeit hätten, etwas über die Natur der Dinge zu erfahren, doof-blind diese leeren Formeln nachbeten und nahezu gläubig überall diesen Käse verbreiten. Man ist nirgend sicher: im KIndergarten nicht, beim Kinderarzt nicht … ein echtes Armutszeugnis v.a. für Deutschlande.
Sehr wenigen ist auch bewußt, dass H. in den meisten anderen Ländern NICHT diesen Stellenwert hat.
Donnerstag, 10 Juli, 2008 um 22:17
rincewind
Homöopathie und ähnlichen magischen Unfug erlebt man hauptsächlich in Ländern, die einen insgesamt guten Gesundheitsstatus haben. Es ist klar, dass dort, wo allgemein echte Not herrscht, ein kleiner Film Antibiotika ruckzuck ein Leben rettet, die dort keine Chance haben. Das Versagen ist zu offensichtlich.
Man kann diesen Quack also im besten biologischen Sinne als schmarotzerisch bezeichnen: Er funktioniert nur, wo erstens der allgemeine Gesundheitsstatus recht hoch ist und zweitens ein doppelter Boden (wenn es wirklich ernst wird) in Form von Kliniken da ist.
Man kann sich dann fragen, warum Leute in einer Gesellschaft mit hohem Gesundheitsstatus trotzdem zu den Quacks rennen. Ein Grund (neben vielen anderen) ist, dass der Begriff der Krankheit ein sehr unscharfer ist und sich ständig verändert.
Was man früher als Kleinigkeit ignoriert hat – man war froh, das Kinder überhaupt überlebt haben – ist heute ein Grund, zum Arzt zu gehen. (Vermutlich ist die Zunahme der Allergien auf genau diesem Kraut gewachsen).
Die – ich glaube es wurde weiter oben erwähnt – Aussage, 2/3 der Erkrankungen würden von selbst wieder verschwinden, stimmt bei uns nicht mehr: Die Rate liegt wesentlich höher. Ich halte Zahlen, die bei 90% liegen, für glaubwürdiger.
Das ist ein typischer Prozess, den man in anderen Lebensbereichen ebenso beobachten kann: Was man vor 20 Jahren noch bei einem neuen Produkt mit Schulterzucken hingenommen hätte, ist heute ein massiver Reklamationsgrund.
Es ist also auch eine Sache der Wahrnehmung: Im Gesundheitsbereich können so Schmarotzer problemlos mitschwimmen, ihre Gefahr, wirklich zu versagen, ist gering, je besser das konkurierende System funktioniert.
Andererseits, wenn eine gefährliche Erkrankung nicht erkannt wird, wird es gefährlich. Darum ist die Fähigkeit zur Diagnose heute wichtiger denn je: Man muss aus dem Alltagsbetrieb der harmlosen Fälle – die eben heute weit häufiger sind als früher – mit wachem Sinn die wirklichen Probleme erkennen. Und genau da versagen die Heilpraktiker meistens grandios, die Homöopathen erst recht, wenn sie nicht Ärzte sind, die nur keinen Nerv mehr haben, den Forderungen hysterischer Mütter etwas entgegen zu halten.
Donnerstag, 10 Juli, 2008 um 22:23
rincewind
Noch eine Anmerkung, bevor jetzt jemand mit Indien kommt: In solchen Ländern, wo einerseits die meisten Leute keine Ahnung haben, was Homöopathie überhaupt ist (schaut halt nach Medizin aus), incl. der dortigen Homöopathen, in denen Siechtum üblich und Tod an der Tagesordnung ist, fällt das Versagen der H. natürlich weniger auf. Menschen, die noch nie in den Genuss der modernen Medizin kamen, können das nun mal leider nicht beurteilen.
Donnerstag, 10 Juli, 2008 um 22:51
rincewind
@ alexis von croy, zum Thema Placebo:
Placebo hat hauptsächlich mit Wahrnehmung zu tun. Was die Sache etwas verwirrend macht ist, dass dies auf beiden Seiten geschieht, sowohl beim Betroffenen als auch beim Behandler/Beobachter.
Zum Betroffenen: Placebo wirkt nicht ohne Grund hauptsächlich bei Schmerz. Der alte, blöde Spruch, Kopfschmerz kann man mit einem Hammerschlag auf den Daumen behandelt, stimmt aber trotzdem. Unser Hirn ist in erster Linie mit filtern beschäftigt, mit dem Setzen eines Fokus auf die Wahrnehmung.
Zum Beobachter: Placebo beginnt mit dem Beobachten. Zu der Entscheidung, ob man etwas beobachten will, gehört erst mal die Wahrnehmung, dass da etwas zu beobachten sei. Typischerweise geschieht das erst bei einer etwas massiveren Ausprägung. Und hier – im Krankheitsfall, ist es halt so, dass die Wahrscheinlichkeit, die Beobachtung erst in der Nähe des Höhepunkts der Krankheit zu beginnen, recht hoch ist. Im Zusammenspiel mit dem, was ich vorhin geschrieben habe (Hoher Gesundheitsstatus einer Gesellschaft, der mit der Bereitschaft gekoppelt ist, etwas Beobachtetes schneller als Krankheit zu bezeichnen, also als massivere Ausprägung zu werten), ergibt sich der Placebo-Effekt seitens des Beobachters stärker oder schwächer.
Alles in Allem: Die Wahrscheinlichkeit in so einem System, dass eine Verbesserung eintritt: ist deutlich über 50%
Blöd, dass je ernster die Krankheit, desto unwirksamer Placebo ist.
Freitag, 11 Juli, 2008 um 7:56
alexis von croy
Danke für die Erklärung! Im Grund ist es ja ganz leicht nachvollziehbar: Homöpathie ist ein cleveres Geschäftsmodell, das auf genau diesen 50 Prozent plus den xx Prozent beruht, die den Selbstheilungskräften zu verdanken sind.
Da könnte man sich natürlich mehr ausdenken: Zum Beispiel könnte ich behaupten, dass morgen früh um 5.37 die Sonne aufgehen wird, weil ich xy gemacht, gebetet etc habe.
Tritt das Ereignis ein, sage ich : “Seht ihr, ich hatte recht, seit ich morgens bete, geht die Sonne auf!”. ANch 200 Jahren Infiltartion glauben die Leute das, weil es “alt”, “eine Tradition” ist etc. Man muss nur die erste Phase überstehen, wo alle lachen.
Dann kommt ein Wissenschaftler und sagt: “die Sonne ist doch morgens auch immer aufgegangen, bevor ihr Kult dieses neue Gebet eingeführt hast”.
Dieses Argument lehnt die “Sonnenaufgangskirche” (mittlerweile 5 Millionen Mitglieder und Abonennten der Hauszeitschrift “Sonnenstrahl”) natürlich ab: Ja, vorher! Aber wir wissen, dass sie seit 200 Jahren nur noch aufgeht, weil wir beten…Die Schulastronomie kann das natürlich nicht akzeptieren”.
Und jetzt beweis mal das Gegenteil. Das ist mühsam, vor allem wenn das Publikum gläubig und ungebildet ist und keine Ahnung davon hat, was eine Sonne überhaupt IST!
Freitag, 11 Juli, 2008 um 9:32
buchstaeblich
Alexis,
auch wenn es mir schon peinlich ist, weil ich hier schon wieder auf einen meiner Artikel verlinke, aber genau dazu hatte ich neulich das hier geschrieben:
http://buchstaeblich.wordpress.com/2008/05/26/fremdbeten/
Freitag, 11 Juli, 2008 um 15:42
Anonym
Worüber wir uns hier in teilweise überheblicher Form lustig
machen, ist letztlich nichts anders als unsere eigene Lebenskraft, die doch Leben überhaupt erst ermöglicht.
Ist die Lebenskraft geschwächt, können Verstimmungen nicht mehr ausgeglichen werden. So kommen wir von einem Zustand relativer Gesundheit in einen Zustand relativer Krankheit.
Ohne in einen Streit über Begriffe und ihre Bedeutung zu gelangen, wird das hoffentlich für anerkennenswert erachtet.
Nicht um des Rechtes Willen, sondern der Heilung.
Es geht also um Unterstützung der Heilkraft, solange noch genug
davon da ist. Mehr wird ein wie auch immer geartetes Medikament niemals tun können.
Wer selbst einmal mehrere homöopathisch unterstützte Heilvorgänge erlebt hat, wird mir beipflichten.
Da ist schon so mancher vom Saulus zum Paulus geworden
In diesem Sinne wünsche ich von ganzem Herzen gute Gesundheit.
Freitag, 11 Juli, 2008 um 16:56
Dr. E. Berndt
Betreff: Placebo
Ihre Erklärungsversuche über Placebo sind sehr interessant, aber die Akten über Placebo sind sicher noch lange nicht geschlossen. In wie weit ihre aufgezeigten Aspekte zutreffend sind oder sein können, ist bis zu einem gewissen Grad Spekulation.
Wie auch immer, im Wikipedia habe ich einen guten und umfassen Artikel gefunden, der es Wert ist, gelesen zu werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo
@Anonym
Die eigenen Gefühle, die menschliche Unvollkommenheit der Wahrnehmung unter außer Acht lassen jeglicher Erkenntisse völlig ohne jede Skepsis im Gegensatz zu objetivierbaren Fakten als Maßstab anzulegen, ist doch etwas überheblich. Diese Art von Relativierung macht das Unbestimmte und Vage salonfähig. Es ist die Türe, durch die gerade im Gesundheitswesen Betrug und Übervorteilung hereindrängen. Wenn Sie mein lieber Anonymus in ein Geschäft, in eine Apotheke gehen oder einen Arzt aufsuchen, dann wollen Sie doch mit gesicherten Methoden behandelt werden und Sie wollen ein Medikament kaufen, dass kraft seiner stofflichen Eigenschaften wirkt. Oderwollen Sie wirklich etwas für viel Geld kaufen, dessen Wirksamkeit nur im Kopf exisitiert, wie es von Maskottchen und Fetischen angenommen werden muss. Warum nicht einfach beten oder meditieren. Oder überhaupt die neuesten Varianten der Heilung beanspruchen. Legen Sie einen Wunschzettel in eine Gebetsmühle und lassen diese von einem buddhistischen Mönch drehen. Heilungsrate und Erfolg je nach Umdrehungsrate.
Freitag, 11 Juli, 2008 um 18:13
rincewind
@Berndt: Die Aspekte, die im Wiki stehen, sind mir bekannt, und die sind mit Sicherheit kein Unsinn. Ist ein guter Artikel. Ich habe diese zusätzliche Spekulation hier gebracht, weil diese Sichtweise meist in der öffentlichen Diskussion gar nicht zur Sprache kommt. Ich halte sie für recht fruchtbar.
Was man eher als gesichert sehen kann ist, dass Placebo ein multikausaler Effekt ist, und da beginnt ja immer das Problem, jemanden sowas zu vermitteln. Die wenigsten Menschen haben von dem Effekt einen Plan, obwohl er in aller Munde ist. Bei den meisten läuft das dann auf eine Art Magie raus.
@Anonym: Sie sind ein Musterbeispiel eines Gläubigen. Keiner kann was dafür, dass die Welt komplex ist, aber das ist keine Ausrede für Denkfaulheit und ignorieren.
Freitag, 11 Juli, 2008 um 21:15
alexis von croy
@Anonym
Jedenfalls vertrete ich hier meine Ansichten unter meinem Namen. Außerdem reden Sie wie ein alternativer Prediger – man versteht kein Wort.
Alexis
Samstag, 12 Juli, 2008 um 11:45
Cohen
Diese junge Frau hat versucht, ihren Brustkrebs homöopathisch (unter anderem) zu behandeln:
http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=75
Die ganze Geschichte hier:
http://www.sciencebasedmedicine.org/?p=15
Wenn approbierte Ärzte und Apotheker Quacksalberei unterstützen, darf man sich nicht wundern, wenn Laien darauf hereinfallen und jämmerlich sterben.
Auch darf man sich nicht wundern, dass fehlgeleitete Mütter die irrsinigsten wirkungslosen Methoden an ihren wehrlosen Kindern ausprobieren.
Diese ganze Paramedizin ist inhuman und gefährlich.
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 0:14
R. Gräber
Die Disskussion nach der sog. Wissenschaftlichkeit der Homöopathie dreht sich etwas im Kreis.
Dies könnte vermutlich etwas damit zu tun haben, weil:
a) keiner bereit ist, von seiner Meinung “abzuweichen”
b) einige Gegner der Homöopathie sehr gut in der Lage sind, Dinge so überzeugend darzustellen, dass dies sehr überzeugend wirkt.
Ich möchte mal auf ein paar Punkte eingehen, die mir im Verlauf der Diskussion in obigem Beitrag aufgefallen sind.
Gehen wir dabei einmal weg von der Homöopathie und fragen einmal weiter in der Medizin…
Ich greife einmal diesen Punkt aus der Diskussion auf:
“In Texas wurde Leuten, die unter starken Knieschmerzen litten und sich am Kiniegelenk operieren lassen wollten, eine Operation nur vorgetäuscht. Das hat man (wenn ich mich richtig erinnere) so gemacht, dass man sogar die Operationswunden simuliert hat. Interessanterweise gab es bei diesen Versuchen MEHRERE Fälle von Schmerzfreiheit – verursacht durch die starke Erwartung und andere psychische Effekte. ”
Es gab nicht “mehrere” Fälle von Schmerzfreiheit, sondern nahezu gleichviele; und das auch noch zwei Jahre nach der OP! (vgl: Quelle: Modeley, Bruce: A controlled trial of arthroscopic surgery for osteoarthritis of the knee; in: New England Journal of Medicine 347, 2002, S. 81-88)
Die KnieOp ein sehr teures Placebo-Spektakel?
Könnte Chirurgie der größte Placebo-Effekt in der Medizin sein?
Eine ähnliche Studie gibt es auch zu wirklichen Bypass-Operierten und “Scheinoperierten”.
Und wo sind bitte die ganzen Studien zu den OP-Verfahren? Doch nicht etwa mit nach dem Motto: wer heilt hat Recht?
Derzeit sind für weniger als 15% aller Fragen in der Chirurgie randomisierte kontrollierte Studien verfügbar. (vg. Seiler: im Ärzteblatt Nr. 6/2004)
[Um der bekannten Argumentationskette von Frau v. Croy vorzubeugen: nein, ich möchte ein Globuli UND eine OP, falls mich die Feuerwehr einmal aus dem Auto schneiden muss. Es geht hier nicht um Notfallmedizin, sondern um chronische und akute Krankheiten, bei denen KEINE absolute Organdestruktion eingetreten ist; denn: es muss eine Aussicht auf eine Selbstregulation / Heilung gegeben sein - und nur diese können Naturheilverfahren und Verfahren der Alternativmedizin unterstützen. Und nein: die physikalischen Gesetze der Schwerkraft u.ä. diskutieren wir hier auch nicht. Wenn ich einen Stein zu Boden fallen lasse, dann fällt er zu Boden und nicht in den Himmel. Auf dieser Grundlage müsste ich sonst sofort behaupten: "Wenn die Bauern gewartet hätten, bis die Wissenschaft erklären kann, warum der Weizen wächst, dann wäre die Menschheit schon verhungert."]
Also wenden wir uns wieder der Medizin und dem Menschen zu.
Dem Menschen, von dem wir NICHT alle Parameter kennen, um die Gleichung von Gesundheit und Krankheit zu lösen; wenn ich die Diskussion hier verfolge, drängt sich mir aber der Verdacht sehr stark auf, dass diese Gleichung als gelöst gälte…
(Ach ja, bevor ich es vergesse: Homöopathen Geschäftemacherei etc. vorzuwerfen, ist (auch) angesichts der Skandale in Krankenhäusern und der Pharmaindustrie absolut unter der Gürtellinie. Schwarze Schafe gibt es überall.)
Fragen wir doch mal weiter:
Was ist den mit Hörsturz & Co.??
Jeden Tag bekommen hunderte Menschen Infusionen (Dextranlösung, Glucocorticoide etc.) Auch dazu gibt es Studien mit Placebos: keine einzige Substanz konnte als wirksam belegt werden. (Doktorarbeit v. Mona Fiege, Uni Witten/Herdecke.)
Da stelle auch ich mir die Frage, zu der folgenden Aussage eines Kommentars (siehe oben):
“V.a. wenn Ärzte H. betreiben, halte ich das für absolut unverantwortlich bis kriminell.”
… ob man das “H.” nicht durch andere Buchstaben oder Maßnahmen der “westlichen” Medizin ersetzen sollte?
Weitere Studien zu Ärzten, die sich bei gleicher Indikation NICHT operieren lassen würden (es ihren Patienten aber nahelegen), führe ich nicht weiter aus.
In der Medizin (auch in der Alternativmedizin), war kaum ein Therapeut darum verlegen, seine Methode scheinbar plausibel darzulegen. Ich erinnere auch gerne mal an Kneipp, der Zeit seines Lebens als Quacksalber verfolgt wurde.
Natürlich: wenn die Heilkunde voranschreiten soll, lassen sich Irrungen nicht vermeiden – vor allem in der Medizin.
Zu der oben erwähnten Aussage:
“Homöopathie und ähnlichen magischen Unfug erlebt man hauptsächlich in Ländern, die einen insgesamt guten Gesundheitsstatus haben.”
fällt mir ein:
Der sog. Fortschritt in den letzten hundert Jahren ist aber bzgl. der Gesundheit (?) nicht wirklich der Medizin zuzuschreiben:
Das verschwinden der großen Krankheiten früherer Zeiten wie: Pest, Cholera, Typhus, Botulismus, Ruhr, Poken, Tuberkulose ist im wesentlichen KEINE Leistung der Medizin gewesen (die das gerne für sich in Anspruch nimmt), sondern der Hygieniker, der Agrarchemie, des Maschinenbaus und der Gewerkschaften. Die Agrarchemie hat die Intensivierung der Landwirtschaft ermöglicht, sodass sich Deutschland heute selbst versorgen kann – was bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts eine Utopie war. Der Maschinenbau hat dazu beigetragen, dass uns Maschinen die zum Teil enormen körperlichen Belastungen abgenommen haben, gleichzeitig hat sich die Arbeiterschaft organisiert um sich gegen „Ausbeutung“ der Arbeiter zu wehren und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Und nicht zuletzt die Hygiene: Trinkwasserverordnung und Überwachung, Lebensmittelkontrolle, Abwasserbeseitigung und Müllabfuhr….Ich könnte die Liste beliebig weiterführen. Jedenfalls zählt es zu den Mythen, dass die Menschen “nur” dank des medizinischen Fortschritts immer älter würden. Alte Menschen jenseits der 90 Jahre gab es schon immer. Todesfälle durch Infektionskrankheiten, Lebensmittelvergiftungen, Säuglingssterblichkeit und vor allem durch härteste Arbeitsbedingungen, senkten früher die durchschnittliche Lebenserwartung enorm; (einen Quellenbeleg durch entsprechende Sterbetafeln erspare ich mir).
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 9:15
alexis von croy
Interessanter Beitrag, bis auf das “Frau” von Croy. War Alexis Zorbas auch eine Frau?
Alexis
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 9:56
buchstaeblich
(flüstert Alexis ins Ohr)
Wer in den 80ern Denver-Clan geguckt hat, hält Alexisse für Mädchen.
Alexis Korner kennen Denver-Clan-Gucker eher selten.
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 10:06
alexis von croy
Ds mit dem “interessant” nehme ich auch zurück … denn der Beitrag sagt eigentlich nichts aus. “Sollte man nicht”, “könnte man nicht”… klar könnte man der “westlichen” Medizin ebenso Geschäftemacherei” vorwefen, nur im gegensatz zur H. wäre dieser pauschale Vorwurd bei der Medizin falsch, während er bei der H. schomn deshab in allen Fällen zutrifft weil sie NEIMALS einen Nachweis der Wirksamkeit erbracht hat.
Ich möhcte noch einmal klarstellen: ICH gönnen jedem seine Globuli und seine D60-potenzierte Hundescheisse, Qucksilber, Tollkirssche, zerquetschte Honigbiene oder Eiterbläschen. Nur finde ich es grundlegen falsch, dass andere als die Nutzer dafür bezahlen sollen. Horoskope und Tarot.Karten-Legen werden ja auch nicht von der Krankenkassen bezahlt.
Außerdem ist ihr Beitrag faktisch zum Teil falsch: Natürlich kann auch die “Hygiene” etwa bei der Geburt, der Medizin zugerchnet werden, jedenfalls waren es Medizin und die Forschung, die erkannten, was mangelnde Hygiene verursachte. Und dass Antibiotika einen enormen Anteil an dem medizinischen Fortschritt haben, wollen sie das bestreiten.
2 Millionen Kinder sterben heute weltweit noch an LUNGENSTZÜNDUNGEN, weil sie keinen Zugang zu Antibiotika haben. Wieviele in Deutschland? In Deutschland sterben zwar gelegentlich Kinder an MASERN, aber auch nur in strenggläubigen Kreisen, die das Impfen ablehnen.
>>> “Alte Menschen jenseits der 90 Jahre gab es schon immer”.
Das ist wirklich ein Satz, der ihnen peinlich sein sollte. Schauen Sie sich doch einfach die entsprechenden Statistiken an!
Natürlich sind nicht alle Rätsel gelöst – und das hat auch nier niemand behauptet, auch nicht hier. Aber es ist schon ein Unterschied, ob ich erkenne, dass auch inerhalb des wissenschaftlichen (=Wissen) Systems auch Fehler gemacht werden oder noch nicht alles verstanden ist, oder ob ich mich stattdessen aufs GLAUEBN verlege und eine “Heil”kunde vertrete, die NOCH NIE (!!!!!) nachweisen konnte, dass sie auch nur einen Schnupfen kuriert hat.
In diesem Sinne bleibe ich auch bei meinem Vorwurf der elenden Geschäftemacherei.
Es ist für mich auch ein Unterschied, ob ich jemandem ein Antibiotika verkaufe oder ein h. Mittel mit folgender Inhaltesangabe (Schachtel liegt hier vor mir:) “85 % SUCROSE, 15 % LACTOSE”. (Falls da jemand nicht versteht: 85 Prozent Zucker + 15 Prozen = 100 % Zucker)
Ob es wohl Globuli gegen Karies gibt? Bin fast sicher …
Also wenn _ich_ Zucker kaufen will, dann tue ich das im Supermarkt. (Der Zuckerwürfel kam sicher auch mal einem Belladonna-Atom nahe – also ist es eh egal.) Sollte einem vielleicht ganz egal sein, wenn es Leute gibt, die sich Zucker vom Arzt zur Behandlung von Krebs verschreiben lassen.
Wenn SIE sich so verarschen lassen wollen – nur zu!
Sie argumentieren außerdem über weite Strecken so: “Es gibt einen betrügerischen Rechtsanwalt, deshalb ist es völlig sinnlos das Recht zu vertreten, und außerdem ist Rechtschaffenheit deshalb auch nicht besser als Kriminalität.” So argumentieren alle Jünger von esoterischem Unsinn. Anstelle auch nur einmal EINEN Beweis für die Wirksamkeit von H. zu erbringen, reden sie immer nur von den Fehlern der anderen, picken ein paar Einzelfälle heraus, die ich für diese Argumetationsform eignen und behaupten, sie wären repräsentativ.
Meine eigene Erfahrung mit Medizin:
1. Mit 9 Jahren schwere Mandelentzündung, Mandeln wurden entfernt, nie wieder Beschwerden
2. Mit 10 Jahren: Fahrradunfall, Bewußtlosigkeit, hoher Bltverlust…Notarzt – nach einer Woche wieder zuhause, keine Folgen
3. Mit 14 Polyartritis (Gelenkrheuma). 4 Monate im Krankenhaus, Behandlung mit Schmerzmitteln, Ruhe und entzündungshemmenden Med. Vollständig ausgeheilt, bis zm 48. Lj keinerlei Beschwerden mehr
4. Mit 35 eine Lungenentzündung mit sehr hohem Fieber, nach 3 Tagen dank Antibiotika vorbei.
Bei MINDESTENS zwei der Fälle wäre ich im 19. Jh gestorben, vielleicht bei 3. Auch meine Mutter hat einen schwerern Infakrt nur dank dem Notarzt überlebt, der nach 5 (!) Minuten in ihrer Wohung war – und dem Bypass, der ihr dann gelegt wurde. Was wäre wohl im 19. Jh. mit meiner Mutter geschehen? Hat die H. irgendeinen Anteil an den Erfogen der Medizin?
Lesen Sie doch mal das Buch “Trick or Treat. Alternative Medicie on Trial”. Verfasser ist Prof. Edzard Ernst, der einst in München eine homöopathische Klinik leitete – bis ihm eines Tages Zweifel kamen und er begann, sich intensiver mit der H. zu beschäftigen.
Ernst gilt weltweit als DIE unvoreingenommen Kapzität beim Thema alternative Therapien und betont immer wieder, dass es immer ganz sicher nie darum ging, etwas zu diskreditieren, das Menschen hilft. Er ist sich aber heute sicher, dass H. ein völlig unwirksam ist und die Behauptungen der H. völlig ohne Grundlage sind:
Zitat: “hundreds of trials have failed to deliver significant or convincing evidence to support the use of homeopathy for the treatment of any particular ailment. On the contrary (…) there is a mountain of evidence to suggest that homeopathic remedies simply do not work.”
Wollen Sie das von Antibiotika auch behaupten?
Ich hoffe nicht. dass man sie “mal aus dem Auto schneiden muss”. Aber sollte es geschehen und sie verlangen dann nach Globuli …. well, … jedem das seine
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 10:11
alexis von croy
Alexis Korner, richtig! Den habe ich sogar mal live gesehen! Ich weiß immer sofort, wer JUNK-TV schaute, damals… vor dem DENVER Clan hat mich auch nicht ein einziges Mal jemand mit FRAU angesprochen, ich wurdeimmer nur mit Zorbas in Zusammenhang gebracht.
Das ging dann soweit, dass mich (unrasiert und wirklich nicht sehr weiblich ..) auf dem POSTAMT ein Schaltermann (live!) mit “FRAU von CROY” angesprochen hat. … und dann entschuldigend hinzufügte “ich dachte, das wäre ein Frauenname…” Ist wirklich genaus so passiert. So viel zum “denkenden” Menschen …
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 10:16
alexis von croy
@alle
(sorry für die vielen Tippfehler … da ich auch beruflich den ganzen Tag am Schreiben bin, habe ich absolut keinen Nerv, meine Blogeinträge korrekturzulesen…).
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 10:35
wolfgang
also ich finde die Diskussion nach der Wissenschaftlichkeit der Homöopathie dreht sich ganz und gar nicht im Kreis, die HP ist schon längst an die Wand gefahren.
Hunderte von Studien von Homöopathen die wissenschaftliche kriterien anlegen wolten Ergebnis: NIX- und wenn dann noch HPs kommen und behaupten die HP heilt alle chron und akuten Krankheiten sanft und nebenwirkugsfrei, dann würde das jeder vernünftige wissenschaftlich und heilungsorientierte Arzt sofort bei seinen Diabetikern, den Rhemapatienten und den anderen Kranken anzuwenden versuchen. Ja wenn es nur funktionieren täte- tuts aber nicht….und wenn man einmal die Gesetze der Physik nur ansatzweise verstanden hat,speziell den 2.Hauptsatz der Thermodynamik dann weiß man auch warum das nicht funktionieren kann.
Man könnte sich ja mit der HP anfreunden, wenn in der Steiermark wenigstens der eine oder andere Apfel bei Windstille nach oben “fällt”- nur wird das halt nicht beobachtet und in der Wachau bei den Marillen auch nicht- fällt immer alles nach unten.
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 11:46
buchstaeblich
Wolfgang,
das mit der kreiselnden Diskussion liegt daran, dass immer, wenn die Wissenschaft das “Nix” diagnostiziert, die Homöotrallaten die nächste Runde einläuten, weil sie es einfach nicht wahrhaben wollen/können.
Ist ja auch blöd, wenn man sich dann einen neuen Job suchen muss.
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 16:12
Benjamin B.
Mal so eine Frage: Hat irgendein Homöopathie-Verfechter sich zu Muchs Aufsatz geäussert? Mir scheint, es fänden ein paar den Weg hierher und diskutieren eifrig, doch niemals würden sie irgendein Wort über Muchs Aussagen verlieren.
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 17:15
wolfgang
@buchstäblich
ja das ist ein Problem, das war schon bei der letzten Metaanalyse auf der Titelseite der Lancet, dass nunmehr ernsthaft HPs ihren Patienten erläutern müssen, dass an der HP nichts dran ist. Tun sie das nicht hätten sie ein schwerwiegendes ethisches Problem.
Offenbar haben sich die Homöopathen entschieden, pro futuro lieber ein ernsthaftes ethisches Problem mit ihren Patienten zu haben, wo die sich auch so gerne bescheissen lassen.
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 18:10
alexis von croy
natürlich nicht, was sollen sie auch sagen
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 18:15
Dr. E. Berndt
Homöopathie ist keine Frage der Naturwissenschaften oder eine Frage von EBM, sondern ein Angelegenheit der Psychologie. Homöopathie ist ein Phänomen der Wahrnehmung mit allem Drumm und Drann und eine Frage der Persönlichkeit. Und Homöoapthie ist ein Ökonomikum. Über die Wirkung entscheidet Profit und Nachfrage. Hunderte selbsternannte Homöopostel und Esopostel beteiben Diseage Mongering. Täglich werden dem kaufkräftigen Publikum behandelswerte Zustände nahegelegt, die mit dieser gefahrlosen, giftlosen Methode modernst zu behandeln sind. Jeder darf Probieren, Kaufen und sich selbst behandeln und seine Kinder Traktieren und den Nachbarn gute Ratschläge erteilen. Homöopathie ist in! Und wer es nicht selbst macht muss nicht lange nach Heilpraktikern oder Ärzten und Apotheker suchen, die seinen Glauben stärken. Das Ganze wird erst ein Ende haben, wenn sich ein Saboteur unter notarieller Aufsicht in die Globulifabrikation einschleicht und die Kugerl durcheinandermischt, was ab so ca. D10 nicht zu beweisen ist.
Mittwoch, 16 Juli, 2008 um 20:29
wolfgang
Hats da nicht mal vor ca 3 Jhr in Australien einen Skandal gegeben wg der Qualität homöopathischer Arzneien- nicht korrekt hergestellt.
Ist ja wirklich ein Trotteljob hundertemale ein Gefäß gegen ein Lederpolster zu klatschen- da verzählt oder verschüttelt man sich schon mal
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 9:13
Aberglaube in der Medizin - René Gräber
[...] http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/06/04/aberglaube-homoopathie/ [...]
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 9:46
alexis von croy
@R. Gräber
… ich habe mir ihre Seite mal angesehen. Mein Fazit: Nicht wir haben Vorurteile, sondern Sie.
Sehr auffällig ist, dass Ihr ganzer Blog nur daraus besteht, der Schumedizin Fehler und Versäumnisse anzudichten – es finder sich aber nicht der geringste Hinweis darauf, wie man die angbeliche Wirkung der Homöopathie erklären könnte und auch keine erklärung dazu, warum es noch nie jemandem gelungen ist, einen Nachweis zu erbringen, dass IRGENDEINE Krankkeit per. H. geheilt wurde.
Sie bedienen sich auschließlich alter, tausendfach bemühter (und deshalb auch nicht originellerer) Argumentationskonzepte, die (sorry) mir inzwischen so langweilig sind, dass ich nur noch gähnen kann. Man hat das Gefühl, dass der selbe Text von nahezu jedem Heilpraktiker und jedem Homöopathen per copy and paste vervielfältigt wird. Es ist eine reine Strategie der Ablenkung.
Besser wäre eine Erklärung der Wirkungsweise. Oder trauen Sie uns wissenschaftlich verblendeten Industriemitläufern nicht zu, dass wir sie verstehen?
Was macht eigentlich Spass daran, sein Leben im geistigen Mittelalter zu verbingen? Einseits wollen Sie in einer modernen Geselleschaft leben (nehme ich jetzt mal an, wenn Sie Werbung für sich im Web machen), andererseits wollen Sie naiven Kunden den puren Aberglauben als “Medizin” verkaufen.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 9:49
alexis von croy
@R. Gräber
(aus Ihrem Blog): >>>>>> Die Kritiker reiten einseitig darauf herum, dass Studien zur Homöopathie widersprüchlich seien und die Therapie damit nicht belegt sei <<<<<
Das ist falsch. Die wissenschaftlichen Studiemn sind eben nicht widersprüchlich – sondern eindeutig. Das HÄTTEN Sie gern, dass sie “widersprüchlich wären”, aber hier fangen die Unehrlichkeiten schon an.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 10:09
alexis von croy
@R. Gräber
Aus Ihrem Blog:
>>>>>Ulrich Abel von der Uni Heidelberg sieht das ganz anders: Bei den meisten Organkrebsen existieren keinerlei Belege dafür, dass die Chemotherapie die Lebenserwartung verlängert oder die Lebensqualität verbessert. (vgl. Abel, Ulrich: Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome)
Daraus können Sie vor allem eines lernen: Wissenschaftlern ist es erlaubt, verschiedene Theorien zu entwicklen und Ergebnisse der Forschung bzw. Therapiemethoden anzuzweifeln und in Studien zu überprüfen. Mal ganz absgehen vom Gehalt von Herrn Abels Studien. GENAU DAS ist es, was Wissenschaft auszeichnet – Ergebnisse und Therapien etc DÜRFEN in Frage gestellt werden
Bitte zeigen Sie mir EINEN Homöopathen, der das auch darf. Die Anhänger sind eine völlig kritiklose Gemeinde von Gläubigen (bzw. manipulativen Geschäftemachern) , die keinerlei Wiuderspruch duldet und NIE auf die Idee käme, SELBST die Wirksamkeit ihrer “Heimethoden” in Studien zu überprüfen.
In diesem Sinne zeigen Ihre Beispiele EXAKT das, was wir hier behaupten -dass Wissenschaft objektiv ist und sich selbst in Frage stellen kann. ALLE BEISPIELE auf Ihrer Seite (auch zu den Psychopharmaka) etc. etc. wurden von der WISSENSCHAFT aufgedeckt, auch die Skandale. Das ist das in die Wissenschaft eingebaute Regulativ: Alles darf in Frage gestellt werden.
In der Homöopathie und bei Scientology ist das anders: Keine Fragen stellen und weiterglauben!
Sie kommen mir etwa so vor wie die Kirche zu Zeiten Galileos: Gegen die Ergebniss der Astronomie hetzen, aber selbst nichts von ihr verstehen.
Dass Sie auf Ihrer Seite immer von der “ach so eloquneten und geschickten” Kritik der H.-Gegener reden, hat auchnur einen Grund: Sie wollen von den (oben) hundertfach genannten Fakten ablenken und so tun, als habe all das nur “sprachliche” Substanz. Auch das ist ein sehr durchsichtiges und albernes Manöver.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 10:23
R. Gräber
Ich sehe mir gerne einmal die Metaanalyse des Lancet an, ebenso den Aufsatz von Herrn Much – ich bitte dazu um Quellenangaben.
Ebenso bitte ich einmal um verschiedene Quellenangaben zu den ganzen Behauptungen die hier aufgestellt werden.
Herrn Prof. Edzard Ernst werde ich mir schon mal gerne besorgen.
Schließlich berufen sich ja alle auf die Wissenschaftlichkeit.
Dazu hatte ich im ersten Kommentar bereits Stellung genommen:
“Die Falsifizierbarkeit war für Popper das Kriterium, um eine Theorie der empirischen Wissenschaften (Erfahrungswissenschaften) von nicht-empirisch-wissenschaftlichen Theorien zu unterscheiden. Und die Medizin ist und bleibt eine Erfahrungswissenschaft in diesem Sinne, denn wir kennen nicht alle Parameter von Gesundheit und auch nicht von Krankheit (anders als z.B. in der Mathematik – und in der Physik gilt das auch nur für die meisten Bereiche).”
Ich darf mal sagen, dass das erste Kriterium von Popper von kaum einem Wissenschaftler in der Medizin erfüllt wird.
In der Diskussion hier wird häufig von einem “Denkmodell” ausgegangen, dass die “etablierte” Medizin selbstverständlich der “Standard” sei – frei nach dem Motto: machen wir schon immer so, also ist es richtig.
Diesen Ansatz kann man verfolgen, aber ist er auch “stimmig”?
Die Kritiker der Homöopathie suchen nach Fehlern in Studien und Wirksamkeitsnachweise. Hierbei wird immer auf die “Wissenschaftlichkeit” gepocht. Ich halte das für völlig legitim!
Wie sieht es aber denn mit dieser Wissenschaftlichkeit aus?
Was für eine Wissenschaft ist die Medizin eigentlich?
Seit etwa 60-80 Jahren sehen sich die meisten Medizinier “selbstverständlich” als Vernunftwissenschaft und / oder als Naturwissenschaft.
Ist die Medizin eine Naturwissenschaft?
Dazu einmal eine Definition:
Erfahrungswissenschaften sind Wissenschaften, die ihre Erkenntnisse aus Erfahrungen gewinnen. Ihnen gegenübergestellt werden die Vernunftwissenschaften. Die Wissenschaften, die sich mit äußeren Erfahrungen bzw. mit den Gegenständen oder Erscheinungen der Realität beschäftigen, sind die Naturwissenschaften und die Gesellschaftswissenschaft. Auch wenn Erfahrungswissenschaften ihre Erkenntnisse aus Erfahrungen gewinnen, so sind apriorische Voraussetzungen und Annahmen bewußt oder unbewußt beteiligt. (aus: Peter Möllers: Philoex.de)
Die Medizin ist KEINE Naturwissenschaft und keine Vernunftwissenschaft – obwohl sie es gerne wäre.
Eine Begründung dafür ist u.a. die transzendentale Analytik, wie sie u.a. Kant lieferte: http://www.philolex.de/kant.htm#tan
Die Medizin ist deshalb eine Erfahrungswissenschaft.
Und jeder der mit einem “absoluten” Dogma in der Medizin daherkommt, dass es anders sei, unterstreicht genau das.
Nun, da alle aber immer davon ausgehen, dass in der Homöopathie nichts belegt sei – gehen die meisten immer davon aus, dass das, was bei uns am meisten als Medizin (Schulmedizin) praktiziert wird, selbstverständlich “belegt” sei.
Dies habe ich in meinem zweiten Kommentar versucht zu widerlegen.
Wenn wir also schon hinterfragen, dürfen Sie sich auch andere Fragen gefallen lassen, wozu ich hier noch nicht einen “Gegenbeweis” erhalten habe. Denn der dürfte genauso schwer fallen, wie der Beweis der Homöopathie.
Ich bin gespannt wer hier einmal ernsthaft dazu Stellung beziehen möchte – gerne mit Belegen und Quellenangaben, denn wir wollen doch “wissenschaftlich” sein – oder?
*********
Ein paar Anmerkungen seien mir noch gestattet:
zu Dr. Berndt:
“Und Homöoapthie ist ein Ökonomikum” – die Schulmedizin auch.
“Über die Wirkung entscheidet Profit und Nachfrage.” – in der Schulmedizin auch.
“Täglich werden dem kaufkräftigen Publikum behandelswerte Zustände nahegelegt, die mit dieser gefahrlosen, giftlosen Methode modernst zu behandeln sind.” – so wie in der Schulmedizin; Unterschied ist aber das Homöopathie tatsächlich giftlos ist. Vgl. Sie dazu bitte auch die Stellungnahmen zur Chemotherapie weiter oben.
“Jeder darf Probieren, Kaufen und sich selbst behandeln und seine Kinder Traktieren und den Nachbarn gute Ratschläge erteilen.” – so wie in der Schulmedizin.
zu Herrn v. Croy (Verzeihung für die Verwechslung)
85 % SUCROSE, 15 % LACTOSE – das ist ein Unikum das der Gesetzgeber durchgedrückt hat; kurios. Mehr dazu unten in meiner Frage nach dem kleinsten Teilchen.
Ihre Erfahrungen mit der Medizin und die Erfolge stelle ich übrigens in keinster Weise in Zweifel! Aber Sie bringen hier die “Erfahrungen” ein – ganz im Sinne der Erfahrungswissenschaft: Danke dafür.
Die BypassOP Ihrer Mutter: könnte die nicht ein riesiger Placeboeffekt sein?
Leider fehlt mir die Zeit jetzt nach der Studie zu suchen, ebenso wie zur Suche nach den entsprechenden Punkten zur Therapie des Herzinfarkts, sowie zu den Kritikpunkten der Antibiotikatherapie (und die gibt es reichlich) – aber Sie wollen sicher Belege?
Ich pickte auch nicht ein paar Einzelfälle heraus, wie Sie es darstellten.
Bewußt geht es um Operationsverfahren, die NICHT belegt sind und um medikamentöse Therapien, die auch nicht belegt sind. Im Bereich der medikamentösen Therapie könnte ich beliebig weitermachen; es sind jedenfalls keine Einzelfälle, wenn jedes Jahr Millionen Menschen mit Chemotherapie behandelt werden, die offensichtlich KEINEN nennenswerten Nutzen bietet. Das sind KEINE Einzelfälle. Ist das nicht ein Skandal und Geldvernichtung ersten Grades, den MEINE Kasse auch noch bezahlt? Warum regt sich darüber eigentlich keiner auf? Wo bleiben denn da bitte die “Wissenschaflichkeitskriterien”, die hier dauernd gefordert werden?
zu: Alte Menschen jenseits der 90 Jahre gab es schon immer — bitte sehen Sie mal in die Sterbetafeln. Die finden Sie in jedem Archiv einer Stadtbibliothek.
zu: denn der Beitrag sagt eigentlich nichts aus. “Sollte man nicht”, “könnte man nicht” — a) ich liefere Quellen b) Ich stelle Fragen so, dass ich es dem Leser überlasse sich eine Meinung zu bilden – Sie haben sich die Frage übrigens schon beantwortet.
zu: Ob es wohl Globuli gegen Karies gibt? — hier handelt es sich um eine Organdestruktion (wie ich in meinem “nichtssagenden” Beitrag ausgeführt hatte). Wenn ich einen Splitter im Auge habe, brauch ich kein Globuli, sondern der Splitter muss raus.
Sie springen in Ihrer Argumentationskette leider von Fakten, zu Polemik und zu Erfahrungen, was eine rationale Gegenargumentation erschwert, sowie sehr zeitaufwendig macht. Ich beende die Gegendarstellung deshalb erst einmal.
zu Wolfgang:
Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik ist bei der Homöopathie leider völlig unangebracht. Ein “mechanisches” Weltbild ist aber in den Köpfen fast aller Menschen verankert – ich mache Ihnen deswegen keinen Vorwurf.
Wenn wir nach Erklärungsmodellen suchen, dann bitte im Bereich der Quantenmechanik.
Zum mechanistischen Weltbild noch eine Anmerkung: Woher wollen Sie denn wissen das ab D10 “nichts” mehr da ist, wo wir noch nicht einmal wissen, was das kleinste Teilchen denn nun ist, nach dem Physiker seit Jahrzehnten immer noch suchen? (Hinweis: es ist nicht das Atom und nicht das Quarks) Auch hier gehen fast alle Menschen davon aus, dass dies alles “natürlich” geklärt sei…
und zur Aussage: “jeder vernünftige wissenschaftlich und heilungsorientierte Arzt sofort bei seinen Diabetikern, den Rhemapatienten und den anderen Kranken anzuwenden versuchen”
Typ I Diabetes ist eine Organdestruktion, ebenso wie bestimmte rheumatische Beschwerden. Typ II Diabetes und zahlreiche Rheumaerkrankungen sind v.a. Zivilisationskrankheiten, die durch Ernährung und andere Lebensumstände zu beseitigen wären, bzw. erst gar nicht auftreten würden.
Spätestens hier sind wir bei der Diskussion, ob mal alles durch Homöopathie heilen kann. Hier sage ich deutlich NEIN. (Sie können den Typ I Diabetes auch nicht mit einer OP heilen (die auch keinen Wissenschaftlichkeitsbeleg hätte).
Hier werden Argumentionen angeführt, die nicht nur Krücken brauchen, sondern einen Rollstuhl.
Ist das nicht genau die Art von Argumentation, die Sie den Homöopathen vorwerfen?
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 10:34
R. Gräber
zu Herrn v. Croy: “In der Homöopathie und bei Scientology ist das anders: Keine Fragen stellen und weiterglauben!”
Weiter oben kritisierten Sie meine Fragestellungen: “Sollte man nicht”, “könnte man nicht”…
Sie widersprechen sich selbst.
Und die Assoziation zur Ebene der Scientology ist leider unter der Gürtellinie.
Ebenso das hier: “Sie kommen mir etwa so vor wie die Kirche zu Zeiten Galileos: Gegen die Ergebniss der Astronomie hetzen, aber selbst nichts von ihr verstehen.”
Auf dieser Ebene beende ich die Diskussion mit Ihnen lieber.
Die Leser mögen sich selbst ein Bild davon machen und Ihre Meinung bilden.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 10:42
alexis von croy
… am besten finde ich die Frage “ob der Bypass meiner Mutter ein Placebo” sein könnte … (jeder blamiert sich, so gut er kann)
Quantenmechanik! Darauf habe ich wirklich gewartet. … !
Tatsache ist und bleibt: Die Homöopathie hat bis heute noch nie den Nachweis erbracht, dass sie auch nur die banalset Krankheut geheilt hat. Wer das kann, darf sich bei James Randi 1 Mio Dollar abholen.
Das ist ein FAKTUM, ebenso wie es ein Faktum ist, dass die Medizin TÄGLICH Millionen von Menschen das Leben rettet, übrigens auch die Chemotherapie. “FAKTEN” bedeute, dass man dies beweisen kann und dass es den Tatsachen entspricht.
Herr Gräber: sorry aber alles, was Sie oben schreiben sind reine, inhaltslose Nebelkerzen (Argumente D60), deren Beantwortung ich aber denjenigen hier (Wolfgang und Dr. Berndt) überlassen werde, die wissenschaftlich präziser argumentuieren können).
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 10:47
alexis von croy
>>>>>die Assoziation zur Ebene der Scientology ist leider unter der Gürtellinie
DAs empfinden Sie vielleicht so. Für mich aber gibt es zwischen Homöopathie und Scientology keinen grundsätzlichen Unterschied. Beides ist Gehirnwäsche und äußerst manipulativ.
Da die Homöopathie gelegentlich auch Menschen das Leben kostet (siehe das Buch “Trick or Treat”, Beispiele von Menschen, die starben weil sie bei Krebs im Anfangsstadium auf Homöopathen setzten) – ist sie nicht nur völlig überflüssig und belanglos, sondern auch oft gefährlich.
Deshalb ist m.E. der Vergleich mit Scientology absolut treffend. Beides sind Ideologien, die auf reinem Glauben basieren.
Jetzt kommt sicher gleich der Reflex “auch in der Schulmedizin sterben Menschen…”
Wetten?
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 10:54
alexis von croy
Dieser Blog heißt “Kritisch gedacht”, oder? Wenn Sie sich der Kritik nicht stellen wollen, warum bloggen Sie dann nicht in einer genehmen Umgebung?
Auch zu meinem Vergleich bzgl Galileo stehe ich, absolut. Mit eienr Einschränkung: DIE KIRCHE HAT INZWISCHEN GALILEOS WELTBILD AKZEPTIERT! Wann ist die Homöopathie so weit?
An dem Tag, an dem die H. auch so weise ist – wird sich diese Bewegung auflösen müssen.
Klar, das ist alles polemisch und sehr poinitiert. So ist man aben als Journalist
Aber ich habe meine Worte schon auch bewußt so gewählt: Aberglauben kann man nicht auf der Basis dieser Pseudo-Argumente diskutieren, die sie hier bringen.
Ich gestehe auch, dass es mir schwer fällt, diese Rückständigkeit im Denken und diese Versuche, Menschen zu manipulieren, ernst zu nehmen.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 11:15
R. Gräber
Placeboeffekt der Bypassoperation: exakte Quellenangabe der Vergleichstudien u.a. in Dr. Peter Schmidsberger: “Gesünder Leben” und D. Ornish: Revolution in der Herztherapie. 70% der Scheinoperieten fühlten sich nach der OP besser, fast ebenso wie die wirklich Bypassoperierten. Selbst die BILD Zeitung brachte diesen “Skandal” an die Öffentlichkeit. siehe auch hier: http://www.shortnews.de/start.cfm?id=595579 [Ja, jeder blamiert sich, so gut er kann]
“Das ist ein FAKTUM, ebenso wie es ein Faktum ist, dass die Medizin TÄGLICH Millionen von Menschen das Leben rettet, übrigens auch die Chemotherapie” siehe dazu hier: http://www.sgipt.org/doceval/epidem/iatrogen.htm
Statistiken zum Versagen der Chemotherapie, vgl. Abel, Ulrich: Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome
Kann es sein das Sie sich ärgern, weil Sie Ihr “klassisch-medizinisches” Weltbild nicht mehr halten können?
Und Ergebnisse der “Erfahrungsmedizin” mit belegbaren Erfolgen aus der Praxis könnte ich selbstverständlich liefern.
Sie liefern ja im Gegenzug überhaupt keine Quellen.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 11:39
R. Gräber
v. Croy: “Aberglauben kann man nicht auf der Basis dieser Pseudo-Argumente diskutieren, die sie hier bringen.”
Vielleicht eine pdf einer Vorlesung an der Charité in Berlin:
Auszug daraus: “Abwesenheit von Ärzten erhöht die Lebenserwatung” (vgl: urologie-cbf.charite.de/fileadmin/pdf/vorlesungen/Symptome.pdf); hier gibt es offensichtlich Kollegen, die sich auch diesen Statistiken stellen!)
v. Croy: “Ich gestehe auch, dass es mir schwer fällt, diese Rückständigkeit im Denken und diese Versuche, Menschen zu manipulieren, ernst zu nehmen.”
Ja.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 11:53
alexis von croy
Danke, dass Sie mir wenigstens in dem zweiten Punkt zustimmen. Ichhatte ja gehofft, dass Sie etwas Einsicht zeigen würden.
Die Präsentation der Charité habe ich mir angesehen. Sie zeigt auf, dass es medizinische Kunstfehler gibt und beziffert diese.
Also Argument für die Homöopathie ist das in etwa so tauglich, wie wenn Sie mit der Anwesenheit von Cholesterin in fettem Schweinefleisch den Nachweis führen wollten, dass Spinat Herz- und Kreislauferkrankungen verursacht.
(Wie viele solcher plakativen Bilder muss man sich aeigentlich usdenken, bis sie verstehen, dass der Verweis von Fehlern in einem wissenschaftlichen System nicht als Beweis für die Tauglichkeit eines Aberglaubens herhalten kann?)
Im Gegensatz dazu haben Sie noch keine einzige wissenschaftlich präzise Studie hier vorgestellt, die aufzeigte, dass H. wirksam ist. Sondern nur versucht, uns hier unterzujubeln, dass es “widersprüchliche” Studien gäbe.
Das ist nicht der Fall. Und der Glaube eines Homöopathen ist auch keine Studie.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:03
alexis von croy
>>>>>hier gibt es offensichtlich Kollegen, die sich auch diesen Statistiken stellen
Das sage ich doch schon die ganze Zeit! Wissenschaft stellt sich Ihren Problemen und Ungereimtheiten. Es waren ja keine Homöopathen, die diese Kritik verfassten!
Ohne dies zu beabsichtigen unterstützen sie mit jedem ihrer Placebo-Argumente den Standpunkt der Wissenschaft. Wissenschaft darf sich nicht nur in Frage stellen – es ist sogar ihr einziger Weg, etwas über die Welt zu erfahren.
Im Gegensatz dazu Homöopathen: Vor 250 Jahren denkt sich jemand, der keine Ahnung von den biochemischen Vorgängen hatte, etwas Absurdes aus…. 250 Jahre später gibt einen eingeschworenen Kreis von Gläubigen, der das immer noch nachbetet.
Mit den Argumenten, die wir heute haben, hätten wir mittlerweile sogar HAHNEMANN überzeugt. Es ist typisch für solche Bewegungen, dass ihrer Anhänger sogar noch gläubiger sind als ihre Erfinder …
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:05
R. Gräber
Es steht noch die Behauptung aus:
“Tatsache ist und bleibt: Die Homöopathie hat bis heute noch nie den Nachweis erbracht, dass sie auch nur die banalset Krankheut geheilt hat.” (Zitat: v. Croy)
Hier wird in der bisherigen Diskussion die Metaanlyse des Lancet angeführt.
Zur Metaanalyse der Homöopathiestudien des Lancet zitiere ich wie folgt:
******************************************************
“Bemerkenswert an der Metaanalyse sind die positiven Ergebnisse der Homöopathie und die negative Beurteilung durch die Autoren. So zeigten sowohl die 110 untersuchten Homöopathiestudien als auch
die 110 konventionellen Studien deutliche Wirksamkeit (!), wobei die Homöopathiestudien sogar eine höhere Qualität und geringere Hete- rogenität als die schulmedizinischen Studien aufwiesen.
Dieses für die Homöopathie sehr erfreuliche Ergebnis wurde durch die Lancet-Publikation ins Gegenteil verkehrt. Die 220 in die Metaanalyse eingeschlossenen Studien wurden im Nachhinein auf 21 homöopathische bzw. 8 konventionelle Arbeiten „höheren Standards“ und dann nochmals auf 8 bzw. 6 „größere Studien höherer Qualität“ reduziert. Auf Basis dieser 14 Studien fanden die Autoren dann ihre Annahme (!) bestätigt, dass „die klinischen Effekte der Homöopathie Placeboeffekte sind“.
Abgesehen davon, dass die zweifache Selektion im Studiendesign gar nicht vorgesehen war und deren Auswahlkriterien nicht genannt wurden, blieben auch die 8 ausgewählten Homöopathiestudien und 6 konventionellen Studien – auf die sich die gesamte Aussage stützt – in der Metaanalyse des Lancet anonym! Erst nach massiven interna- tionalen Protesten gegen diese Arbeit wurden am 23. Dezember 2005 einige Studiendaten auf der Website des Institutes für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern veröffentlicht, womit bestätigt wurde, dass alle ausgewählten Studien von geringer homöopathischer Qualität sind und keine externe Validität aufweisen, d. h., die Studien hatten keinen Bezug zur Praxis der Homöopathie.
Damit geht die Arbeit mehrfach an der vorgegebenen Fragestellung vorbei: Die Studien sagen nichts über die Homöopathie unter Praxisbedingungen aus, die Metaanalyse enthält schwere metho- dische Mängel [2,3] und wurde durch die nachträgliche Selektion ins Gegenteil verkehrt. Metaanalysen dienen dazu, die vorhandene Literatur nach einheitlichen Kriterien der Selektion und Analyse zu untersuchen. Genau das war im Lancet nicht der Fall: Weder wurde die vorhandene Literatur untersucht – wichtige hochwertige Arbeiten wurden nicht in die Studie aufgenommen und 93 Prozent der einge- schlossenen Arbeiten wurden durch die Selektion wieder ausge- schlossen – noch waren die Auswahlkriterien dazu bekannt. Hinzu kommt, dass die Metaanalyse die Hypothese, dass die nachgewie- senen Wirkungen doch durch Homöopathie erzielt wurden, gar nicht widerlegt hatte. Die Schlussfolgerungen der Autoren entbehren daher jeglicher Grundlage.”
(…)
aus: Deutsche Zeitschrift für klinische Forschung; http://www.dzkf.de/heft/2006_05-06/12.pdf
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:13
alexis von croy
.. dieser Text gehört zum uralten Grund-Instrumentarium aller Heilpraktiker Deutschlands und es ist mittlerweile klar, dass die Schlüsse, die darin gezogen wurden, falsch sind.
Wenn Sie nicht so ERGEBNISORIENTIERT googeln würden, sondern ERGEBNISOFFEN – dann hätten Sie nicht verschwiegen, dass obiges Fazit mittlerweile x-mal widerlegt wurde und wissenschaftlich nicht haltbar war.
Sie wollen hier Leute überzeugen, deren Kenntisse zu diesen Studien den Ihren voraus sind. Das wird nicht klappen!
Mit dem obigen Text können Sie nur die unwissende arme Menschen manipulieren und fehlinformieren. Bei einem aufgeklärteren Publikum funktioniert das so nicht.
Bitte Wolfgang… hilf
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:19
alexis von croy
Und dann habe ich mal nachgesehen, wer diese Kritik an der Studie des Lancet formuliert hat und diesen ARtikel geschrieben hat, der mittleweile zum Standardinstrument der Homöopathen gehört.
Ergebnis:
>>>> Dr. med. Ing. Friedrich Dellmour, Europäisches Institut für Homöopathie
“Rauchen ist nicht gesundheitsschädlich. Gezeichnet: Dr. Marlboro”
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:20
R. Gräber
Fazit:
Es existieren signifikant positive Studienergebnisse zur Anwendung der Homöopathie.
Auch ich fühle mich hier nicht berufen, diese Studien alle zu analysieren.
Die Lancet-Studie ist ein Beleg dafür.
Hinzu kommen die abertausenden empirischen Praxiserfahrungen praktizierender Kollegen, die mit Homöopathie arbeiten; (siehe mein Kommentar weiter oben zu Frage der Wiisenschaftlichkeit der Medizin);
Dogmen regieren in der Medizin.
Ein Sprichwort sagt: Glaube nur der Studie, die du selbst gefälscht hast. (siehe z.B. Vioxx-Studie weiter oben, die Patienten das LEBEN kostete);
Bleibt für “Laien” und “normale” Mediziner überhaupt eine Möglichkeit zu prüfen welche Studie richtig ist?
Hierzu Dr. Dellamour:
“Ohne spezielle Fachkenntnis ist nur schwer erkennbar, was unter- sucht wurde und wofür die gefundenen Ergebnisse Gültigkeit haben – und was nicht untersucht wurde und nicht aus einer Studie abgelei- tet werden kann. Und da das Studiendesign und die Interpretation
der Ergebnisse nicht nur von wissenschaftlichen, sondern auch von wirtschaftlichen, gesundheitspolitischen oder weltanschaulichen Interessen abhängen, kann aus der bloßen Tatsache einer Publikation nicht auf die Richtigkeit der Ergebnisse vertraut werden.”
*********************************************
Mit den Argumenten, die wir heute haben, hätten wir mittlerweile sogar HAHNEMANN überzeugt.
*********************************************
Genau.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:24
alexis von croy
Es existiert keine EINZIGE Studie, die nachweisen konnte, dass H. funktioniert. Das ist der Stand der Wissenschaft.
Und wenn Sie EINE EINZIGE wissenschaftliche Studie benennen könne, die das Gegenteil ergab – dann tun Sie das doch endlich! Oder ist das eine geheime Studie?
Dr. Dellamour zu zitieren ist aboslut lächerlich, da können Sie uns ja gleich Zitate von Hahnemann vorlesen!
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:32
alexis von croy
Aus “Trick or Treat”, von Prof. Edzard Ernst (früher Leiter einer h. Klinik) – dieser Satz kommt nach dem Kapitel über die Lancet-Studie:
Conclusion:
“… it would be fair to say that there is a mountain of evidence to suggest that homeopathic remedies simply do not work”. …..(…) …we strongly advise you to avoid homeopathic remedies if you are looking for a medicine that is more than make-believe”
Das Buch beschäftigt sich auch intensiv mit den o.g, Studien und der Kritik an Ihnen. Dennoch kommt Prof Ernst, der sich immer wünschte, die H. WÜRDE FUNKTIONIEREN, zu dem Schluß: Es ist NICHTS DRAN and der H. Null.
Homöopathie: Null Punkte. Zero Point. zero points.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:36
alexis von croy
>>>>> Dogmen regieren in der Medizin
Falsch. Wissenschaft und Medizin entwickeln sich stündlich weiter.
Richtig: Die Homöopathie hat sich in 250 Jahren um keinen Prozentpunkt weiterentwickelt, sondern ist IDENTISCH.
Welches System ist wohl dogmatischer?
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:37
R. Gräber
“dass obiges Fazit mittlerweile x-mal widerlegt wurde und wissenschaftlich nicht haltbar war.”
Wo sind die Belege bitte?
Die Basis Ihrer Argumentationskette bewegt sich leider nur auf diesem Niveau: “Rauchen ist nicht gesundheitsschädlich. Gezeichnet: Dr. Marlboro”.
Das hat mit der von Ihnen beschworenen Wissenschaftlichkeit leider nichts zu tun.
Sie geben eine Meinung wieder, wie zum Beispiel hier:
“… am besten finde ich die Frage “ob der Bypass meiner Mutter ein Placebo” sein könnte … (jeder blamiert sich, so gut er kann)”
Motto: Es darf nicht sein…, um dann festzustellen, dass so eine Studie zu Bypassops bereits gemacht wurde.
Trotzdem behaupten Sie: “Mit dem obigen Text können Sie nur die unwissende arme Menschen manipulieren und fehlinformieren. Bei einem aufgeklärteren Publikum funktioniert das so nicht.”
Tut mir leid, Sie widerlegen sich selbst.
Auch Ihre “vorgefertigte Meinung” bzgl. des Googlens: “Wenn Sie nicht so ERGEBNISORIENTIERT googeln würden, sondern ERGEBNISOFFEN (…)” fällt in diese Kategorie.
Der geneigte Leser gebe in Google.de z.B. einfach mal ein:
***************************************
Metaanalyse des Lancet zur homöopathie Studie
***************************************
Homöopathie wirkt.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:38
Sil
Bei dem Vertrauensintervall von 95 Prozent kann es schon mal passieren, dass eine kleine Studie zufällig in Richtung “da ist vielleicht etwas dran” zeigt.
Das ist dann aber einfach ein Ausreisser im Datenrauschen.
Deswegen sind Metastudien so wichtig.
Trotzdem, für die Homöopathie gibt es ja nicht mal irgendwelche in-vitro-Effekte, die irgendetwas interessantes zeigen.
So ziemlich alles an der Homöopathie ist lächerlich: Miasmen, Störung der Lebenskraft, absurde Verdünnerei, die absolute Beliebigkeit in der Anamnese und das trotzige “ICH WEIß ABER; DASS ES WIRKT!” der Anhänger.
Dummer Cargo-Kult und ein einziges Trauerspiel.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:42
alexis von croy
Sorry, aber die Widerholung machts nicht qualitativer. Die von Ihnen zitierten Ergebnisse sind ein uralter Hut.
Sie argumentieren ja gar nicht mit Fakten, sondern versenden Retourkutschen, die aber ziemlich ärmlich sind.
Noch mal: WELCHE wissenschaftlich korrekte Studie, die international anerkannt ist, hat bewiesen, dass Homöopathie funktionieren kann?
Sagen Sie uns das doch!
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:46
Sil
Genauso geht das.
Nicht die Ungläubigen sind in der Beweispflicht, sondern die Homöopathen.
Und dann sind ja noch die Million vom James Randi und neuersdings die 10.000 Pfund vom Homöopathiekenner Edzard Ernst.
http://www.netzeitung.de/gesundheit/1074077.html
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:48
R. Gräber
v.Croy: “Wissenschaft und Medizin entwickeln sich stündlich weiter.
Die hat es auch nötig im Vergleich zu dem, was diese vor 250 Jahren den Patienten “angetan” hat. Weiter oben hatte ich zu diesem “Fortschritt” (der auch da ist) bereits Stellung genommen.
v. Croy: “Die Homöopathie hat sich in 250 Jahren um keinen Prozentpunkt weiterentwickelt, sondern ist IDENTISCH.”
Weil diese so wirkt.
q.e.d.
Prof. Edzard Ernst habe ich noch nicht gelesen. Auch dazu bitte Quellen auf die er sich bezieht.
v.Croy: “Dr. Dellamour zu zitieren ist aboslut lächerlich (…)”, zeigt, dass Sie anscheinend nicht bereit sind seine Kritig an der Metaanalyse überhaupt nur zur Kentniss zu nehmen.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:50
alexis von croy
@R. Gräber
Wenn Sie mir eine _wissenschaftlich korrekte_ und _seriöse_ Studie zeigen, die _nachweist_ dassHomöopathie _über den Placeboeffekt hinaus_ eindeutigfunktioniert und die international anerkannt ist, überweise ich Ihnen anschließend 1000 (eintausend) Euro. Versprochen. Vor Zeugen.
Also?
Angebot gilt für die nächsten 4 Wochen, sie haben also Zeit zum Googeln. Viel Spaß
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:52
alexis von croy
>>>>Weil diese so wirkt
Und die Erde? Scheibe oder Kugel?
Sind das die ersehnten Fakten?
Dafür gibt’s leider noch keine 1000 Euro. Aber ein Heiligenbildchen von S. Hahnemann kann ich anbieten!
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:53
alexis von croy
Weder Randi, noch Ernst, noch ich – riskieren ja irgendwas! Man könnte auch eine Milliarde Dollar bieten – da kommt nix!
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 12:55
alexis von croy
… ich hab schon mal einen TAN angefordert
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 13:02
R. Gräber
Nein.
Die Metaanalyse des Lancet zeigt selbst die Effekte der Homöopathie. Dr. Dellamour hat die Krikpunkte der Metanalyse angebracht.
a) es wäre an Ihnen diese Kritikpunkte zu widerlegen;
b) ebenfalls Studien zu den meistverwendeten Verfahren der Schulmedizin vorzulegen (siehe weiter oben).
Sie liefern keine Fakten; Sie ziehen alles nur in Zweifel und belegen (oder widerlegen) nichts. (Von einer Million zu nur noch 1000?? Ganz schöner Preisverfall…)
Ich melde mich wieder, wenn Sie diese haben.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 13:05
alexis von croy
Genau das dachte ich mir. Für einen Heilpraktiker sind 1000 Euro natürlich nicht genügend Grund, sein Herrschaftswissen mit mir zu teilen.
Ich habe leider keine Million (die bekommen Sie aber sofort anschließend bei James Randi!).
Ich kann aber 1000 Euro für diese unbezahlbare Info bezahlen und ich stehe zu meinem Wort.
Ich wäre auch aus Bildungsgründen sehr dankbar für diese Information.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 13:07
alexis von croy
zu a) die Kritikpunkte sind bereits 1000-fach widerlegt
zu b) doofe Reourkutsche. Diese Studien existieren zu sehr, sehr vielen Medikamenten in eindeutiger Form
Hey, 1000 Euro für EINE AUSKUNFT!
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 13:10
R. Gräber
zu a) die Kritikpunkte sind bereits 1000-fach widerlegt
WO?
zu b) doofe Reourkutsche. Diese Studien existieren zu sehr, sehr vielen Medikamenten in eindeutiger Form
Chriurgie? Vioxx? usw. (siehe mein Kommentar weiter oben);
Da die Metaanalyse die Homöopathie stützt, erwarte ich also eine Überweisung.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 13:11
alexis von croy
>>>>Ich melde mich wieder, wenn Sie diese haben.
(Ich weiß ja, dass Esoteriker vieles VOR anderen Leuten wissen. Aber dass Sie sogar wissen werden, wann ich eine Million habe … Sollte nicht lieber ich Bescheid geben??)
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 13:14
alexis von croy
>>>>Da die Metaanalyse die Homöopathie stützt, erwarte ich also eine Überweisung.
Das tut sie nicht, und Sie wissen das auch (oder Sie haben sie nichtz gelesen!). Ich habe doch die Bedingungen eindeutig formuliert. …JENSEITS DES PLACEBOEFFEKTS… !
*** LESEN SIE DOCH WENIGSTENS *** mal die LAncet-Studie. von der Sie die ganze Zeit sprechen.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 13:17
alexis von croy
Das hier war das Fazit der Lancet-Studie
Ein Kommentator des “Lancet” fand deutliche Worte: Missstände in der konventionellen Medizin führten bei den Patienten zu einem Verlangen nach alternativen Therapien. Diese Einstellung sei “eine größere Gefahr für das Wohlergehen der Patienten als fehlgeleitete Argumente über den angeblichen Nutzen absurder Verdünnerei”. Ärzte sollten gegenüber sich selbst und ihren Patienten ehrlich sein – sowohl über “den fehlenden Nutzen der Homöopathie als auch über die Fehler der Schulmedizin”.
Wollen Sie das einen Beweis _FÜR_ die Homöopathie nennen? So verbohrt kann man nicht sein, oder?????
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 13:28
rincewind
zit:
“Das Ganze wird erst ein Ende haben, wenn sich ein Saboteur unter notarieller Aufsicht in die Globulifabrikation einschleicht und die Kugerl durcheinandermischt, was ab so ca. D10 nicht zu beweisen ist.”
Die haben noch ganz andere Probleme: Forschungen vom Hersteller Madaus ergaben bereits in den 1930er Jahren, dass eine korrekte “Potenzierung” gar nicht möglich ist: So wurden massivste Abweichungen – je nach Methode, Einglas oder Mehrglas – nach oben und unten gefunden. Eine Problematik der Adhäsion. Pikant: Bei der Einglas-Methode sind bei hochgiftigen “Ursubstanzen” durchaus Abweichungen dergestalt möglich, dass noch mit Vergiftungen gerechnet werden kann, besonders bei Kindern.
Alleine über diese Geschichte könnte man diesem Unfug (in D) den Garaus machen; m.W. sind Hersteller, die nicht in der Lage sind, Kontrolle über die Menge an Inhaltsstoffen zu haben, nicht marktfähig.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 13:56
rincewind
@Gräbner: Ihnen ist vermutlich entgangen, dass die Homöopathie einigen grundlegenden Aussagen der Physik, Chemie und Biochemie völlig widerspricht. Das darf die H. natürlich, nur muss sie dann halt ein Theoriegebäude anbieten, das wenigstens gleichwertig ist, will sie als Wissenschaft gelten. Dass solche Versuche m.W. nie gemacht wurden, zeigt doch neben vielen Anderem, dass Homöopathie ein reines Glaubensgebäude ist.
Als Menschen sind wir magischem Denken sehr verhaftet, Sie dürfen das gerne betreiben, aber hören Sie doch bitte mit dem Quatsch auf, es handele sich bei Homöopathie um etwas, was konkret wirken würde.
Wissenschaftlich ist die Homöopathie tot. Das haben schon ca. 1000 Leichenbeschauer festgestellt. Sie fordern weitere 1000.
Ich protestiere im Übrigen energisch, dass hier von öffentlicher Seite noch Geld in die Forschung fließt. Sonst gibt es bald noch Lehrstühle, die sich mit der Sorte Käse befassen, die im Mond sein könnte.
Belegen Sie einfach. Welche konkrete, sauber aufgebaute Studie zeigt die Wirksamkeit?
Und warum betreiben eigentlich Homöopathen keine Studien? Es wäre doch so einfach: Sie könnten mit wenigen Mitteln das wissenschaftliche Weltbild revolutionieren, es würde Nobelpreise hageln. Warum tun Sie das nicht?
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 14:21
rincewind
Zitat R.Gräbner:
”
v. Croy: “Die Homöopathie hat sich in 250 Jahren um keinen Prozentpunkt weiterentwickelt, sondern ist IDENTISCH.”
Weil diese so wirkt.
q.e.d.
”
Tolle Beweisführung. H. wirkt, wie sie wirkt (nämlich exakt so, wie ich einem Kind den Schmerz wegpuste), das wussten wir auch vorher.
Übrigens: Hahnemanns Initialversuch mit Chinin konnte bisher nicht nachvollzogen werden. Chinin verursacht kein Fieber. Naja, Hahnemann hatte ja auch kein Thermometer. Für einen echten Gläubigen ist das natürlich kein Argument, ist mir schon klar.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 14:31
rincewind
@ v. Croy: “Die Homöopathie hat sich in 250 Jahren um keinen Prozentpunkt weiterentwickelt, sondern ist IDENTISCH.”
Stimmt nicht wirklich: Heutige Homöopathen halten sich meistens nicht an die Prinzipien von Hahnemann, der hat jeden als Idioten bezeichnet, der zusätzlich “Schul”medizinische Behandlung akzeptiert. Ist natürlich kein Wunder, je besser die moderne Medizin geworden ist, umso schwieriger war es, den schmarotzerischen Charakter der H. zu verbergen.
Genügte früher bei Cholera einfach der Verzicht auf eine unsinnige Behandlung, um “Erfolg” zu haben, ist das heute deutlich schwieriger geworden. Darum ist man heute einer Co-Behandlung nicht abgeneigt und verbringt viel Zeit mit dem Finden von “Krankheiten”, ganz typisch z.B. “Darmpilze” und “Allergien”.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 14:37
Dr. E. Berndt
@ R. Gräber
Na denn sehen Sie sich mal die Lancet Studie an. Viele andere besonders Gescheite haben das auch schon gemacht und ihren Senf dazu gegeben. Interessant ist nur, dass die Homöopathieszene die Studie nicht korrekt findet und ablehnt. Faktum est ist, dass es keine ordentlichen Belege gibt; und aus. Lancet ist nur die Spitze eines Eisbergs an negativen Resultaten!!
Keiner Methode und keinem Heilmittel, der so gerne als Schulmedizin abqualifizierten wissenschaftlichen Medizin oder der Pharmazie wäre es erlaubt, irgend etwas mit einer derat miesen Datenlage einzuführen oder auf Dauer beizubehalten.
Es ist die Ökonomie und das permanente mediale Hochjubeln, die das alterantive und komplmentäre am Geschäft am Laufen halten und das nicht zuletzt deshalb, weil durch den Wegfall von objektiven Überprüfungen auf Wirksamkeit etc, es gilt ja der Binnenkonsens, (Wissen was das ist?) Anwendungs- u. Verkaufsverbote nicht durchzusetzen sind. Nur in Ausnahmefällen, wenn es Tote gibt, wie z.B. bei der Frischzellenkur, und da waren mehre Tote notwendig, ist es gelungen derartig Abstruses abzustellen, und auch das nur offiziell! Unter der Hand, so vermute ich, wird das immer noch praktiziert.
Der Streit mit der Wissenschaft beginnt erst dort, wo behauptet wird, Homöopathie ist Wissenschaft. In den Medien etc. wird Homöopathie unterschwellig als Krönung und modernste Wissenschaft dargestellt. Keine Ausgabe einer Wellnesszeitung ohne wohlwollenden Beitrag zur Homöopathie! Dazu werden, wie das die Scharlatane auch in der Vergangenheit schon immer taten, eben moderne wohklingende “wissenschaftliche” Begriffe umgedeutet und als “Erklärung” des Unerklärbaren zitiert. So wird eben heute mit Chaostheorie, mit Energien, mit (Bio)informationen, Quantentheorie usw. das p.t. Publikum beeindruckt.
Aber allen die Erklärungen ist gemein, dass sie von den zuständigen Fachleuten der jeweiligen Wissensgebiete bestenfalls belächelt werden. Homöopathie et al. hat sich das Kleid der Wissenschaft angezogen und prangt geradezu von Wissenschaft, aber nur von den Äußerlichkeiten, die hier zu sinnentleerten wissenschaftlichern Schmuckwerk verkehrt werden.
Interessant wäre auch, wenn es einem Befürworter oder Relativierer (es könnt schon sein usw.) gelänge die Arbeiten von Prof. Edzard Ernst auszuhebeln. Wem das gelingt, der hat nicht nur Edzard Ernst vernichtet, sondern die gesamte Naturwissenschaft aus den Angeln gehoben. Alle Nobelpreise nur mehr Zufallstreffer!!!!
Mit diesem Maßstab einer beschränkten Einsicht beurteilt, sind Nobelpreise natürlich nicht Bestätigungen tiefster Einsichten sondern nur intern zugeschanzte Auszeichnungen für höchst vergängliche wissenschaftliche Tasgemoden.
Weil eben mehr oder weniger im Sinne einer echten Wissenschaft nichts vorhanden ist, sind auch die Verfechter von A und K sehr auf ihren “Ruf” bedacht. Er ist das einzige, was sie haben und wovon sie leben. Wehe, wenn am Ruf gekratzt wird.
Sehen Sie sich doch die WEB-Seiten von Heilpraktikern und Homöpathen an. Ich habe noch nicht vernommen, dass sich jemand von deratigen Humbug ausdrücklich distanziert hätte. Siehe ” Pisa Schock in Arzt Praxis”. Was wollen sie da noch diskutierten. Homöpathie in Gesellschaft von Astrologie usw. Wer distanziert sich von diesen Begleitern? Distanzieren würde bedeuten sich selbst auch sofort in Frage stellen.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 14:55
Dr. E. Berndt
@rincewind
Am wirksamsten sind die Mittel, die der Freundin von der Freundin empfohlen, sprich verraten worden sind. Ich schätze mal, dass auf diese höchst unhahnemannische Weise mindestens gute 50 % aller Homöopathika gekauft werden.
Und es ist keine Frage, dass die Doppelhandlerei, eine echte Chuzpe ist. Trittbrettfahren ist noch ein Hilfsausdruck dafür.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 15:09
Dr. E. Berndt
Um die Diskussion nicht bis zum Urknall ausufern zu lassen, sondern wieder an den Ursprung zu bringen, darf ich den Beitrag Dr. Much nochmals einstellen.
Die (auch heute noch gültigen) Grundannahmen der Homöopathie lauten:
1. Das Prinzip „similia similibus curentur“ wurde durch das berühmte Chinarindenexperiment von Hahnemann begründet.
2. Die wichtigste Voraussetzung zur erfolgreichen homöopathischen Behandlung (zit.: Homöopathisches Repetitorium der Deutschen Homöopathischen Union) bleibt die konsequente Anwendung der homöopathischen Arzneimittellehre nach dem Ähnlichkeitsprinzip. Die klassische Vorgangsweise lautet: Feststellung des Konstitutionstyps (Konstitutionstypen in Analogie zur antiken 4-Säftelehre), Beurteilung der Art und Lokalisation des Symptoms (z. B. Schmerz), Fragen nach Modalitäten (verschlimmernde und bessernde Einflüsse, z. B. Kälte), Bestimmung des Leitsymptom (z. B. Furcht, brennende Charakter und Periodizität aller Beschwerden) und Feststellung der Anfälligkeiten (z. B. Migräne, Regelstörungen).
3. Auf diese strenge und genaue Vorgangsweise („Arzneifindung durch Anamnese“) sind die Homöopathen stolz, sie betonen auch mit dieser Argumentation ihre Überlegenheit über die sog. Schulmedizin (ein Schimpfwort, das auf den Homöopathen Franz Fischer – 1876 – zurückgeht).
4. Ein Grunddogma der Homöopathie lautet (zit.: M. Dorcsi: „Handbuch der Homöopathie“): Durch Dynamisieren (Potenzieren) einer Ursubstanz („das geistige Wesen der Ursubstanz manifestiert sich im Lösungsmittel“) kann die Dosis der Arznei verkleinert werden, wobei aber ihre Wirkung zunimmt (also: „je stärker verdünnt, desto größer die Wirkung“)
5. Hierarchien: Die Behauptung lautet: „Die Heilung schreitet fort von oben nach unten, von innen nach außen und vom wichtigsten Organ hin zum weniger wichtigen Organ“ (die Haut ist demnach das „unwichtigste Organ).“
6. Homöopathen verwenden vorwiegend „Naturprodukte“, die alle unbedenklich (weil gering dosiert) sind. Homöopathie ist nie schädlich.
7. Ein Beweis für die „Wirksamkeit“ der Homöopathie ist die offensichtliche Wirksamkeit selbst bei der Behandlung von Tieren und Kleinkindern.
8. Homöopathie ist eine Erfahrungswissenschaft.
9. Die Arbeiten von Benveniste haben gezeigt, daß die Grundannahmen der Homöopathie stimmen.
10. Homöopathie ist mehr als Placebo und hat mit Esoterik (auch Astrologie) nichts zu tun.
Wie seriös sind all diese Ansprüche der Homöopathen? Ist die Homöopathie mehr als nur ein Placebo? Meine Antwortet lautet: eindeutig nein, wie im folgenden gezeigt wird.
ad 1.: Hahnemann glaubte mit Chinarinde (ein Mittel gegen Malaria) Fieber erzeugen zu können. Im Selbstversuch beschrieb er laut M. Dorcsi (allerdings ohne Fieber zu messen) folgende Symptome: „Herzklopfen, Pulserhöhung, Röte der Wangen, Durst und Klopfen im Kopf (er beschrieb also die klassischen Fiebersymptome ohne Fieberschauer).“ Dieses grundlegende Experiment von Hahnemann konnte von unabhängiger Seite noch nie bestätigt werden. Chinarinde erzeugt eindeutig kein Fieber. Im übrigen ist die Tatsache, daß er ausdrücklich zugibt, „keine Fieberschauer bekommen zu haben“ ein Beweis dafür, daß das Ähnlichkeitsprinzip hier nicht funktionierte, weil die Malaria ja charakteristischerweise Fieberschauer erzeugt. Hahnemanns Trugschluß wird heute als klassischer „Noceboeffekt“ beschrieben. Im übrigen sah Hahnemann auch im Kaffee, Pfeffer und Branntwein „fiebererzeugende“ Substanzen.
ad 2. Wer klassische Homöopathie betreibt, muß sich an die Grundregeln der Homöopathie halten, ansonsten ist eine „Arzneifindung“ nicht möglich. Die meisten Menschen, die von der Homöopathie überzeugt sind, haben nie einen Homöopathen besucht; sie erhielten ihr Medikament direkt vom Apotheker oder kauften es auf Empfehlung von Nichthomöopathen (im allgemeinen bekamen sie sogar nur sogenannte Komplexmittel, die ja von klassischen Homöopathen abgelehnt werden). Doch auch solcherart eingenommene Pseudo-Homöopathica, „wirken“ hervorragend, was nur beweist, daß Placebo oft wirksam ist.
ad 3. Die Behauptung, daß „Schulmediziner“ das Gespräch mit dem Patienten vernachlässigen, stimmt leider manchmal, aber das ist nicht die Regel. Die „Schulmediziner“ pauschal zu verdammen, ist Überheblichkeit pur. Im übrigen ist der Ausdruck „Schulmedizin“ ein Schimpfwort, das auf einen Homöopathen namens Franz Fischer (1876) zurückgeht.
ad 4. Das homöopathische Dogma vom „Potenzieren“ ist eine gewaltige Schwachstelle der Argumentation der Homöopathen und somit ein wichtiges Argument gegen die Homöopathie. Denn wenn es wirklich stimmt, daß „je stärker verdünnt (potenziert, dynamisiert) die Wirkungen und Nebenwirkungen zunehmen“, dann müßte jeder Patient, der solch ein Hochpotenzmittel einnimmt, auf der Stelle tot umfallen. Deswegen tot umfallen, weil beim Potenzieren ja alle Verunreinigungen, die sich in der Wirksubstanz, im Gefäß und in den diversen Grundsubstanzen (Wasser, Alkohol und Milchzucker) befinden, beim Herstellungsprozeß der Arznei mitpotenziert werden. Es sind vielfältige (und stets wechselhafte) Verunreinigungen, wie u. a.: organische Substanzen, Schwermetalle und viele anorganische Moleküle, manchmal nur in Spuren. Kein Therapeut kann auch nur ansatzweise wissen, was hier so alles mitpotenziert wird.
Dazu ein konkretes Beispiel: Hepar sulfuricum (kommt zur Anwendung bei chronischen Eiterungen) wird aus der Austernschale gewonnen. Doch daß sich in der Austernschale (in Abhängigkeit vom Fundort) eine Menge Einschlüsse befinden, kann wohl niemand leugnen. Stimmt nun die Theorie vom Potenzieren, dann würden all die unerwünschten und unbekannten Atome und Moleküle, die sich sowohl in der Grundsubstanz als auch in der „Arznei“ befinden, mitpotenziert werden und ihre guten und bösen „Energien“ gewaltig entfalten. Wie soll nun die Ursubstanz wissen, welche Atome potenziert werden dürfen und welche nicht?
Das Argument, daß „auch in den Arzneien der Schulmedizin Verunreinigungen vorkommen, die aber nicht zu Nebenwirkungen führen“, ist unsinnig, weil lt. Homöopathen durch das Potenzieren auch geringer Mengen an unerwünschten Atomen eine große Wirkung erzielt wird. Glücklicherweise bewirkt aber das Potenzieren überhaupt nichts; der Patient überlebt! Davon kann sich jeder von uns überzeugen, der eine Hochpotenz eines beliebigen homöopathischen Mittels im Selbstexperiment einnimmt.
Bemerkenswert ist auch, daß beim Potenzieren auf beispielsweise D20 (1:10 hoch 20), kein Atom der „Wirksubstanz“ sich in der Arznei mehr nachweisen läßt. Hier kann ein Vergleich mit der „Wirksamkeit“ von einer Tablette Aspirin, verdünnt im Gesamtwasser des Atlantik, herangezogen werden.
ad 5. Hierarchien: Homöopathen lieben „Hierarchien“ (siehe oben).
Diese Hierarchien, die „von oben nach unten und vom wichtigeren zum weniger wichtigen Organ“ verlaufen, sind extrem unsinnig. Eine der typischen unsinnigen Behauptungen lautet beispielsweise: „Die Haut ist weniger wichtig als Gallenblase oder Milz“. Sie fußen auf einem längst überholten Weltbild. In diesen Hierarchien spielt die „heilige“ Zahl 10 (siehe Astrologie, Kabbala etc.) eine wichtige Rolle. Es existieren 10 Hierarchien der Organe und ebenso viele Hierarchien der Emotionen. Die Denkweise entspricht dem „senkrechten Weltbild“ der symbolischen Astrologie.
ad 6. Homöopathen verwenden vorwiegend Naturprodukte (wenn auch nicht immer), doch der Schluß „Natur ist immer gesund“ ist Unsinn. Auch in der Natur gibt es genügend für den Menschen schädliche Substanzen. Bis heute verwenden Homöopathen (nicht nur in Hochpotenzen) nachweislich schädliche Stoffe, wie etwa Quecksilber, Blei und Aristolochia, eine „Heilpflanze“ aus der chinesischen Medizin, von der man heute weiß, daß sie auch in geringer (und über lange Zeit eingenommen) Dosis Nierenkrebs erzeugt.
ad 7. Das beliebte Argument von der „Wirksamkeit der Homöopathie bei Tieren und Kleinkindern“ ist ein Schuß, der nach hinten losgeht. Denn (siehe Punkt 2) wer „erfolgreich“ Homöopathie betreiben will, muß sich streng an die oben erwähnten Regeln halten. In der diagnostischen Homöopathie ist das Krankheitssymptom (Leitsymptom, Modalitäten etc.) von zentraler Bedeutung. Doch es existiert kein Tierarzt oder Homöopath, der mit Tieren oder Babys die für die Arzneifindung notwendigen langwierigen Gespräche führt (führen kann). Selbst die „Konstitution“ kann bei Tieren und Kleinkindern nicht bestimmt werden. Die Schutzbehauptung der Homöopathen, daß „die Tierbesitzer oder die Eltern dem Homöopathen die nötige Information liefern können“, entspricht absolut nicht der medizinischen Realität.
Wenn nun die Gabe von Globuli oder Tinkturen (wie oftmals behauptet wird) hier „hilft“, dann ist das vor allem das Ergebnis einer pseudohomöopathische Behandlung, die mit der klassischen Homöopathie wenig gemeinsam hat. Oftmals sind es sogar nur eingenommene Komplexmittel, die von klassischen Homöopathen abgelehnt werden. Gibt es einen besseren Beweis dafür, daß wir in so einem Fall Zeugen einer erfolgreichen Placebobehandlung geworden sind?
Doch Behandlungen mit Placebopräparaten (die bei harmlosen Erkrankungen auch in der „Schulmedizin“ ihren gebührenden Platz haben), sind bei lebensbedrohenden Erkrankungen eine große Gefahr für den Patienten. Denn der mögliche Zeitverlust infolge nutzloser Therapien kann über Leben oder Tod entscheiden.
ad 8. Die Berufung auf die „Erfahrung der Alten“ ist kein hieb- und stichfestes Argument für irgend etwas. Denn daß sich die Alten oftmals geirrt haben (siehe: geozentrisches Weltbild), ist Tatsache und Teil der Menschheitsgeschichte.
ad 9. Der oft zitierte Benveniste wurde als unseriös enttarnt. Nicht zufällig erhielt er vor einigen Jahren den Anti-Nobelpreis für wissenschaftliche Fauxpas zugesprochen.
All seine Arbeiten (mit denen Homöopathen beweisen wollten, daß am Potenzieren „etwas dran“ ist) waren methodisch falsch. Auch das angebliche Wassergedächtnis konnte nie nachgewiesen werden. Um den Schein der „Wissenschaftlichkeit“ zu wahren, werden von homöopathischer Seite immer wieder wissenschaftliche Untersuchungen zitiert, die sich aber beim näheren Hinsehen als untauglich erweisen. Es sind vielfach sog. Metaanalysen, mit deren Hilfe man alles und nichts beweisen kann.
ad 10. Sämtliche Kontrolluntersuchungen durch neutrale Prüfer (manchmal unter Mitarbeit von Homöopathen) zeigen, daß Homöopathie nicht besser als Placebo wirkt.
Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, daß Homöopathie eine esoterische Pseudowissenschaft ist. Die Übereinstimmungen zwischen Homöopathie, Astrologie und Numerologie (auch Kabbala) sind evident.
Dazu einige Beispiele:
Gleicher geistiger Background, gleiche Terminologie (bei Hahnemann nachzulesen): „Uridee, Archetypen, geistiges Wesen der Ursubstanz, Urgrund, Urübel = Erbsünde (Miasma), kosmische Urkraft“ etc. (gemeint ist der Schöpfer, die Schöpfung, Urgrund Gott).
Das „senkrechte Denken“ der symbolischen Astrologie („die Uridee durchzieht alle Ebenen von oben bis unten, im Sinne von wie oben so auch unten), manifestiert sich eindrucksvoll in der Homöopathie („Heilung von oben nach unten“ und 10er-Hierarchien).
Gemeinsame „heilige Zahlen“: die 12 (Sternbilder, Tierkreiszeichen, Häuser, 12-Götterkollegium der Griechen und Germanen, 12 Apostel, 12 Stämme, 12 Modalitäten der Arzneifindung), die 10 (10 Planeten der Astrologie, 10 Sefirot – als „Manifestationen Gottes“, 10 Gebote, 10 Stämme, 10 Organ- und Emotionshierarchien der Homöopathie); die 4 (4 Elemente, 4 Säfte, 4 Himmelsrichtungen, 4 Quadranten des Horoskops, 4 Konstitutionstypen); die 5 (5 chinesische Elemente, 5 als die Zahl Jehovas in der Kabbala, das Pentagramm als Symbol der Gesundheit und zur Abwehr von Dämonen im Mittelalter; die homöopathische Dosiseinheit 5 ist möglicherweise davon abgeleitet).
Bemerkenswert ist auch die Übereinstimmung der Analogien zwischen astrologischem Götterglauben (Jupiter, Mars und Co) und der Homöopathie. Ein Beispiel: Das Sternbild Widder wurde in der Antike (und in der Astrologie) mit dem Kriegsgott Mars in Verbindung gebracht. Der rote Planet Mars wird in der Astrologie mit Blut, Feuer, Wildheit, Schrecken etc. in Analogien verbunden (siehe: spirituelle Eigenschaften der Planeten und Tierkreiszeichen). Es folgt daraus die Analogie: „Mars … Element Feuer, Farbe rot, Organe, Blut, Blutgefäße, feurige Entzündungen, Marspflanzen“. Es ist kein Zufall, daß Erkrankungen, die mit heftigen, akuten fiebrigen Symptomen einhergehen und Blutungen bzw. Blutstau von der Homöopathie mit „Marspflanzen“ (Aconitum, Allium cepa, Belladona etc.) therapiert werden. Die Liste dieser Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen.
Schlußfolgerung: Homöopathie ist eine esoterische Behandlungsmethode (mit Wurzeln im Götterglauben der Antike). Die Homöopathie ist ein dogmatisches, in sich geschlossenes Denksystem, das sich (im Gegensatz zur Naturwissenschaft) nie selbst in Frage stellt. Die Befürworter und Nutznießer der Homöopathie verhalten sich ähnlich wie religiöse Fundamentalisten. Kritiker werden mit allen Mitteln bekämpft und man sieht sich stets in der Opferrolle.
Die „Wirksamkeit“ der Homöopathie entspricht der eines (teuren) Placebos. Homöopathie und Aberglaube sind miteinander untrennbar verbunden.
Dr. Theodor Much
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 15:13
wolfgang
es ist ja gar nicht notwendig in der wirksamen Medizin zu grübeln, ob das jetzt Naturwisenschaft sei- wichtig ist, dass wissenschaftliche Methoden angewandt werden.
Schaut man sich mal den Werdegang eines Arzneimittels an- da ist mal die Pathopysiologie. Eine Gruppe von kranken Menschen hat relativ einheitliche Krankheitssymptome- sagen wir Morbus Croy
. Da wird herumgerätselt woher kommt das?Man kommt nicht wirklich drauf entwickelt aber ein Tiermodell (Beispiel Multiple Sklerose beim Meerschweinchen untersuch mit Massenspektrometrie vulgo MS bei MS mit MS- solche Vorträge gibts tatsächlich!). Dann hat man eine Hypothese was dem Morbus Croy zu Grunde liegen könnte und entwickelt ein Medikament. Wird in Zellkultur und im Tiermodell erfolgreich ausprobiert. Dann geht man in den Menchen – wenn da alles passt (was selten der Fall ist) kommts zu einer Wirksamkeitsstudie dann Antrag auf Zulassung, dann evtl Zulassung (mit diversen Auflagen) für 5 Jhr. Dann natürlich post marketing surveillance,um seltene Nebenwirkungen zu erfassen bzw zu untersuchen.
Und wo gibt es das bei der Homöopathie? Klar Zellkulturmodell gibt es wurde gemacht,Tiermodell auch- hat nur nicht funktioniert weder mit verdünnter Hundescheisse, noch mit verquirlten Tujen noch mit Antimaterie-Homöopathen verwenden das (siehe oben) obwohls Antimaterie im gesamten Weltraum nicht gibt. Und dann reden die HP noch von Wissenschaft-kein Schamgefühl nur Abzocke. Und Wirksamkeitsstudie wird auch nicht verlangt. Falls eine doch vorliegt sind es garantiert unter 30 Patienten- da bräuchte man nur 5 Aufträge vergeben, kommt sicher eine Studie mit belegter Wirksamkeit raus- die Statistik ist ein Hund.
Hab ich ganz weit oben schon gefragt ws passiert wenn in der Homöopathie Plutonium mit Antimaterie zusammen verschüttelt wird? Wo sind die Ursubstanzen her? Zunächst sollte man doch Betrugskriterien identifizieren, dann Glaubenskriterien.
Na ja und das mit der Erfahrungswissenschaft ist so eine Sache- meine Lebenserfahrung sagt mir, dass ich unsterblich bin.Trotzdem schwimm ich ans Ufer, wenn ich einen Wadenkrampf bekomme.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 15:23
Dr. E. Berndt
@ R. Gräber
Zu welchem der hier angeführten Punkte wollen Sie Stellung nehmen? Bitte immer nur einen konkreten Punkt mit Nr. anführen und dann entsprechend kommentieren.
Das Forum wird ihnen diese “Disziplin” sehr danken!
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 15:28
alexis von croy
Morbus CROY ?
Möchtest Du andeueten, ich sei irgendwie krank ?
Die völlig sinnlose oben mit Herrn Gräber hat doch eines schön gezeigt:
Fundamentale physikalische Grundsätze unserer Welt werden ignoriert – aber zur Bewesiführung für die Wirksamkeit der H. wird dann ausgerechnet die “Quantenmechanik” bemüht, bzw. Stringtheorien etc …
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 15:39
alexis von croy
Die Frage ist doch: Was könnte man praktisch tun, um wenigstens einen Teil der Bevölkerung aufzuklären?
Natürlich könne wir hier in unserem schönen Elfenbeinturm uns dauernd gegenseitig bestätigen, was die H. für ein absurder Quatsch ist, … ich habe von Eueren Argumenten auch sehr profitiert, aber andererseits würde ich auch gerne konkret was tun. …
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 15:40
rincewind
@ Dr. E. Berndt:
“Und es ist keine Frage, dass die Doppelhandlerei, eine echte Chuzpe ist. Trittbrettfahren ist noch ein Hilfsausdruck dafür.”
So ist es. Ich nenne es konkret Schmarotzertum. Die H.s versuchen halt dauernd, das als Symbiose darzustellen.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 15:43
alexis von croy
Dem Artikel von Herrn Much kann ich nur völlig zustimmen. Da steht ja eigentlich alles drin, was wichtig ist, ebenso wie in Edzard Ernst / Simon Singhs Buch.
Nur, was nützt es? Dieses Buch lesen wahrscheinlich nur solche wie wir. die Kreationisten lesen auch nix von Darwin oder astronomische Bücher. die wissen ja, dass die erde 6000 Jahre alt ist, warum also was über den Urknall lesen?`
Gläubige wollen ja NICHT bekehrt werden. Wären sie offen für rationale Argumente – wären sie nicht gläubig.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 15:46
rincewind
Morbus CROY finde ich nicht schlecht. Ein Zustand, vor dem viele Alternativler eine Heidenangst haben: Denken.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 15:55
alexis von croy
Jetzt weiß ich, warum ich hier so gerne her komme…. so nette Komplimente bekomme ich als einsamer Schriftsteller die ganze Woche nicht … (Gleich werde ich einen Link von meiner Website hier her legen !)
Ich muss auch eines loswerden: Euere (vielleicht weniger polemischen aber sehr substantiellen) Ausführungen haben mich sehr viel weiter gebracht haben in der Beurteilung dieses Unfugs.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 16:35
wolfgang
Alexis fragt: “Morbus CROY ? Möchtest Du andeueten, ich sei irgendwie krank ? ”
Nein- du bist nur unterdiagnostiziert !!!
Den Morbus hab ich grad erfunden-sorry.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 16:48
alexis von croy
Hier, ein bißchen was zum amüsieren ….
http://www.top-fit-gesund.de/fragen/11829-Luna-gegen-Vollmond–Schlafprobleme.htm
.. Antimaterie ist aber auch nicht schlecht, Wolfgang. Aber das ist eigentlich nur konsequent: ANTIMATERIE müsste nach den logischen Gesetzen der H. eine absolut durchschlagende wirkung haben … Antimaterie ist egentlich die Vervollkommung der Potenzierung… nicht nur nix mehr drin, sondern auch nichts mehr, wo was drinn sein könnte.
Ich habe aber noch eine Verbesserungsvorschlag: VERDÜNNTE Antimaterie – und erst DANN potenzieren.
Aber Vorsicht vor Überdosierung!
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 16:56
alexis von croy
Zufällig bin ich noch auf das hier gestoßen…
http://www.schneider-sa-hz-gmbh.de/html/ju-wel.html
Es scheint KEINE intellektuelle Untergrenze zu geben …
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 16:59
Dr. E. Berndt
http://www.remedia.at/homoeopathie/Luna.html?arzneinr=3063
Luna
Details zu Arzneimittel
Synonyma: Mondstrahlen, Moonbeams
Kurzname: Luna.
Ausgangsstoff zubereitet aus den Strahlungen des Herbstvollmondes am 7. 10. 1987
Milchzucker wird auf einem Glasteller den Strahlen des M ausgesetzt und dabei mit einem Glasstab umgerührt. Der so beladene Milchzucker wird in üblicher Weise dynamisiert (Fincke)
Potenzen auf Lager D Globuli 3, 4, 6, 9, 10, 12, 15, 30,
Dilution 3, 4, 6, 9, 10, 12, 15, 30,
C Globuli 2, 3, 4, 6, 9, 10, 12, 15, 30, 200, 1M,
Dilution 2, 3, 4, 6, 9, 10, 12, 15, 30, 200,
LM Globuli 1-30
Dilution 1-30
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 17:01
alexis von croy
Ich steige jetzt auch in das H.-Business ein.
Mein erstes Medikament:
Mit Plutolicht beschienes Vakuum. Das besondere daran:
Arznei kann als E-Mail-Anhang verschickt werden (SPAM-Filter und Anti-Virus-Programm bitte ausschalten !!)
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 17:02
alexis von croy
Mondlicht c200…. super!
Ist wahrscheinlich irre teuer.
Macht die Verunreinigung der Atmosphäre das Mondlicht nicht kaputt???
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 17:08
wolfgang
alexis schrieb:
“Antimaterie ist aber auch nicht schlecht, Wolfgang. Aber das ist eigentlich nur konsequent: ANTIMATERIE müsste nach den logischen Gesetzen der H. eine absolut durchschlagende wirkung haben … Antimaterie ist egentlich die Vervollkommung der Potenzierung… nicht nur nix mehr drin, sondern auch nichts mehr, wo was drinn sein könnte.
Ich habe aber noch eine Verbesserungsvorschlag: VERDÜNNTE Antimaterie – und erst DANN potenzieren.
Aber Vorsicht vor Überdosierung!”
Bitte sehr- schon geschehen:
http://www.remedia.at/homoeopathie/Antimatter.html?arzneinr=1064
welche Potenz solls denn sein?
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 17:18
alexis von croy
@Wolfgang
… fast unschlagbar.
Antimaterie kann man vielleicht noch mit “Schwarzem Loch C200″ toppen. Ich bin sicher, das kommt auch bald. Die schwarzen Löcher, die sie dann potenzieren und gegen Leder schlagen, klauen sie wahrscheinlich bei CERN. (Werden heimlich in der Brotzeitbox eines korrupten Physikers aus dem Labor transportiert)
Problematisch wird es, wenn das Schwarze Loch C200 mit Belladonna in Berührung kommt, das könnte Nebenwirkungen geben …
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 17:21
alexis von croy
Ich hätte da noch eine Idee:
Ein Kontoauszug von mir, zermahlen, C200, als Arznei gegen finanzielle Klammheit. (Volksbankus Pleiticus C200)
Reichtum garantiert (Erstverschlimmerung kann aber eintreten!)
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 17:50
Dr. E. Berndt
Biite nicht ausufern.
Ich warte noch immer auf ein Statement von R. Gräber zu den Ausführungen von Dr. Much
Aber weil ich es nicht lassen kann: Universalmittel gegen das Metabolische Syndrom: Resegmen Viennale una cum insalata pomorum terrestrium C 200 Kost fast nix!! Ich wette, auch Ihnen schmeckt das Original!
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 18:45
alexis von croy
Ich bin kein Lateiner … aber ttippe auf : Wiener Schnitzel? Mmmmhhhh…..
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 19:00
Dr. E. Berndt
……. mit Erdäpfelsalat!
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 19:06
alexis von croy
in Bayern heißt das Kartoffelsalat … aber ich verstehe. Gewünschte Potenzierung: D0
Alle warten auf ein Statement von Herrn Gräber.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 19:26
wolfgang
angewandte Völlerei. Nix da.
Damit wird man nicht fett:
Geröstete Weinbergschnecke, Potenzierung beliebig wählbar:
http://www.remedia.at/homoeopathie/Weinbergschnecke%2C+ger%C3%B6stete.html?arzneinr=2441
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 19:33
wolfgang
und zur Weinbergschnecke passt ein Burgunder:
http://www.remedia.at/homoeopathie/Sp%C3%A4tburgunder+von+der+Ahr.html?arzneinr=4085
so langsam bekommen wir dann ein ordentliches Menü zusammen
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 21:14
Dr. E. Berndt
@R. Gräber
alle warten auf ein Statement von Ihnen zur Arbeit Dr. Much
in der Zwischenzeit kann man sich auf en Remediaseiten über Fortbildung al la Hahnemann schlau machen.
Was es da nicht alles so gibt
so z.B.:
Sa 18.10.2008, 09:00 – 18:00
Homöopathische Ausbildungen
Arzneimittel-Verreibung von Sikhote Alin, einem Meteoriten
Augenzeugen in Ostsibirien konnten beobachten, wie im Februar 1947 sich einer der interessantesten Meteoritenfälle des letzten Jahrhunderts ereignete. Ein gleißender Feuerball, heller als die Sonne, raste über den Himmel und brach kurz über der Erdoberfläche mit donnerndem Krachen auseinander. Zehntausende von Teilen des Meteoriten wurden im Sikhote-Alin-Gebirge, nördlich von Wladiwostok, verdtreut.Dort wurden Stücke unterschiedlicher Größe und Form gefunden.
Wir sind gespannt, was uns dieser Bote aus dem Universum, der vor mehr als 4.600.000.000 Jahren entstanden sein soll, uns mitteilen will.
Nürnberg
Infos bei Kriemhild Port,
Tel. 0911-5434737
Fax 0911-5434748 http://www.homaus.de
kriemhild.port@t-online.de
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 21:39
wolfgang
und dann hätte ich gerne eine Erklärung dazu warum man den Meteoriten nochmals verreiben muss, denn hats doch eh schon in der Athmosphäre zerrieben?!
Persönlich profitiere ich ja von einem südafrikanischen Meteoriten, eine Scheibe von dem bildet das Ziffernblatt meiner Uhr. Aber verrreiben – nein- dann weiß ich ja nicht mehr wie spät es ist.
Donnerstag, 17 Juli, 2008 um 22:41
buchstaeblich
Eine extraterrestrische Uhr? Das ist ja total verdächtig.
Freitag, 18 Juli, 2008 um 8:14
alexis von croy
Ich habe hier ein paar (echte) Steine vom Mond. Stammem von einem Mondmeteoriten aus der Sahara.
Sind zwar nur wenige Milligramm (1 Gramm kostet derzeit etwa 2000 Euro) – aber das ließe sich doch super zur Arznei potenzieren… aus 8 Milligramm könnte man ja Milliarden von Globuli machen! Nur … wogegen? Ideen?
Freitag, 18 Juli, 2008 um 8:18
alexis von croy
@ Doc Berndt
bei Remedia gibt es auch ein Forum.. da habe ich mal ein wenig gelesen… richtig gruselig. Schon dieser Pseudo-Insider-Talk … Am witzigsten fand ich den total empörten Beitrag einer Frau, die sich darüber aufregte, dass ihr der Apotheker eine falsche Potenz eines “Mittels” verkaufte …
Da hat es mich richtig gejuckt, mich dort anzumelden und ein wenig wissenschaftliches Gift zu versprühen … ich hab’s nicht gemacht, denn diese Ignoranz geht einem mit der Zeit richtig nahe.
Freitag, 18 Juli, 2008 um 9:41
alexis von croy
@ R. Berndt
Von oben genannter Website:
” Homöopathie ist eine hochaktuelle Heilweise, die vor keiner Diagnose halt macht”
Da ist was Wahres dran, v.a. der zweite Teil des Satzes …
Freitag, 18 Juli, 2008 um 10:08
wolfgang
@Alexis
Meteoriten Globuli gibts doch schon
http://www.remedia.at/homoeopathie/Meteoriteisen.html?arzneinr=2170
aber überlegen wir mal gegen was das sein kann. Gleiches mit Gleichem.
Sollte also gegen Tod/verletzung durch Meteoriteneinschläge wirken.
Irgendwo hab ich das 600m Durchmesser, Einschlagintervall 70.000 Jhr 1,5 Mrd Tote.
Macht Todesrisiko durch Meteoriten 1:2300 . Ist ja ein beträchtliches Risiko.
also müssen Verreibungen her- wenn das nur jeder 1000 kauft, der ja ohnehin beim Meteoriteneinschlag stürbe, macht 1,5 Mio a 10 € macht 15 Mio € – irgendwas hab ich falsh gemacht beim Berufsweg- finanziell gesehen.
Freitag, 18 Juli, 2008 um 10:20
alexis von croy
Da Meteoriteneinschläge sehr selten sind, zumindest große und gefährliche, könnten wir den Umsatz etwas steigern, indem wir die Heilkraft meiner Mondmeteoriten-Globuli auch auf Erdbeben ausdehnen.
Gute Märkte wären Griechenland, die Türkei, Japan, US-Wetküste.
Freitag, 18 Juli, 2008 um 10:43
wolfgang
da haben wir dann aber kein sicheres Monopol
Türkische Erde – könnte Konkurrenz bedeuten:
http://www.remedia.at/homoeopathie/Erde%2C+t%C3%BCrkische.html?arzneinr=4392
am Geschäftsmodell müssen wir noch arbeiten.
Freitag, 18 Juli, 2008 um 13:35
R. Gräber
Wenn das was Sie zu Herrn Much wiedergeben alles ist, kann ich mir die Lektüre fast sparen.
Interessant ist: “Hier kann ein Vergleich mit der „Wirksamkeit“ von einer Tablette Aspirin, verdünnt im Gesamtwasser des Atlantik, herangezogen werden.”
Aspirin wurde jahrzehntelang eingesetzt ohne dessen Wirkmechanismen zu verstehen. Zweitens ziehen Sie wieder den Verdünnungsprozess heran. Sie argumentieren mit physikalischen Erkentnissen, die einfach nicht angebracht sind, weil auf dieser Basis Homöopathie tatsächlich nicht funktionieren kann. Sie argumentieren mit einer Physik, die ja noch nicht einmal das kleinste Teilchen kennt!
Ich stelle fest:
Hier wird auf der Homöopathie mit Kraftausdrücken und Polemik herumgeritten, die JEDER Wissenschaftlichkeit entbehrt, die die Schulmedizin ja aber für sich in Anspruch nehmen möchte.
Ich räume Diskussionsbedarf im Bereich der Homöopathie durchaus ein. Aber bitte auf einem anderen Niveau.
Um noch einmal die Metaanalyse des Lancet zu bemühen: welche Studien zur Bewertung der letztlich herangezogen wurden, darf selbstverständlich hinterfragt werden, wie in http://www.dzkf.de/heft/2006_05-06/12.pdf vorgetragen. Die Tatsache, dass der Autor Homöopath ist, führt ihrerseits zu einer Abqualifizierung und Negierung der Argumente. Das hat mit Wissenschaftlichkeit nichts zu tun – eher mit einer Stammtischdiskussion.
Zweitens scheinen Sie kritiklos die Verfahren der sog. Schulmedizin als den “Goldstandard” hinzunehmen, obwohl zum Beispiel für 85% der Operationsverfahren ÜBERHAUPT KEINE STUDIEN vorliegen – weder positive, noch negative.
Für die Homöopathie liegen jedenfalls welche vor!
Millionen von Patienten werden mit Methoden und Medikamenten behandelt, bei denen in Studien mehr als nur ernsthafte Zweifel angebracht sind, ob diese wirken und wenn – zu welchem Preis?
Stattdessen werden hier in den meisten Beiträgen Vergleiche aufgestellt die wahrlich jede Wissenschaftlichkeit vermissen lassen.
Warum existieren KEINE Studien zu OP-Verfahren? (Auch ich warte auf Antworten!)
Warum werden Patienten bei den allermeisten Krebsarten mit Medikamenten behandelt, die nachweislich keinen Nutzen zu bringen scheinen? (Ich warte auf Antworten!)
Wie definieren Sie die klinische Medizin? (Doch nicht etwa als Naturwissenschaft?)
Auf jede meiner im bisherigen Verlauf erwähnten Stichpunkte und Quellenbelege, haben Sie bisher keine “fundierte” Antwort gegeben.
Auch zu Herrn Muchs Aussagen (die brilliant erscheinen), fehlen mir Studien und Belege.
Freitag, 18 Juli, 2008 um 14:20
alexis von croy
Also was mich betrifft – ich finde den Herren (der mir nicht einmal für 1000 Euro den Namen der Studie nennen will, die ein Funktionieren der Homöopathie belegt) etwas anstrengend, vor allem da er auf konkrete Fragen nur mit Nebelkerzen und Irreführung antwortet – und vom Thema H. zum Thema Medizin und ihre Fehler (die es natürlich gibt, die aber kein Funktionieren der H. beweisen können)
Es ist tatsächlich einfach die UNWAHRHEIT (offenbar bewußt benutzt), dass zB Chemotherapie oder Krebsmedikamente keine Wirkung haben. Das er bei dem Verbreiten dieser Unwahrheiten das Wort “nachweislich” benutzt, macht es auch nicht besser. Ein Arzt muss mich hier bei der Argumentation unterstützen.
Jemand, der die mittlerweile banalsten und grundlegendsten physikalischen Grundsätz (wie etwa, dass etwas, das nicht existiert, nicht heilen kann) – sollte sich nicht auf Quantenmechanik oder Strings berufen. Das ist nicht nur lächerlich, sondern auch nicht aufrichtig. Man kann nicht die BASIS der Physik leugnen, sich aber auf die Quantenmechanik (von der der Autor sowenig Ahnung hat, wie wir alle hier) berufen. Sie können sich nicht einfach das aus der Physik das herauspicken, was am spannendsten klingt, den Rest aber verleugnen. Genauso wenig, wie Sie nur “ein wenig” katholisch sein können – müssen Sie FARBE BEKENNEN.
Es ist eine TATSACHE (und so lange kein H. das Gegenteil beweist, bleibt es auch eine), das Wasser kein Gedächtnis hat und nicht “programmiert” werden kann. Und selbst im unwahrscheinlichsten Fall, dass dieser Nachweis mal gelänge – haben Sie noch nicht erkläert, warum sich nur das gewünschte Atom zur ach so starken Wirkung potenziert – der Rest aber nicht). Was IST mit den Atomen der Glasflasche? Was mit den Erinnerungen das Wassers an all die Substanzen, die es mal berührt hat? Eine fundierte ERKLÄRUNG bitte, keine Aufforderung zum Beten.
Es stimmt absolut nicht, dass zur Medizin oder zu OP-Verfahren keine Studien vorliegen. Es stimmt aber schon, dass zur H. Studien vorliegen – so viel ich weiß, sind es etwa 110 Stück. KEINE einzige davon, konnte eine Wirkung der Homöopathie nachweisen. Sie wollen eine Quelle?: PSCHYREMBEL, Handbuch der Alternativen Medizin (in etwa wörtlich steht das da).
Herr Gräber: Es ist (zum Teil) IHRE Sache, wenn Sie mit der Unwahrheit kombiniert mit dem Leid von Menschen Ihren Lebensunterhalt verdienen wollen. Für mich ist das zutiefst unmoralisch. Und ich persönlich fände die Welt besser, wenn das nicht funktionierte. In ein paar tausend Jahren wird Ihre Gattung ausgestorben sein, wenn die Evolution (die Sie wahrscheinlich bestreiten werden), noch etwas weiter geht). Vorläufig aber müssen Sie sich mit Menschen auseinandersetzen, die nicht nur (im Cafe lese ich sie auch manchmal) die Bildzeitung zur Bildung einsetzen.
Sie diskutieren aber hier in einem Forum, das KRITISCH DENKEN heißt. Und da noch nie ein Nachweis erbracht worden ist, dass H. funktioniert, müssen Sie hier überzeugende Argumente liefern. Die Medizin hat bereits bewiesen (Auch an Ihen, wetten?), dass Sie funktioniert. Beispiele zur Sie mir bitte – werfen Sie einfach eine Blick in ein BUCH. Und wenn Sie keines haben: Wikipedia, Sie müssen nur nach “MEDIZIN” suchen.
Die INTERPRETATION eines Fanatikers, der die eindeutig negativen Ergebnisse der Metastudie für sien Zwecke missbrauchen und umdeuten willl – mit so etwas können Sie sich an einer intelligent geführten (dazu gehört auch mal Polemik) Diskussion nicht beteiligen.
Anstelle dieser ganzen wolkigen und substanzlosen Sprüche erklären Sie doch hier mal bitte, warum man daran glauben sollte, dass GEMAHLENE uind POTENZIERTE METEORITEN (zerdrückte Honigbienen, Eiter, Quecksilber oder Excrementum Caninum!) heilen können. Es ist ja nicht UNSERE IDEE gewesen, dass die KLASSISCHEN HOMÖOPATHIE hunderte solcher abstrusen Mittel erdenkt.
Machen Sie einen homöopatischen Versuch mit mir, der __nachweist__*, dass ein h. Mittel __irgendeinen__ Effekt auf meinen Körper hat und ich bezahle Ihnen nicht 1000 sondern 5000 Euro. Sie dürfen mich untersuchen, mir etwas verschreiben und ich nehme es. Sie dürfen das Mittel selbst bestimmen.
Ich erkläre mich auch bereit, ein von Ihnen bestimmes h. Mittel in JEDER Überdosis zu nehmen, die irgendeine Wirkung zeigen wird. Wenn Sie es schaffen, irgendeinen meiner Körperparameter mit einem klassischen h. Medikament nachweisilich zu verändern, bezahle ich sofort 5000 Euro-. Einzige Bedingung: Zeugen aus diesem Kreis hier und eine einwandfreie Dokumentation und eine wissenschaftliche Durchführung.
Ansteigender Blutdruck, verursacht durch unhaltbare Behauptungen zählt nicht – sie sollten also während des Tests nicht mit mir reden. Sie sehen ja, was Sie in mir hervorrufen (das könnte keine Droge!).
Also? Wo? … Wann?
PS. Wie heißt die Studie nun, die eine Wirksamkeit der H. bewiesen hat? ISt es Ihnen gerade entfallen? Ich schlage vor: 3 Globuli Vergesslichkeit C200, vom Handrücken geschleckt!
* Mit “nachweist” meine ich NICHT BEHAUPTET!
Freitag, 18 Juli, 2008 um 14:30
alexis von croy
Der unvollständige Satz im 7. Abstaz sollte heißen:
Beispiele zur Wirksamkeit von Medikamenten ersparen Sie mir bitte – werfen Sie einfach eine Blick in ein BUCH.
(sorry, beim editieren gelöscht …)
Ach so, und das habe ich vergessen:
Karies durch übermäßigen Zuckergenuss müssen wir bei unserem Versuch leider auch als “Wirkung” ignorieren!
Freitag, 18 Juli, 2008 um 14:53
Dr. E. Berndt
@ R. Gräber
leider haben Sie nicht einen einzigen Punkt angezogen. Sie hätten schreiben sollen ich nehme Stellung zu z. b. Punkt 5 oder (irgend einen anderen Punkt) der Ausführungen von Dr. Much. usw. Das haben Sie nicht gemacht, sondern nur allgemein herumgemosert.
Und ich denke, dass die Ausführungen des Herrn Much keiner weiteren Literatur usw. bedürfen um aus ihnen fundieret Schlüsse ziehen zu können.
Also nochmals bitte irgend einen Punkt anziehen und uns darlegen, was daran konkret falsch und unlogisch ist.
Sie beschreiben sich doch auf ihrer Webseite als Fachmann, und so werden sie doch wohl ein paar zusammenhängende Sätze zustande bringen, oder nicht? Oderwollen Sie uns zum Abschluß erklären, dass sie die Aussagen von Dr. Much für richtig befinden?
Freitag, 18 Juli, 2008 um 16:27
alexis von croy
Von R. Gräberrs Website zur Kritik an der Homöopathie:
“Nun: damit wir SEHEN das etwas funktioniert, brauchen wir kein Theoriemodell. Wenn die Bauern gewartet hätten, bis die Wissenschaft erklärt, warum der Weizen wächst — wir wären alle bereits verhungert.”
Sehr origineller Einfall )…)
Weiter:
“Ich habe Säuglinge mit versch. Erkrankungen bis hin zur manifesten Lungenentzündung behandelt — nur mit klassischer Homöopathie und bis jetzt immer außerordentliches gesehen”
DAZU habe ich allerdings eine klare Meinung. Wer die Lungenentzündung eines Säuglings mit Homöopathie behandelt, der gehört umgehend mit einem Berufsverbot belegt und STRAFRECHTLICH verfolgt.
Freitag, 18 Juli, 2008 um 20:16
Ydris
Homöopathie ist kriminell und pychopathisch.
Freitag, 18 Juli, 2008 um 20:25
Ydris
Viel solides Material über den IRRSINN der Homöopathie:
http://www.kidmed.de/forum/showtopic.php?threadid=7499&time=1216408681
Freitag, 18 Juli, 2008 um 20:29
alexis von croy
Es gab auch im Jahr 2007 eine Metanalyse von LANCET von 5 Studien zur Homöopathie.
Ganzer Text: http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673607617061/fulltext
(Einfache Registrierung ntotwendig)
Hier die ersten zwei Absätze:
Five large meta-analyses of homoeopathy trials have been done. All have had the same result: after excluding methodologically inadequate trials and accounting for publication bias, homoeopathy produced no statistically significant benefit over placebo.1–5 And yet homoeopathy can still be clinically useful.
During the cholera epidemic in the 19th century, death rates at the London Homoeopathic Hospital were three times lower than those at the Middlesex Hospital.6 The reason for homoeopathy’s success in this epidemic is even more interesting than the placebo effect. At the time, nobody could treat cholera, and while medical treatments such as blood-letting were actively harmful, the homoeopaths’ treatments were at least inert.
Kurz auf Deutsch, vielleicht kann ja nicht jeder Leser Englisch:
1. Die Analyse der 5 Studien hat keinerlei Wirksamkeit der H. ergeben, die höher als Placebo-Wirkung ist. Der Autor schränkt aber ein – es können Fälle geben, wo die Unwirksamkeit der H. ein Vorteil sei (dazu 2.)
2. Die Homöopathy hat sich bei der Cholera-Epidemie im London des 19. Jh. als wirksam bei der Verringerung der Todeszahlen erwiesen. Nur ganz anders als (Herr Gräber) sich das erhofft. Da im Homöopathischen Krankenhaus Londons kein Aderlass betrieben wurde (der sich später als in vielen Fällen tödlich erwiesen hat – auch der US-Präsident George Washington starb daran), war die Homeöpathie WENIGSTENS UNWIRKSAM!
Ein größeres Armutszeugnis kann man sich nicht mal ausdenken, wenn man so bösartig ist wie ich!
Freitag, 18 Juli, 2008 um 21:20
Aberglaube Homöopathie «
[...] GEFUNDEN HIER, mit ausführlicher Begründung, via Kritisch Gedacht. Sehr interessanter Artikel! [...]
Samstag, 19 Juli, 2008 um 10:11
wolfgang
Gräber schrieb:”Aspirin wurde jahrzehntelang eingesetzt ohne dessen Wirkmechanismen zu verstehen.”
Ja, aber inwischen versteht man die Wirkung von Aspirin besser, und mit der Wirksamkeit von Aspirin brauch man die Physik nicht wegschmeissen- passt alles harmonisch ins Weltbild von Physik und Biologie.
Gräber schrieb:” Zweitens ziehen Sie wieder den Verdünnungsprozess heran. Sie argumentieren mit physikalischen Erkentnissen, die einfach nicht angebracht sind, weil auf dieser Basis Homöopathie tatsächlich nicht funktionieren kann. ”
Tja aber gerade auf Grund dieser physikalischen Erkenntnisse wissen wir wie die Erde durchs Weltall eieret, wissen wir wie man Aspirin bis zur Wirkungslosigkeit verdünnt-auch wenn da analytisch immer noch Acetylsalizylsäure nachweisbar ist. Und dem steht gegenüber ein seit 150 Jahren unverändertes Dogma, wirksamer je verdünnter, weil Memory Effekt. Gedächtnis gibt es tatsächlich in Wasser, nur ist halt die Dauer mit etwa 50 Femtosekunden wirklich etwas zu kurz für die Haltbarkeit eies Arzneimittels.
Gräber schrieb” Sie argumentieren mit einer Physik, die ja noch nicht einmal das kleinste Teilchen kennt!” Das ist ein oberfaules Argument. Homöopathen blamieren sich regelmäßig wenn sie mit Quantenphysik daherkommen, oder Zeilingers Verschränkung bemühen.
Man brauch ja nicht den Wirkungsmechaismus von Aspirin kennen- eine Wirksamkeit kann auch ohne das eindeutig nachgewiesen werden- und wurde auch. Selbst das klappt nicht bei HP.
Und dann klappen halt theoretische Grundlagen auch nicht, bzw noch schlimmer, sie sind diametral entgegengesetzt sämtlichen reproduzierbaren Erkenntnissen der Physik und Chemie.
Wir leben halt auf einer kugelförmigen Erde auf der Aussenseite, auch wenn mitunter manche Leute glauben es müßte eine Hohlwelt sein, wir auf der Innenseite, weil die Schuhe vorne und hinten abgelatscht sind. Würden wir auf der Ausenseite einer Kugel leben müßten die Schuhe ja in der Mitte abgelatscht sein. Trotz diesem Fakt bestehen vernünftige Zeitgenossen auf der Aussenseite der kugelförmigen Erde zu leben.
Und auch in der Hohlwelt würde die HP nicht funzen.
Samstag, 19 Juli, 2008 um 10:56
Dr. E. Berndt
http://oehinfo.uibk.ac.at/natwi/pharm/bunsi/0195/marburg.htm
Auszüge aus der Marburger Erklärung:
Homöopathie als Irrlehre und Täuschung des Patienten
Der Fachbereich Humanmedizin der Philipps-Universität Marburg verwirft die “Homöopathie” als eine lrrlehre. Wir betrachten die Homöopathie nicht etwa als unkonventionelle Methode, die weiterer wissenschaftlicher Prüfung bedarf. Wir haben sie geprüft, Homöopathie hat nichts mit Naturheilkunde zu tun.
Oft wird behauptet, der Homöopathie liege ein “anderes Denken” zugrunde. Dies mag so sein. Das geistige Fundament der Homöopathie besteht jedoch aus Irrtümern (Ähnlichkeitsregel, Arzneimittelbild, Potenzieren durch Verdünnen). Ihr Konzept ist es, diese Irrtümer als Wahrheit auszugeben. Ihr Wirkprinzip ist Täuschung des Patienten, verstärkt durch Selbsttäuschung des Behandlers. Wir leugnen nicht, daß sich mit “Homöopathie” mitunter therapeutische Wirkungen erzielen lassen, wobei es sich um so genannte Placeboeffekte handelt.
Nun könnte man einwenden: Was scheren uns Wirkprinzip und geistiges Fundament, wo es doch allein auf den Effekt ankommt? Nach dieser Logik müßten unsere (Medizin)Studenten auch in folgenden Gegenständen unterrichtet und geprüft werden: Chirologie (Bedeutung der Handlinien für die Persönlichkeitsstruktur und die Ganzheitsmedizin); lrisdiagnostik; Reinkarnationstherapie; astrologische Gesundheitsberatung (Bedeutung der Sternzeichen für die Neigung zu bestimmten Krankheiten). Mit all diesen Methoden, deren Wirkprinzip die Täuschung ist, lassen sich nicht nur therapeutische Effekte, sondern auch beträchtliche Umsätze erzielen. Mit den geistigen Grundlagen der Philipps-Universität Marburg sind diese Methoden eben sowenig vereinbar, wie es die “Homöopathie” ist.
Wir behaupten keineswegs, daß die von uns vertretene Wissenschaft alles erforschen und erklären kann; wohl aber versetzt sie uns in die Lage zu erklären, daß die Homöopathie nichts erklären kann.
Ein der Allgemeinheit von interessierter Seite eingeredeter Aberglaube mag dies anders sehen und sich Ausgewogenheit und Zusammenarbeit zwischen “Homöopathie” und “Allopathie” wünschen. Richtschnur unseres Handelns ist aber nicht ein in der Bevölkerung lebender und publizistisch geschürter Aberglaube, sondern die menschliche Vernunft, die uns sagt, daß die Worte “Homöopathie” und “Allopathie” nicht etwa einen Gegensatz, sondern eine Begriffswelt ohne reale Grundlage bezeichnen.
Samstag, 19 Juli, 2008 um 13:34
Ulrich Berger
Das ist jetzt das 244. Kommentar zu diesem Artikel. Wir kommen noch ins Guinness Buch der Rekorde…
@ alexis:
Man muss allerdings zugestehen, dass der von Ihnen zitierte Lancet-Beitrag keine Metastudie ist, sondern ein Kommentar des Wissenschaftsjournalisten Ben Goldacre vom Guardian. Einer der besten Kommentare zur H, die ich kenne, übrigens.
@ R. Gräber:
Ihr Glaube, dass Physiker “das kleinste Teilchen” suchen, und Ihr Stichwort “Quantenmechanik” im Zusammenhang mit H zeigen, dass Sie in Physik eher wenig bewandert sind. Das ist ein Grundübel bei fast allen Heilpraktikern und selbst bei vielen Ärzten. Physik ist wirklich sehr praktisch. Perpetuum mobile gebaut? Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik überlistet? Schublade “Quatsch”, fertig! Viel Zeit gespart.
Samstag, 19 Juli, 2008 um 15:12
Olive
Hallo
ich bin jemand, der den Glauben an die Homöopathie mit der Muttermilch aufgesogen hat. Ich bin mit Verwandten aufgewachsen, die ihr Leben lang nach dem heiligen Gral der Gesundheit gesucht haben und weder den Gral noch die Gesundheit gefunden haben.
Zur Anwendung kamen:
Homöopathie
Schüssler Salze
Anthroposophische Medizin
Impfkritik (d.h. ich wurde nicht geimpft)
Einläufe zur Förderung der Gesundheit
Unzählige unsinnige Diäten
also war das alles für mich lange Zeit selbstverständlich und Realität
und die Schulmedizin ziemlich böse.
Auch für Hund und Pferd nahm ich einen Veterinär in Anspruch, der seine Ausbildung um Homöopathie und Akupunktur erweitert hatte.
Und glaubte spektakuläre Heilerfolge mitzuerleben.
Die Berieselung durch alle Medien über die Grossartigkeit dieser sanften Heilmethoden (im Einklang mit der Natur!!!)liess auch nicht gross Zweifel in mir aufkommen.
Vor einigen Jahren kam ich zufällig auf eine homöopathiekritische Seite im Internet und begann zu lesen und nachzudenken.
Nun, es dauerte nicht lange und ich begann mich zu schämen, dass ich nicht früher darüber nachgedacht hatte.
ALLE Erfolge dieser Therapien an mir und meinen Tieren liesen sich nach gründlichem Nachdenken mit dem Zeitfaktor und der Selbstheilungskraft sowie dem Placeboeffekt erklären.
In meinem Umfeld habe ich aber erlebt, dass es wirklich eine Glaubensfrage ist und vollkommen sinnlos, sich mit den Leuten zu streiten.
Ausser bei denen, die zum Nachdenken neigen..
Samstag, 19 Juli, 2008 um 15:43
wolfgang
Na ja Impfungen kann man ja nachholen- MMR 2x, falls u Masern, Mumps und Röteln noch nicht hattest
Samstag, 19 Juli, 2008 um 16:29
alexis von croy
@Ulrich
Danke für die Aufklärung, da habe ich zwei Sachen in einen fälschlicherweise in einen Top geworfen!
die Marburger Erklärung kannte ich nich gar nicht – das ist sogar noch deutlicher als “Lancet”
@Olive
Es spricht für Sie, aus so einem Umfeld zu kommen – und doch noch irgendwann die Kritikfähigkeit aufzubringen und sich zu informieren!
Samstag, 19 Juli, 2008 um 16:41
Olive
@alexis von croy
vielen Dank.
Ich kann Ihnen sagen, für mich war das eine regelrechte Befreiung, aus diesem wabernden Glaubensmoor heraus zu kommen.
Finde Ihre Beiträge übrigens super, weil der Humor nicht zu kurz kommt (unfreiwillig?) Z.B. die Einnahme eines ganzen Röhrchens Coffea und das folgende Eingeständnis”wer heilt, hat Recht”
@wolfgang
die Impfungen sind gemacht, inkl. Hepatitis B und Grippeimpfung.
Bin Pflegefachfrau und wer jetzt glaubt, die müsse es doch besser wissen, irrt. Ich habe X Kollegen, die nie eine Grippeimpfung machen,
“weil man danach erst recht erkrankt” oder die privat Ausbildungen in alternativen Therapien machen, mit dem Ziel, sich so einmal selbstständig machen zu können..
Samstag, 19 Juli, 2008 um 17:41
alexis von croy
@olive
nein, nicht unfreiwillig (ich hatte mir nur vorgestellt, wie ich mir einem Homöopathen so ein endloses, ermüdendendes un dim Grund sinnloses Gespräch führe, dabei als Selbstversuch ein Röhrchen Coffea nehme und irgendwann doch einschlafe (weil die Diskussion so langweilig ist) und der H. am Ende sagt: “sehen Sie – wer heilt hat recht”. Ist vielleicht ein etwas abseitiger Humor …
“Waberndes Glaubensmoor” ist ein schönes Bild! Darf ich mir das Copyright dafür gelegentlich leihen?
Immer noch vermisse ich Herrn Gräbes Auskunft darüber, welche wissenschaftliche Studie die Wirksamkeit der Homöopathie festgestellt hat. Aber ich denke dieses Wissen will er mit uns nicht teilen. Und 1000 Euro sind für einen gut verdienenden Homöopathen offenbar kein ausreichender Grund … (ich hingegen würde jedes Detail meiner Bildung hier für diese Summe preisgeben!)
Samstag, 19 Juli, 2008 um 18:41
alexis von croy
Ich wiederhole mein Angebot an Herrn Gräber (auf sein Blog habe ich es auch gestellt):
Wenn er es schafft, mit homöopathischen “Arzneien” eine Veränderung meiner Körperparameter zu erzielen oder mit IRGENDEINEM homöopathischen “Medikament” IRGENDEINE_eindeutige reproduzierbare Reaktion meines Körpers hervorzurufen, bezahle ich ihm 5000 Euro.
Wie gesagt: Rein subjektive Veränderung (etwa Erhöhung des Blutdrucks durch Aufregung) akzeptiere ich nicht. Ich akzeptiere aber etwa eine Veränderung meines Blutbildes in einer von Ihnen prognostizierten Weise (GERN dürfen Sie mein Cholesterin etwas senken!).
Bedingung:
Die Reaktion muss reproduzierbar sein, das “Medikament” ein eindeutig homöopatisches sein und der Versuch muss wissenschaftlich einwandfrei dokumentiert werden. Ich stimme ausdrücklich dem EInsatz der ALLERHÖCHSTEN Potenzen der gewählten Mittel zu und würde sogar darum bitten, nur HÖCHSTE POTENZEN zu verwenden, da diese ja das eindeutigste Ergebnis zeigen müssten.
Der Versuch kann gerne EXAKT so durchgeführt werden wie die “anerkannte” “Arzneimittelprüfung homöopathischer “Arzneien an Gesunden. Diese ist ja ein wichtiges Fundament der Homöopathie, also müsste so ein Versuch an mir eine eindeutige Wirkung haben.
Wenn der Versuch in Ihrem Sinne positiv verläuft, werde ich sämtliche relevanten Medien dazu anschreiben und fair und objektiv das Ergebnis – auch hier! – veröffentlichen.
Die Kosten für Anreise, Hotel, Spesen etc. übernimmt derjenige von uns, der verliert, ok?
Herr Gräber ist sicher begeistert von der Idee, endlich einmal BEWEISEN zu können, wovon er spricht!).
Wir müssen uns nur darüber einigen, wie wir das Ergebnis bewerten, und wer das tut. Machen Sie einen Vorschlag. Ich schlage vor, wir suchen einen renommierten und und unvoreingenommenen Wissenschaftler.
Ich werde einen Journalisten eines deutschen Nachrichtenmagazins mitbringen, der daraus einen aussagekräftigen Artikel macht.
Wann geht’s los? Nennen Sie bitte Ihre Bedingungen!
Samstag, 19 Juli, 2008 um 20:52
buchstaeblich
Darf ich auch gucken kommen?
Und Olive möchte bestimmt ebenfalls …
Samstag, 19 Juli, 2008 um 21:14
alexis von croy
Na klar, wenn Herr Gräber nichts dagegen hat, ich bin einverstanden.
Gerade habe ich mal ein wenig beim Homöopathieversand REMEDIA gestöbert. Wenn Herr Gräber _RICHTIG_ gemein ist, wählt er die “Medikamente” BLACK DEATH (Pesterreger) oder AIDS Nos. (aus dem Blut eines Aidskranken) für seine Beweisführung.
Aber ich nehm auch das, versprochen, allerdings am liebsten ab C200-Potenzierung
Das WITZIGSTE, was ich eben fand war: WASSER. Ist das nicht originell? Wasser, potenziert C200 … Kann man sich ja richtig vorstellen, dass WASSER sich an WASSER erinnern kann! Hilft das gegen _Durst_ ?
Samstag, 19 Juli, 2008 um 21:24
Olive
@buchstaeblich
aber ganz bestimmt möchte ich bei diesem wichtigen, beinahe historischen Ereignis nicht fehlen!
Aber wahrscheinlich findet es nie statt.
Es fällt mir mittlerweile auch auf – jemand hatte hier von den Homöopathen als Schmarotzer gesprochen- dass viele, auch dieser Herr Gräber, sich hauptsächlich über das Verunglimpfen der “Schulmedizin” definieren,
diese ist quasi der Wirt, von dem sie sich ernähren.
( Parallelen zur Misteltherapie drängen sich direkt auf )
Aber das beste Bild in diesem Zusammenhang scheint mir schon das von “des Kaisers neue Kleider ” zu sein, plötzlich zu merken: aber der hat ja gar nichts an, warum merkt denn das niemand! das war für mich schon verblüffend.